■ il 0^ I * ARCHI\^ FÜR NATURGESCHICHTE GEGRÜNDET VON A. F. A. WIEGMANN, FORTGESETZT VON W. F. ERICHSON UND F. H. TROSCHEL. HERAUSGEGEBEN DR. ED. VON MARTENS, PROFESSOR AN DER FRIEDRICH-WILHELMS-ÜNIVERSITÄT ZU BERLIN. EINUNDFÜNFZIGSTEB JAHRGANG. Erster Band. Mit 18 Tafeln. Berlin 1885. Nicolaische Verlags-Buchhandlung. R. Stricker. Inhalt des zweiten Bandes. Erstes Heft. Seite Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. Von Dr. Ph. Bert kau in Bonn. Allgemeines . . , 1 Arachnoidea 27 Linguatulina . . , 31 Aearina 31 Pantopoda 38 Opiliones 38 Chernetina 39 Scorpiones 40 Araneae 41 Tristicta 53 Solifugae 68 Myriapoda 69 Pupatina 73 Pauropoda 75 Chilognatha 75 Chilopoda 77 Symphyla 78 Insecta, Thysanura 78 Rhynchota 80 Parasitica 82 Phytophthires 82 Homoptera . . 87 Heteroptera 88 Orthoptera 91 Genuina 92 Pseudoneuroptera 96 Inhalt des zweiten Bandes. Seite Neui'optera 97 Trichoptei-a 99 Planipennia 99 Diptera . 102 ^ematocera 107 Brachycera 109 Pupipara 115 Aphaniptera 115 Lepidoptera IIH Microlepidoptera 131 Macrolöpidoptera 137 Hymenoptera 155 Coleoptera 177 Bericht iiber die Leistungen in der ^Naturgeschichte der Cru- staceen während des Jahres 1884. Von Prof. Ed. von Märten s. Anatomie und Physiologie 239 Geographische Verbreitung 245 Decapoda 249 Schizopoda 258 Stomatopoda 259 Isopoda 261 Cladocera 267 Ostracoda 269 Copepoda 270 Cirripedia 272 Xiphosura 272 Zweites Heft. Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Mol- lusken während des Jahres 1884. Von Prof. Ed. von Märten s. Allgemeines 1 Anatomie und Physiologie 2 Geographische Verbreitung 14 Cephalopoda 36 Pteropoda 38 Heteropoda 38 Gastropoda 39 Lamellibranchia 86 Brachiopoda = . 93 Inhalt des zweiten Bandes. •Seite Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Säiige- tliiere während des Jahi-es 1884. Von An t. Reich enow 95 Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Vögel während des Jahres 1884. Von Ant. Reich enow . . 154 Bericht über die Leistungen in der Herpetologie während des Jahres 1884. Von Dr. Oskar Boettger in Frankfurt am Main 252 Bericlit über die Leistungen in der Ichthyologie während des Jahres 1884. Von Dr. F. Hilgendorf 328 Drittes Heft. Bericht über die wissenschaftliche Leistungen in der Natur- geschichte der Helminthen im Jahre 1885. Von Dr. von Linstow in Hameln. Allgemeines 1 Nematoden 5 Gordiaceen und Mermiten 21 Acanthocephalen 21 Trematodeu 24 Cestoden 34 Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Natur- geschichte der Protozoen in den Jahren 1882 und 1883. Von Prof. Dr. Max Braun in Rostock i. M. Allgemeines 45 Suctoria 66 Ciliata ,...-. 68 Mastigophora 80 Sporozoa 97 Rhizopoda 101 Anhang 115 Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Natur- geschichte der Aseidieu während der Jahre 1882 und 1883. Von Prof. Dr. Max Braun in Rostock i. M. Anatomie und Entwickelung 117 Systematik und Faunistik 134 Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in der Natur- geschichte der Ascidieu während der Jahre 1884 und 1885. Von Prof. Dr. Max Braun in Rostock i. M. Anatomie und Entwickelung 147 Systematik und Faunistik 164 Inhalt des zweiten Bandes. Seite Jahresbericht über die Bryozoen für 1882 und 1883. Von Prof. Dr. Karl Kraepelin in Hamburg. Anatomie, Ontogenie, Phylogenie 174 Biologie 183 Systematik, Faunen 183 Bericht über die Leistungen in der Spongiologie für die Jahre 1880 und 1881 (Nachtrag). Von Dr. W. Weltner. Allgemeines 197 Anatomie, Systematik und Faunistik 198 Entwickelungsgeschichte 213 Physiologie 213 Palaeontologie 214 -^ii-^ Zweiter Band. Erstes Heft. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen mi Gebiete der Entomologie. Inhalt. Seite. Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. Von Dr. Ph. Bertkau in Bonn 1 Bericht über die Leistungen in der Naturgeschichte der Crustaceen während des Jahres 1884. Von Prof. Ed. von Martens 239 J12II0 Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. Von Dr. Ph. Bertkan in Bonn. Fase. X von Thomson's Opusc. Entomol. enthält die Fort- setzung seines Försök tili gruppering och beskrifning af Crypti und Bidrag tili Sveriges insectfauna (Coleo- ptera, Lepidoptera, Hymenoptera). Gadeau de Kerville's „Melanges entomologiques" I und II beschäftigen sich mit den in der Normandie bis jetzt beobach- teten Gallen S. 73 ff., den ersten Ständen der Sialis lutaria S. 101 ff., der Lebensweise der Phytomyza aquifolii S. 107, Molytes germanus nicht in Seine -inferieure S. 108, einem anormal gefärbten Exemplar einer Epilachna n. sp. von Bogota S. 278, der Verwandlungsgeschichte des Microdon mutabilis S. 279, Verwandlungsgeschichte und Lebensweise der Erio- campa limacina S. 285, erneutem Fang von Metoecus para- doxus in der Normandie S. 291; Bull. Soc. Amis Sei. nat. Rouen 1883. Entomologische Miszellen von Bertkau in den Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. 1884 S. 343 ff. Taf. VII enthalten: 1. Duftvorriehtungen einiger Schmetterlinge; 2. Xy- locopa violacea ein Honigräuber ; 3. weitere Beiträge zur Spinnen- fauna der Rheinprovinz; 4. zur Kenntniss der Funktion der einzelnen Theile an den Tastern der Spinnenmännchen. Packard entnimmt aus R. Owen's „Aspects of the body in Vertebrates and Invertebrates" Veranlassung, die allgemeine Körpergestalt und deren Entwickelung bei Wirbelthieren und Arch. f. Naturgesch. LI. Jahrg. 2. Bd. A 2 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Arthropoden zu vergleichen; Americ. Natural. 1884 S. 855 ff. mit Holzschn. Schoch ist von der gegenwärtigen Anordnung der Insekten- ordnungen wenig befriedigt und schlägt als Prinzip, um die Reihenfolge festzusetzen, die Beschaffenheit des Thorax vor. Bei den niedriger stehenden und auch zuerst in der palaeonto- logischen Entwicklung auftretenden Ordnungen sind die drei Thoraxringe frei: Schizothoraca, wozu Aptera, Orthoptera, Dictyoptera (Pseudoneuroptera) , Neuroptera, Coleoptera und Rhynchota gehören; bei den Zygothoraca (Hymenoptera, Di- ptera, Lepidoptera?) sind die Thoraxringe zu einer höheren Einheit verschmolzen. Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 34 ff. Tropical coUecting; by G. C. Champion; Ent. Monthl. Mag. XX S. 172, 199, 248 (Anleitung zum Insektenfang in den Tropen). Third Report of the ü. S. Entomological Commis- si on (Washington Governement Printing office, 1883). W. Hess: Die Hausgenossen des Menschen unter den Gliederthieren; Hannover, Ph. Cohen, 1884. Les Parasites exterieurs de l'homme; P. Qroult, Le Naturaliste 1884 S. 558, 565. Our Insect Allies; by Theod. Wood; 8 vo., S. 1—228 mit Holzschn.; London 1884; Soc. for promoting Christian knowledge. Reports of Observations of Injurious Insects and Common Crop Pests during the year 1883; . . . by E. A. Ormerod; S. 1—80, 1—16, London, Simpkin, Marshall & Co., 1884. In dem Report of the commissioner of agriculture for 1883 ist auf S. 99—180 PI. I— XIII der Report of the Entomo- logist enthalten, der sich mit Notizen über die Ausdehnung der Seidenzucht und über die Lebensweise, Feinde, Vertilgungs- mittel folgender Schädlinge beschäftigt: Pieris rapae, Protodice, oleracea, Monuste; Plusia Brassicae; Mamestra Chenopodii, Ceremica picta; Orobena rimosalis; Botis apetitalis; Plutella cruciferarum ; Tortrix fumiferana, Gelechia aUetisella; Galeruca xanthomelaena ; Nematus Erichsonii, integer; Caloptenus Atlan- tis. Ferner sind die Resultate von Mitteln, die gegen Cocciden in Anwendung gebracht sind, mitgetheilt. In No. II der Undersoegelser of dyrelivet i de ark- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 3 tiske fjorde zählt Sparre Schneider (76) Criistacea og (4) Pycuogonida indsamlede i Kvaenangsfjordeii 1881 auf; Tromsoee Museums aarshefter VII S. 47 ff. Aurivillius beschreibt die Natur des „Kvaenangenfjords" im norwegischen Finnmark unter 70° n. Br., dessen Fauna einen ganz arktischen Charakter trägt. Erwähnt werden Ar- gynnis polaris; Colias nastes; Arctia Queuselii; die Kartotfel- blätter fanden sich von einer Käferlarve, wahrscheinlich von Silpha lapponica, stark zerfressen; Entom. Tidskrift 1884 S. 203. Reuter zählt die während einer Entomologiska exkursi- oner under januari 1882 i södra Finland aufgefundenen Insekten (40 Col., 2 Hern., 2 Hymen., 2 Lepidopt., 2 Thysanopt, 6 CoUemb.) auf; Medd. af Soc. pro Fauna et Flora Fennica IX S. 72 ff. Die während einer Excursion aux iles Berlengas et Farilhoes gesammelten Thiere liefern den Beweis, dass diese in unmittelbarer Nachbarschaft der portugiesischen Küste ge- legenen Inseln keine auf dem Festlande nicht vertretenen Arten haben und dass sie auch keine eigenthümlichen Rassen erzeugt haben. Von Gliederfüssern sind nur wenig Arten mitgetheilt (Hymen. 1, Coleopt. 34, Lepid. 3, Dipt. 1, Orthopt. 1, Myriap. 1, Crust. 1); Daveau und Girard in Bol. da Soc. de Geogra- phia de Lisboa (4. Ser.) No. 9 S. 409 ff. Ein Tag auf den Balearen von Schmiedeknecht schil- dert hauptsächlich die Hymenopterenfauna ; Zeitschr. f. Entom., Breslau, 9. Heft S. 7 ff. A. Costa hat einen dritten Beitrag zur Geo-Fauna Sarda gebracht, Neapel 1884, und in demselben wieder eine Menge neuer Arten aufgestellt. Dieselben sind mir nur aus dem Referat Ragusa's in II Naturalista Siciliano IV S. 14 ff. bekannt geworden und werden unter Costa a. a. 0. namhaft gemacht w^erden. Kleuker schrieb eine Inaugural - Dissertation über endo- skeletale Bildungen bei Insekten; Göttingen 1883. Chatin (Sur les appendices de la mächoire chez les In- sectes broyeurs) vergleicht zunächst die Bildung des sous- maxillaire (Brülle) bei Oligotoma Saundersi; Oedipoda cinera- scens; Decticus; Gryllus domesticus; Phasma Japetus; Mantis religiosa; Hydrophilus piceus, und beschreibt dann an den An- 4 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen hängen dreierlei Arten von Nervenendigungen : an den gewöhn- lichen Borsten, Tasthaaren und an den „weichen Kegeln" („cones moux"); letztere, bisher wenig beachtet, „nehmen den- noch einen wichtigen Theil in der Ausübung des Tastvermögens bei den Arthropoden in Anspruch." C. R. Acad. Sei. Paris XCIX S. 51 ff. und 939 ff.; siehe auch Ann. a. Mag. N. H. (5) XV S. 147. Leydig hat Untersuchungen zur Anatomie und Histologie der Thiere, Bonn 1883 bei E. Strauss, 174 S. mit 8 Taf. erscheinen lassen. In dem zweiten Theil dieses Werkes wird die feinere Struktur der Zelle, wie sie sich mit Hülfe der vollkommeneren optischen und technischen Hülfsmittel darstellt, zur Sprache gebracht. Indem ich über diesen Theil kurz, so weit die Beispiele den Insekten entnommen sind, referire, spreche ich das Bedauern aus, dass die mir auferlegte Beschränkung nicht eine so ausführliche Berichterstattung er- laubt, wie es die Wichtigkeit des Gegenstandes und dieser Untersuchungen erheischte. Die zusammengesetzte Struktur des Zellplasmas, bestehend aus einem Netz- und Gerüstwerk festerer Fäserchen, zwischen denen eine weichere Substanz eingebettet ist, wurde an den Zellen der Speicheldrüsen zahlreicher Insek- ten erkannt. So bei Nepa cinerea, Naucoris und Notonecta. Bei den Larven von Chironomus lässt sich ausserdem eine streifige Sonderung erkennen, welche radial gerichtet ist und in dem Raum zwischen Rinde und dem den Kern umgebenden Plasma Platz greift. Bei den im Kopf gelegenen Speichel- drüsen von Bombus lässt das Protoplasma gleichfalls aussen eine streifige, innen eine schwammige Struktur erkennen ; ersteres bildet eine zusammenhängende Wandschicht; dasselbe ist bei den Speicheldrüsen mehrerer untersuchter Fliegen der Fall. In den Serikterien der Raupen nimmt die äussere Partie eine schwammige, die innere eine streifige Struktur an, und die Streifen zeigen feine Querästchen, die eine Art Gitter herstellen. Die Zellen der Malpighi'schen Gefässe (von Bombyx neustria z. B., Musca vomitoria) lassen eine mittlere streifige Zone erkennen; nach innen zu bildet sich ein grossmaschiges Balkenwerk, nach aussen eine feinschwammige Rindenschicht aus, welche letztere gelbliche Körnchen und Stäbchen eingebettet enthalten kann. Die in dem Zellplasma auftretenden Körnchen erscheinen, z. B. die Harnkrystalle der Malpighi'schen Gefässe, zuerst an im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 5 den vorher erwähnten Balken, gelangen aber später in die Zwischenräume derselben, wo sie sich ansammeln können. Eine weitere Differenzirung innerhalb der Zelle ist ein freier, d. h. substanzarmer Raum um den Zellkern, in den sich von dem balkenartigen Plasma aus zarte Fasern bis zu dem Zellkern hinziehen; solches lässt sich an den gelben Partieen des Fettkörpers von Trichodes alvearius, an den Mal- pighi'schen Gefässen von Sarcophaga, Musca vomitoria, der Larve von Cetonia aurata wahrnehmen. Der in den Drüsenzellen auftretende Sekretraum zeigt hinsichtlich seiner Abgrenzung verschiedene Stufen der Aus- bildung, indem die Grenze bisweilen bloss durch das schwam- mige Plasma gebildet ist (z. B. in den einzelligen Speichel- drüsen von Bombus), während in andern Fällen eine scharfe, oft sogar die Vermuthung einer kutikularen Wandung recht- fertigenden Grenze ausgebildet erscheint (z. B. Speicheldrüsen von Musca vomitoria, Tabanus, Hemipteren, Dipterenlarven). Das Sekret ist bald flüssig, bald geformt; letztere Eigenschaft lässt es oft erst nach härtenden Reagentien erkennen. Viel- leicht ist der „Dotterkern" mancher Eier und der „Nebenkern" anderer Zellen eine dem Sekretraum verwandte Bildung. Ausser jenen Lücken in dem Plasma, welche dessen Be- zeichnung als „schwammiges" rechtfertigen, kommen bisweilen noch andere Gänge und Höhlungen, oft sogar mit chitinisirter Wandung, in demselben vor. Solche intracellulare Gänge finden sich z. B. als Anhänge der Ausführungsgänge von Drüsen im Zellplasma; ebenso nehmen die feinsten Tracheenäste ihren Ursprung in ähnlichen Gängen des Protoplasma der Endzellen; die Gänge münden in einen Tracheenast ein, und erst dieser zeigt die spiraligen Verdickungen. Andererseits führen aber auch die gewöhnlichen Lücken des Plasma in Porenöffnungen nach aussen und münden bei membranlosen Zellen in jene Intercellulargänge ein, welche sich oft zwischen denselben finden, z. B. im Darmepithel verschiedener Insekten, an den mehrzelligen Speicheldrüsen von Wasserwanzen und Dipteren- larven, auch an den Malpighi'schen Gefässen. Indem nun diese Zwischenräume von Substanzbrücken der benachbarten Zellen durchsetzt werden, wird eine Gewebsform angedeutet, die in ihrer extremen Ausbildung als Syncytium bekannt ist. Findet andererseits das Aussenden von fadenförmigen Plasmafortsätzen 6 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen bei solchen Zellen statt, die eine Kutikula abgeschieden haben, so ist die Folge davon eine feine oder gröbere Streifung der Kutikula. Aehnlich wie der Sekretraum, zeigt auch der Kern einen ver- schiedenen Grad der Individualisirung gegenüber dem umgeben- den Plasma, und in seiner Struktur imd in seinen Beziehungen zum Kernkörperchen wiederholt sich gewissermassen dasselbe, was vom Zellplasma und seinem Verhalten zum Kern schon gesagt ist, wofür die verschiedensten Zellen Beispiele liefern. Bemerkenswerth sind die Zellen der Speicheldrüse von Naucoris wegen der Vierzahl und bestimmten Anordnung ihrer Kern- körperchen, die jungen Eizellen von Libellula wegen des rie- sigen Umfanges ihres Keimfleckes. Eine eingehende Besprechung erfahren die Bänder, welche Balbiani in den Kernen der Speichel- drüsen von Chironomus bekannt gemacht hat und die sich in ähnlicher Weise bei zwei andern Dipterenlarven und in den Malpighi'schen Gefässen der Chirouomiis-Larve finden. Leydig sieht die Bänder als eigenthümliche Modifikation des Balken- werkes innerhalb des Kernes neben dem Kernkörperchen an. — Die verästelten Kerne der Raupenserikterien sind hohl, mit einer Flüssigkeit erfüllt; bisweilen reichen einzelne Aeste bis an die Zellgrenzen und in die Intercellulargänge hinein. Mit dem Namen „Schaltzellen" bezeichnet Leydig Zellen, welche sich zwischen die gleichartigen Zellen gewisser Gewebe eingeschaltet finden, z. B. in dem Fettkörper von Vespa, den Malpighi'schen Gefässen von Cetonia aurata und anderen In- sekten; hier haben sie vielleicht die Bedeutung einzelliger Drüsen. Aehnlich dem Befunde bei anderen Thierklassen zeigen auch die Samenelemente der Insekten und Tausendfüsser einen zu- sammengesetzten Bau, wofür Lithobius, Notonecta, Clythra, Dytiscus, Timarcha u. a. Beispiele liefern. Die Bemühungen, die Nervenendigungen an Drüsen von Insekten zur Anschauung zu bekommen, sind vergeblich ge- wesen, und es werden auch die von Eugelmaun und Lidth de Jeude bei den Speicheldrüsen von Bombus beschriebenen Nerven- endigungen in anderem Sinne gedeutet. Kraepelin. Die Geruchsorgane der Gliederthiere. Osterprogramm der Realsch. des Johanneums zu Hamburg 1883. Habe ich nicht erhalten. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884 7 Nach A. BoUes Lee beruht die Angabe Viallanes' von dem Vorkommen von Ganglien in der Haut von Fliegenlarven, die weder mit der Bauchgauglienkette noch mit dem Eingeweide- nervensystem in Zusammenhang stehen, auf einem Irrthum. Die vermeintlichen Ganglien sind chordotonale Organe, und diese hangen mit dem Bauchstrang in deutlicher Weise zusammen. Die Schuld des Irrthums Viallanes' schiebt Lee auf dessen An- wendung des Goldchlorids, das bei weitem nicht alles das er- kennen lässt, was man im frischen Zustande an diesen Organen wahrnehmen kann. Recueil Zoologique Suisse 1884 S. 684 ff. mit PI. XXXVII. A. Bolles Lee hat seinen Aufsatz über die Chordotonal- orgaue der Insekten (s. den vor. Ber. S. 73) in italienischer Uebersetzung in dem Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 53 ff. Tav. I erscheinen lassen. Bütschli macht nach den Untersuchungen seines Schülers Sacepine Mittheilungen über die nervösen Endorgane an den Fühlern der Chilognathen und ihre Beziehungen zu denen gewisser Insekten; Biolog. Centralbl. IV S. 113 ff. mit Holzschn. Am letzten Glied der Fühler finden sich, ge- wöhnlich 4, Zapfen, mit denen ein spindelförmiges, bis in's vor- letzte Fühlerglied zurückreichendes Gebilde in Zusammenhang steht. An letzteres tritt je ein Ast des Fühlernervs, theilt sich strahlig und nimmt im unteren Theil eine grosse Anzahl ziem- lich grosser Ganglienzellen zwischen sich. Hierauf verschmäch- tigt sich die Spindel etwas und umschliesst eine Anzahl klei- nerer Ganglienzellen, die bis fast an die Zapfen hinanreichen. Auch diese Zellen verbinden sich mit den vorher erwähnten Nervenfasern und schicken andererseits Endfasern aus, deren Bündel in den Zapfen eintritt. Letzterer ist an seinem Ende offen, so dass die Enden der Fasern äusseren Einflüssen direkt zugänglich sind. — Denselben zusammengesetzten Bau haben nun auch die von Hauser als einzellige Gebilde beschriebenen „Geruchskegel" der Hymenopteren, nur sind sie hier kleiner. — Ein eventuelles Geruchsvermögen liess sich bei den Myriapoden aber nicht nachweisen. Ueber die - eigenthümlichen Bildungen in den Zellkernen der Speicheldrüsen von Chironomus plu- mosus macht Korscheit einige Mittheilungen, die von denen des Entdeckers Balbiani hin und wieder abweichen; Zool. Anz. 8 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen 1884 S. 189, 221, 241. Der Kern hat eine amöboide Ver- änderlichkeit, indem er Fortsätze aussendet und wieder einzieht. Dasselbe kommt beim Kernkörperchen vor. Manchmal enthält er Vakuolen, bisweilen in solcher Menge, dass er dadurch ein schaumiges Aussehen gewinnt. Eine besondere Aufmerksam- keit schenkte der Verfasser den „gestreiften Bändern," die nicht abgeplattet, sondern drehrund sind. Sie sind bei den frisch dem Thier entnommenen Zellen noch nicht sichtbar, bei diesen ist vielmehr das Zellplasma der Kerne ganz „leer." Bald aber zeigen sich in demselben Streifen, Lamellen, und schliess- lich jenes gestreifte, zusammengerollte Band. Die Querstreifung des letzteren ist nicht auf die Zusammensetzung von festeren und flüssigen Scheibchen, sondern auf eine auf die Oberfläche beschränkte Faltung zurückzuführen. Ueber den Zusammen- hang dieser Bündel mit dem Kernkörper berichtet Korscheit nichts Neues, dagegen legte er sich die Frage vor, ob dieselben vielleicht als Nährmaterial aufgespeichert und zur Zeit des Mangels resorbirt würden ; Versuche, welche nach dieser Richtung hin angestellt wurden, ergaben indessen ein negatives Resultat, Macloskie schreibt über die structure of the tracheae of Insects und verlegt den Athemprozess vorzüglich in die Tracheenenden; Americ. Naturalist 1884 S. 567 0". mit Holzschn. Passerini schildert die Folgen der Köpfung beim Seidenspinner; Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 285. Fromholz stellt kleine Studien über das Wahrneh- mungs- und Gefühlsvermögen der Insekten an; Berl. Entom. Zeitschr. 1884 S. 113 ff. Er ruft manche Beobachtungen in's Gedächtniss, die sehr scharfe Sinne beweisen, von deren Sitz, mit Ausnahme des Gesichtssinnes, wir keine sicheren Kenntnisse haben. Auffallend ist die Unempfindlichkeit mancher Insekten bei Verletzungen. Amans hat weitere Mittheilungen über die Flugorgane und die Mechanik der Flugbewegung bei den Insekten in Rev. Sei. natur. 1884 S. 482 ff. veröffentlicht, die mir nur durch das Referat im Journ. R. Microsc. Soc. (2) IV S. 738 bekannt ge- worden sind. In einer Note sur les attitudes des insectes pen- dant le vol behandelt Pouj ade die Verbindung zwischen Ober- und ünterflügel, die Haltung der Beine und die Neigung der Längsachse des Körpers gegen die Horizontale während des im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 9 Fluges; die verschiedenen Typen sind in Abbildungen darge- stellt. Eine Steuerung durch die Beine während des Fluges kommt nach Poujade nicht vor; dieselbe wird vielmehr durch die Flügel selbst bewerkstelligt. Ann. Soc. Ent. France 1884 S. 197 ff. PI. 8. Grundlinien zur Erforschung des Helligkeits- und Farbensinnes der Thiere. Von Vitus Graber. Prag und Leipzig 1884. Mit der Funktion der Insektenbeine beschäftigen sich meh- rere Aufsätze, von denen F. Dahl's „Beiträge zur Kennt- niss des Baues und der Funktionen der Insekten- beine," dieses Archiv 1884 I S. 146 ff. mit Taf. XI— XIII (auch als Inaugural-Dissert. Kiel), den Gegenstand in den wei- testen Grenzen behandeln; ich mache daher mit ihnen den Anfang. Dahl sieht zunächst die Konstanz, mit der die Sechszahl der Beine bei den Insekten vertreten ist, in dem Umstände begründet, dass die meisten Insekten Kl etterthiere sind und dass für die Kletterbewegung die Sechszahl der Beine das Minimum ist, bei dem immer wenigstens 3 Beine angeheftet sein können (?). Beim inneren Bau zeigt der Verfasser zu- nächst, dass die Muskulatur eine recht einfache ist. Die sämmt- lichen Tarsenglieder incl. Kralle besitzen nur einen Beuger, der sich proximal am Schenkel anheftet; die Streckung des Fusses wird durch die Elastizität der die Glieder verbindenden Chitinhäute bewirkt. Die Gelenkverbindung zwischen Trochan- ter und Oberschenkel ist ein Klappengelenk, d. h. es stossen die beiden Glieder mit parallelen Rändern an einander und sind durch eine elastische Haut mit einander verbunden. Der Muskel, der sich mit breiter Fläche am Trochanter und mit dem anderen Ende an einer grossen Strecke des Schenkelrandes an- heftet, ist ein pronator. Die entgegengesetzte Bewegung wird auch hier durch die Elastizität der Gelenkhaut herbeigeführt. Rücksichtlich seiner Verrichtung kommt das Bein als Bewegungs-, als Fang- und Klammer-, und als Reinigungs- organ in Betracht. Grabbeine findet Dahl weiter verbreitet, als man bisher annahm, indem überall da, wo Schienensporen vorkommen, auch von Grabbeinen gesprochen werden kann. Am ausführlichsten ist der Kletterfuss behandelt und die Frage, wodurch es den Insekten möglich wird, an glatten senkrechten Flächen sich festzuhalten. Dahl entscheidet sich 10 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen dafür, dass eine Flüssigkeit mit im Spiele sei, die aber nicht eine klebende sei und auch nicht in so reichlicher Menge abgeschieden werde, dass sie als Tröpfchen sich sichtbar mache. Drüsen, aus denen sie stammen könnte, Hessen sich nicht auf- finden, so dass es wahrscheinlich die durchfiltrirte Blutflüssigkeit ist; mit Wasser mischt sich dieselbe nicht. Diese Flüssigkeit macht bald die unbehaarte Fusssohle oder unbehaarte Haft- lappen geschmeidig (Orthoptera, Hymenoptera, Lepidoptera, Rhynchota), tränkt bald die bisweilen verbreiterten Enden der Haare und macht deren Anhaften möglich; solche Hafthaare finden sich bei Käfern, Forficula und Sialis in der Sohle selbst; bei Dipteren an den Haftläppchen. Zur Ausscheidung eines wirklichen KlebestofFes kommt es bei den Männchen einiger Insekten, z. B. Silpha- Arten. Als Organe zur Reinigung (namentlich der Fühler, Mundtheile und Augen) dienen ge- wöhnlich die Schienen der Vorderbeine. Als besondere Putz- organe sind nicht nur die bekannten Einrichtungen am Ende der Schienen und am ersten Tarsenglied (von Dahl Metatarsus genannt) der Hymenopteren, sondern auch das Schienenblatt der Schmetterlinge und Haar- und Stachelkränze und -Bürsten bei anderen Insekten gedeutet. Diese dienen dann meistens zur Reinigung der Mittel- und Hinterfüsse, die namentlich bei Arten mit Hafthaaren nöthig ist. Heuschrecken, Locusta z. B., rei- nigen die Sohle ihrer Vorderfüsse mittels der Kiefer. — Obwohl nun der Verfasser einen Theil der eigenthümlichen Anhänge seiner Bedeutung und Verwendung nach klar gelegt zu haben glaubt, andere auf Mimikry zurückführt, gesteht er doch zu, dass manche Bildungen der Insektenbeine vollkommen räthsel- haft bleiben, wenn man den Insekten nicht eine besondere Vor- liebe für bestimmte Formen zusprechen will. — Eine vorläufige Mittheilung s. im Zool. Anzeig. 1884 S. 38 ö". Vergl. Americ. Natural. 1884 S. 1046. Zu ziemlich denselben Resultaten hinsichtlich des Kletterns ist G. Simmermacher, Zool. Anz. S. 225 fi"., gelangt. Derselbe untersuchte eingehender auch die sexuellen Haftapparate, beson- ders bei den nahe verwandten Carabiden und Dystisciden, und fand Abweichungen der Haftapparate bei verschiedenen Gat- tungen, Gleichheit innerhalb derselben Gattung. Die Furchen auf den Flügeldecken der Weibchen sind nach ihm ein altes Erbstück und bei den Weibchen nur deshalb noch erhalten, Im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. H weil die Weibchen überhaupt sich langsamer anpassen als die Männchen. Ausführlicher und mit Abbildungen behandelt in Zeitschr. wiss. Zoologie 40 S. 481 ff. Taf. XXV— XXVII. Gegenüber diesen (und Rombout's) Angaben (s. unten) hält Dewitz daran fest, dass ein Anleimen stattfinde; ebenda S. 400; Antwort von Simmermacher S. 513; siehe auch Ent. Nachr. 1884 S. 125 fi*. De la faculte qu'ont les mouches de se mouvoir sur le verre et sur les autres corps polis par Dr. J. E. Rombouts; Archives du Musee Teyler (Ser. II) IV S. 185 ff. mit Holzschnitten. — Rombouts weist den Gedanken, dass die Fliegen vermöge etwaiger Unebenheiten des Glases, oder in Folge einer Art Saugscheibe, oder durch Anleimen die Fähig- keit haben, sich an glatten, senkrechten Wänden zu halten, ab, und sucht dafür zu beweisen, dass sie durch die Haare, mit denen die Fussenden bekleidet sind, eine fettige Substanz in Gestalt kleiner Tröpfchen ausscheiden; die Adhäsionskraft zwischen dieser Flüssigkeit und der Wand und dem Fuss hält das Gewicht der ganzen Fliege. Durch Versuche mit Haaren, deren Ende er in Oel getaucht hatte und die er nun von der Unterseite einer horizontalen Glasplatte herabhängen Hess, suchte er das Gewicht zu ermitteln, das die 6 mit Haaren besetzten Füsse einer Fliege zu tragen im Stande sind, und fand unter der ungünstigsten Annahme ein höheres Gewicht, als das der Fliege ist (Tragfähigkeit 0,065, Gewicht der Fliege 0,045 Gramm). Von dem Vorhandensein einer durch die Fusshaare abgesonderten Flüssigkeit überzeugte sich der Verfasser in der- selben Weise wie Dewitz, indem er in ein kleines und niedri- ges Kästchen, dessen Boden ein Deckgläschen war, eine Fliege mittels eines über die Flügel gehenden Gummipapierstreifens festklebte und nun die Fusssohlen unter dem Mikroskop, im umgestürzten Kästchen betrachtete. Die Spuren, welche eine Berührung der Fusssohle auf dem Deckgläschen zurückliess, stimmen genau überein mit der Anordnung der Haare an den- selben. Eine angehauchte, oder mit dünner Fettschicht oder Staub bedeckte Fläche macht es den Fliegen unmöglich, sich an derselben festzuhalten; das Anhauchen deshalb, „weil sich das Fett der Haare nicht mit dem Wasser mischt, also keine Adhäsion stattfindet; der Ueberzug von Fett, „weil sich die kleinen abgeschiedenen Tröpfchen mischen und die Oberfläche 12 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen kleiner wird als die Summe der getrennt genommenen Ober- flächen der kleinen Tröpfchen" (!?); der Staub setzt sich zwischen die Haare und wird durch Reiben der Füsse an ein- ander und an den Flügeln beseitigt. — Ausser Musca dome- stica untersuchte der Verfasser noch M. vomitoria und Foly- drosus sericeus. S. auch Zool. Anzeig. 1884 S. 619 ö". Ein zusammenfassendes Referat über diese verschiedenen Arbeiten giebt Emery im Biolog. Centralblatt IV S. 438 ff. und Graber ebenda S. 560 ff. F. Plateau ist im Verlauf seiner physiologischen Studien über die Arthropoden zu den Athembewegungen der Insekten gekommen und hat die Resultate seiner Forschungen unter dem Titel: Recherches experimentales sur les mouvements respiratoires des Insectes in einem stattlichen Quartbande von 219 Seiten mit 7 Tafeln und zahlreichen in den Text ge- druckten Holzschnitten niedergelegt. In der Einleitung giebt der Verfasser einen kurzen historischen Ueberblick und be- schreibt dann die von Hausmann angewandte Methode und eine von ihm selbst dabei angebrachte Modifikation, um die Grösse der Volumveränderung bei der Exspiration und Inspiration zu veranschaulichen. Diese Methode lässt aber über wichtige andere Fragen ganz im Unklaren und liefert auch über die Volumveränderung nur bei grösseren Individuen und auch hier nur ungenaue Resultate. Als Untersuchungs- methoden verwandte Plateau einmal die autographische, wo- bei ein leichter, an geeigneter Stelle auf dem Insekte ruhender Papierstreifen die Athembewegungen auf einem sich drehenden Cylinder aufschrieb, so wie die Methode der Projektionen, indem von dem Insekte durch eine Laterna magica ein ver- grössertes Bild entworfen wurde. Diese Methode gestattete nicht nur, auch kleine Insekten bis zur Grösse einer Stuben- fliege hinab zu studiren, sondern auch die Lageveränderung der einzelnen Körpertheile in's genaueste zu verfolgen. Hierbei ergab sich nun, dass man bei den Insekten 3 Haupttypen der Athembewegungen zu unterscheiden habe, deren Umfang sich nicht mit systematischen Gruppen deckt, sondern die einzig und allein von der Beschaffenheit der Hautbedeckung der Hinter- leibsringe und der Anordnung der Respirationsmuskeln bedingt werden. Bei dem ersten Typus, wozu alle Coleopteren, die Rhynchota heteroptera und die Blattidae gehören, machen die im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 13 Bauchringe eine nur geringe Bewegung, während ein Senken und Heben der Rückenschienen während der Exspiration und Inspiration die wichtigsten Athembewegungen sind. Beim zweiten Typus machen Rücken- und Bauchschienen zugleich Bewegungen gegen, resp. von einander; hierher gehören die Dipteren, Hymenoptera aculeata, Odonaten und Acridier (und Forficuliden). Beim dritten Typus endlich zieht sich während der Exspiration, die im übrigen wie vorher verläuft, auch die weiche Verbindungshaut zwischen Rücken- und Bauchschiene nach innen zurück und trägt so wesentlich zur Verringerung des Körperumfanges bei. In einigen Fällen, namentlich bei Käfern, dann auch bei Orthopt. cursoria, machen auch Meso- und Metathorax gleichzeitig mit den Hinterleibsringen Athem- bewegungen, die entweder in demselben oder entgegengesetzten Sinne wie die der Hinterleibssegmente gerichtet sind. Die Ver- kürzung des dorsoventralen Durchmessers bei der Exspiration beträgt im maximo Vs 7 bleibt aber in manchen Fällen noch unter V20. Eine Verlängerung und Verkürzung des Hinterleibes, die man bisher nur den Hymenopteren zugeschrieben hatte, kommt auch bei einigen anderen Insekten vor und ist auch bei den ersteren nicht die einzige Athembewegung, wie schon oben angeführt. Gewöhnlich gehen die Bewegungen an allen Segmenten gleichzeitig vor sich und schreiten nur selten nach Art einer Welle fort. Kolbe stellt eine kurze Betrachtung über die Vorläufer (Prototypen) der höheren Insektenordnungen im pa- läozoischen Zeitalter an; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 167 ff. Als die ältesten gelten auch ihm die Ins. Ametabola und Hemi- metabola (excl. Rhynchota). Die Coleoptera glaubt er mit den Forficuliden, die Lepidopteren mit den Trichopteren und die Hymenopteren mit den Panorpiden in genealogische Beziehung bringen zu können. Derselbe stellt entomologisch-kosmologische Be- trachtungen aphoristischer Natur an; ebenda 1884 S. 391 ff. J. Schilde wirft selektionskritische Seitenblicke in's Insektenleben auf nordischen Mooren; Ent. Nachr. 1884 S. 3 ff. Derselbe stellt Frühlingsbeobachtungen über die natur- immanente Erzeugung der Flügelpracht und Anpassung von Schmetterlingen an ; ebenda S. 141 ff. 14 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen W. Breitenbach behandelt einige Fälle von schützender Aehnlichkeit aus der brasilianischen Provinz Rio Grande do Sul; Kosmos XIV S. 204 ff. mit 3 Holzschn. (Phylloptera lanceolata Burm. , eine Phasmide und eine Schmetterlingspuppe, die ein abgebrochenes, dürres Zweigende nachahmt). Mo Cook berichtet in einer Note on the intelligence of a cricket parasitised by a Gordius in Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 293 von einer „der grössten, schwär- zesten und musikalischsten Grillenarten" aus der Gegend New- York's ein ähnliches Verhalten, wie es von v. Siebold für ge- wisse mit Gordius behaftete Laufkäfer bekannt gemacht worden ist. Die Grille näherte sich einem Wassereimer, auf dessen Rand sie sich niederliess. Hierauf tauchte sie die Spitze des Hinterleibes unter das Wasser und entledigte sich nach einigen heftigen Bewegungen eines dunkelen Klumpens, der sich im Wasser als ein Gordius entwirrte; die Grille war von dem Akt sehr angestrengt und kroch erst nach 8 Minuten in einer schwer- fälligen Weise fort. Antidarwinistische Skizzen von J. Schilde nehmen ihre Stütze hauptsächlich aus der Insektenwelt. Unter anderem verweist Schilde auf verschiedene Tagfalterarten derselben oder nahe verwandter Gattungen, die, jede mit ihrer ei gen - thümlichen Schutzfärbung, sich untereinander und durchein- ander auf demselben Terrain tummeln, oder auf solche Arten, wo die beiden Geschlechter fast mehr von einander verschie- dene „Musterung," d. h. Zeichnung ihrer Schutzfärbung haben, als dieselben Geschlechter verwandter Arten. Die Unterschiede der beiden Geschlechter in der Färbung können bei den Schmet- terlingen fernerhin nicht durch geschlechtliche Zuchtwahl ent- standen sein, da die kurzlebigen sich alsbald begatten ohne lange viel Zeit zu einer Wahl zu lassen, und die länger leben- den erst in einem so abgeflogenen Zustand zur Fortpflanzung kommen, dass, bestände eine geschlechtliche Zuchtwahl, die „Glasflügeligkeit" die Folge sein müsste. Der männliche Schmetterling lässt sich überhaupt nicht durch den Gesichts- sinn, sondern durch eine Art Geruchssinn bei der Aufspürung des Weibchens leiten. — An einem Beispiel von Lygris reti- culata zeigt dann Schilde, dass eine Verschiedenheit der Zeichnung mit der Grösse Hand in Hand geht. — Die „Trutz- färbung" verschiedener Sphingiden- Raupen (die Augenflecken im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 15 der Choerocampa z. B.) können nicht durch Auslese, sondern nur unter Annahme eines bestimmten Zieles in der Entwicke- lung entstanden sein. — Die meisten dieser Einwürfe sind wohl berechtigt, und es wäre zu wünschen, dass die Anhänger der Selektionslehre sie beherzigen möchten, sowie dass dem Verf. Gelegenheit geboten würde, seine weiteren Einwürfe, die er, wie er schreibt, druckfertig da liegen hat, einem sich dafür interes- sirenden Leserkreis zugänglich zu machen. Nur wäre ihm eine einfachere und verständlichere Ausdrucksweise anzurathen. Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 123 ff. Derselbe macht Entomologische Erinnerungen gegen die Entwickelungshypothese der Darwinianer, wobei er sich wesentlich gegen Weismann wendet und seine Beispiele von Schmetterlingen herholt. Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 228 ff., 321 ff. Zahlreiche Schmetterlinge üben eine gewisse Brutpflege. — In zahlreichen Fällen lässt sich der Einfluss von Agentien, denen die Raupen ausgesetzt gewesen sind, auf die Imagines nachweisen. — Da die meisten Schmetterlinge zur Begattung erst kommen, nachdem ihr Kleid schon gelitten hat, so kann dasselbe in seiner vollendeten Schönheit nicht durch geschlechtliche Zuchtwahl entstanden sein. — Die Schmarotzer — spezieller sind die des Menschen behandelt — sind weit entfernt eine Stütze der Selektionshypothese zu sein, vielmehr sind sie ein starker Beweis gegen dieselbe. Eine Notiz über Flügelentwicklung bei den In- sekten von P. Pancritius verfolgt die Flügelbildung von dem ersten Larvenstadium, wo sie sich als trichterförmige Einstül- pung an der Hypodermis darstellt, bis zur Verpuppung. Zool. Anzeig. 1884 S. 370 ff. Ueber paarige Ausführungsgänge der Geschlechts- organe bei Insekten von Dr. J. A. Palmen, Leipzig 1884, 8°, 108 S. mit 5 Taf., ist eine weitere Ausführung der Mit- theilung desselben Autors, über die im vorig. Ber. S. 79 referirt ist; ein näheres Eingehen auf die an Einzelheiten und an Ge- danken reiche Schrift kann ich mir wegen des früheren Referats versagen; s. auch Americ. Natural. 1884 S. 1152. Wielowiejski macht vorläufige Bemerkungen über die Eizelle, nach Untersuchungen von Crustaceen, Arachni- den und Insekten. In's Auge wurden gefasst namentlich die Strukturverhältnisse des Kernes und sein Verhalten gegen fär- 16 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen bende Substanzen. Da zeigte sich nun die auffallende Erschei- nung, dass die Kerne der Insekten- und Arachnideneier sich mit Methylgrün nicht färben, also gerade eine Reaktion ver- sagen, die sonst als die charakteristischste zur Erkennung der Kernsubstanz gilt. Biolog. Centralbl. IV S. 364 flf. B. Grassi's relazione preliminare intorno allo sviluppo delle Api nell' uovo in den Atti d. Soc. ital. di Sei. nat., Milano, 1883, Vol. XXVI, ist mir nur aus der Anzeige im Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 131 bekannt geworden. Ueber die Anlage der Geschlechtsorgane und die Metamorphose des Herzens bei den Insekten schreibt Schneider im 2. Heft des I. Bd. seiner Zool. Beiträge. Bei jungen (eben dem Ei entschlüpften?) Larven von Corethra hat das Herz keine seitlichen Oeffnungen, sondern nur eine vordere und hintere, und das Blut strömt wie gewöhnlich von hinten nach vorn. Die Flügelmuskeln nebst den eigenthümlichen Zellen (apolare Nervenzellen Dogiel, Zwischenmuskelzellen Schnei- der), an die sie sich am Herzen anheften, sind bereits vor- handen. In ähnlicher Weise ist das Herz junger Phryganiden- larven noch ohne seitliche Spaltöffnungen. Bei (nicht ganz jungen) Chironomuslarven hat das im vorletzten Segment be- ginnende Herz 2 seitliche Oeffnungen, im vorhergehenden Seg- mente ebenfalls, und von diesem Paar springt eine kegelförmige Klappe in's Innere vor; nur der hinter dieser Klappe liegende Theil des Herzens ist kontraktil und hat an seinen Flügel- muskeln die Zwischenmuskelzellen; seitliche Spalten fehlen im ganzen vorderen Theile. Bei Corethra und Chironomus theilt sich nun der im viertletzten Segment liegende Flügelmuskel nicht wie sonst in zwei, sondern in drei Zweige, von denen die beiden vorderen sich an's Herz anheften und der hintere die Genitalanlage enthält. Die letztere besteht aus Plasma mit Kernen und scheidet in einem späteren Stadium eine Haut, die Genitalmembran, ab, welche vorn in die Wand des Muskelstranges und hinten in den Strang übergeht, aus dem die paarigen Ausführungsgänge entspringen. Von dem auf die Genitalanlage folgenden Abschnitt des Muskelstranges gehen verschiedene Fäden ab, von denen einige an die Mal- pighi'schen Gefässe sich anheftende, welche bereits Schindler erwähnt, Muskeln werden. An den Kernen der Zellen der Malpighi'schen Gefässe macht Schneider eine ähnliche Struktur im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 17 bekannt, wie Balbiani an den Speicheldrüsen von Chironomus; vgl. oben S. 6. lieber die Entstehung des Dotters und der Epi- thelzellen bei den Insekten äussert sich Will im Zool. Anzeig. 1884 S. 272, 288 folgendermassen : Die grossen Kerne, welche das blinde Ende der Eiröhren der Insekten anfüllen, verwandeln sich, indem sie sich mit einem Hof feinkörnigen Protoplasmas umgeben, zu Ooblasten um. Aus diesen treten Nukleinballen aus, die zu Kernen werden und sich z. Th. zu Kernen der Epithelzellen umwandeln, z. Th. weiter wachsen, sich mit Plasma umgeben und zu Kernen der „Nährzellen" entwickeln; „diese letzteren liegen als eine Gruppe charakte- ristischer Zellen oberhalb des den Ooblasten enthaltenden Plas- maballens." In manchen Fällen hat der Ooblast in Folge des Austretens der Nukleinsubstanz bereits die Gestalt und Be- schaffenheit des „Keimbläschens" angenommen; in anderen Fällen aber enthält und vermehrt er noch seine reichliche Nukleinsubstanz, die nun auch wieder zeitweilig aus ihm her- aus in das umgebende Plasma tritt, jetzt sich aber nicht mehr zu Kernen, sondern in Dottersubstanz umwandelt. Eine zweite Quelle für den Eidotter sind die Kerne der Nährzellen, die ebenfalls Ballen von Nuklein austreten lassen, welche nun theils zu Kernen von Epithelzellen, theils zu Dotterkörnern werden. Endlich betheiligen sich auch die Epithelzellen an der Bildung von Dottersubstanz, indem die Nukleinsubstanz derselben in kleine Körnchen zerfällt, die in das Ei als „feinkörniger Dot- ter" eintreten, oder sich auch in grössere Kugeln zusammen- ballt und den „grobkörnigen Dotter" vorstellen. — Bereits die im vorstehenden Auszuge mitgetheilten Erscheinungen, noch mehr aber der Umstand, dass Will manchmal 1 — 2, in einem Falle sogar 12 Nährzellen innerhalb der Eizelle gefunden zu haben glaubt, veranlassen ihn, das Ei nicht als einfache Zelle anzusehen. Korscheit macht eine vorläufige Mittheilung über die Bildung des Chorions und der Mikropylen bei den Insekteneiern, ebenda S. 394, 420, 500. Das Chorion ist eine einfache Kutikularbildung der Epithelzellen der Eiröhre, welche später nur noch mit einzelnen Strängen an der abge- schiedenen Kutikula haften bleiben. Die Mikropylbildung geht bei Meconema varium in der Weise vor sich, dass eine Epithel- Arch. f. Naturgesch. LI. Jahig. 2. Bd. B 18 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen zelle sich aus dem Verbände der übrigen löst und etwas in die Tiefe rückt; mit einem Fortsatz ragt diese Zelle über das Ni- veau der übrigen hinaus und in seiner Nachbarschaft unterbleibt die Abscheidung der Kutikula, so dass auf diese Weise der Mikropylkanal entsteht. Zum Austritt eines Eies brauchen nicht die Epithelschicht und die ganzen, die einzelnen Eianlagen von einander trennenden Scheidewände aufgelöst zu werden, sondern es findet nur in der Mitte der Scheidewand eine Re- sorption Statt, und durch diese Oeffnung, welche sich bei dem Vorgang natürlich noch stark erweitern muss, tritt das Ei hindurch. The development of Phryganids, with a preliminary note on the development of Blatta germanica, by W. Patton; Quarterly Journal Microscop. Sc. 1884 und Leipziger Inaugural- dissert. 1884 S. 1 ff. PI. XXXVI A, B, C. Die Phryganiden- art, an der der Verfasser seine Untersuchungen anstellte, ist Neophylax (Patton schreibt mit konstanter Bosheit Neophalax, wie denn überhaupt der Druck der Namen sehr inkorrekt ist) concinnus, die, abweichend von ihren Verwandten, ihre in einen schleimigen Ueberzug gehüllten Eier nicht an die Unter- seite von Blättern, sondern in den Schlamm seichter Gewässer legt. Die Schleimhülle ist der Sitz eines moschusartigen Ge- ruches und hat wohl den Zweck, parasitische Pilze von den Eiern abzuhalten. Nach einer Darstellung der von ihm an- gewandten Untersuchungsmethode und einem historischen Rück- blick auf die wenigen, die Entwickelung der Phryganiden behandelnden Arbeiten, schildert der Verfasser die Ergebnisse seiner eigenen Untersuchungen, von denen er folgenden sum- marischen Inhalt giebt: Bereits in den jüngsten Stadien befinden sich im Dotter zahlreiche Keimzellen zusammen mit einem unregelmässigen Netzwerk von Protoplasma. Alle diese Kerne und das proto- plasmatische Netzwerk wandern an die Oberfläche und bilden ein Syncytium, das „Blastem," welches sich durch Absonderung von wohl umschriebenen Plasmamassen um jeden der Kerne in das Blastoderm verwandelt, und dieses bildet an dem einen Pol durch Verdickung die Bauch platte. Von einem Punkte der Bauchplatte sprossen Zellen, wan- dern in den Dotter und bilden die sog. Dotterzellen, deren grösster Theil zuletzt das Epithel des Mitteldarmes herstellt im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 19 und die demzufolge als wahre Entodermzellen anzusehen sind, welche vom Ektoderm durch Abspaltung entstanden sind. Nach der Segmentation des Mesoderm werden einige Zellen im Zu- stand der Loslösung von den Mesodermsegmenten beobachtet; diese wandern wahrscheinlich gleichfalls in den Dotter ein und können dann von den wahren Dotterzellen nicht unterschieden werden. Während der Bildung der Embryonalhäute (Ammion und Serosa) wird eine mediane Längseinstülpung des Keimstreifeus gebildet, die zur Entstehung eines zusammenhängenden Streifens von Mesoderm führt (Gastrulabildung). Die durch diese Ein- stülpung gebildete Gruppe verschwindet rasch in der Richtung von vorn nach hinten und dann tritt eine neue Furche (Neural- furche) längs derselben Linie auf, welche die Entstehung des Nervensystems einleitet. Dieses letztere ist gebildet durch die Diflferenzirung eines Paares von Seitensträngen von der Theilung von Ektodermzellen her, welche jederseits der Neuralfurche liegen, und durch Hinzufügung eines medianen eingefalteten Theiles des Ektoderms, welches vielleicht die Querkommissuren bildet. Ebenso sind quere Einfaltungen des Ektoderms zwischen den Segmenten vorhanden, die möglicher Weise die Längskom- missuren herstellen. Das Mesoderm trennt sich bald längs der Mittellinie so ein Paar von seitlichen Bändern bildend, welche sich bald in Segmente sondern, in deren jedem ein unvollkommen geschlo3- sener Hohlraum, die Leibeshöhle, entsteht. Die innere Schicht des Mesoderms wächst um den Dotter in abwechselnd zusammen- hängenden und unterbrochenen Bändern. Durch die Oeffhungen in den unterbrochenen Bändern gehen einige der Dotterzellen in die Leibeshöhle über. Bevor die Embryonalhäute zerreissen, haben die Dotterzellen bereits begonnen, die Wandung des Mitteldarmes zu bilden. Tracheen werden in allen postoralen Segmenten mit Aus- nahme der 2 oder 3 letzten des Hinterleibes gebildet. Die Spinn- und Speicheldrüsen werden durch besondere ektodermale Einstülpungen an der Innenseite der zweiten Maxil- len und den Mandibeln gebildet. Die Malpighi'schen Gefasse sind 6 gesonderte Ausstülpungen des blinden Endes des Afterdarmes. Die Embryonalhüllen ziehen sich nach ihrem Zerreissen 20 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen auf den Rücken zusammen, wo sie das Rückenorgan bilden. Dasselbe ist in einem Stadium einfach eine senkrechte, röhren- förmige Einstülpung, welche rasch verschwindet, und die ganze Masse der dasselbe zusammensetzenden Zellen siukt allmäh- lich in den Dotter und wird resorbirt. Durch Verschmelzen der Enden der Mesodermalfalten entsteht in der dorsalen Mittel- linie ein solider Zellstrang, der später hohl wird und dann das Herz bildet. Als die wichtigsten Ergebnisse seiner Untersuchungen on the development of Oecanthus niveus and its Para- site, Teleas stellt H. Ayers selbst folgende hin: 1. An dem Eierstock ist der blinde Endtheil als Germari um von dem weiteren EirÖhrentheil, Vitellarium, zu unterscheiden. In dem ersteren fehlt ein Epithel,- aber Kerne nehmen in einfacher Lage fast das ganze Lumen ein, so dass der Kern die tun. propria berührt. Nachdem ein solcher in das Vitellarium ein- gewandert ist, wird er zur Anlage des Eies, indem er sich mit feingranuliitem Protoplasma umgiebt. Die Epithelzellen des Vitellarium lassen eine Proliferation ihrer Kerne eintreten, welche zu einem Zerfall des dem Lumen des „Vitellarium" zugekehrten Theils hinführen; diese Körnchen stellen den Dot- ter des Eies dar, dessen Bildung danach 2. ein Vorgang von Zelldegeneration anstatt Sekretion ist. 3. Vor den Erscheinungen der bleibenden Segmentirung besitzt der Körper des Embryo eine primitive Segmentation. 4. Jedes der bleibenden Seg- mente entwickelt ein Paar von Anhängen, welche bei den Abdominalsegmenten rudimentär bleiben und bald verschwinden; am meisten ist das Gliedmassenpaar des ersten Abdominal- segments den bleibenden ähnlich. 5. Das Rückengefäss entsteht als ein paariges, hinten verkürztes Organ, dessen beide Hälften später auch vorn mit einander verschmelzen und so einem medianen Rohr in derselben Weise den Ursprung geben wie einige Würmer; die Blutkörperchen entstehen als Nucleoli von Entodermzellen. 6. Die Existenz embryonaler Kiemen, die als ein Paar von Anhängen des ersten Abdominalsegments ent- stehen. 7. Der Mangel eines scharfen Unterschiedes zwischen einer Zelle und ihrem Kern, und zwischen einem Kern und seinem Nucleolus. 8. Die Existenz segmentaler Hohlräume des Mesoderm, ähnlich denen, von denen die Nephridia der Würmer ihren Ursprung nehmen. 9. und 10. Die Herkunft und Bedeu- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 21 timg der Embryonalhäute und des Rückenorgans der Insekten. Von den ersteren entsteht das Ammion auf einer elliptisch um- schriebenen Stelle, dem Keimstreifen, an der späteren Bauch- seite, indem von den Rändern des Keimstreifens her eine Zell- haut gegen die Mitte wächst bis zur Vereinigung. Von den Rändern des Keimstreifens treibt der Rest des Blastoderms jederseits eine andere Falte, welche sich weit früher zur Serosa vereinigen, als die Bildung des Ammion vollendet ist. Am Kopfende des Embryo verschmelzen beide Häute miteinander, werden aber später dünn und reissen ein, und aus der Riss- spalte tritt der Kopf des Embryo heraus ; dieser Vorgang leitet die „Umrollung" des Embryo ein. Die Serosa bildet nun den (rückenstäudigen) Dottersack, der allmählich kleiner und kleiner wird, und dessen Ueberbleibsel das Rückenorgau ist. Das Ammion wird die Rückenwaud des Insekts. — Diese Punkte gelten für Oecanthus. Für Teleas ist 11. der Mangel jeder Embryonalhaut und 12. das Vorkommen einer Larvenform zwischen der Blastosphäre und der von Ganin als „Cyclops- Larve" beschriebenen Larvenform bemerkenswerth. Mem. of the Boston Soc. Nat. Hist. Vol. III No. VIII S. 225 ff. PL 18 bis 25; Americ. Naturalist 1884 S. 537 ff. Neue Untersuchungen über die Entwickelung der viviparen Aphiden haben 0. Zacharias belehrt, dass Me- tschnikoff's Mittheilungen über denselben Gegenstand nicht das Vertrauen verdienen, das ihnen bisher entgegengebracht wurde. Nach Zacharias umschliesst die einfache Dotterhaut — ein Chorion besitzt das Pseudovum nicht — eine mehrschichtige Blase, das Blastoderm, das aus hellen Zellen besteht, und einen zentralen dunkeleren Theil, (der ebenfalls aus Zellen besteht?). An dem der Geschlechtsöffnung zugekehrten Pol tritt nun im Blastoderm zunächst eine Verdickung auf, aus welcher die Anlage des Keimstreifens in Gestalt einer breiten Zunge hervorwächst, während sich der Dotter zusammenzieht. Der Keimstreif erhält bald eine Mittelrinne und zerfällt so in zwei deutlich geschiedene Keimwülste. In dem späteren S-för- migen Stadium stellt der untere Bogen die Kopf kappe, der obere die Anlage des Abdomens dar, und der mittlere Theil enthält das Material zur Bildung von Kopf und Thorax. Die Anlagen der Mandibeln und ersten Maxillen werden nicht rückgebildet, und die „retorteuförmigen" Körper sind keine 22 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Neubildung, sondern die erstem rücken in die Tiefe des Kopfes und aus ihnen entstehen die „retortenförmigen" Körper, welche die Rüsselstilette ausscheiden. — Hinsichtlich der Malpighi'schen Gefässe schliesst sich Zacharias der Ansicht Witlaczil's an, dass dieselben bei den viviparen Aphiden durch die in zwei Stränge angeordneten grünen Zellen repräsentirt werden. Zool. Anzeig. 1884 S. 292 ff.; s. auch Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 54 ff. Dagegen schildert Witlaczil die Entwickelungsge- schichte der Aphiden mehr in üebereinstimmung mit Me- tschnikoff; Zeitschr. wiss. Zoolog. 40 S. 559 ff. Taf. 28—34. Durch mehrfach wiederholte Zweitheilung geht aus dem Kern der Eizelle eine Anzahl von Kernen hervor, die grösstentheils an die Oberfläche des Eies rücken und ein einschichtiges Bla- stoderm bilden, während eine geringe Zahl im Innern, zwischen dem Dotter zerstreut, verbleibt. Durch starke Wucherung und Vermehrung von Zellen des Eiröhrenepithels am hinteren Pol des Eies wächst in dasselbe der Pseudovitellus hinein, an dieser Stelle das Blastoderm einstülpend, ausdehnend, und zuletzt resorbirend. Bald nachher bildet das Blastoderm am hinteren Pol eine neue Einstülpung, die Anlage des Keimstreifens, von der aus eine Zelle in das Innere gedrängt wird und hier durch Theilung einen Haiifen von Zellen, die Genitalanlage, bildet. Bereits jetzt macht sich der Unterschied zwischen Bauch- und Rückenseite des späteren Embryo bemerkbar, indem die Zellen der Einstülpung, die der Bauchseite benachbart sind, niedriger sind als die der Rückenseite. Die Einstülpung wächst weiter nach innen vor, und bildet dann, wenn sie am entgegengesetzten Pol angelangt ist, eine Falte, indem sie wieder nach der ent- gegengesetzten Richtung wächst. Während die Zellen der Ein- stülpung (an der Rückenseite) hoch sind, sind die Zellen des Blastoderms fast im ganzen Umfang des Eies flach geworden mit Ausnahme der Stelle, wo dasselbe mit dem Keimstreifen zusammenhängt. Hier bleiben sie in zv/ei symmetrisch angeord- neten Platten (Seitenplatten, Anlage des Kopfsegmentes) hoch cylindrisch. Durch Scheidewände, die in diesen Zellen und denen des Keimstreifens senkrecht zur Höhe auftreten, lässt Witlaczil das Mesoderm hervorgehen, während die abgespaltete äussere Schicht das Ektoderm bildet. Am aufsteigenden Theil des Keimstreifens treten jetzt 3 Kopf- und 3 Thorakalsegmente auf, später folgen 7 Abdominalsegmente, wozu noch später ein im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 23 achtes tritt. Zwischen den Seitenplatten liegt die MiindÖffnung, davor der unpaare Vorderkopf, zu deren Seiten die Anlage der Antennen und Mandibeln sichtbar werden, die aus den beiden Schichten des Ektoderm und Mer,oderm bestehen. Ferner bilden sich durch eine Einstülpung die Speicheldrüsen und durch Ab- spaltung mittels schiefer Wände vom Ektoderm die Anlage des Nervensystems; am hinteren Ende ist durch eine Einstülpung der After entstanden. Der Keimstreif zieht sich nun zusammen, der Hinterleib entfernt sich mehr vom Kopf, und der Pseudo- vitellus, dessen Verbindung mit dem Eiröhrenepithel erst jetzt gelöst wird, wird nach der Rückenaeite des Embryos gedrängt. Die Segmentirung des Abdomens ist jetzt deutlicher, und jedes Segment hat eine extremitätenähnliche Vorwulstung; das Nerven- system entwickelt seitliche Einschnitte, die auf der Bauchseite in, auf der RUckenseite zwischen die Segmenteinschnitte fallen. Während bis jetzt die Lage des Embryo eine solche war, dass der Kopf desselben am hinteren und unteren Eipole sich be- fand, tritt nun eine Umrollung ein, indem der Kopf nach rückwärts in die Höhe rückt, bis er am oberen und vorderen Pol angelangt ist, während der After den entgegengesetzten Pol einnimmt; hierdurch geht die bisherige Krümmung des Embryo in die entgegengesetzte über, indem nun die Rücken- seite der Länge nach konkav, die Bauchseite konvex gekrümmt ist. Während der Umrollung hat sich die Genitalanlage quer zur Längsachse gestreckt und getheilt; in jeder der beiden Hälften deuten Einkerbungen die späteren 5 Eifächer an, wäh- rend die accessorischeu Geschlechtsorgane durch eine mediane Einstülpung vor dem After entstehen. Jetzt entstehen auch die 7 Tracheenöflfnungen am Abdomen und die 2 am Thorax; vielleicht ist in der Anlage hinter dem letzten Abdominal- stigma und vor dem vordersten Thorakalstigma noch je ein Stigma vorhanden, so dass die ursprüngliche Zahl der Stigmen 11 betragen würde. — Am Stomodäum und Proktodäum, die gegen einander wachsen, bis sie sich treffen und vereini- gen (also ohne mittleres Stück), haben sich 2 Abschnitte ge- sondert, der Munddarm und Magen und der End- und Dünn- darm. In den Eifächern ist der Inhalt gegen das Ende hin grössere Einährzellen, gegen die Eiröhren hin kleinere Zellen, die Eichen. Aus dem Mesoderm sind eine bindegewebige Hülle für das Nervensystem, ferner F.'.ttkörper , Körpermuskeln und 24 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Ringmuskeln für den Darm hervorgegangen; letzterer ist ge- wachsen nnd bildet bereits eine Schlinge. Auch das Herz ist als ein solider Zellstrang aus dem Mesoderm hervorgegangen; später wird es hohl und erhält 7 Ostienpaare (bei Callipterus ist es sackförmig mit 4 Ostienpaaren). Malpighi'sche Gefässe fehlen ; wahrscheinlich werden sie durch die cornicula vertreten, die demnach mit Unrecht den Namen „Honigröhren tragen würden. Der bei der Abspaltung des Nervensystems übrig blei- bende Theil des Ektoderm ist die Hypodermis, die gegen das Ende der embryonalen Entwickelung eine Chitinkutikula mit ihrem Zubehör abscheidet. Pädogenesis (?) bei Ephemerella ignita; Schoch, Mitth, Schweiz. Ent. Gesellsch. VH S. 48 ff.; vgl. unten. Cameron giebt bei folgenden Blattwespen Parthenoge- nesis an: Nematus appendiculatus, ruficornis, compressicornis, cadderensis, conductus; Croesus septentrionalis, varus; Cladius Padi, rufipes; Abia nitens; Trichiosoma lucorum; Hylotoma ustulata; Lophyrus Pini; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 104. In einer Nachschrift betreffend die Parthenogenesis von Zaraea fasciata führt Osborne die Zuchtresultate des Jahres 1884 an; jetzt kamen weniger Imagiues, und unter diesen mehr cf als im vorigen Jahr zur Entwickelung. Ent. Monthl. Mag. XXI S. 128 f. V. Siebold stellt ein Verzeichniss der (19) Tenthrediniden- Arten zusammen, bei denen er Parthenogenesis beobachtet hat; auch bei einer Schlupfwespe, Paniscus glaucopterus, kommt dieselbe vor; Ent. Nachr. 1884 S. 92 ff. Emergence of both parasite and moth from the same larva (Dicranura furcula); Ent. Monthl. Mag. XX S. 227. Griffith fand in einer allerdings noch in der Puppenhülse eingeschlossenem Imago von Taeniocampa stabilis ebenfalls einen Schmarotzer, eine Tachina-Puppe ; ebenda XXI S. 35. Halbirter Zwitter von Epinephele Lycaon; Jahresh. naturw. Ver. Lüneburg IX S. 131 mit Taf. Zwei Hermaphroditen von Lasiocampa Pini; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 72 mit Holzschn. Ueber einige Hermaphroditen (Colias edusa; Ino am- pelophaga; Bombyx Quercus); ebenda S. 289 f. Taf. V. Ocneria dispar 9 ohne Fühler aus der Puppe gekommen; Tijdschr. v. Entom. XXVII Versl. S. XVI. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 25 Gadeau de Zerville fand auf einer Fliege, Leria caesia, einen neuen Pilz, den Quelet als Stilbum Kervillei be- schreibt; Bull. Soc. Amis Sei. nat. Rouen 1883 S. 305 ff. mit Taf. In einem Tableau synoptique et catalogue rai = sonne des maladies de la vigne, Montpellier 1884, 20 S. 8 °, gruppirt Lichtenstein zunächst die Feinde des Weinstockes nach den Organen der Pflanze, an denen sie Krankheitserschei- nungen hervorrufen und giebt dann eine kurze Charakteristik der Feinde und ihrer Verwüstungen, nach der alphabetischen Reihenfolge der ersteren. Zu den Insekten fangenden Pflanzen gehört nach Wolfens- berger auch Oenothera speciosa, die in ihrer Blumenröhre laug- rüsselige Schmetterlinge (Deilephila Elpenor, porcellus; Macrogl. stellatarum; Cucullia; Plusia) einfängt. Die Innenseite der Blumenröhre und der Aussenrand des Pistills ist nämlich dicht mit nach unten gerichteten Haaren besetzt, die durch den ein- gesenkten Rüssel zurückgedrückt werden, ihn bei der entgegen- gesetzten Bewegung aber nur um so fester halten. Welchem Zwecke diese Einrichtung dient, weiss Wolfensberger nicht an- zugeben. Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 5 ff. Essbare Insekten; Biolog. Centralbl. IV S. 281 ff. Ueber das Vorkommen von Insekten im mensch- lichen Körper; ebenda S. 475 ff. Sintenis fand unter den sogen. „ Scbneewürmern" ausser den Larven von Cantharis fusca solche eines Tenebrioniden und einer Tipulide; erstere war am spärlichsten, die letztere am zahlreichsten vertreten. Sitzgsber. Naturf. Gesellsch. Dorpat 1884 S. 53 f. Packard's „Notes on salt- water Insects No. III" beziehen sich auf eine Fliegenlarve und eine Milbe aus dem Meere an der Küste von New Jersey; Americ. Natural. 1884 S. 826 ff. mit Holzschn. Eine Mittheilung von E. Ficalbi in den Atti Soc. Tose. Sei. nat., Memorie IV S. 396 ff., Insetti in alto mare, führt Beobachtungen, theils eigene, theils von anderen, an, dass In- sekten entfernt von der nächsten Küste sich auf hoher See zeigten. Es sind meist Schmetterlinge, Vanessa- und Colias- Arten, auch Nachtfalter; dann Libellen. Die Entomocecidien. Von F. Karsch; Ent. Nachr. 26 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen 1884 S. 205 ff. — Karsch beabsichtigt, ein zoosystematisch geordnetes Verzeichniss der durch Insekten veranlassten Gallen zu liefern und spricht sich in der Einleitung über den Plan und Umfang dieses Werkes aus. Den Ursprung der verschiedenen Formen der Gallen führt Cameron auf dieselbe Ursache zurück, durch die man jetzt die verschiedenen Larvenformen erklärt zu haben glaubt: auf Zuchtwahl, welche bestimmte Gallen mit bestimmter, vor= theilhafter Gestalt oder Haarbekleidung hat entstehen lassen. Transact. Nat. Eist. Soc. Glasgow (N. S.) I S. 28 ff. Ueber die Fauna des Dobbertiner Lias macht F. E. Geinitz in der Zeitschr. deutsch. Geol. Gesellsch. 1884 S. 566 ff. Mittheilungen, in denen von S. 569 au die zahlreichen Arthropoden-, namentlich Insektenreste behandelt sind; zumeist sind Flügelabdrücke erhalten, die eine sichere Deutung der systematischen Stellung gestatten. Scudder macht Triassic Insects from the Rocky Mountains bekannt; Americ. Journ. of Science XXVIII S. 199 ff. Die Fundstelle befindet sich bei Fairplay, Color., und lieferte ausser etwa 30 Pflanzenarten, die Lesquereux als Permisch erkannte, 17 Blattiden in 9 Gattungen, von denen 51 in 5 Gattungen zu den Palaeoblattarien gehören, und zwar zu den Gattungen Etoblattiua (1), Petrablattina (2), Anthraco- blattiua? (l), SpUoblattina (4), Porohlattina (3). Dieselben stehen hinsichtlich ihrer Grösse den übrigen Palaeoblattarien nach, was insofern von Interesse ist, als die Jurassischen Blat- tiden sämmtlich von geringer Körpergrösse sind. Die 6 nicht zu den Palaeobl. gehörenden Arten lassen an ihrem Flügel- geäder eine deutliche Annäherung an die Jurassischen Formen, z. Th. an Rithma, erkennen, bieten dagegen mit den Palaeo- blattarien anderer Lokalitäten keine näheren Vergleichspunkte, wohl aber mit einigen von Fairplay, namentlich mit der Gat- tung Porohlattina. Da der Charakter der Fauna demnach aus karbonischen und Jurassischen Bestandtheilen gemischt erscheint, so ist auch wohl die Ablagerung als eine Mittelstufe zwischen beiden anzusehen, und Scudder erklärt sie demzufolge für triassisch, indem er hinsichtlich des Widerspruches, der von den pflanzlichen Ueberresten genommen werden könnte, auf analoge Erscheinungen in Amerika hinweist. Brongniart macht eine Mittheilung über Insektenreste im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 27 aus den Kohlenscliichten von Commentry; Bull. Eut. France 1884 S. 151 ff. Während bisher Tracheatenreste erst aus dem Karbon und Devon bekannt waren, werden jetzt zwei Entdeckungen gemeldet, welche ein Vorkommen von Tracheaten bereits im Silur nachweisen; C. R. Acad. Sei. Paris XCIX S. 984 und 1164. Thorell und Lindström machen am ersteren Orte einen Skorpion, Palaeophon[e]us nuncius aus dem oberen Silur von Gotland in Schweden, und Brongniart a. 1. 0. eine Blat- tide, Palaeohlattina Douvillei aus dem mittleren Silur von Jurques bekannt; letztere ist somit bis jetzt der älteste be- kannte luftathmende Arthropode. Arachnoidea. Die Recherches sur la structure et la significa- tion de l'appareil respiratoire des Arachnides von J. Mac Leod in den Archives de Biologie V S. 1 ff. PI. I, II sind eine weitere Ausführung einer vorläufigen Mittheilung, über die in diesem Bericht für 1882 S. 64 bereits kurz referirt ist. Nach den Angaben des Verfassers, die Referent aber für grössten- theils unrichtig hält, ist der Bau der sog. Lungen der Arach- niden folgender: Die Stigmenspalte führt in eine fast viereckige Athemhöhle, die durch Einstülpung der äusseren Körperhaut entstanden ist. Von der vorderen Wand dieser Höhle, und auch rechts an die nach innen gelegene Wand und aussen an die Körperhaut befestigt, ragen nach hinten horizontal gerichtete, mit dem hinteren Ende freie Blätter in die Athemhöhle hinein, bis zur Höhe des Stigmas, Ein Theil der Blätter ist auch an der Aussenseite, in dem Winkel, wo der hintere und äussere Rand zusammenstossen, auf eine kurze Strecke frei. Jedes Blatt besteht aus zwei durch Säulen von einander gehaltenen Häuten, von denen die eine (nach der Vorstellung Mac Leod's die untere) sehr zart ist, während die andere (obere) mit dicht gestellten Chitinzäpfchen bekleidet ist, die am anderen Ende sich mit einander verbinden, so eigentlich eine doppelte Haut darstellend. Die Säulen, welche die beiden Häute auseinander- halten, haben gewöhnlich 2 Kerne in sich eingebettet, und sie machen wahrscheinlich einen Theil der Matrix der Chitin- lamellen der betreffenden Häute aus; eine Partie der Säulen 28 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen ist wahrscheinlich muskulöser Natur. Aehnliche Stränge heften die Blätter auch an die Körperwand und an der Innenseite an andere Organe an. — Eigentlich sind keine zwei getrennte Stigmen vorhanden, sondern dieselben sind an dem Innenwinkel zusammengeflossen und ebenso kommuniziren die beiderseitigen Athemhöhlen noch auf eine beträchtliche Strecke mit einander. Zwischen den einzelnen Blättern findet sich nun der Luftraum, während innerhalb derselben, zwischen den Säulen, das Blut kreist; der oberste dieser Lufträume hat ganz den Charakter einer abgeplatteten Trachee. Die Lungen der Arachniden stimmen nun ganz mit den Kiemen des Limulus überein, wenn man sich vorstellt, dass der Hinterleib des Limulus sich streckt und die die Kiemen tragen- den Extremitäten an ihrem hinteren Rande mit der Haut des Hinterleibes verwachsen. — Die Tracheen der Arachniden, von Argyroneta z. B., lassen sich wieder leicht aus den „Lungen" ableiten, wenn man sich zunächst alle Kiemenlamellen verküm- mert denkt, so dass nur der obere, tracheenähnliche Luftraum übrig bleibt, und indem man sich dann weiter vorstellt, dass von diesem aus durch Einstülpungen die zahlreichen feineren Röhrchen der Tracheen entspringen. Demnach haben die Tracheen der Arachniden einen anderen Ursprung als die der Tausendfüsser und Insekten, von denen sie sich auch dadurch unterscheiden, dass ihre Stigmen auf der Bauchseite liegen (Milben?), während die der Tausendfüsser und Insekten auf der Rückenseite, oberhalb der Einlenkung der Gliedmassen ge- legen sind. La structure de l'intestin anterieur des Arach- nides par J. Mac Leod; Bull. Acad. Roy. de Belgique (3) VHI No. 9—10 S. 377 flf. mit Taf. — Der Verfasser macht eine vor- läufige Mittheilung über den Bau des Munddarmes bei einem oder einigen Vertretern der Skorpione, Opilionen, Spinnen, Chernetinen und Milben, denen er folgende allgemeine Bemer- kungen anfügt: 1. Der Saugapparat ist bei allen untersuchten Arachniden in dem vor dem Schlundring gelegenen Theil des Munddarms angebracht; ausgenommen sind die Spinnen, bei denen ausserdem der Pharyngealsack in einem Zustand der Rückbildung zu sein scheint, und die Chernetinen, bei denen ein sehr rudimentärer Saugmagen vorhanden ist. 2. Bei den Skorpionen, Spinnen und Chernetinen ist der Saugapparat an im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 29 einer bestimmten Stelle des Muuddarmes entwickelt; 3) bei den Milben und Opilionen dagegen spielt der ganze oder fast der ganze zwischen Mund und Schlundring gelegene Theil des Verdauungsrohres die Rolle einer Saugpumpe und besitzt ein System von Dilatatoren und Kompressoren, welches dicht hinter dem Munde beginnt. 4. Der Mechanismus des Saug- apparates ist bei den Milben sehr variabel, dagegen inner- halb der übrigen Gruppen sehr einförmig und variirt nur von Gruppe zu Gruppe. Die Unterkieferdrüse (!) der Spinnen und Solpugen findet sich auch bei den Opilionen. 6. Bei letzteren und den Skorpionen kommen den Pseudotracheen der Insekten analoge Organe vor. Mac Leod meldet das Vorkommen der Coxaldrüsen bei den Opilionen an und zieht daraus die beiden Schlüsse, dass die Opilionen thatsächlich zu den Arachniden gehören und dass sie mit den Skorpionen Aehnlichkeit haben. Sur l'exi- stence d'une glande coxale chez les Phalangides, Bull. Acad. Roy. de Belgique (3) VIII No. 9—10 S. 392 Fig. 16 der zugehörigen Tafel. Derselbe desgl. bei Galeodes, vermisste sie aber bei Epeira cornuta, diademata; Lycosa sp.; Clubiona pallidula; Marptusa muscosa; Argyroneta aquatica; ebenda S. 655 f. Das 15. der Etudes arachnologiques von E. Simon zählt auf die Arachnides rec . . . ä Smyrnes, ä Beirout et k Akb6s; Ann. Ent. France 1884 S. 181 ff. Das 16., ebenda S. 305 ff., Materiaux p. s. h la faune des Arachnides de la Grece. In demselben werden, unter Benutzung der in der Literatur vorliegenden Angaben, 221 Arten aus Griechenland namhaft gemacht, und in einem Anhang 22 von Kreta. Packard beschreibt (4) New Cave Arachnids; Amer. Natural. XVIII S. 202 0". mit Fig. (Nach Zool. Anz. 1884 S. 439; es wird die n. G. Phlegmacera aufgestellt). Die Arachnides recueillis par la mission du Cap Hörn werden von Simon in dem Bull. Soc. Zool. de France 1884 PI. III aufgezählt. Es sind 26 Arten, von denen Chelifer cancroides Kosmopolit ist. Pachylus planiceps war bereits von der Magellanstrasse, (Lycosa australis), Epeira flaviventris und Stephanopis ditissima von Chile bekannt; der Rest der Arten ist neu, hat aber ein Chilenisches Gepräge. 30 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Simon zählt (46) Arachnides obs. ä Mirauda-de- Ebro, Aug. 1883, auf; Anal. Soc. Esp. Hist. Natur. XIII S. 113 fF. Abgesehen von 4 neuen Arten sind folgende durch ihre geographische Verbindung bemerkenswerth: Dysdera ignava, bisher nur von Korsika bekannt; Zodarium alacre und Larinia lineata, bisher nur aus Südspanien und Algier gemeldet; Gona- tium ensipotens, Tegenaria nervosa, Nemesia suffusa, bisher in den Ostpyrenäen oder in Katalonien aufgefunden; Lycosa per- sonata, Pardosa Wagleri, Oxyptila rauda, Cyclosa Laurae, Lasaeola inornata, Stylotector inuncans, Dictyna bicolor, im Süden Europas verbreitet, aber bisher noch nicht für Spanien nachgewiesen. Die übrigen Arten sind im Mediterrangebiet und z. Th. über dieses hinaus verbreitet. Mit Ausnahme eines Phalanginen sind die Arten echte Spinnen. Derselbe desgl. von Agni las, Prov. Murcia; 24 Arten, darunter der bis dahin in Spanien noch nicht beobachtete Ga- rypus litoralis; C. R. Soc. Ent. Belg. 1884 (5 Juillet) S. 291 f. Simon zählt (21) Arachnides recueillis a Char- toum . . . auf, die der französische Vice-Consul dort gesam- melt hatte. Von diesen sind 3 Arten im Nilthal bis zum Mittelmeer verbreitet (Tarentula urbana, Selenops aegyptiaca, Hersilia caudata) ; 4 dehnen ihren Verbreituugsbezirk durch das ganze tropische Afrika aus (Peucötia pulchra, Podophthalma bayaoniaua, Latrodectus geometricus, Epeira semiannulata) ; der Rest ist bisher auf den Aegyptischen Sudan beschränkt und neu. Bull. Soc. Zool. de France 1884 PI. 1. Arachnides recueillis en Birmanie . . . par E. Simon; Ann. Mus. Civico Genova XX S. 325 ff. — Simon zählt 25 Arten auf, unter denen die in den tropischen und südtropischen Strichen kosmopolitische Heteropoda venatoria und die europäische Thya imperialis; 5 sind bereits aus Bengalen und 5 aus Indo- China bekannt; die übrigen scheinen neu zu sein. Es sind ausser 3 Skorpionen alles Spinnen. In No. II der Materiali per lo studio della fauna Tunisina zählt Pavesi 188 Arten auf und versieht sie mit Anmerkungen ; Ann. Mus. Civico Genova XX S. 446 ff. Pavesi stellt Considerazioni sulF aracno fauna dell' Abissinia an, zu denen die Bearbeitung einer von 0. Anti- nori aus Scioa mitgebrachten Sammlung die nächstliegende Ver- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 31 anlassiing gab. Von den 118 (124) ans Abyssiiiien bekannt gewordenen Arten sind bis jetzt diesem Lande 60 (59) eigen- thümlich, eine Zahl, die sich nur durch die grosse Menge (33) der neuen Arten der Autinori'schen Sammlung erklärt. Rendic. Reale Istit. Lombardo (2) XVI S. 496 ff. — Die Arten sind ausführlich besprochen und die neuen derselben beschrieben in den Ann. Mus. Civico Genova XX S. 4 ff. Linguatulina. Hoyle beschreibt aus dem Mesenterium eines im Zoolog. Garten verstorbenen Proteles cristatus Sparrm. ein eingekapseltes Pentastomum, das er P. Protelis nennt: „Körper in der vor- deren Hälfte cylindrisch, hinten schwach verschmälert, End- segment stumpf zugespitzt. Keine deutliche Grenze zwischen Cephalothorax und Abdomen. Kopf halbkugelig, mit dem Körper von gleicliem Durchmesser. Mund mit einer Papille, vielleicht einem hervorstülpbaren Rüssel ausgerüstet. (Die) „Stigmata" (genannten Drüsenöffmingen) in zahlreichen unregel- mässigen Reihen in allen Segmenten. Männchen 13 — 17 Mm. lang mit 16 oder 17 Ringen, Weibchen 20—25 Mm. mit 18 bis 22 Ringen." Die Art ist P. polyzonum Harley ähnlich, die aber im ausgewachsenen Weibchen konstant nur 19 Ringe hat. — Hinzugefügt sind einige anatomische Angaben, von denen ich erwähnen will, dass auf dieser Altersstufe die vasa defe- rentia noch blind endigen, und dass die beiden Säcke, in die die Geschlechtsöffnungen führen und die später den „Cirrus" enthalten, noch leer sind. Proc. Roy. Soc. Edinburgh, Session 1882-1883 S. 219 mit 3 Holzschnitten; und Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 92, wo Bell sich für eine Identität beider ge- nannten Arten ausspricht. P. proboscideum in der Lunge von Crotalus adamanteus; Leidy, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 140. Acarina. L. Karpelles' „Beiträge zur Naturgeschichte der Milben" in der Berl Ent. Zeitschr. 1884 S. 1 ff. beziehen sich auf Thyroglyphus carpio und die anderen Thyroglyphus- Arten ; auf einen eigenthümlichen Gamasiden und auf neue Nothrus- Arten; s. unten. 32 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Derselbe beschreibt neue Milben, die sich in den Papierhlilsen vorfanden, in denen Käfer des tropischen Afrika eingepackt waren. Ob sie mit den Käfern dieselbe Heimath theilen, ist zweifelhaft. Ebenda S. 231 ff. The Hypopus Question, or the Life-History of certain Acarina; by A. D. Michael; Journ. Linn. Soc. London, ZooL, XVII S. 371 ff. PI. XV. Der Verfasser führt zunächst die An- sichten der verschiedenen Forscher über die Natur der Hypopus und ihr eventuelles Verhältniss zu Tyroglyphus an und erwähnt dann einige von ihm mit Tyroglyphus (mycophagus und an- deren) angestellten Zuchtversuche, welche lehren, dass die rich- tigen Hypopus keine erwachsenen Thiere, sondern heteromorphe Nymphen von Tyroglyphus und einigen verwandten Gattungen sind. Nicht alle Individuen aber machen ein Hypopus- Stadium durch, das zwischen zwei normale Häutungen eingeschaltet ist. Wodurch aber die einen Individuen veranlasst werden, sich in Hypopus zu verwandeln, und die andern nicht, das können wir jetzt noch nicht angeben. Die Hypopus sind aber keine wahre Parasiten, sondern benutzen die Insekten, auf denen sie sich festsetzen, nur als Transportmittel. — Während Megnin, B erlese u. a. die Gattung Trichodactylus Duf. einfach als synonym mit Hypopus betrachten, beschrieb Donnadieu unter dem Namen Tr. Xylocopae eine Milbe, die unzweifelhaft ein erwachsenes Thier ist. — Auch die von C. F. George von Gamasus auf Bombus virginalis beschriebene (Hypopus-) Art ist nach Michael eine entwickelte Form und zum Typus der Gattung Disparipes gemacht; s. unten. Haller liefert die Beschreibung einiger neuer Mil- ben; dieses Archiv 1884 S. 217 ff. Taf. XV, XVI. (Amerika- nische und europäische Arten.) Mac Leod fand bei den Männchen von Trombidium holo- sericeum zwischen den Sperma-Mutterzellen Eier, die aber weder die Entwickelung noch die Dimensionen der reifen Eier der zur selben Zeit untersuchten Weibchen erreichen. Bull. Acad. Roy. Belgique (3) VIII No. 9—10 S. 393 Fig. 17 der zugehörigen Tafel. Nach Flemming sind die Charaktere der Gattung T ar so- tt emus bisher nur nach Jugend-(Nymphen-) Stadien angegeben, wie schon die Segmentirung der Rückenplatte und das rudimen- täre vierte Beinpaar vermuthen Hessen. Flemming beschreibt im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 33 auch die geschlechtsreife Form, welche einen in 6 Abschnitte geth eilten Rückenschild und wohl ausgebildete vierte Füsse besitzt und bei Arbeitern, die mit dem Verladen russischen Ge- treides beschäftigt gewesen waren, einen krätzeartigen Ausschlag erzeugt hatten. Sie ist T. undnatus S. 474 genannt und wohl mit der von Koller beschriebenen Form identisch; vergl. dies. Bericht f. 1882 S. 47; Giebel's Zeitschr. f. Naturw. LVII S. 472 ff. Taf. II. Kram er bezweifelt dagegen die Zusammen- gehörigkeit der geschlechtsreifen Form (einer Pygmephorus- Art) und der Tarsonemus-Form, welche mit Pygmephorus nur den Aufenthalt in Staub und Müll theilt; ebenda S. 671 f. — Ueber T. Kirchneri vgl. unten S. 36. Pavesi hält den Gattungsnamen Caeculus Duf.j den Canestrini und Fanzago, weil der irrigen Ansicht von der Blindheit der Gattung entspringend, beanstandet hatten, bei, nennt aber die Familie nach dem von Canestrini und Fanzago gewählten Gattungsnamen Hoplop(od)idae ; Ann. Mus. Civ. Ge- nova XX S. 481. Nehring fand in der Nasenhijhle eines aus der Ostsee stammenden Halichoerus grypus die vonAllman Halarachne Halichoeri genannte Milbe sammt zahlreichen sechsbeiuigen Larven und macht einige nähere Mittheilungen über diese in- teressante Art. Den Namen Halarachne findet er unzutreffend, da die Milbe nie frei im Meerwasser lebt, und er möchte ihn durch Rhinixodes oder Rhinacarus ersetzen. Die systema- tische Stellung ist noch nicht ganz sicher; während Halarachne hinsichtlich der Lage der Stigmen mit den Ixodiden über- einstimme (?), erklärte Kram er sie für einen Gamasiden. — Sitzgsber. Ges. Naturf. Freunde Berlin 1884 S. 57 ff. mit Holzschn. Sarcoptidae. A. Berlese theilt die Sareoptidae in die 4 Unter- familien Tyrogljphidae , Canestrinidae , Analgesidae, Sarcoptidae s. str., von denen die Canestrinidae die 3 Gattungen Canestrinia, Coleopterophagus und Linobia enthalten. Von der Gattung AUoptes unter den Analgesiden (Dermaleichiden) wird eine neue Diagnose gegeben. Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 287 ff. In einer Note sur les Acariens qui vivent dans le tuyau des plumes des oiseaux in den Compt. Rend. Acad. d. Sei. Paris XCIX S. 1130 ff. theilt Trouessart mit, dass er den Syringophilus bipectinatus an Gallinago major; Sterna hirundo; Anas boschas, clypeata u. a. ; Va- nellus cristatus; Caprimulgus europaeus gefunden haben; ja, dieselbe oder Arch. f. Naturgesch. LI. Jahrg. 2. Bd. C 34 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen ganz nahe verwandte Arten wurden auf dem Amerikanischen Trogon curucui und dem Neuseeländischen Anthomis melanura beobachtet; die Gattung Picobia ist mit Syringophilus nahe verwandt. Die letztere lebt in den Spulen der Schwung- und Steuerfedern, seltener auch in den Deck- federn der Flügel und verwandelt die eingetrocknete Pulpa derselben in eine staubige Masse. Trouessart meint, dass im Herbst, vor der Mauser, der Parasit durch den unteren Nabel aus- und durch den oberen Nabel in die neue Feder einwandere. Aehnliche Wanderungen von der Spitze der Feder nach dem Grunde zu finden auch bei anderen Arten statt und werden dadurch veranlasst, dass der Parasit der fetten Nährflüssigkeit nachgeht, deren Zufluss bei der Mauser, in der Winterkälta oder im Tode stockt. Freyana choriopto'ides (Abyss., auf Bosthichia carunculata), gracilipes (Cochin - China , auf Grus Antigone) S. 395, pelargica (Europa; Asien; auf Ciconia alba, nigra), Hallen (Guyana, auf Piatalea ajaja) S. 396, horrida (ibid. auf Ibis rubra) S. 397, nettapina (Madag. , auf Nettapus auritus) , anserina (auf Anser und Cygnus), (Halleria) hirsutirostris (aut Phoenicopterus antiquorum) S. 404; Megnin und Trouessart, Le Natura- liste 1884 mit Holzschn. Pterolichus falciger M^gn. in Amerika; Americ. Naturalist 1884 S. 430 mit Holzschn. Tyroglypllidae, Die Anatomie der Tyroglyphen ist von A. Nalepa in erfolgreicher Weise studirt worden; Sitzber. k. Akad. d. Wissensch. Wien 1. Abth. XC (1884) S. 197 ff. mit 2 Taf. Nachdem der Oesophagus das Centralnervensystem durchbohrt hat, geht er in den geräumigen, dreieckigen Magen über, der an seinen beiden Hinterecken in geräumige Blindsäcke ausgezogen ist. Hinter dem Magen beginnt sofort der in zwei Abschnitte getheilte Enddarm; der erste dieser Abschnitte ist kugelig und liegt mit dem Oesophagus und Magen in einer Linie; der Endtheil ist flaschenförmig und wendet sich fast unter rechtem Winkel von dem kugeligen Theile abwärts. Die Afterspalte ist von einem Chitin- saum gestüzt, an den sich Muskelbündel (Dilatatoren) inseriren; Kontrak- toren kommen nicht vor. Das Epithel des Magens und der Blindsäcke besteht aus niedrigen, platten, und aus hohen Zellen, welche letztere aus den ersteren hervorgehen. Theils durch Abschnüren des Endes, theils auch durch Zerreissen, gelangen Theile der Magenzellen in den Hohlraum des Magens, und ihr Sekret spielt ohne Zweifel bei der Verdauung eine Rolle. Im Enddarm ist das Epithel niedrig und liefert eine glashelle Membran um die Kothballen. Die Exkretionsorgane sind 2 Malpighi'sche Kanäle, welche zu beiden Seiten des kugeligen Enddarms liegen und hinter demselben gemeinschaftlich in das Rektum einmünden. Die „Exkretions- taschen" Claparede's, an denen auch Nalepa die von Claparede ange- gebene Mündung immer auffand, sind nach ihm Oeldrüsen der Haut. — Die beiderlei Geschlechtsorgane zeigen in ihrer Anlage eine unver- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 35 kennbare Uebereinstimmung und sind beim Weibchen symmetrische Bil- dungen; beim Männchen ist die Symmetrie durch accessorische Drüsen gestört. Die Hoden sind paarig, liegen aber nicht symmetrisch. Sie be- sitzen ein Keimlager, das sich in Spermatoblasten umwandelt, aus welchen letzteren durch einen nicht näher verfolgten Vorgang die Zoospermien, runde , grosskernige Zellen , herrorgehen. Die ungleich langen vasa defe- rentia vereinigen sich zur Bildung einer nicht sehr geräumigen Samen- blase. Die unpaare accessorische Drüse ist zur Zeit der Geschlechts- reife mächtig angeschwollen; ihr Ausführungsgang erweitert sich über der Geschlechtsöffnung zu einem weiten Reservoir. — Die Saugnäpfe haben die von Robin ihnen beigelegte und in ihrem Namen ausgedrückte Be- deutung; sie werden durch den Druck der Blutflüssigkeit hervorgetrieben und können durch einen Retraktor zurückgezogen werden; Ganglienzellen kommen an ihnen nicht vor. Ausser den genitalen Saugnäpfen haben die Männchen noch zwei ähnlich gebaute zu den Seiten der Afterspalte. Die beiden Ovarien sind rundlich, jedoch an der dem Rektum zu- gewandten Seite abgeplattet. Auch sie enthalten gleich den Hoden ein Keimlager, dessen Elemente sich zu Eiern heranbilden. Die ganze Ent- wickelung des Eies verläuft aber nicht im Eierstock, sondern das Ei nimmt auch im Eileiter noch Dottermaterial auf, und um die bereits früher ge- bildete Dotterhaut wird im zweiten Theil des Eileiters eine Schale abge- schieden. Der Endabschnitt der Eileiter ist uterusartig erweitert, üeber den Ovarien, zwischen Rektum und der Körperwand, liegt das recepta- culum seminis, dessen Zugang ein kurzes, hinter der Analspalte mün- dendes Chitinrohr ist; seine Bedeutung wird durch die in ihm enthalteneu Zoospermien sicher gestellt, und wahrscheinlich ist die Annahme Hai 1er 's richtig , dass es durch die retroanale Oefinung mit Sperma gefüllt werde. In zwei zu beiden Seiten der äusseren OefFnung am Grunde der Blase gelegenen Vertiefungen, die mit Spermatozoiden vollgepfropft sind, sieht Nalepa die Verbindung mit den darunter liegenden Ovarien. Trotz der weit gehenden Koncentration der nervösen Centren bleibt die Scheidung in ein oberes Schlundganglion und in das Bauchmark noch erhalten; an letzterem deutet nichts auf eine Gliederung. Vom oberen Schlundganglion gehen 2 Nervenpaare für die Kieferfühler und Palpen aus; vom Bauchmark nehmen 6 Nervenpaare ihren Ursprung, von denen das erste die Kauwerkzeuge, das zweite bis fünfte die 4 Beinpaare und das letzte den Hinterleib versorgt. Der Verlauf der einzelnen Nerven- stämme Hess sich nicht genau verfolgen. — S. auch Anz. d. kais. Akad. Wiss. Wien, 3. Juli 1884 S. 134 und Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 369 flf. Karpelles schildert in ausführlicher Weise Tyroglyphus carpio in seinen verschiedenen Entwickelungsstadien , vom Ei an. Bei dem geschlechtsreifen Thiere wirft der Verfasser die Frage auf, ob die Dorne an den Tarsenenden wirklich, wie Hall er wollte, Tastwerkzeuge sind 36 Bertkan: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen oder zur Ausleitung einer klebrigen Substanz dienen, und führt einige Beobachtungen über das Kriechen an der Unterseite horizontaler Glasplatten an, die besondere Haftrorrichtungen nöthig erscheinen lassen. Eine lange Borste am vorderen Fussgliede ist nach der Vermuthung Karpelles' bei der Nahrungsaufnahme betheiligt. — Die Art lebt in den Essigbildem, namentlich auf der Holzkohle, und würde nach dem Verfasser verschwinden, wenn man statt der Kohle wie früher Spähne verwendete. Angeschlossen ist eine systematische üebersicht nebst Beschreibung der (13) Tyrogl}-phus- Arten. Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 1 ff. T. longisetosus nebst entomophagus und siculus an Käfern aus dem tropischen Afrika; derselbe ebenda S. 241, crassipes S. 218 Taf. XV Fig. 1, curtus S. 219 Fig. 7 (beide in Amerika auf dem Weinstock, aber nach der Ansicht des Autors nicht als Feinde der Phylloxera); G. Haller a. a. O. Auf den Puppen des Coraebus bifasciatus fand Laboulbene eine Milbe, die er für Tyroglyphus -ähnlich hält und deren Hinterleib ähnlich wie bei Sacropsylla penetrans ungewöhnlich stark entwickelt und mit Eiern angefüllt ist. Diese Milben waren als Eier des Käfers angesehen worden und hatten eine Verwechselung der Geschlechter veranlasst; C. R. Acad. Sei. Paris XCVHI S. 539; Ann. a. Mag. N. H. (5) XHI S. 308. Cheyletus rufus S. 231 , parumsetosus S. 238 (an Käfern aus dem tropischen Afrika); Karpelles, Berl. Ent. Zeitschr. 1884, laureatus (Deutschland); Haller a. a. 0. S. 234 Taf XVI Fig. 9. Phytoptidae. v. ScMechtendal machte in der Sitzg. vom 31. Juli 1884 des naturw. Ver. f. Sachsen u. Thüringen Mittheilung über zwei Milbengallen, von denen die eine sich an Acer platanoides findet und wahrscheinlich durch Eindringen der Milben zwischen die Lentizellen von alteren Zweigen veranlasst wird. Doch wachsen nicht alle Gallen aus den Lentizellen hervor. Die zweite Galle fand sich an Stipa capillata und wurde von Tarsonemus Kirchneri var. bewohnt. Zeitschr. LVII S. 491. J. P. Mc Murrich bestätigt Landois' Angabe von dem Erwachsensein des Phytoptus und von der Existenz zweier rudimentärer Beinpaare ausser den beiden entwickelten. Bei P. Pyri Seh. fand er ein Paar kleiner Höcker gerade vor der Genitalplatte jederseits, die der Verfasser mit einigem Zweifel für Beine erklärt. Nach seiner Ansicht ist Phytoptus näher mit Demodex als mit irgend einer anderen Form verwandt. Johns Hopkins Univ. Circulars IV S. 17 (noch Journ. R. Microsc. Soc. V S. 236). Myobiadae« Disparipes (n. g. ; Beine unähnlich; erstes Paar mit einer einzigen Klaue endend, ohne Haftlappen; zweites und drittes Paar mit einer doppelten Klaue und mit oder ohne Haftlappen in beiden Ge- schlechtern; viertes Paar stark verdickt, mit langen Borsten endend, ohne Klaue und Haftlappen , Borsten in beiden Geschlechtern verschieden ; vor- derer Theil des weiblichen Körpers ganz unter einem Chitinschilde ver- borgen; Rostrum mit dem Cephalothorax artikulirend, mit 4 zapfenförmigen im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 37 Hervorragungen; die übrigen Mundtheile verkümmert oder sehr schwach entwickelt) Domhi; Michael, Journ. Linn. Soc. London, Zool., XVII S. 390 ff. PI. XV; vgl. oben S. 32. Oribatidae. Michael hat den Inhalt seiner früheren Mittheilungen zu einer Monographie der englischen Oribatiden vereinigt. The British Oribatidae; Ray Society, 1884. — Ist mir noch nicht zugänglich ge- wesen. Michaelia (n. g. bei Hoplophora; Körper cylindrisch, vom stark, hinten weniger zugespitzt; nur einfache Grenzfurche zwischen Cephalo- thorax und Hinterleib. Stigmata sehr klein, weit auf die Rückenfläche verschoben. Tectum rudimentär, Augen vorhanden. Anal- und Genital- öffnung hart aneinanderstossend , dem Hinterrande genähert, sehr gross. Epistom von oben die Mimdtheile bedeckend; Taster der überaus grossen Unterlippe klein und hakenförmig; die beiden ersten Kieferpaare sehr kräftig entwickelt, Maxillarpalpen umgekehrt keulenförmig, drittes Kiefer- paar sehr klein. Extremitäten kurz, die beiden vorderen der Epimeralbecher entbehrend; das zweite Glied sehr lang, stark zusammengepresst und namentlich gegen das Ende hin verbreitert; letztes Glied mit einer ein- fachen, überaus starken sichelförmigen Kralle bewaffnet. Ueber den ganzen Körper und die Extremitäten zerstreute blattförmige Haargebilde) paradoxa (Karlsruhe an faulen Rebwurzeln); Haller a. a. 0. S. 229 ff. Taf. XVI Fig. 5 — 8. Eremaeus (die Gattungsmerkmale sind angegeben) leporosus (Ame- rika); Haller a. a. 0. S. 225 Taf. XV Fig. 6. Nothrus {Kornhuheri S. 32,) pileiformis (Pennsylvanien) S. 33, vialleo- lus (ibid.) S. 34; Karpelles, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884, Kühli, sulcatus, punctatum (alle im Bernstein); Karsch, ebenda S. 176. Michael und Poppe machen die Nymphe von Tegeocranus cepheiformis {Nie.) durch Beschreibung und Abbildung bekannt; auch die erwachsene Form ist beschrieben und abgebildet; Abh. naturw. Ver. Bremen IX S. 207 ff. Taf. VHL Oribata simplex, monodactyla Taf. XV Fig. 3 S. 221 , americana S. 222 Fig. 4, Rileyi S. 223 Fig. 5 (Amerika, auf Weinstock und wahr- scheinlich Feinde der Phylloxera); Haller a. a. 0. Damaeus craieri/er (Nizza; Marseille; Körper von dem Sekret massen- hafter Hautdrüsen bedeckt); Haller a. a. 0. S. 226 Taf. XVI Fig. 1 — 4. Bdellidae* Bdella marina (New Jersey); Packard, American Natu- ralist 1884 S. 828 mit Holzschn. Hydrachnidae. Koenike macht folgende neue Arten bekannt: Acercus uncinalus (Varel, Oldenburg) S. 215; Arrhenurus crassipetiolatus (Bremen) S. 216, claviger (Bremen) S. 219, ßmbriatus (Bremen), {dubius^ = tricuspidator Neum. nee Müllj C. L. Koch) S. 220, (Bruzelii, = albator C. L. Koch, emarginator Bruz. , nee Müll. S. 221); Hydrodroma ßexxwsa (Jaderberg, Oldenburg) S. 222; Abh. naturw. Ver. Bremen IX. 38 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Atax Älzatet (Guanajuato) ; Alf. Dug^s, La Naturaleza VI S. 344 L. 8. Ixodidae. Rhipicephalus bilenus, Beccarn (Keren); Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 102. Amblyomma quadriguttatum (Scioa); Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova, XX S. 90. Haemaphysalis Erinacei (Tunis, auf E. algirus); Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 484. Pantopoda. Aus dem KvaenangsQord führt Sparre Schneider Pycnogonum lito- rale; Pallene spinipes, discoidea; Nymphon mixtum auf; Tromsoe Mu- seums aarshefter VII S. 132. Hoek zählt die vom „Triton" 1882 im Faroe Channel gedredschten (11) Arten auf, unter denen Pallenopsis Tritonis neu ist; Trans. Roy." Soc. Edinburgh XXXII S. 1 ff. W. A. Haswell verzeichnet 18 Arten aus Australien, worunter 8 neu und eine vielleicht mit einer aus dem Mittelmeer (Phoxichilus charybdaeus Dohrn) identisch ist; Proc. Linn. Soc. of New South Wales Bd. IX S. 1021 — 1033 Taf. 54—57. Nymphon aequidigitum und validum Haswell a. a. 0. S. 1022 und 1024, Taf. 54 Fig. 1—9, Port Jackson u. Port Stephens. Nymphopsis, neue Gattung, erstes Gliedmassenpaar gut ausgebildet, scheerenförmig ; zweites tasterförmig , neungliedrig ; drittes siebengliedrig, ohne zusammengesetzte Domen. N. armatus, Port Molle in Queensland, 15 Faden tief, HasweU a. a. 0. S. 1025 Taf. 55 Fig. 1—4. Ammothea assimilis und longicollis Haswell a. a. 0. S. 1026 und 1028 Taf. 55 Fig. 5—9 und Taf. 56 Fig. 1—4, Port Jackson. Achelia laevis var. Australiensis Miers in Report of the zoological collections made in the Indopacific Ocean during the voyage of H. M. S. Alert S. 323 Taf. 35 Fig. A. Port Jackson. Phoxichilidium Hoekii Miers ebenda S. 324 Taf. 35 Fig. B, Torres- strasse. — Ph. tuhiferum Haswell am vorhin angeführten Ort S. 1032 Taf. 57 Fig. 6—9, Port Jackson. Pallene pachycheira Haswell a. a. 0. S. 1030 Taf. 57 Fig. 6 — 9, Port Jackson. Colossendeis tenuissima Haswell a. a. 0. S. 1029 Taf. 56 Fig. 5—8, Port Denison. Opiliones. Thrasychirus (n. g. Oligolopho affine, diflfert tubere ocul. laevi et mutico, haud canaliculato, lobis maxill. 2 minutis, gracilioribus, in medio paullo depressis et antice leviter obtuse emarginatis, pedibus patellis cunctis muticis. Mandibulae art. 1 ad basim infra unidentato. Truncus im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 39 pedesque fere laeves, haud tnberculati nee dentati. In cf pedes maxil- lares longi et graciles, tibia patella longiore, cylindrica, parce et aequaliter setosa, in $ breviores, patella et tibia longitudine fere aequis, intus dense setosis) dentichelis (Ile Hoste) S. 26 Fig. 21, gulosus (ibid.) S. 27 Fig. 22, 23 ; Simon, Arachn. rec. . . . Cap Hörn, a. a. 0. (Separat) PI. in. Karsch stellte eine Tabelle der Gattungen und Arten derSironiden auf; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 143 ff. Die Gattungen sind Pettalus, Stylocellus, Leptopsalis und Siro, letztere mit den 5 Arten Corsicus Sim.y rubens Latr.^ duricorius Jos.^ cyphopselaphus Joseph und der neuen m- aequipes S. 146 (Augenlos; Maxillartaster etwas kürzer als die Scheeren- kiefer; innerer Finger der Scheerenkiefer deutlich gegliedert! Tarsus der Beine des zweiten Paares länger und dicker als der der übrigen, seine Klaue aber äusserst winzig und viel kleiner als die gleichen Klauen der übrigen Beine etc. Die Art war von Getschmann bei Pajares in Asturien gefunden worden. Ueber Phalangium parietinum als Massenvertilger von Chermes coccinea s. unten bei Aphiden. Ph. amanense (Akbes) S. 193, hebraicum (Beirut und Antura) S. 194 und var. leucomelas (Naplus und Latrum, zwischen Jafia und Jerusalem) S. 196; Simon, Ann. Ent. France 1884. Hinzuanius africanus (Let Marefiä) ; Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 88. Chernetina. Tömösväry stellt in den Termesz. Füzet. VIII S. 16 ff. ein Verzeichniss der von der Balkan -Halbinsel bekannten Scheerenspinnen auf, das Dank den letztjährigen Sammelreisen 27 Arten aufweist, gegenüber den neun bisher bekannten. Ferner liefert er die Beschreibung von 8 neuen Arten aus ver- schiedenen Gegenden der Erde. Als neue Gattung stellt er auf Heterolophus (Corpore generi Obisio similis; cephalothorax oblongo-quadratus, aequilatus, margine antico profunde sinuato; epistoma nullum; oculi 4 ad latus ceph. positi; mandib. ma- ximae, digito externo tuberculo destituto; vitta abdominis nulla; palpi graciles; pedes longissimi femoribus Ultimi paris crassis- simis) für H. gültiger (Sao Paolo, Bras.) S. 24 Fig. 3, 4, nitens (ibid.) S. 25 Fig. 5. Sur le developpement des Chelifer trägt Barrois nach, dass die von Metschnikoff bekannt gemachte Larvenform ausser der musku- lösen Lippe nicht 2, sondern 5 Extremitätenpaare besitze, indem bereits alle Gliedmassen des zukünftigen Thieres angelegt sind mit Ausnahme des vordersten Beinpaares. Vor der von einer Lage von Ektodermzellen um- 40 Bertkau: Bericht über die \vi8senschaftlichen Leistungen gebenen Dottermasse befindet sich der embryonale, zwischen den grossen Scheeren (Unterkiefern) mündende Saugapparat, mittels dessen der an die Bauchseite der Mutter angeheftete Embryo die „dem mütterlichen Organis- mus entnommenen Nahrungssäfte" aufsaugt. Dieser Saugapparat wird auf eine „höchst charakteristische" Weise ausser Thätigkeit gesetzt, indem er gewissermassen durch das wachsende, aus zwei Anlagen, vor und hinter dem Saugapparat, bestehende Nervensystem aus dem Körper hinausgedrängt wird ; er bleibt mit dem Embryo schliesslich nur durch einen feinen Faden unterhalb des definitiven Mundes verbunden und wird mit der Larvenhaut abgeworfen. Compt. Rend. Acad. Sei. Paris XCIX S. 1082; s. auch Ann. a. Mag. N. H. (5) XV S. 152. Nest of the Pseudo-Scorpion; Americ. Naturalist 1884 S. 427 mit Holzschn. Als Fortsetzung seines Catalogue des Arachnides de Bel- gique verzeichnet Becker die (lO) von ihm gefundenen Chemetinen; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 283 ff. ehernes armatus (Aschanti) S. 17 Taf. I Fig. 8,9, a/Jinis (Corfu) S. 18 Fig. 10, 11; TÖmösväry a. a. 0. Chelifer Danaus (Corfu; Morea) S. 19 Fig. 7, macrochdatus (Colum- bien) S. 20 Fig. 12, 13; Tomösväry a. a. 0. Obisium Hellenum (Athen); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 349. Olpium (dimidiatum L. Koch S. 21 Fig. 6,) serniviUatiim (Corfu) S. 22 Fig. 1, 2, biaroliatum (Indien) S. 23 Fig. 15—18; TÖmösväry a. a. 0. Scorpiones. Joyeux-Laffuie hat seine Untersuchungen über den Bau der Gift- drüsen und die Wirkung des Giftes der Skorpione in ausführlicher Ab- handlung und mit Abbildungen veröffentlicht im Arch. Zool. exper. et gener. 1883 S. 733 ff.; vgl. den Bericht für 1882 S. 61. Palaeophon{e^,us nuncius aus dem oberen Silur von Gotland in Schweden, nächst Palaeoblattina der älteste bekannte luftathmende Arthro- pode und, soweit zu sehen, mit den gegenwärtig lebenden Skorpionen ganz übereinstimmend. Vielleicht gehört ein in den oberen Ludlow-Lagern von Lesmahagow in Lanarkshire gefundenes Exemplar derselben Art an. — Thorell und Lindström, C. R. Acad. Sei. Paris XCIX S. 984; Ann. a. Mag. N. H. (5) XV S. 76; Silliman's Americ. Journal XXIX S. 168. Isometrus atomarius (Birma) S. 363, tricarinatus (Pondichery\ mesor! (Java) S. 371; Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX, der ebenda S. 370 eine Tabelle der 8 ihm bekannten Arten Asiens giebt. Palamnaeus Silenus (Slam; Cochin- China; Anam; = P. me- gacephalus Simon nee Koch)-^ Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 361. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 41 Heterometrus maurus var. herytensis (B.); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 192. Buthus /ss€?« (Ansaba) ; Pavesi, Ann. Mus. Civic Genova XX S. 96. Araneae. Dahl glaubt das Gehör- und Geruchsorgan der Spinnen gefunden zu haben; Archiv f. mikrosk. Anatom. XXIV S. 1 ff. Taf. I. Ueber die Hörhaare hat derselbe bereits früher eine Mittheilung gemacht (vgl. den vor. Bericht S. 59), die hier ergänzt wird. Die als Hör haare in Anspruch ge- nommenen Haare stehen in einem geräumigen Becher, aus dessen Grund sich ein kleinerer Becher erhebt, in welchem das Haar eingelenkt ist. Von dem Hauptnervenstrang, der das Bein durchzieht, treten an jedes der einzelnen Haare mehrere Aeste, die von Pigmentkörnchen umgeben sind. An dem Metatarsus mancher Arten finden sich ähnliche Becher ohne Haare, und in verschiedenem Grade der Ausbildung, so dass Dahl meint, hier mit rudimentären Organen zu thun zu haben. Mit Rück- sicht auf die Anordnung der Haare zerfallen die Spinnen in zwei Abtheilungen. Die einen besitzen 2 Reihen von Hörhaaren an Tibia, ein Haar auf dem Tarsus und einen Becher ohne Haar auf dem Metatarsus. Diese Anordnung ist bei den Epei- riden, Pachygnathiden , Theridiaden, Pholciden und Uloboriden der Fall. 'Bei Pachygnatha und Tetragnatha hat ausserdem noch der Schenkel Hörhaare. — In der zweiten Gruppe hat der Metatarsus keinen Becher ohne Haar; an Tarsus und Schiene, sowie auch am Metatarsus sind meist mehrere Hör- haare vorhanden. Bei Dysdera und Harpactes fehlen dieselben indessen auf dem Metatarsus, wo Segestria eins hat; die Tera- phosiden haben eine grössere Zahl unregelmässig angeordneter. Die übrigen Spinnen lassen sich hinsichtlich ihrer Hörhaare wieder in 2 Gruppen bringen. Bei den Amaurobiaden , Agale- niden, Thomisiden und Attiden hat der Metatarsus nur eine Reihe von Hörhaaren, bei den Drassiden, Anyphaeniden und Lycosiden deren zwei; manchmal (Drassiden, auch Argyroneta) ist es schwer zu sagen, ob eine oder zwei Reihen vorhan- den sind. Als Geruchsorgan deutet Dahl eine Stelle an der Ober- seite der Unterkiefer, an der die Chitinbedeckung durch beson- 42 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen dere Dünne ausgezeichnet und ausserdem mit feinen Löchern besät ist. Die Zellen der Matrix unter jener dünnen, durch- löcherten Platte sind zapfenförmig, unten in einen Faden aus- gezogen und mit diesem Faden an einer die Matrix von innen umkleidenden Platte befestigt. An die Platte tritt ein vom Tasternerven sich abzweigender Nerv, als dessen Endverzwei- gungen Dahl die Fäden der Zapfen ansieht. Durch Experi- mente mit Terpentin- und Nelkenöl gelangte er zur Ueber- zeugung, dass die Spinnen Geruchsempfindungen haben, (üebers. in Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 329 ff.) Derselbe theilt einige Beiträge zur Biologie der Spinnen mit; Zool. Anzeig. No. 180 S. 591 ff. Der Gesichts- sinn ist wenig ausgebildet, weil jegliche Accommodation fehlt. Gehör-, Geruchs- und Tastsinn sind dagegen recht fein aus- gebildet. Epeira patagiata unterscheidet zwischen verschiedenen Riechstoffen und ist gegen Ammoniak empfindlicher als gegen Terpentinöl. — Bei der Herstellung der Netze verfahren die Spinnen mit üeberlegung, und Zilla x-notata lässt erst von einem gewissen Alter an den kleinen Sektor für den Faden, der vom Centrum des Netzes zu der dahinter gelegenen Woh- nung führt, frei; junge Exemplare nehmen in der Mitte des vollkommen kreisförmigen Netzes Platz. — Für die sekundären Geschlechtsunterschiede versucht der Verfasser eine Erklärung, die mir in ihren Einzelheiten nicht recht verständlich geworden ist. Er geht nur davon aus, dass bei der Spaltung einer Art in zwei ein Wohlgefallen an der nächststehenden Form anzunehmen sei, welches eine Vermischung der beiden ent- stehenden Formen ausschliesse. Dieses Wohlgefallen könne auch zur Weiterentwickelung eines an sich gleichgültigen oder gar schädlichen Merkmals führen, aber nur im männlichen Geschlecht. Schimkewitsch hat eine frühere vorläufige Mittheilung (s. dies. Bericht für 1881 S. 66 ff.) erweitert und mit Abbildungen versehen in den Ann. Sei. nat., Zool., T. XVII Art. No. 1, Etüde sur l'anatomie de l'Epeire mit VIII Taff. erscheinen lassen. Da ich über die vorläufige Mittheilung ziemlich aus- führlich referirt hatte, so führe ich hier von den Einzelheiten nur diejenigen Punkte an, in denen der Verfasser entweder seine früheren Angaben verändert oder erweitert hat. — Die sog. innere Kutikula Graber's ist eine Bindegewebshaut, die mit im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1883. 43 dem Sarkolemm der sich an die Haut anheftenden Muskeln in kontinuirlichem Zusammenhang steht. Die praeretinale Lamelle im Auge ist dieselbe Bindegewebshaut, die sich zum Neuri- lemm des Augennerven ähnlich verhält, wie an anderen Stellen zum Sarkolemm. Der Gefühlssinn ist an die Haare der Haut geknüpft, in denen eine Nervenfaser angegeben wird. Diese Angabe ist nach Untersuchungen von W. Wagner gemacht, der auch späterhin (bei den Lungen und dem männlichen Be- gattungsorgan) wiederholt genannt wird. Die Maxillardrüsen sind homolog den von Cronenberg bei Solpuga beschriebenen Giftdrüsen und wahrscheinlich auch den Schleimdrüsen des Peri- patus. Am Verdauungsapparat bezeichnet Schimkewitsch eine Stelle dicht hinter dem Saugmagen, der durch ein drüsiges Epithel ausgezeichnet ist, als Drüse; ausser dem unpaaren unteren Lappen hat die „Leber" 3 Paar seitlicher Ausführungsgänge; das Epithel hat zweierlei Epithelzellen, die er nach Analogie des anato- mischen Befundes und der Deutung bei Crustaceen als Ferment- und Leberzellen ansieht; die Leber der Spinnen ist demnach ebenfalls ein „Hepatopankreas." Die Lungen sind modifizirte Tracheen und von einer gemeinsamen Haut umhüllt. — Das Herz hat 3 Paar venöser Ostien; an das vorderste Paar fügt sich die kurze Lungenvene an; ausser dieser hat es 3 Paar seitlicher Gefässe, die Arterien sind, von denen die beiden ersten Paare unmittelbar vor den beiden hinteren Paaren der venösen Ostien entspringen. Das Herz ist von einem Perikar- dium umgeben, und in dem Perikardialraum bewegt sich das Blut von vorn nach hinten; um den Perikardialraum befindet sich ein lakunärer Raum, in dem sich das Blut von hinten nach vorn bewegt. Die Formelemente des Blutes sind zweierlei Art: runde Zellen und grössere, unregelmässig gestaltete mit amöboider Bewegung ausgerüstete. Am weiblichen Geschlechts- apparat erklärt Schimkewitsch nicht die stark chitinisirten Blasen für Samentaschen, sondern zwei Behälter mit dünner Wandung, welche sowohl mit jenen als auch mit der „Vagina" kommuniziren. Den „Spiralmuskel" Menge's am Tasterbulbus erklärt Schimkewitsch für einen chitinisirten Muskel und macht einige Andeutungen über die Art und Weise, wie der Muskel an die Körper Oberfläche gelangt sein soll. — Die allgemeinen Schlussfolgerungen, zu denen der Verfasser durch seine Studien gelangt, sind folgende: 44 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen 1. „Es lässt sich eine Homologie zwischen den Anhängen und den verschiedenen Theilen des Körpers der Arachniden und übrigen Arthropoden (Myriapoden, Insekten, Crustaceen und Limulus) aufstellen. 2. Die Arachniden, zwischen den Tracheaten und Limulus auf der einen Seite, und den Crusta- ceen auf der anderen Seite stehend, entbehren der Antennen. 3. Ihre Fortpflanzungsweise, Verdauungs-, Athmungs- und Seh- organe näheren sie den Larven der Insekten. 4. Dagegen nähern sich die höheren Arachniden durch ihren Kreislauf- apparat und ihr Muskelsystem den Limuliden; aber diese Aehn- lichkeit kann aus der gleichen allgemeinen Körpergestalt erklärt werden, denn die Limuliden sind wahre Crustaceen ohne An- tennen. 5. Die Skorpione sind älter als die Spinnen. 6. Die Tetrapneumones älter als die Dipneumones. 7. Die Glied- massen der Pycnogoniden lassen sich denen der Arachniden vergleichen, und die Pycnogoniden näheren sich den Spinnen durch den Bau ihrer Geschlechts- und Verdauungsorgane." — Der Druck der Abhandlung leidet an Inkorrektheiten, die über das gewöhnliche Mass hinausgehen und namentlich bei den Hinweisen auf die Abbildungen störend sind. — S. auch Ann. a. Mag. N. H. (5) XV S. 221. Zur Entwickelungsgeschichte der Araneen theilt derselbe nach Untersuchungen an Epeira, Pholcus, Agalena und Lycosa im Zool. Anzeig. 1884 S. 451 fF. folgendes mit. Nur ein Theil der Dottersegmente bildet Dotterpyramiden; ein anderer Theil füllt die zentrale Furchungshöhle aus. Nachdem durch Abspaltung einer äusseren Plasmamasse von den Dotter- pyramiden die Embryonalanlage zweischichtig geworden ist, beginnt auf der Ventralseite, zuerst unter dem Cumulus primi- tivus, eine Ansammlung von primitiven Ektodermzellen aufzu- treten, auf welcher hernach auch zuerst eine Mesodermschicht entsteht; vor dem Primitivhügel befindet sich eine Einstülpung, entsprechend dem Blastoporus. Der Mitteldarm stellt Anfangs einen geschlossenen von einem Darmfaserblatt umgebenen und mit den Zellen des primären Entoderms gefüllten Sack dar. Auf der dorsalen Hälfte bildet das Darmfaserblatt jederseits einen Einwuchs, welche zusammen eine obere Höhle, das Herz, von der bleibenden Höhle des Mitteldarms trennen. Aus den das Herz füllenden Eutodermzellen werden Blutkügelchen; ebenso wandern Zellen des Entoderms in die Leibeshöhle, um im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 45 Blutkörperchen zu bilden. Andererseits aber wandeln sich auch Zellen des Mesoderm zu Blutkörperchen um, die demnach eine zwiefache Herkunft haben. Durch Einwüchse vom Darmfaser- blatt her werden vom Mitteldarm die 5 Blindschlauchpaare des Cephalothorax und die 3 (?) Paar Leberlappen und der unpaare untere Leberlappen des Hinterleibes abgegliedert. Ein Theil der die Mitteldarmhöhle noch füllenden primären Entodermzellen wandelt sich zu dessen Epithelzellen um, ein kleinerer Theil wird als Nährmaterial verbraucht. Das „Fettgewebe" entwickelt sich später aus Blutkörperchen. — Die Bauchganglienkette setzt sich aus dem mandibularen, rostralen, maxillaren, aus vier pedalen Ganglien und dem abdominalen Strang zusammen; die beiden ersten Ganglien bilden einen grossen Theil des Ober- schlundganglions des erwachsenen Thieres. — Ober- und Unter- lippe entstehen aus je zwei getrennten Anlagen und wachsen dann zur Bildung des Rostrums, das dem Pycnogoniden-Rostrum homologisirt werden kann, zusammen. Wenn die Maxillen erst 3 Glieder erkennen lassen, spaltet sich von ihrem Basalglied der innere Lappen als Unterkiefer ab, der an seiner Aussen- seite den gegliederten Taster trägt. Bertkau schreibt über den Verdauungsapparat der Spinnen; Archiv f. mikrosk. Anatomie, XXIV S. 398 ff., Taf. XX, XXI, und kürzer im Correspbl. Naturh. Vereins d. preuss. Rheinlande u. Westfalens 1884 S. 66 ff. Die Beschreibung be- zieht sich zunächst auf Atypus piceus; angeschlossen sind An- gaben über zahlreiche Arten anderer Familien. Der Munddarm endet mit dem „Saugmagen," einer erweiterten Abtheilung des Munddarms, an dessen rechte und linke Seitenwand und Rücken- wand sich Diktatoren anheften, während zahlreiche Ringmuskeln als Kompressoren fungiren. Der im Cephalothorax liegende Theil des Mitteldarmes ist umgeben von Längs- und Querfasern mit eingestreuten Zellen des Fettkörpers, die bisweilen (bei Dolomedes) eine vollkommene „serosa" darstellen. Bei Atypus ist die Zahl der Blindsäcke dieses Darmtheiles geringer als bei den meisten einheimischen Arten, wo die beiden nach vorn abgehenden Seitenschenkel sich gewöhnlich zu einem Ringe vereinigen, aus dem dann jederseits 4 (resp. 5) Blindschläuche in die Beine (und Taster) ausgehen. Diese Blindschläuche gehen keine weitere Anastomose ein und münden auch nicht in einen gemeinsamen Sack, wie man von tropischen Vogelspinnen 46 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen angenommen hat. Dieser Sack ist vielleicht ein Theil des Fettkörpers, in dem sich Krystalle von phosphorsaurem Kalk abgelagert haben. Die Ausstülpungen des Mitteldarmes im Hinterleibe bilden die bisher sog. Leber, den „Chylusmagen" nach der Bezeichnung Bertkau's. Im Allgemeinen liegen hier die Verhältnisse so, wie sie früher geschildert waren (vgl. diesen Bericht f. 1883 S. 56). Hinsichtlich der Funktion wird noch eine Reaktion angeführt, welche auch ein diastatisches Ferment im Chylusmagen beweist. Die zweierlei Zellen wurden überall gefunden, und aus ihrem Verhalten zu verschiedenen Jahres- zeiten und Lebensperioden wird der Schluss gezogen, dass der Inhalt der breiten ähnlich wie der des Zwischengewebes zur Bildung der Geschlechtsprodukte verbraucht werde. Im Zusammenhang mit dem Verdauungsapparate werden einige Nebenorgane behandelt; zunächst ein drüsiges Organ in der Oberlippe. Dasselbe stellt eine Einstülpung der oberen Haut der Oberlippe dar und ist in seinem Grunde stark chiti- nisirt. Auf dieser chitinisirten Haut, die somit gewissermassen die Intima der Drüse ist, stehen die hohen Epithelzellen, die umgewandelte Hypodermiszellen sind. — Ueber die Bedeutung dieser Drüse Hess sich nichts Bestimmtes ermitteln; eine in der früheren Mittheilung angedeutete Homologie mit der Kopfdrüse bei Ixodes wird nicht weiter beibehalten, und die Drüse, wegen ihrer Nachbarschaft mit dem Munde, als Speicheldrüse be- zeichnet, wie schon Wasmann that. Unzweifelhafte Speichel- drüsen werden aus den Unterkiefern beschrieben, wo sie zuerst von Graber, dann auch von Maule Campbell entdeckt wurden. Bei Atypus ist ihre Zahl sehr gross und sie zeigen in anschaulicher Weise den Uebergang von indifferenten Haut- drüsen zu Speicheldrüsen; ihre Mündungen liegen hier längs der Innenseite der Mandibeln zerstreut. Bei zahlreichen Arten der Tristicta ist ihre Zahl geringer, und die Mündungen liegen dichter gedrängt bei einander, oft auf einer charakteristisch ge- formten Platte. Dass ihr Sekret einen Einfluss auf die einzu- nehmende Nahrung ausübt, beweist ein leicht anzustellender Versuch, der zeigt, dass durch dasselbe Muskeln aufgelöst werden. In diesen Drüsen sieht der Verfasser daher jetzt die Organe, welche die Spinne zum Aussaugen ihrer Opfer ge- schickt machen. — Bei einigen Arten wurden ausserhalb der Stelle, an denen die Speicheldrüsen münden, zarte Borsten im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 47 wahrgenommen, an die sich an der Innenseite ein starres Röhr- chen anschliesst, das unten in eine kugelige Anschwellung über- geht. Dieser Apparat wird als Sinnes-, specieller als Ge- schmacksorgan gedeutet, doch gesteht der Verfasser selbst zu, dass noch weitere Untersuchungen anzustellen sind. Dahl's Deutung des Geruchsorgans (s. oben S. 41) wird beanstandet. An dritter Stelle werden die „Coxaldrüsen" Ray-Lankester's behandelt, die Wasmann und vorübergehend auch Blanchard als Speicheldrüsen, letztere hernach als glandes stomacales be- zeichnet hatte. Sie sind umgeben von Längs- und querver- laufenden Fasern, die von Zeit zu Zeit einen Befestigungsapparat bilden, der sich an die Verbindungshaut zwischen dem Rücken des Cephalothorax und dem Hüftglied der Beine anheftet; sie selbst liegen ausserhalb des Entoskelet, in die seitliche Mulde desselben eingebettet und übrigens grossentheils von Muskeln umhüllt. — Bei Atypus und auch bei Segestria macht die Drüse mehrere Schleifen; bei den untersuchten Tristicta ist sie redu- cirt; sie verläuft hier gestreckt und ihr Epithel ist grossentheils verkümmert. Während die Drüsen bei den erwachsenen Thieren keinen Ausführungsgang aufweisen, gelang es, einen solchen bei ganz jungen Exemplaren von Atypus aufzufinden; derselbe mündet in der Verbindungshaut zwischen der Hüfte des dritten und vierten Beinpaares, nahe bei der Brustplatte. (Später fand sich auch bei einem ausgewachsenen Exemplar dieser Ausfüh- rungsgang erhalten und in einem schmalen Spalt mündend vor; der Spalt findet sich bei allen Exemplaren und ein gleicher an der entsprechenden Stelle des ersten Beinpaares.) Aus den angegebenen Verhältnissen zieht Bertkau den Schluss, dass die Coxaldrüsen ein embryonales Exkretionsorgan vorstellen. Der Verdauungsapparat bestätigt dem Verfasser die früher ausge- sprochene Ansicht von der Natürlichkeit der beiden Unterord- nungen der Tetrasticta und Tristicta und von der tieferen systematischen Stellung der ersteren. Ferner wird noch auf die Aehnlichkeit des Pycnogonidenschnabels mit der Mundbil- dung der Spinnen hingewiesen und die Arachnidennatur der Pycnogoniden aufrecht erhalten. Dagegen erklärt er die Gründe, welche für die Zugehörigkeit des Limulus zu den Arachniden geltend gemacht sind, für nicht stichhaltig; Limulus ist vielmehr ein synthetischer Typus. Die Eintheilung der Arthropoden in Tracheaten und BrancMaten ist aber künstlich; „mit Rücksicht 48 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen auf Bau und Gliederung sind vielmehr die Krebs- und Spinnen- thiere einerseits und die Tausendfüsser und Insekten andererseits näher mit einander verwandt." van Hasselt theilt Waarnemingen omtrent anomalien van de Geslachtsdrift bij Spinnen-mares mit; Tijdschr. V. Entom. XXVII S. 197 flf. Von mehreren Männchen von Li- nyphia clathrata, die zusammen in ein grosses Cylinderglas ge- sperrt waren, blieben nach erbitterten Kämpfen 4 übrig, die sich zu zwei und zwei rechts und links im Glase ein Gewebe verfertigten und hier in Eintracht beisammen lebten. Bei beiden Paaren sah van Hasselt nun die Männchen „dieselben Ma- növers mit den Palpen und Füssen ausführen, die dem Minne- spiel mit den Weibchen vorangehen"; die Bewegungen zum Einbringen der Palpen wurden nicht beobachtet. — Ein cT von Neriene graminicola, das sich in der Gefangenschaft gehäutet hatte, näherte sich am Tage nach der Häutung den wohlerhal- tenen Exuvien, betastete dieselben mit den Vorderfüssen , und „begann dann mit seinen Palpen die gewöhnlichen streichelnden Manipulationen gegen die eigenen Exuvien auszuführen." — Von Ocyale mirabilis wurde ein Pärchen, dessen cf kräftiger war als das 2, längere Zeit lebend beobachtet. Mehrere Tage nach der ersten Begattung versuchte das cT dieselbe auf's Neue, jedoch ergriff das $ jetzt und bei den späteren Versuchen des cf stets die Flucht. Das cT zwang nun zunächst das 2 eine Hungerkur durchzumachen, indem es die von Zeit zu Zeit in's Glas geworfenen Fliegen vorweg fing. Einige Zeit darnach fing es wiederum zuerst die zugeworfene Fliege, sog dieselbe aber nicht aus, sondern umspann sie mit Gespinnstfäden zu einer weissen Kugel, die es zwischen die Mandibeln nahm. So näherte es sich dem $, das nun blieb und auf die Beute losfuhr, die aber vom cT festgehalten wurde. „Während nun das Weibchen die Fliege aussog, machte das cf von der günstigen Gelegenheit Gebrauch, um mit seinen langen Palpen, sehr um- sichtig und langsam, die Begattung auszuführen, ohne dass sich das 2 nun daran kehrte. " — Von Theridium bimaculatum, von welcher Art ein Pärchen ebenfalls längere Zeit lebend gehalten wurde, beobachtete der Verfasser dasselbe in einer Stellung, als ob die Begattung vollzogen würde, obwohl es ihm später schien, dass das 2 noch nicht die letzte Häutung durchgemacht hätte. Dasselbe war aber mit an den Hinterleib herangezogenen im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 49 Beinen festgesponnen ; ob zum Zwecke, später verzehrt zu werden oder zur Vergewaltigung, lässt der Beobachter unentschieden. Mc Cook's Mittheilungen über den Nestbau von Attus opifex und Peucetia aurora sind auch in den Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 229 ff. abgedruckt; vgl. den vor. Ber. S. 60. Aquatic Spiders s. Americ. Naturalist 1884 S. 78. Mc Cook erhielt aus den Cocons eines Attiden (wahrschein- lich von Attus audax) Parasiten, welche nach Howard einer neuen Gattung von Proctotrypiden , und zwar der Unterfamilie Sceliominae, angehören; Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 294. Derselbe beschreibt einen von Lehm umgebenen Cocon einer Spinne, in der er eine Drasside, vermuthlich eine Micaria (sie ist provisorisch M. limnicunae genannt) zu erkennen glaubt. Er sieht auch die Lehmbekleidung als das Werk der Spinne an; aus mehreren erhielt er „Ichneumonen", Pezomachus me- abilis Cressouy entweder ausschliesslich, oder neben jungen Spinnen; letztere scheinen aus keinem Cocon allein ausge- schlüpft zu sein. Ebenda S. 151 ff. (Wahrscheinlich liegt hier dasselbe Verhältniss wie bei unseren Agroeca- Arten vor, wo der Drecküberzug wahrscheinlich auch nicht von der Spinne, sondern von den Parasiten herrührt.) R. Smith fand als Parasiten der Eier von Epeira atrata eine Solenopsis und einen Pezomachus, bei welchem letzteren ein Chalcidier schmarotzte, der seinerseits von einem noch kleineren Familiengenossen verfolgt wurde; von den zurück- bleibenden Stoffen des Eiernestes nährt sich auch eine Derme- stiden-larve, vielleicht von Attagenus pellio; Americ. Naturalist 1884 S. 77. How Lycosa (riparia ?) fabricates her round cocoon beschreibt Mc Cook in den Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 138 f. Die Spinne macht in einer kleinen Erdhöhle zunächst ein rundes Kissen, in dessen Centrum die Eier gelegt werden. Hierauf werden die Ränder zusammen- gefasst und gerollt, bis der normale runde Cocon dieser Gat- tung fertig ist. Derselbe meldet ebenda S. 140, dass im Winter unter der Eisdecke eines zugefrorenen Teiches eine Lycosa -Art im Wasser sich aufhielt und unter Wasser von einer Pflanze zur anderen lief. Auch Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 298. Arch. f. Naturgesch. LI. Jahrg. 2. Bd. D 50 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Eine nicht näher bestimmte Spinne des Haussalandes in Nordafrika, welche in Häusern lebt, veranlasst durch ihren (nicht schmerzhaften) Biss die Bildung juckender Bläschen an der gebissenen Stelle. Wird durch Kratzen die Haut zerstört so bleibt eine nässende, schwer heilende Geschwürsfläche zu- rück, von der aus die Krankheit mit der ausgeschiedenen Flüssigkeit auf andere Körperstellen übertragen werden kann. — Aehnliche Erscheinungen soll eine Vogelspinne in Costa Rica (Sphaerobothria Hoffmanni?) hervorrufen. Bartels, Sitzungsber. Ges. Naturf. Freunde Berlin 1884 S. 183 ff. Emerton lässt den Theridiadae nun New England Epeiridae folgen, von denen er die Gattungen Uloborus und Hyptiotes ausschliesst; Tetragnatha und Pachygnatha, als Unterfamilie Tetragnathinae , vereinigt er dagegen mit den Epeiriden. Transact. Connect. Acad. VI S. 295 ff. PI. XXXIH bis XL. Von Keyserling's „Spinnen Amerikas" ist der 2. Band, Theridiidae, 1. Hälfte, Nürnberg 1884, erschienen; 4:% 222 S. mit 10 z. Th. colorirten Tafeln. van Hasselt zählt die von Kate während einer Reise im nördlichen Lappland gesammelten Arten auf; es sind Lycosa amentata, monticola; Neriene rufa, atra, longipalpis; eine un- bekannte kleine (Oonops-artige) Spinne, von der eine Diagnose gegeben wird, und Oligolophus alpinus; Tijdschr. v. Entomol. XXVH S. 251 f. Keyserling beschreibt zum sechsten Mal (31) neue Spin- nen aus Amerika, grösstentheils Attiden; Verh. Zool. Bot. Gesellsch. Wien 1884 S. 489 ff Taf. XIH. Bertkau führt als in der Rheinprovinz vorkommend Oonops pulcher ; Marptusa radiata ; Attus caricis, Neon laevis ; Clubiona pallens; Titanoeca tristis; Dictyna Koziorowiczi; Altella spini- gera; Hahnia pusilla ; Cryphoeca mirabilis an. Altella spinigera ist in beiden Geschlechtern beschrieben; von Cryphoeca mira- bilis, die in die von Simon aufgestellte Gattung Tuberta gehört, sind Angaben über das Tracheensystem gemacht, die die Ver- wandtschaft dieser Gattung mit Cicurina und die Berechtigung letzterer Gattung beweisen sollen. Auch der eigenthümliche Taster von Cr. mirabilis ist beschrieben und abgebildet, und ein Theil desselben in seiner Funktion, dem „Eindringer" zu ermöglichen, mit Sicherheit den Weg in die Samentaschen zu im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 51 finden, erläutert. Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. 1884 S. 352 fi-. Die beiden 1884 erschienenen Theile, der 2. und 3., von Bd. V von Simon's „Araclinides des France" bringen die Familie Theridionidae im Sinne Simon's (also Theridiadae -f- Micryphan- tidae) zu Ende. Bei den kleinen Arten von Linyphia, Bathy- phantes u. s. w., sowie bei den Micryphantiden sind den Beschreibungen Holzschnitte beigegeben, welche wesentlich zum Erkennen der Arten beitragen. Ich werde diesen Band citiren. Simon a. a. 0. Simon beschreibt Arachnides nouveaux d'Algerie; Bull. Soc. Zoolog, de France 1884. Simon stellt eine neue Familie, Bradystichidae, auf, deren Merkmale die der Drassiden und Thomisiden vereinigen. Ihre Diagnose lautet: Cephalothorax länger als breit, hinten ab- gestutzt, vorn verschmälert, Stirn massig, abgestutzt oder stumpf, 8 Augen, gleichmässige Tagesaugen, wenig ungleich. Clypeus breit, senkrecht. Mandibeln stark und senkrecht, Kralle lang, gebogen, oberer Rand der Füsse mit 3 oder 4 getrennten, starken Zähnen, unterer mit 2 oder 3 kleinen. Lippe parallel, abgestutzt, nicht gerandet. Unterkiefer gerade, nicht zusammen- geneigt. Beine 1, 4, 2, 3 oder 1, 2, 4, 3, sehr kräftig, na- mentlich die vorderen, mit Stacheln versehen; 2 Krallen nebst Federhaarbüscheln. 6 Spinn warzen, kurz wie bei den Thomi- siden. Die Familie enthält 2 Gattungen, die in folgender Weise unterschieden werden: Oculi 4 antici aequi lineam rectam, 4 postici lineam parum recurvam formantes. Pars la- bialis longior quam latior; laminae sat an- gustae; metatarsi crassi et depressi . . . Borhorop actus. Oculi 4 ant. lineam valde procurvam, 4 post. lineam validissime recurvan^ formantes^ Medii antici et postici majores quam laterales. Pars labialis latior quam longior. Laminae latae; metatarsi sat angusti et fere cylindrici . . Bradystlchus, Die Gattungen enthalten bis jetzt folgende Arten: Bradyst. crispatiis, calligaster (Neu-Caledonien) S. 299; Borboropactus den Thomisus? cinerascenä DoV und Utuberadatus (Molukken), squa- lidus (Zambesi) S. 301 ; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 297 ff. 52 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Tetrasticta. Teraphosidae. Van Hasselt's „Bijdrage over de nesten der zogenaamde Metseispinnen" in Tijdschr. v. Entom. XXVI S. 229 ff. regt den Zweifel an, ob das von Äusserer bei Eurypelma Steindachneri erwähnte Korkdeckelnest wirklich dieser Art, oder nicht vielmehr Cteniza Cahfomica zur Wohnung diene; die langbeinigen Eurypelma - Arten sind zum Leben in den engen, unterirdischen Röhren gar wenig geeignet. Regillus (n. g. Cryptothelin ; 4 (oder 6?) Spinnwarzen durch reihenförmig angeordnete lange Haare, die über ihnen zusammenneigen, verdeckt) asper (Ceylon); Cambridge, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 204 PI. XV Fig. 5. Phoneyusa (n. g. ; soll wohl Phoneuusa heissen; zwischen Avicu- laria und Eurypelma stehend; mit ersterer fast den gänzlichen Mangel der Stacheln, von denen nur ein Bauchkranz am apikalen Schienenende vor- handen ist, mit letzterer die starke Verlängerung der hintersten Tarsen theilend) belandana (Centralafrika, Niam-Niam); Karsch, Berl. Ent. Zeit- schrift 1884 S. 347 ff. , der ebenda eine tabellarische, vergleichend-fauni- stische üebersicht der tropisch-afrikanischen Vogelspinnen aufstellt. Simon erkennt in der Gattung Mecicobothrium Holmb. (s. den vor. Ber. S. 64) und einigen nahe verwandten Gattungen eine Gruppe der Teraphosen , der er nicht den Rang einer Familie einräumen will , da hierzu die Charaktere nicht ausreichen. Die Charaktere dieser Gruppe sind: Rückengrube longitudinal. Unterlippe und Unterkiefer unbewehrt, ohne Spikula. Beine mit feinen und langen Dornen. Tarsen ohne Skopula, mit 3 Krallen, die Haupt- krallen mit einer einzigen Reihe von Zähnen. In diese Gruppe gehören ausser Mecicobothrium und Atypoides Cbr. zwei neue Gattungen; die Tabelle derselbe ist folgende: 1. Mamillae 4. Chelae breves et crassissimae, haud compressae, ad apicem dentibus rastel- lum formantibus armatae. (^ tarsus pedum max. brevissimus et truncatus haud acuminatus Brachyhothrium. Mamillae 6. Chelae longae valde compressae ad apicem muticae. cf tarsus longe acumi- natus 2. 2. Mamillae abdomine breviores, art. 3. 2. pa- rum longiore, cylindrico. Oculi inter se parum inaequales Atypoides Cbr. Mamillae abdomine haud vel vix breviores, articulo ultimo reliquis articulis multo longiore valde attenuato et subannulato 3. 3. Oculi inter se parum inaequales, medii antici majores quam mcdii et laterales postici . . Mecicobothrium i3b/m6^. Oculi medii antici reliquis oculis multo minores Hexura. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 53 Die Arten der neuen Gattungen sind: Brachybothrium pacificum (Wa- shington territ.) , accentuatum (Nord-Karolina) ; Hexura picea (Washington terr.); Bull. Soc. Zool. de France 1884. Cryptothele cristata (Mexiko); Simon, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 302. Simon stellt eine analytische Tabelle der griechischen Cyrtoca- renum- Arten (C. jonicum, lapidarium, hellenum, grajum, cunicularium) auf; Ann. Ent. France 1884 S. 348. Phrictus ßavopilosus (Birma); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 358. Idiops crassus (Birma); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 357. Atypus piceus (wenigstens die Weibchen) ist im Stande, sich mehrere Jahre hindurch fortzupflanzen und häutet sich noch als aus- gewachsenes und ausgebildetes Geschöpf. Bei diesem Häutungsvorgang häuten sich die alten Samentaschen nicht einfach mit, sondern es werden ganz neue Samentaschen unabhängig von den alten angelegt, wobei die Matrix der früheren Samentaschen resorbirt wird. Bertkau, Corrbl. Naturh. Vereins d. preuss. Rheinl. u. Westf. 1884 S. 71 und Archiv, f. mikrosk. Anatomie XXIV S. 420. Dysderidae, Xestaspis (n. g. Gamasomorphae proximum; dif- fert clypeo angustiore quam oculi anteriores, coxis posterioribus elongatis et cylindricis, pedibus omnino muticis) für (Oonops) loricata L. Koch (von den Fidschi-Inseln) und nitida (Bou-Saada); Simon, Bull. Soc. Zool. de France 1884. Leptoneta spinimana (Blidah, Algier); Simon, Bull. Soc. Zool. de France 1884. Harpactes Krueperi (Athen) S. 344, ahantius (Euböa) S. 345; Simon, Ann. Ent. France 1884. Segestria Davidi (Beirut); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 190 Tristicta. Attidae. Ein Conspectus Attoidarum Galiciae in Rozpraw i Sprawozdan Wydz. matem.-przyr. Akad. Umiej., T. XII S. 135 ff. Taf. VII, Vin von W. Kulczyiiski führt aus Galizien 46 Arten auf und macht zu manchen derselben Bemerkungen s}Tionymischer und kritischer Art. Leider ist der Text polnisch ; nur die Beschreibungen einzelner Arten sind lateinisch abgefasst, und am Schlüsse ist ein kurzer Auszug in deutscher Sprache gegeben. Aus demselben erfahren wir, dass von den 46 Arten 8 hier zum ersten Mal aus Galizien angegeben werden. Die kritischen Bemerkungen beziehen sich auf Synageles hilarulus, der zwei Arten ver- einigt enthält, Heliophanus, Marptusa (bei jungen Exemplaren sind die Vorderhüften getrennt), Dendryphantes hastatus, bombycius, rudis; Philaeus; die beiden Geschlechter von Hasarius arcuatus und falcatus; Attus floricola, rupicola; Ictidops; Euophrys monticola. 54 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Simon schlägt für Ictidops n. praeocc. Aelurillus vor; Ann. Ent. France 1884 S. 313. Mithion (n. g. Marptusae et Hyctiae simile, sed coxis I latitudine labii separatis. Ab Icio, cui affine, differt oculorum quadrangulo aeque longo ac lato et parallelo, spinis compluribus in tarsis posterioribus praeter penicillium terminale) semiargenteus (Chartoum); Simon, Arachn. rec. . . Khartoum etc. a. a. 0. S. 5 (Separat) Fig. 2. Wala (n. g. Hyllo affine) albovittata (Nordamerika) S. 517 Fig. 20; Ägohardus (n. g.) anormalis (ibid.) S. 519 Fig. 21; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 Taf. XIII. In einer Note sur le groupe des Diolenii giebt Simon die Merkmale dieser Gruppe an, die wesentlich in der starken Verlängerung des Schenkelringes des ersten Beinpaares bestehen. Bei Diolenius und Atrytone erreicht derselbe fast die Länge des Schenkels oder des ganzen Cephalothorax. Der Tarsus des ersten Beinpaares ist bei den Männchen entweder ganz unbewehrt (Chalcolecta) oder mit einigen, paarweise senk- recht stehenden kleinen Dornen versehen (Diolenius), während er beim Weibchen 3 oder 4 Paar sehr langer, anliegender Stacheln trägt; bei Discocnemius und Lystrocteisa haben beide Geschlechter letzteres Merkmal. Die Gattungen dieser Gruppe unterscheidet Simon nach folgender Tabelle: 1. Trochanter 1 coxa multo longior, femore parum brevior 2. Trochanter 1 coxa brevior (praesertim $) femore multo brevior 3. 2. Cephalothorax humilis ; quadrangulus oculorum quam longior latior ; tibia 1 gracilis parallela Atrytone Keys. Cephalothorax sat altus; quadr. ocul. fere aeque longus ac latus; tibia 1 compressa plus minus dilatata Diolenius Thor. 3. Quadr. ocul. multo longior quam latior . . Lystrocteisa n. g. Quadr. ocul. fere aeque longus ac latus . . 4. 4. Pedes breves, tibia antica valde compressa et dilatata, spinarum validarum seriebus 2 atque linea media pilorum crassorum infra instructa Discocnemius Thor. Pedes longi, tibia antica compressa parallela haud dilatata, spinis validis et numerosis bi- seriatim dispositis infra armata Chalcolecta n. g. Als neue Arten werden beschrieben Diolenius hicinctus (Gilolo); Lystro- cteisa myrmex (Numea); Discocnemius albocingulatus , coccineopilosus (Dorey); Chalcolecta dimidiata, bitaeniata (Gilolo); C. R. Soc. ent. Belg. 1884 (5 Juillet), S. 225 ff. Attus ruficarpus (Athen; Euböa); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 313. CaUiethera icioides (Chartum); Simon, Arachn. rec. . . . Khartoum a. a. O. S. 2 (Separat) Fig. 1, im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 55 Dendrjphantes ßavicomis (Athen); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 308. Ephippus amencanus (Utah) ; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 506 Taf. XIII Fig. 13. Ergane taeniata (Nordamerika); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 507 Taf. XIII Fig. 14. Euophrys monticola (Galizien); Knlczynski a. a. 0. S. 227 Taf. VIII Fig. 22, semirufa (Beirut); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 182. Homalattus septentrionalis (Massachusetts) ; Keyserling , Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 515 Taf. XIII Fig. 19. Icius ocellatus (Scioa); Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 85, elegans (Nordamerika) S. 499 Fig. 8, nigromaculatus (Utah) S. 500 Fig. 9, albovittatus (Massachusetts) S. 502 Fig. 10, crassiventer (ibid.) S. 503 Fig. 11, vittatus (Nordamerika) S. 504 Fig. 12; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 Taf. XIII. Menemerus cruciferus (S. Carolina); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 513 Taf. XIII Fig. 18. Pellenes nigriceps (Massach.); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 512 Taf. XIII Fig. 17. Phidippus purpuratus (Maine, Utah) S. 489 Fig. 1, albomaculatus (Massachus. ; Calif. etc.) S. 491 Fig. 2, pulcherrimus (Florida) S. 492 Fig. 3, ruber (Massachus.) S. 493 Fig. 4, gracilis (Kentucky) S. 495 Fig. 5, bicolor (Utah) S. 496 Fig. 6, clarm (Maryland) S. 497 Fig. 7; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 Taf. XIII. Sa'itis x-notata (Kentucky); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 510 Fig. 16. Synageles confusus (Galizien; Baiern; bisher mit S. hilarulus ver- wechselt); Kulczynski a. a. 0. S. 192 ff. Taf. VII Fig. 1. Palpimauidae. Stenochilus crocatus (Birma) S. 341, raudus (Pott- dichery) S. 368; Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX. Thoinisidae. Cambridge gründet für Thomisus decipiens Forbes (s. den vor. Ber. S. 60), tuberosus BlacTcw. und 2 neue Arten die Gattung Ornithoscatoides; Proc. Zool. Soc London 1884 S. 198 PI. XV; die neuen Arten, die nebst den beiden anderen abgebildet sind, heissen 0. Ceylonica S. 201 Fig. 3, nigra S. 202 Fig. 4 (Ceylon). Artanes kiulcus (Mahal-Üonz. ; Let-Marefiä) ; Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 55. Diaea imitatrix (Let-Marefiä) S. 59, albicincta (ibid.) S. 61; Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX. Monacses caudicula (Athen); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 324. Philodromus Buxi (Miranda-de-Ebro; verwandt mit emarginatus Schrank); Simon, Anal. Soc. Esp. Eist. Natur. XIII S. 115. Synaema guadrinotatum (Chartum); Simon, Arachn. rec. . . . Khar- toum etc. a. a. 0. S. 11. (Separat.) 56 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Thotnisus albohirtm (Chartum); Simon, Arachn. reo. . . . Khartoum, a. a. 0. S. 13 (Separat). Xysticus hamatus (Kentucky); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 521 Taf. XIII Fig, 22. SparaSäidae. Heteropoda Uprosa (Birma); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 336. Der Fund einer dritten Midamus-Art (bei Chartum) giebt Simon Veranlassung, eine Tabelle der Arten dieser Gattung, auricomis, Baulnyi und longipes, aufzustellen ; letztere ist auch ausführlich beschrieben ; Arachn. rec. . . . Khartoum a. a. 0. S. 8 ff. (Separ.) Fig. 13, 14, 15. Olios punctipes (Birma) S. 339, versicolor (Bankok) S. 367; Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX. Tibellus Vossioni (Chartum); Simon, Arachn. rec. . . . Khartoum a. a. O. S. 10 (Separ.) Fig. 4. Anyphaenidae. Allmählich scheint die Ansicht, dass die unter Anj^haena vereinigten Arten eine höhere systematische Gruppe bilden, auch bei denen Eingang zu finden, die sie bisher unter dem Gattungsnamen Anyphaena einfach der Familie der Drassiden, allenfalls der Unterfamilie Clubioninae, einordneten. Jetzt errichtet Simon, Arachn. rec. . . . Cap Hom a. a. 0. S. 1 4, eine eigene ünterfamilie, Anyphaeninae, für dieselben und unter- scheidet darin für die Südamerikaner 5 Gattungen, nach folgender üebersicht: 1. Pedes antici mutici. Stemum angustum antice atte- nuatum. Oculi postici minuti inter se late disjuncti Liparotoma. Pedes onmes aculeati. Sternum sat latum ... 2. 2. Oculi postici in lineam recurvam dispositi . . . Axyracrus. Oculi postici in lineam fere rectam vel procurvam dispositi 3. 3. Oculi postici in lineam fere rectam dispositi. Spa- tium inter oculos laterales anticos et posticos dia- metro oculi multo latius. Tarsi metatarsique I et II infra dense scopulati Tomopisthes. Oculi postici in lineam procurvam dispositi. Spatium inter oculos laterales anticos et posticos diametro oculi haud vel vix latius. Tarsi metatarsique haud vel vix scopulati 4. 4. Oculi medii antici lateralibus multo minores. Clypeus diametro oculorum anticorum haud latior; pars la- bialis vix longior quam ad basim latior. Mamillae superiores longiores et graciliores quam inf. . . . Gayenna. Oculi 4 art. inter se aequi. Clypeus diametro oc. ant. fere duplo latior. Pars labialis multo longior quam la- tior. Mamillae omnes graciles longitudine fere aequae Coptoprepes. Mit Gayenna Nie. ist Heteromma Karsch synonym. In der ausführ- licheren Gattungsdiagnose heisst es wiederholt fälschlich rima ventralis (die im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884 57 Stigmenquerspalte) pone mammillas statt prope mammillas. Die übrigen Gattungen sind neu. Die neuen Arten sind Gayenna coccinea (Ile Hoste) Fig. 15, stellata (Ooshevia) Fig. 16 S. 15; Tomopisthea immanis (Ile Hoste) S. 17, varius (De Hoste) S. 18 Fig. 17, 18, vittatus (Ooshevia) S. 19; Coptoprepes ßavopilosus (Ile Hoste) S. 21; Liparotoma Hyadesi (Ile Hoste) Fig. 19, amoenum (Cap Hörn) S. 22, nigropictum (Ile Hoste) S. 23; Axyracrus elegans (Ile Hoste; Ile Hermite) S. 24 Fig. 20. — Sämmt- liche Arten sind von den europäischen dadurch unterschieden, dass die Stigmenspalte hinter der Bauchmitte, in der Nähe der Spinnwarzen liegt. Drassidae« Philisca (n. g. Clubionae affine, differt cephalothorace magis convexo, area ocul. med. trapezium paullo longius quam latius occupante, laminis maxillaribus paullo latioribus atque ad basim haud vel vix angustioribus , parte labiali apicem versus paullo attenuata, sterno latiore late cordiformi) Hahni (He Hoste); Simon, Arachn. rec. . . . Cap Hörn a. a. 0. S. 13 (Separ.) PI. HI Fig. 14. Storenomorpha (n. g. subf. Oedignathin. ; . . . Oculi 8 in series 2 (vel 4) dispositi; series antica validissime procurva, oculis mediis majo- ribus; series postica antica multo latior et valde recurva, oculis minoribus, mediis appropinquantibus, lateralibus a mediis longissime remotis; oculi 4 medii aream longiorem quam latiorem formantes, antici posticis major . . .) Comottoi (Birma); derselbe, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 352. Favesi beanstandet den Gattungsnamen Micariolepis Sim., weil aus einem der griechischen und lateinischen Sprache entlehnten Worte zusammen- gesetzt, und schlägt dafür Bona vor; Ann. Mus. Civ. Genova XX S. 466. Chiracanthium actdeatum (Chartum); Simon, Arachn. rec. . . . Khar- toum etc. a. a. 0. S. 26 (Separat.) Fig. 5, 6. Clubiona rivalis (Mahal-Uonz) S. 45, latitans (Let-Marefiä) S. 47; Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX. Drassus viduatus (Daimbi); Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 49, Corcyraeus (C); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 340. Gnaphosa Äczoana (Let-Marefia; Giagagu^); Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 52, quagga (Tunis); derselbe ebenda S. 468. Micaria triguttata (Miranda-de-Ebro); Simon, Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. Xin S. 122. Miltia flavida (Algier) S. 1, Chaperi (Hindostan), gulosa (Numea) S. 2; Simon, C. R. Soc. Ent. Belg. 1884 (5. Avril) S. 140, 141. Derselbe erkennt ebenda S. 302 die Gattung als synonym mit Pro- didomus Hentz; die Gruppe der Prodidomiden enthält ausserdem noch Zimiris Sim, und Trochanteria Karsck. Prosthesima birmantca (B.); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 351, Berytensis (B.) S. 188, Davidi (ibid.) S. 189; derselbe, Ann. Ent. France 1884, Ilotarum (Naxos; Athen); derselbe ebenda S. 341. Pythonissa passerina (Birma); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 350. 58 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Sagana erythrina (Let-Marefiä); Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 43. Trachelas validus (Miranda - de - Ebro) ; Simon, Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. Xm S. 123. Tylophora Cecchii (Let-Marefia); Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 50. Zimiris indica (Ramnad); Simon, C. R. Soc. Ent. Belg. 1884 (5. Avril) S. 141. Ctenidae, Leptoctenus denticulatus (Birma); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 355. Ctenus (Phoneutria) torvus (Scioa); Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 74. LyCOSidae« Chiasmopes (n. g. Oxyopin.) comatus (Scioa); Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 79. Titurius (n. g. Dolomedi affine, a quo differt dispositione oculorum 4 anteriorum, qui seriem valde procurvam formant et quorum medii late- ralibus multo majores sunt; mandibularum sulcus unguicularis in margine inferiore dentibus 3 armatus ; für Ctenus fimbriatus Walck. und) marginellus (Birma); Simon, Arach. rec Birmanie a. a. 0. S. 328 f. Dolomedes Massajae (Let-Marefia) ; Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 69. Lycosa (Pardosa) hirmanica (B); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 333, Ma.rtinn (Mahal-Üonz; Let-Marefik) S. 64, saltuaria (Fecherie- Ghem) S. 66; Pavesi ebenda. Ocyale aethiopica (Daimbi; Keren); Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 71. Simon unterscheidet die 3 Arten von Peucetia, die sich durch einen dunkeln Streifen auf den Mandibeln auszeichnen (Lucasi, pulchra und striata), in analytischer Tabelle und bildet die Epigynen in Fig. 12, 10 und 11 ab; Arachn. rec. . . . Khartoum a. a. 0. S. 7 (Separ.). P. nigropunclata (Koromandel) ; derselbe, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 365. Derselbe macht das c^ von P. virescens Cbr. bekannt; Ann. Ent. France 1884 S. 183. Pirata (?) ageleno'ides ! (Birma); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 334. Tarentula australis (Chiloe; Ile Hoste; höhlt sich tiefe Löcher im Boden aus); Simon, Bull. Soc. Zool. de France 1884 S. 3 (Separ.) PI. III Fig. 1, nigrotihialis (Birma); derselbe, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 330. Ag'aleuidae« Cyhaeolus (n. g. Cybaeo valde affine, diflfert oc. ant. magis approximatis et fere aequis, oc. med. post. inter se magis quam lateralibus approximatis, mandibulis sat debilibus, antice haud convexis; parte labiali vix longiore quam ad basim latiore, ad apicem attenuata et im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 59 fere rotundata; pedum ant. tarsis muticis. Mamillae breves uniarticulatae, superiores inf. graciliores . . .) pustUtts (Ile Hoste); Simon, Arach. rec. . . . Cap Hörn a. a. 0. S. 9 (Separat). Emmenomna (n. g.; . • • Oculi 8, inter se valde inaequales; ant. in lineam rectam dispositi , medii minutissimi punctiformes , laterales maximi rotundati et convexi; post. in lin. valde recurvam dispositi; medii lateralibus paullo minores et ipsis multo magis quam lateralibus approxi- mati. . . . Mamillae uniarticulatae, sat breves, inferiores superioribus multo crassiores et paullo longiores; .... vom Autor in diese Familie gestellt) ocM^a^MTO (He Hoste; Ile Hermite; gemein); derselbe ebenda S. 10 f. PI. III Fig. 8—11. Agalena leucopyga (Mahal-Uonz; Let-Marefih); Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 41. Coelotes suhfasciatus (Ile Hermite) S. 7 , castaneifrons (Ile Hoste) S. 8; Simon, Arachn. rec. . . . Cap Hörn a. a. 0. (Separ.). Hahiüadae. Hahnia rupicola (Miranda-de-Ebro) ; Simon, Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. XIII S. 120. Amanrobiadae. Amaurobius fuegianus (Orange-Bai) ; Simon, Arachn. rec. ... Cap Hörn a. a. 0. S. 12 (Separat.) PI. III Fig. 12, 13. Ausser den beiden europäischen Arten A. ferox und claustrarius kommen in Nordamerika (Pacific -St.) folgende 3 endemische vor: A. ne- vadensis (N.), severus, pictus (Washington terr.); Simon, Bull. Soc. Zool. de France 1884, mit Holzschnittdarstellung des 4. Gliedes der männlichen Taster der 3 neuen Arten. Eresidae« Stegodyphus Mimosarum (Daimbi); Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 81. Uloboridae, üloborus NUoticus (Chartum) ; Simon, Arachn. rec, . . . Khartoum etc. a. a. 0. S. 20. Dictynidae« Simon ersetzt den Namen Lethia Menge, weil von Hübner früher an eine Schmetterlingsgattung vergeben, durch Lathys und beschreibt eine damit nahe verwandte neue Gattung Scotolathys, die sich von ihr auf den ersten Blick durch den Besitz von nur 6 ziemlich grossen und einander fast berührenden Augen sowie durch sehr lange Calamistrumhaare unterscheidet. Die Scheitelaugen fehlen. Die Gattung ist auf eine Art von Oran, Sc. simplex, gegründet. Femer setzt derselbe an Stelle des Namens Amphissa Chr., der früher von Adams für eine Molluskengattung verwandt worden war, Al- iella und beschreibt aus dieser Gattung die beiden neuen Arten A. uncata (Algier) und rupicola (Orleansville ; Bou-Saada; Mecheria). Aus einem ähnlichen Grunde kommt für Diotima Sim. (von Pascoe 1860 bei Coleopteren vergeben) Devade in Vorschlag. Eine zweite neue Gattung dieser Familie ist Chaerea, mit Dictjna nahe verwandt und von ihr hauptsächlich dadurch unterschieden, dass der Kopftheil weniger convex ist ; die Scheitelaugen sind von einander weiter als von den hinteren Seiten- 60 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen äugen entfernt und die Gruppe der Stirn- und Scheitelaugen ist weit breiter als lang. Die typische Art ist Ch. maritimus (Nemours bei Oran; Carthagena); Bull. Soc. Zool. de France 1884. Micryphantidae. Ausser einigen zu Microneta (S. 421 ff.) ge- stellten Arten enthält Simon's 3. Part, von T. V seiner Arachn. de France auf S. 457 ff. diese Familie, in der er die Gruppen Lophocarenini, Waickenaerini , Masonini, Cinetini unterscheidet. Die Cinetini sind durch die geschweifte Mandibelklaue , die Masonini durch den Besitz zweireihig angeordneter langer Stacheln an Tibia I und II charakterisirt ; die beiden anderen Gruppen werden durch die Gestalt der Brustplatte unterschieden, die bei den Waickenaerini eiförmig, länger als breit, bei den Lophocare- nini dreieckig -herzförmig, so breit als lang ist. Unter Berücksichtigung der Augenstellung, des Längenverhältnisses einzelner Glieder der Beine zu einander, Breite des „Bandeau", Beschaffenheit der Mandibeln u. s. w. kommt der Verfasser zu einer Menge von Gattungen, deren Namen theil- weise mit Menge'schen übereinstimmen, die aber meistens in ganz anderem Umfange gebraucht werden. Es sind dies (Lophoc. S. g. Gonatiini) Do- nacochara S. 461 für speciosa Thor.-, Hylyphantes S. 463 für nigritus iSijw. ; Trichoncus S. 465 für scrofa (Cantal etc.) S. 467, sordidus (Bouches-du-Rhöne etc.) S. 468, aurantnpes (Alger) S. 469; Gongyhdium für graminicola Sundev., rufipes Sundev., fuscum BL, Cantalicum (Oise; Cantal etc.) S. 480, retusum Wstr.^ Tingitanum (Tanger) S. 483, piscator (Marignane) S. 484, cristatum Wid. ^ perforatum TTior., apicatum BL, gibbosum Bl., tuberosum Bl, dentatum Wid., agreste BL, longipes (Wallis) S. 496, distinctum (Aisne) S. 497, foenarium (Alpes - Maritimes) S. 498, harharum (Algier) S. 500, pirata (ibid.) S. 501; Scotinotylus S. 501 für antennatus Chr. = aries Kulcz.^ alpigena L. Koch; Tiso S. 506 für vagans Bl.^ morosus (Alpes - Maritimes) S. 509; Stajus S. 510 für trun- catifrons Chr.; Erigone für longipalpis /Suncfev., meridionalis (Aude) S. 517, remota L. Koch, Lantosquensis (S.-M.-L.) S. b20 , jugorum (Hautes - Pyr.) S. 521, tenuimanus (Basses- Alpes) S. 522, dentipalpis Wid., cristatopalpus (Hautes - Alpes) S. 523, promiscua Chr., atra BL, capra (Isere) S. 529, vagans Aud. ^ spinosa Chr., litoralis L. Koch; Lophomma S. 532 für punctatum BL, herbigrada BL, laudatum Chr., stativum Sim.; Dicymbium S. 541 für tibiale Bl, nigrum BL; Gonatium S. 546 für nemorivaga Chr., hiimpressum (Sardinien) S. 551, corallipes Chr., Dayense (Oran) S. 553, rubens BL, rubellum BL, ensipotens Sim., bituberculatum Wid., cornutum BL; Dismodicus S. 563 für bifrons BL, elevatus C. L, Koch; Proso- poncus S. 569 (durch Diplocephalus ersetzt S. 874) für cristatus BL, culminicola (Hautes-Pyr.) S. 875, foraminifer Chr., rectiloha (Digne) S. 573, thyrsiger (Basses-Pyr.) S. 574, bicephalus (Pyr6n.-Orient.), crassiloha (Alpes- Mar.) S. 575, frontatus BL; Trachelocamptus S. 577 für nasutus Chr., Bedeli (Algier) S. 580; Thaumatoncus S. 580 für indicator (Herault) S. 581, mystacinus , lancearius (Oran) S. 582; Typhrochrestus S. 583 im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 61 für digitatus Cbr. , dorsuosus Cbr. , paetutus Cbr. , parvicornis (Aegypten), bifurcatus S. 588, convexus S. 589 (Algier); Caracladus S. 589 für aviculus L. Koch; Dactylopisthes S. 592 für pauper Sim.., digiticeps Sim.-^ Grammonota S. 596 für gradata Sim., Letourneuxi (Assuan) S. 599; Gongylidiellum S. 600 für paganum (Cantal) S. 602, placidum (ibid.) S. 603, blandum (Seine-et-Oise) S. 604, latebricola Cbr., calcariferum (Seine- et-Oise) S. 606, mediocre (Isere) S. 607, murcidum (Seine; Aube etc.) S. 608, vivum Cbr., arctatum (Algier) S. 611; (Lophocarenini) Nema- togmus S. 614 für sanguinolentus {Walck^ = Simonii Cbr,; Entelecara S. 617 für acuminata Wid., flavipes BL, erythropus Westr., nuncia Sim., Thorelli Westr., trifrons Cbr., galerita (Aube) S. 630; Araeoncus S. 631 für vaporariorum Cbr. , longiusculus Cbr. , humilis Bl. , crassiceps Westr., discedens Sim., ahissimus (Pyren. - Orient.) S. 640, anguineus L. Koch; Notioscopus S. 643 für sarcinatus Cbr.; Troxocharus S. 645 für scabriculus Westr., hiemalis Blachw., ignobilis Cbr.; Äbacoproeces S. 653 für saltuum L. Koch; Lophocarenum Menge S. 655 für ineditum Cbr., parumpunctatum Sim., parallelum Wid., elongatum Wid., insanum (Alpes- Marit.) S. 666, thoracatum Cbr., Medusa Sim., nivicola (Hautes-Pyr.) S. 671, cucurbitinum Sim., rufithorax Sim., Blackwallii Cbr., Mengei (Seine -Inf.) S. 677, stramineum Menge, nemorale Bl., capiiatum (Alpes-Mar.) S. 682, Nicaeense (N.) S. 683, eminulum (Vallombrosa) , amabile (Algier) S. 684, Oranense (0.) S. 685; Peponocranium S. 685 für (biovatum Cbr.,) ludi- crum Cbr.; Exechophysis S. 690 für bueephalus Cbr., leonina, suilla (Algier), proclivis (Rom) S. 693; Baryphyma S. 694 für Schlickt (Aisne) S. 695; Delorrhipis S. 696 für fronticornis (Pyren. - Orient.) S. 697; Cnephalocotes S. 699 für obscurus BL, elegans Cbr., curtus Sim., pusillus Menge, crassirostris (Nimes) S. 707; Hybocoptus S. 708 für corrugis Cbr., decollatus Sim., ericicola Sim.; Pocadicnemis S. 713 für pumila Bl., prominens (Seine-et-Oise) S. 716; Metopobactrus S. 718 für falcifrons (Pyren.-Or.) S. 719, Rayi Sim., verticalis Sim., prominulus Cbr.; Erigonoplus S. 724 für inclarus Sim., nigerrimus (Korsika) S. 727, nigrocaeruleus Sim., globipes L. Koch, turriger Sim., justus Cbr.; Stylo- tector S. 733 für inuncans (Seine etc.) S. 736, penicillatus Westr., broccha L. Koch; Äcartauchenius S. 740 für scurrilis Cbr., depressifrons (Basses- Pyr.) S. 743; Thyreosthenius S. 744 und 876 für biovatus Cbr., pe- cuarius (Pyren.-Or.) S. 745; Pl\_a']esicraerus S. 745 für longicarpus (Alpes -Marit.) S. 749, procer (Var) S. 751, Eborodunensis Cbr., Hellen L. Koch, permixtus Cbr., protuberans Cbr., Lusiseos Sim., alpinus Cbr.f latifrons Cbr., opacithorax (Tokai) S. 764, Becki Cbr., fuscipes Bl, casta- neipes (Ardeche) S. 768, Kochi Leber t , picinus Bl, Corsicus (K.) S. 773, insectus L. Koch, biscissus Cbr., Cirtensis (Constantine) S. 777; Tapino- cyba S. 778 für praecox Cbr., pallens Cbr., subitanea Cbr., Parisiensis (Fontenay-aux-Roses) S. 784, Cyclops Sim.; Minyriolus S. 787 für pu- sillus Wid., servulus Sim.; Panamomops S. 792 für diceros Cbr., bicuspis 62 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Chr., tauricomis Sim. ; (Walckenaerini) Wideria für cucullata C. L. Kochj polita Sim., melanocephalus Chr., antica Wid., stylifrons Chr., fugax Chr., angustifrons (Gironde) S. 811; Walckenaera für obtusa BL, nudipalpis Westr., acuminata Blackw., lugens (Aube; Limburg in Nassau) S. 822, capito Westr. ^ mitrata Menge, jueundissima Chr.; Prosopotheca S. 829 für incisa C6r., corniculans Chr., monoceros Wid., erythrina (Korsika) S. 837; Tigellinus S. 838 für furcillatus Menge, saxicola Chr.-, Comicularia für cuspidata EL, unicornis Chr., vigilax BL; (Cinetini) Ceratinella für sca- brosa Chr., brevis Wid., Wideri Thor., brevipes Westr.; Cineta S. 859 für Genistae Sim.; (Masonini) Maso S. 861 für Sundevalli Westr., We- stringi Sim.; Minicia für marginella Wid. ■= nigrolimbata Chr.; Tuberta S. 869 für insignipalpis (Sos) S. 869. Erigonoplus Krueperi (Athen); derselbe, Ann. Ent. France 1884 S. 335. Erigone antarctica (He Hoste); Simon, Arach. rec. . . . Cap Hom a. a. O. S. 6 PI. m Fig. 7. Walckena'ira Hasseltii (Holland) S. 89 Fig. 1, nemoralioidesl (ibid.) S. 91 Fig. 2; Cambridge, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV PL IV. Pholcidae. Pholcus hieroglyphicm (Let-Marefia) ; Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 37. Zodariadae* Zodarium /rena^um (Naxos); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 336. Theridiadae. Der 2. Band von Keyserling's „Spinnen Amerikas" ist der ersten Hälfte dieser Familie gewidmet, aus der 135 Arten be- schrieben werden. In den einleitenden Bemerkungen über die Classification erkennt Keyserling der Berücksichtigung des Tracheensystems im Prin- zip eine Berechtigung zu, meint aber, dass einer praktischen Verwerthung der Umstand noch hindernd entgegensteht, dass die Gestalt der Tracheen von aussen nicht gesehen werden kann. Der Verfasser selbst nimmt nun auch keine weitere Eintheilung dieser Familie vor, und verweist wegen einer üebersicht der Gattungen auf das Ende des Werkes, d. h. doch wohl des dritten Bandes , der die zweite Hälfte gegenwärtiger Familie be- handeln soll. Es sind beschrieben aus der Gattung Theridium 63 A., Centropelma 1, Gaucelmus \, Achaea 9, Steatoda 3, Teutana 3, Lithy- phantes 10, Lathrodectus 2, Chrysso 4, Hildbolda 1, Faiditus 2, Thymoites 1, Twaitesia 2, Ariaranes 3, Helvihis 2, Spintharus 2, Ar- gyrodes 15, Episinus 3, Audifia 1, Coleosoma 1, Formicino'ides 2, Beilinda! 1, Theridiosoma 4 Arten, von denen folgende auch in Europa vorkommen: Theridium tepidariorum (von Keyserling tepidatorium ge- schrieben); Steatoda bipunctata; Teutana triangulosa; Lithyphantes co- roUatus; Episinus truncatus?; 88 sind neu. Folgende neue Gattungen sind aufgestellt: Gaucelmus (Nesticus ähnlich, aber Clypeus weit höher; Viereck der Mittelaugen weit breiter als lang; obere Augenreihe gerade) für G. Augusti- nus (in den Kellern des Fort St. Augustin, Flor.) S. 99 Taf. V Fig. 65; im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 63 Hildbolda (mit Euryopis und Dipoena verwandt, aber durch den niedrigen Kopf, welcher niedriger als der Brusttheil ist, verschieden) für H. Simoni (Boston) S. 157 Taf. VII Fig. 97; Faiditus (von Argyrodes durch den kurzen und niedrig gewölbten Cephalothorax, von Spintharus durch die langen und kräftigen Mandibeln unterschieden) für F. rubroviUatus (?) S. 159 Taf. VII Fig. 98, ecaudatus (Uassa) S. 160 Fig. 99; Thymoites (Teutana nahe stehend, aber Clypeus fast eben so hoch als die Mandibeln lang; Seitenfurchen und Mittelgrube des Cephalothorax flach; Stemum massig gewölbt und kaum länger als breit) für Th. crassipes (Pumamarca, Peru) S. 162 Taf. VII Fig. 100; Helvibis S. 172 für H. Thorelln (Peru; Amazonas) S. 173 Taf. VIII Fig. 105, sulcaia (Amazonas) S. 175 Fig. 106; Äudifia S. 209, für A. laevithorax (Para) S. 210 Taf. X Fig. 126; Forviicino'ides (Formicina ähnlich; aber Kopf vorn nicht oder nur sehr wenig erhöht; Clypeus wenig höher als die Area der Augen; die 4 M A. bilden ein vorn breites Trapez, das breiter als lang ist) für F. Bra- siliana (Amazonas) S. 214 Taf. X Fig. 128, Chilensis (Ch.) S. 215 Fig. 129; Bellinda für (Theridium) cancellata {Hentz) S. 216. Simon (a. a. 0. S. 181 ff.) behandelt den Rest dieser Familie nebst den Micryphantiden als 6. Sektion: Erigonini. In dieser Sektion unter- scheidet er 6 Gruppen, z. Th. noch mit Untergruppen. Dieselben sind: Enoplognathini (mit den G. Enoplognatha, Pedanostethus ■= Ctenium), Linyphi(i)ni (G. Tapinopa, Bolyphantes, Drapetisca, Linyphia, Lep(h)t(h)y- phantes, Bathyphanthes, Tmeticus (= Bathyphantes Menge pars), Microneta und mehrere neue), Lophocarenini , Walckenaerini , Cinetini, Masonini. Von diesen gehören nur die beiden ersten zu den echten Theridiaden, während die 4 letzten (vielleicht mit wenigen Ausnahmen) richtige Micry- phantiden sind und bei diesen aufgeführt wurden; s. oben. Die cT ^6^* Eno- plognathini sind mit einem Stridulationsapparat versehen, der freilich bei Pe- danostethus rudimentär ist. Die neuen Gattungen der Linyphiinen sind: Frontina S. 206 für bucculenta = frenata Wid., Wstr., Menge, Thoreil; Taranucnus S. 248 im furcifer (Bask. Provinzen) S. 250, Cerberus (Basses - Pyr.) S. 252, Orpheus (Aude, Höhlenthier) S. 253, Phragmitis, (Basses Pyren.) S. 255, Marqueti (Ariejo, Höhlenthier) S. 256, lucifuga (Wallis) S. 260; Labulia S. 261 für thoracica Wid. und rupkola (Meer- alpen) S. 264; Cryptocleptes (nur 6 Augen; je ein seitliches auf dem Niveau der vorderen Mittelaugen) für ein Höhlenthier, C. paradoxiis S. 352 aus einer Höhle von Ardeche; Porrhomma S. 353, 873 für Proserpina, decens, errans, pygmaeum, glaciale, montigena, adipatum, formidabile und cavicola (Spanien) S. 355, Egeria (Aisne) S. 357, myops (Aude) S. 358, suhterraneum (Lautaret) S. 359, scopiferum (Pyren. -Orient) S. 361, diabo- licum (Gers) S. 362; Opist(h)oxys S. 372 für acuta (Aisne) S. 373; Hila'ira S. 374 für excisa, uncata; Sintula S. 442 für corniger Bl.^ 64 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen dilatus Chr., longulus (AIpes-Maritimes) S. 447, balteatus (Seine - et - Oise ; Aube; Aix) S. 448, aerius Chr., pusio (Somme) S. 450, succiniis (Seine- et-Marne; Wallis) S. 451; Syedra S. 453 für nigrotibialis (Korsika) S. 454, ophthalmica (Isere) S. 455. Achaea undata (Amazonas) S. 105 Taf. V Fig. 68, compressa (Amable Maria) S. 107 Fig. 69, altivenler (Südamerika) S. 108 Fig. 70, dromedaria (Peru) S. 109 Fig. 71, Guadelupensis (Peru) S. HO Fig. 72, ignota (Cayenne; Minas Geraes) S. 112 Fig. 73, acutiventer (Peru) S. 113 Fig. 74; Keyserling a. a. 0. Argyrodes vittatus (Sa. Fe de Bogota; Peru) S. 191 Taf. IX Fig. 114, montanus (Peru) S. 193 Fig. 115, obscurus (ibid.) S. 194 Fig. 116, larvatus (Columbus, Texas) S. 197 Fig. 118, spinosus (Amable Maria, Peru) S. 201 Fig. 121, glohosus (Crescent City, Flo.) S. 204 Taf. X Fig. 123; Keyserling a. a. 0. Ariamnes spinicaudatus (Peru); Keyserling a. a. 0. S. 171 Taf. VIII Fig. 104. Bathyphantes mastodon (Frankreich) S. 333, Burgundicus (Aube; Yonne etc.) S. 347, vittiger (Hautes-Alpes ; Pyren.-Orient.) S. 350; Simon a. a. 0. In der Gattung Bolyphantes vereinigt Simon a. a. 0. S. 209 fF. alticeps, luteolus, nigropictus (Hochalpen; Sardinien; Korsika) S. 214, index. Chrysso nigriceps (Sa. Fe de Bogota) S. 154 Taf. VII Fig. 95, vexa- bilis (Neu-Granada) S. 155 Fig. 96; Keyserling a. a. 0. Crustulina nitida (Athen); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 331. Enoplognatha maritima (Saint -Valery; Morbihan, auf Salsola und Atriplex portulaccoides) S. 189 PI. XXV Fig. 10, testacea (Gironde; Alpen; Korsika) S. 192, nigrocincla (Gironde; Korsika) S. 193; Simon a. a. 0., robusta (Euböa) S. 332, guadripunctata (ibid.; Athen; Algier) S. 333; derselbe, Ann. Ent. France 1884. Episinus Brasilianns (Br.) S. 206 Taf. X Fig. 124, longipes (Peru) S. 207 Fig. 125; Keyserling a. a. 0. Eine Notiz von F. Karsch über die Katipo-Spinne „laua laua" führt einige Zeugnisse über die Giftigkeit des Lathrodectus scelio aus dem östlichen und südlichen Neu -Holland an; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 341 f. Als Type der Gattung Lephthyphantes sieht Simon a. a. 0. S. 265 muscicola (minutus) an und beschreibt aus ihr nodifer (Isere) S. 282, culminicola (Hochalpen) S. 283, euchirus (Somme) S. 284, hamifer (Var) S. 285, monackus (Digne) S. 286, striatus (Isere) S. 291, ignavus (ibid.) S. 294, frigidus (Hochalpen) S. 295, gladiola (Hochalpen; Korsika) S. 298, bidens (Seine-et-Oise etc.) S. 299, culicinus (Somme etc.) S. 302, longiseta (Korsika) S. 304, angustiformis (Korsika; Sardinien) jS. 305, aliUacius! (Seine-et-Oise; Aube) S. 309, monodon (Cote d'Or; Isere) S. 310, stygius (Biscaya) S. 311, pinicola (Gironde; Isere) S. 312, cernuus (Korsika), paral- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 65 lelogrammus (Pyren. -Orient.) S. 315, zonatus (Herault; Rhonemündung etc.) S. 322, herhicola (Var) S. 323, pellucidus S. 325, Midas (Seine-et-Mame) S. 327, prodigialis (Korsika) S. 328. Von bekannten Arten rechnet Simon a. a. 0. S. 223 if. zu Liny- phia nur lineata (= Phyllonet. lineata) , insignis, phrygiana, montana, triangularis , marginata, emphana, peltata, impigra, frutetorum, pusilla, hortensis, clathrata, furtiva und beschreibt L. Clairi (St. Martin-Lantosque) S. 235 als neu. L. lineola S. 28, suspiciosa S. 30, sterilis S. 31 (Scioa); Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX, Mimonii (Euböa); Simon, Ann. Ent. France 1884 S. 334. Lithjiihantes andinus (Peru) S. 132 Taf. VI Fig. 82, vittatus (Minas Geraes) S. 134 Fig. 83, pidcher (Washington terr.) S. 137 Fig. 85, tectus (Colorado) S. 138 Fig. 86, nigrofemoratus (Peru) S. 139 Fig. 87, septem- maculatus (Denver Col.; Enterprise Flo.) S. 141 Fig. 88, fulvus (Utah) S. 142 Fig. 89, janinensis (Peru) S. 143 Fig. 90; Keyserling a. a. O. Zur Gattung Microneta rechnet Simon a. a. 0. S. 421 ff. die Arten Keyserlingi Auss. , retroversa Cbr. , conigera Chr. , subtilis Chr., rustica (Nürnberg) S. 430, viaria BL, innotabilis Cbr.^ arietans Chr., sim- plicitarsis (Seine- et -Oise etc.) S. 435, rurestris C. L. Koch, Grouvellei Chr., nigripes (Wallis) S. 439; in diesem Umfange enthält die Gattung Arten mit einfachen Röhren- und mit büscheligen Tracheen. Spintharus elongatus (Peru); Keyserling a. a.O. S. 178 Taf. VIII Fig. 108. Steatoda brasüiana (Rio de Janeiro); Keyserling a. a. 0. S. 115 Taf. V Fig. 75, molesta (Let-Marefiä) ; Pavesi, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 34, lineiventris (Tunis); derselbe ebenda S. 461. Tapinopa disjugata (Korsika); Simon a. a. 0. S. 205. Teutana zonata (Mexico); Keyserling a. a. 0. S. 127 Taf. VI Fig. 80. Theridium taeniatum (Venezuela) S. 12 Taf. 1 Fig. 2, migrans (Peru; Parana; Amazonas) S. 18 Fig. 6, fordum! (Paranä; Caracas) S. 23 Fig. 9 , nigrovittatum (Peru) S. 26 Fig. 1 1 , alacre (Sa. Fe de Bogota) S. 27 Fig. 12, utihile (Amazonas) S. 28 Fig. 13, maculosum (Venezuela) S. 30 Fig. 14, giganteum (Peru) S. 31 Fig. 15, gradle (Chili) S. 32 Taf. II Fig. 16, viinutissimum (Peru) S. 34 Fig. 17, toroswn (ibid.) S. 36 Fig. 11, volubile (Amable Maria) S. 37 Fig. 19, mirahile (Peru) S. 39 Fig. 20, nigrescens (Minas Geraes) S. 42 Fig. 22, gymnasticum (Rio Janeiro) S. 43 Fig. 23, ethicum (ibid.) S. 44 Fig. 24, eximium (Neu- Granada; Amazonenstr. ; Para) S. 45 Fig. 25, magnißcum (Amazonas) S. 47 Fig. 26, tesselatum (Peru; Rio de Janeiro; Venezuela) S. 48 Fig. 27, über (Amazonas) S. 51 Fig. 29, Antonii (San Antonio, Texas) S. 54 Fig. 31, fastosum! (Peru) S. 58 Taf. III Fig. 34, volatile (Venezuela) S. 60 Fig. 35, rubellum (Amable Maria) S. 63 Fig. 37, pictipes (Centre- ville, Flo.) S. 64 Fig. 38, evexum (Neu-Granada) S. 65 Fig. 39, longipes (Sa. Fe de Bogota) S. 66 Fig. 66, Marxii (?) S. 68 Fig. 41, placem Arch. f. Naturgesch. LI. Jahrg. 2. Bd. E 66 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen (Washington terr.) S. 71 Fig. 43, nigroannulatum (Amable Maria) S. 74 Taf. IV Fig. 45, limaense (Peru) S. 76 Fig. 46, Kentuckyense (K.; Philad.) S. 78 Fig. 47, zonarium (Peru) S. 78 Fig. 48, ruhiginosum (Parana) S. 80 Fig. 49, Brasüianum (Br.) S. 81 Fig. 50, sexmaculatum (Amazonas) S. 82 Fig. 51, parvum (Peru) S. 83 Fig. 52, ventillans (Florida) S. 84 Fig. 53, pusillum (Uassa) S. 87 Fig. 55, liliputanum (Washington) S. 88 Fig. 56, immundum (Brasil.) S. 89 Fig. 57, amputatwn (Centreville , Flo.) S. 90 Fig. 58, bituberculatum (Amazonas) S. 92 Fig. 60, variipes (Amable Maria) S. 93 Fig. 61, striatum (Brasil.) S. 95 Taf. V Fig. 62, laticeps (Wyoming) S. 96 Fig. 63; Keyserling a. a. 0., fomicatum S. 22, Vossioni S. 23, dbruptum S. 24 (Chartum) ; Simon, Arachn. rec. . . . Khartoum etc. a. a. 0. Theridiosoma argentata (Georgia) S. 218 Taf. X Fig. 132, concolor (Amazonas) S. 219 Fig. 133; Keyserling a. a. 0. Als Type der Gattung Tmeticus sieht Simon a. a. 0. S. 380 den Tm. leptocaulis, eine mit Huthwaiti nahe verwandte Art, an, und giebt ihr daher eine andere Begrenzung, als sie bei Menge, Bertkau und Emerton hatte. Er rechnet ausserdem noch Hardi, scopiger, abnormis, rufus, dendchelis (Var) S. 390, Huthwaiti, expertus, sdlarius (Biscaya) S. 394, levitarsis (Aisne) S. 395, electus (Tarn-et-Garonne) S. 396, capucinus (Aube) S. 398 arcanus, encifer! (Hautes-AIpes) S. 400, bicolor, concissum, pabulator, sinus (Cantal) S. 405, Delphinemis (Isere) S. 406, timidus (Spanien) S. 407, prudens, silvaticus, serratus, einet us (Korsika) S. 414, brevipalpus, ülibatus (Korsika) S. 416, probrosus (Seine-et-Oise etc.) S. 418, Satyrm (Seine-et- Marne) S. 419 dazu. Twaitesia adamantifera (Peru; Brasil.) S. 164 Taf. VE Fig. 101, splendida (Neu-Granada) S. 166 Taf. VIII Fig. 102; Keyserling a. a. O. Archaeidae« Simon hatte Gelegenheit, ein in Bernstein einge- schlossenes Exemplar dieser Gattung zu untersuchen. Er fand, dass es im wesentlichen mit den heute lebenden Gattungen dieser Familie (Lan- dana, Eriauchenus) übereinstimmt; namentlich Eriauchenus kommt Archaea nahe durch die senkrechte Richtung, welche der Kopffortsatz hat, und durch die Augenstellung. Sie unterscheidet sich aber von allen heutigen Gattungen der Familie durch die gerade vorgestreckten Mandibeln, sowie durch die starke Entwickelung und das Hervorragen der Mundtheile. Die Familie hat aber keine Verwandtschaft mit den Thomisiden, sondern mit Tapinopa und Bolyphantes unter den Theridiaden. — Die Art, welche Simon zur Untersuchung vorlag, ist nicht die von Koch und Berendt beschriebene, sondern eine neue und A. Pougneti genannt S. 376. Eine neue Gattung dieser Familie ist von der sog. Mission du Cap Hörn mitgebracht worden und Mecysmauchenius genannt mit folgendem Charakter : Cephalothorax elongatus , parte cephalica postice sat abrupte elevata, supra fere plana, antice haud vel vix attenuata; oculi 6 minimi, aequi, inter se longe remoti, medii 2 a sese aeque fere remoti atque a im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 67 lateralibus, utrinque 2 laterales contingentes. Chelae longae scd cephalo- thorace breviores, ad apicem partis cephalicae insertae, verticales, ad basim atque ad apicem attenuatae, postice convexae, ungue longo et arcuato, eulco margine superiore longissime et gracillime denticulato. Partes oris a chelis longe remotae; pars labialis latior ad basim quam longior, ad apicem valde attenuata et subtriangularis ; laminae maxillares fere par- allelae, angustae, curvatae, in labium fortiter inclinatae atque ad apicem contingentes. Sternum sat angnstum, circiter duplo longius quam latius, fere parallelum postice breviter acutum. Abdomen oblongam, antice post- iceque rotundatum, mammillae 2 , contingentes , sat crassae , cylindratae et uniarticulatae. Pedes parum longi, sat graciles, 4, 1 , 2, 3 vel cT 1 = 4, 2, 3, haud aculeati, tarsis posticis inferne valde setulosis et sub-spinosis ; pedes maxillares breves, in 2 gracillimi. Die Art, M. segmentatus, S. 379, wurde in beiden Geschlechtern von der Ile Hoste und Ile Hermite mit- gebracht. Von den übrigen lebenden Gattungen ist die eine, Eriauchenus, Madagaskar eigenthümlich , die andere , Landana , hat Kongo zu ihrer Heimath. — Ann. Mus. Civico Genova XX S. 373 ff. Pachygnathidae. Tetragnatha vermiformis (Massach.) S. 333 PI. 39 Fig. 12 — 14, straminea (Massach.; Connect.) PI. 39 Fig. 15, 17, 20, 21, caudata (Massach.) PI. 39 Fig. 16, 22 S. 335; Emerton a. a. 0. Epeiridae. Emerton's Bearbeitung der der Fauna Neu -Englands angehörenden Glieder dieser Familie nimmt mit Ausschluss von üloborus und Hyptiotes die beiden ünterfamilien Epeirinae (mit Epeira, Singa, Zilla, Microepeira, Cyclosa, Acrosoma, Cyrtarachne, Argiope, Argyroepeira) und Tetragnathinae (mit Tetragnatha und Pachygnatha) an. Eine Tabelle der Gattungen wird nicht aufgestellt. Die Arten sind, z. Th. vergrüssert, ab- gebildet ; auch sind von den Tastern und den Samentaschen mit Umgebung Abbildungen gegeben. Mit Europa 'hat Neu -England die Arten Epeira angulata {Clerck), Nordmanni Thorell, sclopetaria {Clerck), patagiata (Clerck), marmorea {Clerck, ohne die pyramidata !) , carbonaria L. Koch; Cyclosa conica {Pallas)] Zilla montana C. L. Koch, x-notata {Clerck) ; Meta Me- nardi; (Tetragnatha extensa) gemeinsam. Im Ganzen sind (incl. Tetra- gnatha und Pachygnatha) 61 Arten beschrieben. Für die von Mac Cook „radiosa" benannte Art wird die Gattung Microepeira aufgestellt („this genus is distinguished by its small size and large epigynum and palpal Organs, and also by its web, which according to Mc Cook has the rays united in groups of 3 or 4, and is drawn into a conical shape by a thread attached to the center") S. 320, und für Epeira hortorum Hentz Argyroepeira („these spiders have long slender legs like Tetragnatha. The abdomen is long and round but often thicker in the middle and never as slender or long as in Tetragr. The colors are bright green and yellow with black and silvery markings on the abdomen. The maxillae are long as in Meta. The lateral eyes are widely separated from the middle ones. The male palpi are long and the palpal organ 68 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen large and rounded and only partly covered by the tarsus") S. 331 auf- gestellt. Epeiroides (n. g. Epeirae proximum) bahiensis (B.); Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 524 Taf. XIII Fig. 23. Glyptogona n. g. für (Epeira) sextuberculata Keyserl.x Simon, Ann. Ent France 1884 S. 326. Argiope arcuata (Birma); Simon, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 343. Cyrtarachne bisaccata (NewHaven); Emerton a. a. 0. S. 325 PI. 34 Fig. 11; PI. 38 Fig. 12 (Eiersack). Cyrtophora califomiensis (C.) ; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 525 Taf. XIII Fig. 24. Epeira solitaria (Massach.) S. 299 PI. 33 Fig. 1 1 ; PI. 35 Fig. 3, corticaria (Beverly; Adirondack Mts.) PI. 33 Fig. 14; PI. 35 Fig. 9, sil- vatica (verbreitet) PI. 33 Fig. 13, PI. 35 Fig. 1, 4—6 S. 300, cinerea (Maine) S. 302 PI. 33 Fig. 10, PI. 35 Fig. 7, 8, Jum^ert (Portland) S. 313 PI. 34 Fig. 6; PI. 36 Fig. 14—16, alboventris (Peabody) S. 314 PI. 34 Fig. 5; PI. 36 Fig. 12; Emerton a. a. 0., Hyadesi (He Hoste); Simon, Arachn. rec. . . . Cap Hörn a. a. 0. S. 5 (Separ.) PI. III Fig. 5, 6, cerviniventris S. 16, mimosicola S. 17 (Chartum) ; derselbe, Arachn. rec. ... Khartoum ebenda, rufofemorata (Birma); derselbe, Ann. Mus. Civico Ge- nova XX S. 348, radulans S. 11, Chiarinii S. 14, sulphurina S. 16 (Scioa); Favesi ebenda, volucripes (Panama; Haiti) S. 528 Fig. 27, sexpunctata (Nordamerika) S. 530 Fig. 28, alba (Kentucky) Fig. 29, bisvinosa (St. Diego) Fig. 30 S. 531, Nicaraguensis (N.) S. 532 Fig. 31; Keyserling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 Taf. XIII Gasteracantha pwpurea (Chartum); Simon, Arachn. rec. . . . Khar- toum etc. a. a. 0. S. 19 Fig. 9. Meta longipalpis S. 19, Antinorii S. 22 (Scioa); Pavesi, Ann. Mus. Civico Genova XX. Singa variabilis (Maine; Massach.; Connect.) PI. 34 Fig. 16; PI. 37 Fig. 19—21, pratensis (Massach.; Connect.) PI. 34 Fig. 15; PI. 35 Fig. 14—17 S. 322, maculata (Connect.) PL 37 Fig. 18 S. 323; Emerton a. a. 0., grammica S. 328, Attica S. 329 (Athen); Simon, Ann. Ent. France 1884. Larinia bivittata (Brasil.); Keysarling, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 526 Taf XIII Fig. 25. Solifugae. van Hasselt's „Studien over de Galeodiden of Solpugiden en hunne Pootaanhangsels" sind eine weitere Ausführung einer früheren Mittheilung desselben Autors; vgl. dies. Bericht für 1883 S. 71. — van Hasselt schildert unter Hinweis auf die einschlägliche Literatur im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. ßQ und nach eigener Untersuchung einiger Exemplare aus verschiedenen Gattungen die äussere Gliederung und Gliedmassen, und geht dann näher auf die eigenthümlichen Anhänge an dem letzten Beinpaare ein. Dieselben enthalten sowohl im Stiel als auch in dem scheibenartig verbreiterten End- theile Tracheen und Muskeln. Ihre Bedeutung ist mit Sicherheit noch nicht ermittelt. Von den über dieselbe geäusserten Vermuthungen findet am meisten Beifall diejenige, welche ihnen eine Rolle bei der Begattung zuschreibt. Und zwar ist diese wahrscheinlich eine doppelte. Sie mögen, „ähnlich den Palpen der Spinnen" zu einem Vorspiel, zu einer An- reizung zur Begattung dienen. Zweitens aber haben sie wahrscheinlich, gleich den Kämmen der Skorpione , den Zweck , die bei der Einfachheit der Geschlechtswerkzeuge nöthige innige Vereinigung herzustellen, indem die des Männchens sich mit denen des Weibchens verschränken. Tijdschr. V. Entomol. XXVII S. 25 ff., 99 ff. PI. 6. Myriopoda. Mit der 1884 erschienenen zweiten Hälfte von „Die My- riopoden der österreichisch-ungarischen Monarchie" von Dr. R. Latzel ist dieses Werk vollendet. Den Inhalt dieser zweiten Hälfte (415 SS. mit 16 Taff.) bilden die Sym- phylen, Pauropoden und Diplopoden nebst Bemerkungen über exotische und fossile Myriopoden- Genera und einem Verzeichniss der gesammten Myriopoden -Literatur. Der günstige Eindruck, den schon der erste Theil machte, wird durch den vorliegenden noch verstärkt: die Artkenntniss ist in den weitesten Grenzen angestrebt, indem Lebensweise, Entwickelung , geographische Verbreitung nicht weniger berücksichtigt sind, als die zur Er- kennung der Art dienenden morphologischen Verhältnisse. Die Figuren, meist Originalien, sind deutlich und sauber ausgeführt. Neben den Resultaten eigener Forschung finden auch die An- gaben anderer Beobachter eine kritische Verwendung. Dem Werke ist eine fleissige und erspriessliche Benutzung von Seiten der sich mit dieser Thierklasse beschäftigenden gesichert. Die Symphylen sieht Latzel als echte Myriopoden an und hebt die Unterschiede derselben von Campodea hervor; die äussere Aehnlichkeit mit letzterer beweist für die systema- tische Stellung nicht mehr, als die zwischen Onisciden und Glomeriden. — Die Diplopoden zerfallen in die 3 Unterord- nungen Pselaphognatha (für Polyxenus), Colobognatha (. . . Oberkiefer ganz verdeckt, gewöhnlich sehr verkümmert, 70 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Mund mehr oder weniger rüsselförmig ... für die Polyzonidae) und Chilognatha (. . . Oberkiefer an den Seiten des Kopfes hervortretend, deutlich aus Stamm und Lade zusammengesetzt; Mundklappe gut entwickelt; für die Familien Glomeridae, Poly- desmidae, Chordeumidae, Lysiopetalidae, Julidae). E. Haase hat über das Respirationssystem der Sym- phylen und Chilopoden wichtige Mittheilungen gemacht in den Zoolog. Beitrag, von A. Schneider, I S. 65 flf. Taf. XIII bis XV, die eine weitere Ausführung des vorläufigen Berichtes im Zool. Anz. 1883 sind ; s. d. vor. Ber. S. 42 f. Hier ist nun zunächst ein historischer Ueberblick über die einzelnen unter- suchten Gattungen gegeben, und dem speziellen Theil sind all- gemeine Betrachtungen angeschlossen. „Das einzige Stigmenpaar am Kopf hat Scolopendrella . . . mit keinem Hexapoden ge- mein, nur mit gewissen Acariden. Scolopendrella und die Thysan- uren sind Endglieder eines gemeinsamen Stammes, der Proto- symphyla, die wahrscheinlich Stigmen am Kopf und an 10 oder 11 Segmenten besassen; letztere sind bei Machilis, Lepisma, Lepismina, Japyx erhalten und weiter ausgebildet, bei Scolo- pendrella bis auf das cephale verloren gegangen. Auch die Protochilopoden waren wahrscheinlich holopneustisch, wie es Plutonium und die Geophiliden noch sind; bei den Chilopoden ist aber jede Spur eines Stigma am Kopf und letzten beintragen- den Segment verloren gegangen. Die Chil. anamorpha (Scuti- gera, Lithobius, Henicops) mit höchstens 7 Paar von Respira- tionsöifnungen an den 15 beintragenden Segmenten sind typische Vertreter der Hemipneustie. Bei Scutigera liegen die unpaaren Stomata am Hinterrande der 7 ersten Rückenschilde; bei He- nicops liegen sie bilateral unter den Rückenplatten des ersten, und dann, wie bei Lithobius, des 3., 5., 8., 10., 12., 14. Seg- ments; eine genaue Betrachtung zeigt, dass die Stomata der Scutigera und die Stigmen des Henicops denselben Segmenten angehören. Die eigenthümlichen Tracheenmassen der ersteren verbinden die Fächertracheen der Arachniden mit den echten Tracheen derselben. Bei Lithobius und Henicops treten zum ersten Mal besondere Tracheen auf, welche den Nervenstrang umspinnen, sowie accessorische, mit dem Wachsthum sich mehr und mehr entwickelnde Stämme, welche, unbeeinflusst durch den Verlauf der Hauptröhren, besonders im hinteren Körper- ende Darm und Genitalien begleiten. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 71 Eine weitere Ausbildung erhält der hemipneustische Typus bei den Scolopendriden, welche als Lithobier angesehen werden können, vor deren Genitalsegment sich noch 6 — 8 beintragende Segmente durch Sprossung eingeschoben haben. In der Regel finden sich 9 Stigmenpaare, die ersten 6 an denselben Segmen- ten, wie bei Lithobius, die folgenden am 16., 18. und 20. beintragenden. Die Geophiliden sind typische Vertreter des holopneustischen Tracheensystems, bei denen sich stets 2 Stig- menpaare weniger als beintragende Segmente finden, bei Hi- mantarium Gabrielis bis 171, bei Geoph. pusillus 29, die geringste Zahl. Den Hauptcharakter des Tracheensystems der Geophiliden bildet ein über dem Herzen liegendes Maschennetz, wie es Graber auch für die Hexapoden nachwies." A. BoUes Lee wendet sich gegen Passerini's Darstellung einer Zusammensetzung der Myriapoden - epidermis aus Zellen; Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 123; Passerini sucht seine An- sicht zu vertheidigen ; ebenda S. 124; vgl. den vor. Ber. S. 40. Eigenthümliche Sinnesorgane der Myriapoden von E. Tömösvary; Math. u. naturw. Ber. Ungarn I S. 324 fi". mit Holzschn. (Ist mir nicht zugekommen.) Sseliwanofif bringt Materialien zur Kenntniss der Russischen Myriapoden; Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 68 flf. (Russisch). Gadeau de Kerville zählt Les Myriopodes de la Nor- man die auf, wozu Latzel die Diagnosen der neuen Arten und Varietäten giebt. Bull. Soc. d. Amis d. Sei. nat. de Ronen 1883 S. 251 ff. Preudhomme de Borre verzeichnet die in Belgien ge- fundenen Juliden (2 Blanjulus, 10 Julus); C. R. Soc. Ent. Belg. 1884. Preudhomme de Borre hat ein tentamen Catalogi Glomeridarum hucusque descriptarum gemacht; Ann. Soc. Ent. Belg. 1884 S. 19 flF. Derselbe desgl. Lysiopetalidarum, Julidarum, Archlulidarum, Polyzonidarum atque Siphonophori- darum; ebenda S. 46 ff.; vgl. C. R. Soc. Ent. Relg. S. 243 ff. Karsch giebt Additions et rectifications zu beiden; ebenda S. 164 ff. TJlicny erstattet Bericht über (37) bei Brunn gesam- melte Myriapoden; Verh. naturf. Ver. Brunn XXII S. 17 ff. 72 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Scndder handelt in den Mem. Bost. Soc. Nat. Hist. III S. 283 ff. PI. 26, 27 von two new and diverse types of carboniferous Myriapods, nämlich der Gattung Palaeo- campa und den Arten einer neuen Gattung Trichiulus. Der Bau von Palaeocampa wird mit den Chilopoden und Diplo- poden, sowie mit Scolopendrella und Peripatus verglichen, wobei sich herausstellt, dass Palaeocampa am nächsten mit den Chilo- poden übereinstimmt, sich aber doch durch wichtige Eigenthüm- lichkeiten, die kurzen Beine z. B. und die Büschel starker und hoch organisirter Borsten, davon unterscheidet. Die Gattung gehört einer neuen Unterordnung, den Protosyngnatha , an, die neben den Archipolypoden den Beweis liefern, dass bereits zur Steinkohlenzeit Hautanhänge von hoher Organisation unter den Arthropoden existirten und dass die Unterschiede zwischen den damals lebenden Myriapoden nicht geringer waren, als heut- zutage. Der Unterordnung ist folgende Diagnose gegeben. Protosyngnatha. Paläozoische Myriapoden mit cylindri- schem Körper; die Kopfgliedmassen auf ein einziges Segment beschränkt; jedes Segment hinter dem Kopf aus einer dorsalen und ventralen Platte von gleicher Länge und wahrscheinlich auch fast gleicher Breite zusammengesetzt, die Dorsalplatte etwas breiter als die ventrale, den grössten Theil der Seiten des Körpers einnehmend und mehrere Reihen von Nadelbüscheln tragend ; die Ventralplatten die ganze Bauchgegend einnehmend, jede mit einem Paar weit getrennter, gedrungener, weicher Beine, also ein Paar an jedem Segment des Körpers hinter dem Kopf; Athemlöcher wahrscheinlich in einer ausgesprochenen Längsreihe. Von dem typischen Vertreter dieser Unterord- nung, Palaeocampa anthrax Meek ^ Worth.y lagen dem Ver- fasser vier Exemplare vor, die beschrieben und z. Th. abge- bildet sind. Die zweite behandelte Gattung ist zu den Euphoberiden unter den Archipolypoda gestellt und mit folgenden Worten charakterisirt: Trichiulus n. g. Segmente drei- bis fünfmal so breit als lang, dicht mit ziemlich grossen, in Längs- und Querreihen angeordneten Papillen bedeckt, welche lange, biegsame Haare tragen, die in ihrer Gesammtheit eine nachschleifende, den ganzen Körper einhüllende Masse bilden. — Diese neue Gattung ist durch 3 Arten vertreten, die Tr. vülosus im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 73 S. 291 PL 27 Fig. 2, nodulosus Fig. 1, 3, ommonitiformis Fig. 4 S. 292 genannt sind; sie sind sämmtlicli in den Knollen von Mazon Creek gefunden. Peripatina. Gaflfron's „Kurzer Bericht über fortgesetzte Peri- patus-Studien" im Zool. Anzeig. 1884 S. 336 ff. bezieht sich hauptsächlich auf den Geschlechtsapparat. Das Ovarium ist an dem Perikardialseptum befestigt. Die beim Embryo getrennt mündenden Eileiter münden beim erwachsenen Thier in einen stark muskulösen, gemeinsamen, kurzen Scheidentheil. Die Eileiter sind anfangs einfach schlauchförmig, entwickeln später zunächst dem Ovarium jederseits eine Ausstülpung, die sich mit trichterförmiger Mündung in die Leibeshöhle öffnet. Die rec. seminis entstehen als ein Abschnitt der Eileiter, die eine Schlinge bilden und eine Durchbrechung der genäherten Wände eintreten lassen; eine blasige Erweiterung des durch die Schlingenbildung ausgeschiedenen Theiles wird dann zum rec. seminis. — An den männlichen Geschlechtsorganen ist der schlauchförmige Endtheil, Prostata Moseley's, die eigentliche keimbereitende Stelle, von der die Spermamutterzellen in den eiförmig erweiterten Theil übertreten, um hier ihre definitive Gestalt zu erreichen. Die an diese eiförmige Blase sich an- fügenden vasa efferentia vereinigen sich zu einem gemeinsamen vas deferens, dessen oberster Theil als Samenblase dient, wäh- rend der lange mittlere die Spermatophoren bildet, und der Endabschnitt einen muskulösen duct. ejaculatorius vorstellt. Die Spermatophorenbildung ist sehr eigenthümlich. Die Ge- schlechtsöffnungen befinden sich im vorletzten Segment, dem die Segmentalorgane fehlen. Die Schenkeldrüsen sind nur dem männlichen Geschlechte eigenthümlich und auch bei diesem auf die 7 — 8 vor dem Genitalsegment gelegenen Beinpaare be- schränkt. Ausser diesen besitzt das Männchen noch 2 Drüsen- schläuche, welche sich jederseits dorsal vom After öffnen. — Im Gehirn finden sich etwa 8 „Riesenganglienzellen." Diese Angaben beziehen sich auf Peripatus Edwardsii von Caracas. Kennel hat seiner vorjährigen vorläufigen Mittheilung (d. Ber. S. 46) eine ausfiihrliche Darstellung der Entwickelungs- geschichte von P. Edwardsii und P. torquatus n. sp. I. 74 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen folgen lassen; Arb. a. d. zool.-zootom. Inst. Würzburg VII S. 95 fF. Taf. V — XI. In Ergänzung des früheren Berichtes sei hier folgendes hinzugefügt. Bei den genannten Arten sind die Eier sehr klein (0,04 mm.), zerfallen durch eine totale und äquale Furchung in einen Haufen von 32 Zellen, während welchen Vorganges dieselben bereits Nährmaterial von aussen aufnehmen und so wachsen. Hiernach ordnen sich die Zellen desselben zu einer flach gewölbten Scheibe an, welche sich mit ihren Rändern in der Höhle des Uterus festsetzt, dessen Epithel und äussere Zellbekleidung nun tiefgehende Umänderungen er- fahren, die mit der Ernährung des Embryos zusammenhängen. Um letzteren bildet sich im Uterus eine Höhle, die mit dem wachsenden Embryo wächst und sich deutlicher von den be- nachbarten Theilen des Uterus abhebt. Ein Vorrücken des Embryos in dem Uterus kann nicht stattfinden, und der geburts- reife Embryo nur dadurch an die Vagina gelangen, dass das Uterusstück zwischen ihm und Vagina durch Resorbtion seiner Wand sich verkürzt, während der Uterus zugleich an dem zwischen dem jüngsten Embryo und Ovarium gelegenen Theile weiter wächst. Die Begattung scheint nur ein einziges Mal stattzufinden, und die früher erwähnten beiden Drüsen neben den rec. seminis sind wahrscheinlich rec. ovorum. Nachdem im Embryo die drei Keimblätter sich gebildet haben, tritt eine primäre Mundöffhung auf, indem das Ektoderm eine Einwucherung gegen das Entoderm treibt; ebenso bildet sich vorübergehend ein After als Längsspalt vor der Einwuche- rungsstelle, von der Entoderm und Mesoderm ihren Ursprung nehmen (Blastoporus); später schliesst sich dieser After wieder, und der definitive After entsteht etwas vor dieser Stelle als röhrenförmige Ektodermeinwucherung, die zwischen Darm und Ektoderm nach vorn dringt und noch blind endigt; dies ist der Enddarm, und seine Mündung der After. Die primäre Mund- öfFnung ist inzwischen in die Tiefe gerückt und stellt die innere Oeflnung des inzwischen zur Ausbildung gelangten Schlund- kopfes in dem Mitteldarm dar; die definitive Mundöffnung und Mundhöhle ist erst gebildet, nachdem durch wallartige Um- wucherung das Extremitätenpaar des ersten Rumpfsegmentes nebst den accessorischen Papillen in die Tiefe gedrängt ist. — Die durch Spaltung des Mesoderms in den einzelnen Segmenten sich bildenden Höhlen werden später fast ganz in die Füsschen im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 75 gezogen, während die Leibeshöble als ein den ganzen Körper durchziehender Hohlraum durch Abheben der Darmwand von dem Ektoderm in der Medianlinie und Zurückweichen des Meso- derm in den Seitentheilen entsteht. Die definitive Körpergestalt und Segmentirung ist erreicht, bevor noch weitere Organe an- gelegt, oder eine weitere histiologische Diflferenzirung eingetreten ist ; nur die Anlage des Nervensystems tritt in den Seitentheilen des Kopfsegments (Scheitellappen) als eine Vermehrung der Ektodermzellen auf der ventralen Seite auf. Zum Schluss dieses ersten Theiles vergleicht der Verfasser die Entwickelung der beiden westindischen Arten mit der Kap'schen und Neuseeländischen, und bestreitet die Berechti- gung, den ventralen Längsspalt, durch dessen mittleren Ver- schluss 2 OefFuuugen, der Mund und After übrig bleiben sollen, Blastoporus zu nennen; Kennel meint, jener Spalt sei eine sekundäre Oefiiiung des schon vorher vorhandenen Lumens der Darmhöhle nach aussen. Habitat of Peripatus Novae-Zealandiae; F. W. Kirk in N. Zeal. Journ. of Sei. Vol. I No. 12 S. 573. Pauropoda. Brachypauropus (n. g. Paur. tardigr. ; corpusculam subconicum vel oblongo - ovatum , sat depressum, leviter convexum, scutis dorsalibus velut 10 (forsan 11) obtectum. Caput minimum, non absconditum. Scuta dorsalia subaequalia, sat tenera, sculptura paupera, supra spinis vel ha- mulis transverse seriatis et pulverigeris omata, marginibus lateralibus nudis, pili laterales sensiles sub margine scuti 2. 4. 7. 9. (et 10.?) siti, sat breves, tenuissimi. Pleurae omnino detectae. Pedes longitudine subaequales, breves, sat validi, ungue indistincte diviso; pedutQ art. basalis appendiculis ple- ramque non distinctis) hamiger (Kämthen, an feuchten Orten unter Steinen ; wohl die kleinste Arthropodengattung nächst den Milben); Latael a. a. 0. S. 30; s. auch v. Feüler, Sitzb. zool.-botan. Gesellsch. Wien 1884 S. 20. Haase meldet den Fund von Pauropus Huxleyi Luhb. bei Jauer, und macht einige Angaben über seine äussere Anatomie; Zeitschr. f. Entom. Breslau, 9. Heft, Vereinsnachr. S. XXVIII. Chilognatha. Jolidae. P. l von Berlese's Studi critici sulla sistematica dei Chilognati, Veneria 1884, 34 Ss. 8° mit 2 TaflF. bezieht sich auf diese Familie. 76 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Juhis mediterranens (Südeuropa) S. 270, luridus var. gracilis, longabo var. exilis (nordwestl. Frankreich) S. 271; Latze! in Gadeau de Ker- ville's „Myriopodes de la Normandie" a. a. O. , Belgiens (Brabant); derselbe, C. R. Soc. Ent. Belg. 1884 S. 249 mit Holzschn., {Typhlo- julus) psilonotus (Cattaro) S. 261, (Allajulus) nanus (Mitteleuropa) S. 264, pelidnus (Kärnthen; Steiermark) S. 267, dicentrus (Kämthen) S. 270, im- becillus (Oesterreich ; Serbien) S. 274, {Ommatojulus) italicus ^ dalma- ticus Fanzago S. 289, platyurus (Banat; Serbien) S. 294, austriacus = fasciatus Koch S. 296, podabrus (Cattaro) S. 300, montivagus (Ungarn; Oesterreich; Tirol) S. 308, scandinavicus = terrestris Meinert S. 322, (mediterraneus [Andalusien; Pyrenäen; Italien] S. 337,) caltarensis (C.) S. 342; derselbe, Myriopoden der österr.-ung. Monarchie II. Lysiopetalidae. Lysiopetalum degeneram (Serbien) S. 218, iÜyricum (Litorale) S. 221, anceps (Litorale) S. 232, cognatum (Ragusa) S. 234; Latzel a. a. O. Chordeumidae. Rhiscosoma (n. g. ; Corpus convexum, i. e. utrimque declive, aliquanto polyzonoideum. Segm. lateribus carinatis, carinis sat magnis, valde deflexis et devexis vicinis se tangentibus, propterea continuatis et serram non formantibus. Scuta dorsalia granulis senis seti- geris omata, sulco medio longitudinali et tenui exarata; antennae minus longae, subtenues, subclavatae, art. 5. maximo; pedes sat braves) alpestre (Tirol; Oberösterreich) und var. illyricum (GÖrz); Latzel a. a. 0. S. 174, 175. Chordeuma gallicum (Seine -inferieure; Eure); Latzel in Gadeau de Kerville's „Myriopodes de la Normandie" a. a. 0. S. 269. Craspedosoma oribaies (Tirol; Steiermark) S. 194, stygium (Adels- berger Grotte) S. 196, moniliforme (Steiermark) S. 197, mutabile (Oester- reich-Ungarn) S. 199, crenulatum (Steiermark) S. 205, ßavescens (Salzburg; Oesterreich; Kärnthen; Tirol; Frankreich) S- 206, (Scotherpes) troglodytes (Adelsberger Grotte) S. 209; Latzel a. a. 0. Polydesmidae. Polydesmus complanatus var. angustus S. 267, gallicus n. sp., suhinteger n. sp. S. 268, inconstans n. sp. (nordw. Frankr."» S. 269; Latzel in Gadeau de Kerville's „Myriopodes de la Normandie" a. a. O. P. tridentinus (Südtirol) S. 140, noricus (Obir in Kärnthen, 2050 m.) S. 144, falcifer (Litorale) S. 146, subscabratus (Serbien) S. 147, rangifer (Litorale; Kärnthen; Krain) S. 148, polonicus (Przemysl, Galiz.) S. 160; Latzel a. a. 0. Brachydesmus ßliformis (Ungarn) S. 129, superus (Wien; Mähren; Ungarn) S. 130, dalmaticus (D.) S. 132, inferus (Militärgrenze) S. 135; Latzel a. a. 0. Glomeridae, Glomeris hexasticha var. intermedia (Eure; Vichy); Latzel in Gadeau de Kerville's „Myriopodes de la Normandie" a. a. 0. S. 267. Gl. minima (Oberösterreich) S. 94, tyrolensis (T.) S. 97, tridentina (Südtirol) S. 118; Latzel a. a. 0. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 77 de Borre theilt eine Note sur les Glomerides de la Belgique mit; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 11 ff. Das aus den dorsal liegenden foram. repugnat. tretende Sekret von Glomeris besitzt eine klebrige Beschaffenheit und dient vielleicht dazu, die Fallgeschwindigkeit eines zusammen gekugelten und in's Rollen gerathe- nen Thieres abzuschwächen; Dewitz, Biol. Centralbl. IV S. 202. Chilopoda. Geophilidae. Castelli. Note intomo un caso di presenza di Geofili nelle cavitä nasali dell' uomo; Giornale R. Acc. Medicina di Torino XLVII 1884. Geophilus Haasei (Rjüsaxi) S. 81, Caucasicus (K.) S. 85, transmontanus (ibid.) S. 86, minutus (Rjasan )S. 89 ; Sseliwanoflf, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII. Scotophilus tauricus (Krim); Sseliwanoff, Hör. Soc. Ent. Ross. XVn S. 97. Scolioplanes pusillus (Saraisk, Gouv. Rjasan); Sseliwanoflf, Hör. Soc. Ent. Ross. XVm S. 92. Lithohiadae. Leydig giebt eine genaue Beschreibung und stark vergrösserte Abbildung der von Stein „Samenkörper" genannten Zellen aus den Hoden von Lithobius forficatus. Das Plasma dieser Zellen zeigt eine fein streifige, faserige Anordnung; die Fasern verlaufen etwas spiralig zum Umkreis der Zelle, sind spindelig und die angeschwollenen Stellen treten durch feine Ausläufer mit denen anderer in Verbindung, so dass diese Körperchen auch als die Knotenpunkte der Streifen angesehen werden können; a. a. 0. S. 56 f. Taf. VI Fig. 67. Scolopendridae. F. Fanzago, „sulla tana della Scolopendra dalmatica", Sassari 1884, beschreibt die Erdwohnung der genannten Art, die man beim Umwenden von Steinen findet. Sie besteht aus einem a. 12 mm. im Durchmesser enthaltenden Vorraum, dessen Wände von un- regelmässig durcheinandergezogenen Wurzelfasern gebildet sind mit einer Oeffoung in der Mitte. Eine Oeffnung im Grunde des Vori'aumes führt in eine cylindrische, 4 cm. tiefe Höhle. Der Bau dient dem Thiere als Aufenthaltsort und zur Vertheidigung. Scolopendra annuZepes (Brasil.?); Lucas, Bull. Ent France 1884 S. 74. Cryptops hidenticulatus (Kaukasus); Sseliwanoflf, Hör. Soc. Ent. Ross. XVni S. 109, hortensis var. joauctWens (Seine inferieure ; Charente); Latzel, Bull. d. 1. Soc. d. Amis d. Sei. nat. d. Ronen 1883 S. 267. Scutigeridae. E. Haase beschreibt Schlundgerüst und Ma- xillarorgan von Scutigera, Zoolog. Beiträge von A. Schneider, I S. 97 ff. Taf. XVI. Das von Latzel bei den Chilopoden entdeckte Maxillarorgan liegt zwischen den Maxillarstämmen, die nicht mit einander verwachsen sind, sondern eine Spalte zwischen sich lassen. Die Spalte führt in eine sehr tiefe Einstülpung, deren Seitenwände, zart und gefältelt, 78 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen als Hüllhaut bezeichnet werden, während der Grund dieser Einstülpung, die Basalhaut, stärker chitinisirt ist. Die Basalhaut ist nur der Träger eigenthümlicher Plättchen und Haare. Erstere sind langoval, gelbbraun gefärbt und auf ihrer Oberfläche dicht schief kreuzweise gereifelt; die Haare, bis zu 0,5 mm. lang und im lebenden Thiere mit Luft gefüllt, stehen gewöhnlich zu 2 — 3 zusammen mit hakig gekrümmtem Ende unter einer feinen Hautfalte. Da sich auf Schnitten die Basalhaut stets von der Hypodermis abhob, so Hess sich über den Zusammenhang beider nichts ermitteln. — Haase vermuthet in dem Maxillarorgan ein Gehörorgan. Tömosvary's Aufsatz über das Respirationsorgan der Scuti- geriden in den Math. u. naturw. Ben Ungarn I S. 175 fF. ist mir nur dem Namen nach bekannt geworden. Sc. asiatica (Taschkent) ; Sseliwanoff, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIH S. 120. Symphyla. B. Grassi: Intorno all' anatomia della Scolopendrella; Ca- tania, Martinez, 1884. Habe ich nicht gesehen. Insecta. Thysanura. Grassi macht eine vorläufige Mittheilung über die Anatomie der Thysanuren; II Naturalista Siciliano HI S. 203 ff., 236 ff. Er sieht die drei Hauptformen derselben, Campodea, Japyx und Machilis, als drei Entwickelungsstufen in der Phylogenie der Insekten an; die seitlichen Hervorragungen an den zwei letzten Rückensegmenten des Thorax der Machilis können bei den „typischen" Insekten sich zu Kiemen oder Flügel umwandeln. Die Mundwerkzeuge sind wahrscheinlich ein Paar umgewan- delter Beine. Da bei Machilis neben dem Ovipositor an denselben Seg- menten rudimentäre Beinpaare vorkommen , so kann man den Ovipositor nur dann mit Abdominalgliedmassen homologisiren , wenn man gespal- tene Gliedmassen annimmt. Nach diesen allgemeinen Bemerkungen geht der Verfasser zur Besprechung der Campodea über. Bei dieser besteht die Bauchkette aus 3 Thorakal- und 7 Abdominalganglien; vor dem Ober- schlundgauglion liegt, entsprechend der Oberlippe, ein sehr kleines Gan- glion, das g. frontale. — Sinnesorgane sind die Antennen, die Taster und vielleicht die beiden Papillen der Unterlippe. Zwei Organe an den Seiten des Kopfes sind vielleicht Rudimente der Augen. Auf der Unterseite des Hinterleibes finden sich die bereits von anderen gemeldeten hervorstülpbaren Bläschen, die wahrscheinlich Haftorgane sind. Die Tracheen entbehren des Spiralfadens, und die Stigmata sind einfache Oeffnungen. Am Nah- rungskanal sind Speicheldrüsen bemerkenswerth , die ganz die Lage der sog. Spinndrüsen der Bienenlarven im Ei haben. An der Stelle, wo der im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 79 Mitteldarm in den Enddarm übergeht, befindet sich ein Kranz von etwa 1 4 kurzen Ausstülpungen , die Malpighi'schen Gefdsse. Das Rückengefäss erstreckt sich vom zweiten Brustsegment bis zum Ende des Hinterleibes und hat 9 Paare von Spaltöffnungen , die auf der Grenze zwischen zwei Segmenten liegen. Ovarien und Hoden sind in der Zweizahl vorhanden. Beide gehen in je einen kurzen, geraden Ausfuhrungsgang über, der sich mit dem der anderen Seite vereinigt und nach einem sehr kurzen Verlauf beim Männchen auf einer centralen Papille des achten Segmentes ausmündet. Beim Weib- chen ist die Mündung von 3 Papillen umgeben, die unpaare hinten. Ausserdem ist beim Männchen eine unpaare Drüse mit Andeutungen einer Verschmelzung aus zweien und beim Weibchen ein unpaares Organ (Va- gina?) vorhanden. Die Campodeen leben von pflanzlichem Detritus; zur Untersuchung diente C. staphylinus, womit C. succinea Nie, und vielleicht auch C. fra- gilis 3It. synonym ist. Bei Japyx ist das Nervensystem von einem Neurilemm umgeben, innerhalb dessen die ernährende Flüssigkeit sich bewegt. Die den rudi- mentären Augen entsprechenden Organe fehlen, ebenso die Bläschen am Hinterleibe. — Das Tracheensystem hat einen Spiralfaden; Stigmen sind 1 1 Paare vorhanden, 4 am Thorax, 7 am Hinterleib. Das erste, sehr grosse liegt etwas vor dem Hinterrand des ersten Brustsegments; das zweite ge- hört dem zweiten an; das dritte ist von der Rückenseite her schwer zu sehen, liegt an der Bauchseite und entspricht wohl dem Vorderrande des dritten Segmentes; das vierte gehört dem dritten Brustsegment an. Mal- pighi'sche Gefdsse fehlen; der Geschlechtsapparat ist complicirter als bei Campodea. Bei Campodea sowohl wie bei Japyx ist der tubus ventraHs der Collembola durch Papillen des ersten Bauchsegmentes angedeutet. B. Grassi's „breve nota intorno all' sviluppo degli Japix, Ca- tania, Martinez, 1884, habe ich nicht gesehen. Bolivar meldet das Vorkommen von Campodea und Japyx in Spanien; Actas Soc. Esp. Hist. Nat. XHI S. 31 f. A possible sense organ in Campodea (am letzten Fühler- gliede'; Kingsley, American Naturalist 1884 S. 540. Brook giebt in dem Journ. Linn. Soc. Lond., Zool., XVII S. 270 ff. PI. 10, 11 A Revision of the genus Entomobrya, Rond. (Degeeria Nie). In den einleitenden Bemerkungen verfolgt er die Geschichte der Gattung, die auf Kosten von Isotoma Bourl. entstand, welche letztere von Nie ölet in Desoria und Degeeria gespalten wurde. Da aber bereits früher von M ei gen eine Fliegengattung nach de Geer benannt war, so ersetzte Rondani den Nicolet'schen Namen durch Entomobr}'a, der dem- nach anzunehmen ist, obwohl er unpassend gebildet ist. Von dieser, durch das sehr grosse vierte Hinterleibssegment, das die drei vorhergehenden zusammengenommen an Länge erreicht oder übertrifft, ausgezeichneten 80 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Gattung der schuppenlosen Springschwänze hatte Lubbock in seiner Monographie 16 Arten aufgeführt; TuUberg machte dazu 2, Packard 4, Reuter und Ridley je eine neue bekannt. Diese 24 Arten reducirt Brook auf 11, nämUch E. nivaUs L. (synonym E. annulata F., Lubb.), intermedia S. 274 PI. 10 Fig. 13—15 (Oesterreich ; Channel Isld.), multi- fasciata Tullhg. (synonym lanuginosa iWc. , disjuncta Nic.^ corticalis Nic.^ Nicoletii Lubb., arborea Tullbff., marginata Tullbff., muscorum Nie), albo- cincta Templet, superba Reut., membranea Nie, incerta Nie, decora Nie, atra Nie, welche vier letzteren von Chili beschrieben sind, perpulchra Pack., griseo - olivata Pack., purpurascens Pack., welche Packard'schen Arten Nord -Amerika zum Vaterland haben und ebenso wie die Chileni- schen dem Autor nicht in natura bekannt waren. Sminthurus Poppei (Bremen) ; Beuter, Abb, . . . naturw. Ver. Bremen IX S. 214 mit Holzschn. Ueber Tetraphora gigas Reuter äussert Bertkau die Vermuthung, dass sie mit Achorutes bielanensis Waga identisch sei; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 235; vgl. dies. Ber. für 1883 S. 86. Rhynchota. Locy studirte die pulsirenden Organe an den Schienen gewisser Wasserwanzen, speziell von Nepa, Ranatra, Co- risa, Notonecta, Belostoma, und überzeugte sich, dass die Be- wegungen dieser von Behn 1835 entdeckten Organe unabhängig von der Beinmuskulatur seien und mit der Blutzirkulation in Zusammenhang stehen. An einem abgeschnittenen Bein machte das Organ anfänglich (Mittag) 146 Pulsationen; die Zahl der- selben sank dann im Lauf des Nachmittags auf 43, stieg gegen Abend wieder bis auf 120, worauf sie wieder bis auf 50 zurück- ging; auf dieser Höhe hielt sie sich auch den grössten Theil des folgenden Tages. Americ. Naturalist 1884 S. 13 ff. PI. I. Diagnoses Hemipterorum scripsit Dr. G. Horväth; Termesz. Füzet. VIII S. 9 ff., 315 ff. Genera nova Hemipterorum descripsit 0. M. Reuter; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 1 ff., 218 ff. Hemipteres nouveaux par le Dr. A. Puten; Revue d'Entom. 1884 S. 85 ff. Notes hemipterologiques par le meme; ebenda S. 142 ff. Synonymisches über Hemipteren; von 0. M. Reuter; Revue mensuelle d'Entom. I S. 131 ff. Die Anal. Soc. Scientif. Argent. T. XVII enthalten auf 5. 97 ff. den Schluss von Berg's „Addenda et Emendanda ad im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. gl Hemiptera Argen tina" und zwar Additamenta zur ganzen Ordnung. — Die früher erschienenen Addenda etc. sind, mit diesem Schluss zusammen, nun auch gesammelt herausgegeben, 1884 Buenos Ai'res, Pauli e. Coni; Hamburg bei Gassmann; S. 1—213. Nachdem die Veröffentlichung des hinterlassenen Fieber'- schen Manuskriptes in Rev. et Mag. de Zool. durch Reib er in der letzten Zeit ganz eingestellt war, hat sich Lethierry durch Fortsetzung dieses Werkes in Rev. d'Entom. 1884 S. 40 ff., 92 ff., 150 ff. den Dank aller sich für ähnliche deskriptive Werke interessirenden Zoologen erworben. Aus einer Anmerkung er- fahren wir, dass der Rest des noch nicht gedruckten Manuskri- ptes mit Ausnahme der Gattungen Cicadula und Thamnotettix und der Gruppe der Thyphlocybini verloren gegangen ist. Letztere sind hier in Angriff genommen, wobei Lethierry die seit Abfassung des Fieber 'sehen Manuskriptes bekannt ge- machten Ergänzungen am gehörigen Orte einschiebt. Reuter's „Hemipt. Gymnocerata Europ. I — III" sind aus- führlich besprochen von Schlechtendal in (Giebel's) Zeitschr. f. d. ges. Naturw. LVII S. 625 ff. Als additional species zu den British Homoptera führt J. Edwards Thamnotettix stupidula Zett. ; Deltocephalus propin- quus Fieb. auf; Ent. Monthl. Mag. XX S. 207 f. ; Idiocerus distinguendus Khm. XXI S. 127 = cognatus Fieh.^ welcher letztere Name die Priorität hat, S. 162. Reuter fährt in der Bearbeitung von Finlands och den skandinaviska halföns Hemiptera Heteroptera fort (Phymatidae und Reduviadae); Entomol. Tidskr. 1884 S. 173 ff. Fokker setzt seinen Catalogus der in Nederland voorkommende Hemiptera mit No. 2: Lygaeidae, Tingi- tidae, Phymatidae, Aradidae, Hebridae, Hydrometridae, Redu- viidae, Saldidae fort; Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 112 ff.; vgl. den vor. Bericht S. 89. Als Hemipteres nouveaux pour la faune Beige führt Lethierry auf Plinthisus bidentatus; Rhinocoris iracundus; Cixius pinicola; Stiroma affinis; Thamnotettix abietina; Aphalara picta; Bothynotus pilosus; Microphysa pselaphiformis ; Salda C-album; Nabis lineatus; Sigara Scholtzi; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 126 t., 249 f. Horväth schickte eine Note sur les Hemipteres du Ai'ch. f. Naturgesch. LI. Jahrg. 2. Bd. F 82 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Haiit-Balcan et de la Dobrudscha ein, die in den C. R. Ent. Belg. 1884 S. 114 ff. abgedruckt ist. Jakowleff beginnt in den Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 141 ff. eine Synopsis der Hemiptera Heteroptera des Astrachanischen Gebietes, in der nach einer in russischer Sprache abgefassten Uebersicht über die ganze Unterordnung die Pentat omiden begonnen sind. (22) Hemiptera in Birmania (Minhla) . . . lecta; L. Lethierry, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 649 f. Lethierry bereichert das erste Verzeichniss der Rhyn- choten von Scioa um 54 Arten; Ann. Mus. Civic. Genova XVm S. 741 ff. On the Rhynchota . . . on the Lower Niger; by W. L. Distant; Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 458 ff. Signoret bringt mit der 13. partie seine Revision du groupe des Cydnides zu Ende (Sehirides, genres Crociste- thus, Adomerus, Lalervis, Tritomegas, Sehirus, Canthophorus, Ochetostethus); Ann. Ent. France 1884 S. 45 ff. PI. 2, 3 (25, 26 der Separatausgabe), und giebt auf S. 117 ff. ein alphabe- tisches Inhaltsverzeichniss. Parasitica. Trichodectes lipeuroides (auf Cervus mexicanus); Megnin, Le Natura- liste 1884 S. 494 mit Holzschn. Mecopon consanguineum (im Kehlsack des Pelecanus ery throrrhynchus) ; Piaget, Notes Leyden Museum VI S. 111 (und Tijdschr. v. Ent. XXVII Versl. S. LXXXVI). Phytoplithires. Coccidae. Goethe theilt seine Beobachtungen über Schild- läuse und deren Feinde, angestellt an Obstbäumen und Reben im Rhein- gau, mit; Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 107 ff. Taf. I— III. Die allgemeine Schilderung des Baues und der Lebens- und Entwickelungsweise dieser Thiere ist der Darstellung in Signoret's Monographie entnommen, in die Goethe hier und da seine eigenen Beobachtungen einwebt. Im speziellen Theile trägt der Verfasser dagegen wesentlich seine eigenen Er- fahrungen vor, die er an folgenden Arten gesammelt hat: Diaspis ostreae- formis. Leperii, Rosae; Chionaspis (von Goethe noch als n. g. bezeichnet) Vaccinii, Rosae; Mytilaspis Vitis S. 119, conchiformis ; Pulvinaria Ribesii, Vitis, Pyri; Lecanium Juglandis, Persicae, Pyri, rotundum, Cerasi, varie- im Gebiete der zVrthropoden während des Jahres 1884. 83 gatum, Vaccinü macrocarpum! S. 125; Dactylopius Vitis. Als Feinde der Cocciden lernte auch Goethe mehrere Chalcidier kennen; femer Wanzen aus den Familien der Anthoeoriden und Capsiden und einen kleinen Käfer, dessen Larve sich von den Eiern nährt. Eine genauere Bestimmung war nicht möglich; als einen unvollkommenen Ersatz dafür sind auf der Tafel 3 diese Feinde abgebildet, aber in einer solchen Weise, dass man glauben sollte, fossile Insekten dargestellt zu sehen; ein gleiches gilt auch z. Th. von den Abbildungen der Cocciden. In La Naturaleza VI S. 372 ff. finden sich weitere Documentos relatives al Axe d Ni-in und auf Taf. X die Abbildungen des Weib- chens und einzelner seiner Körpertheile dieser Art und von Coccus Cacti. In einem Beitrag zur Kenntniss der Orthesia Urticae theilt F. Low die Resultate seiner Zuchtversuche genannter Art mit; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. Uff. Zwei trächtige, im September an Achillea millefolium gesetzte Weibchen Hessen aus ihrer Bruttasche in Zwischenräumen von V2 — 2 Tagen 2 Monate hindurch Junge hervorgehen, von denen keines in demselben Jahre seine volle Entwickelung durch- machte. Das männliche Insekt hat 2 Njmphenstadien ; in dem ersten bleibt es nur 3, in dem letzten 8 Tage, in beiden ist die krustenartige Abscheidung der Larven durch flockenartige Fädchen ersetzt; etwa 40°/o der Larven verwandelten sich zu männlichen Imagines , so dass die Zahl beider Geschlechter nicht so sehr verschieden ist. Eine neue Art erhielt Lichtenstein von Montechrista , wo sie auf Erica arborea lebt; sie ist von Douglas unter dem Namen 0. maenariensis beschrieben und abgebildet in den Transact. Ent. Soc. London 1884 S. 81 ff. PL IL Katter druckt den wesentlichen Inhalt von Löw's Arbeit über den Schild der Diaspiden in den Ent. Nachr. 1884 S. 25 ff. ab; vgL dies. Ber. für 1881 S. 102. Aleurodes immaculata Heeger in Devonshire wieder auf Epheu aufgefunden; Douglas, Ent. Monthl. Mag. XX S. 215. Apllididae. Aus einer in der Vorbereitung begriffenen Monogra- phie des Aphidiens schickt Lichtenstein das 4. Kapitel, la flore des Aphidiens, voraus; Montpellier 1884 S. I— VUI, 9—55. In der Ein- leitung spricht er sich über den Plan seiner Monographie aus und erwähnt aus dem Entwickelungsgang des Chaetophorus Aceris, dass der während des Sommers spärlicher werdende Saft die Veranlassung wird, dass die „Pseudogyne bourgeonnante," die bis dahin ihresgleichen hervorgebracht hat, nun jenen haarigen, balgartigen Embryonen das Leben giebt, die sich in einem Winkel der Blattnervatur ansammeln und hier regungslos mehrere Monate verharren, bis der September mit dem reichlicheren Saft des Baumes sie zur Häutung und Entwickelung in die geschlechtlich differenzirte Form veranlasst. — Die eigentliche Arbeit ist eine alphabetische Aufzählung der wissenschaftlichen Gattungsnamen der Pflanzen, auf denen Blattläuse 84 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen bekannt geworden sind, bisweilen mit Angabe der Theile, die von der betreffenden Blattlausart aufgesucht werden. Nach Lichtenstein sind Rhizobius Sonchi und Menthae die unter- irdischen Formen zu Pemphigus bursarius und pallidus; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 131 f. Derselbe zieht aus seinen, Kessler's und Horväth's Beobachtungen hinsichtlich der Wanderungen der Ulmenblattlaus praktische Folge- rungen; Rev. d'Entom. 1884 S. 7 f. Macchiati stellt Lichtenstein's Theorie über die Entwickelung der Blattläuse im Allgemeinen und der Phylloxera vastatrix im Besonderen dar; Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 259 ff. Kolbe's „Beitrag zur Biologie der Aphididen" in der Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 343 ff. zählt einige Feinde derselben auf. Lichtenstein schildert den Entwickelungsgang der Aphidinen (Aphis Avenae, craccivora, Donacis, Evonymi, frangulae, Mali, Padi, persicae, Pyri, Viburni; Siphonophora Absynthii; Ropalosiphon persicae; Hyalopterus Pruni) mit seiner Terminologie folgendermassen : Die aus dem Mutterei schlüpfende Pseudogyne fundatrix bleibt immer flügellos und bringt im Ver- lauf von 20 — 30 Tagen eine Nachkommenschaft hervor, von der die Mehrzahl ebenfalls flügellos ist, während einige Flügel bekommen. Diese bleiben etwa 1 Monat an den Knospen, und dann bekommen „alle von den ungeflügelten oder geflügelten hervorgebrachten Individuen Flügel" und wandern aus als Ps. migrans. Wo sie bleiben, ist noch nicht er- mittelt, aber im Herbst findet sich die „Ps. pupifera" wieder auf der früheren Nährpfianze ein und bringt die Geschlechtsthiere hervor, welche hier, im Gegensatz zu den Pemphiginen, einen Schnabel und im männ- lichen Geschlecht auch Flügel haben; nur die cT weniger Arten sind ungeflügelt. Die Weibchen legen eine grössere Anzahl Eier als die Pem- phiginen. Compt. Rend. Acad. d. Sei. Paris XCIX S. 1163; s. auch Ann. a. Mag. N. H. (5) XV S. 155. Low macht Bemerkungen über die Fichtengallenläuse Chermes abietis L. und strobilobius Kalt.-, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 481 ff. mit Holzschn. Keller theilt mit Observations sur les limites que la nature impose ä la multipli cation du Kermes coccine, in Receuil zoolo- gique Suisse 1884 S. 306 ff., übersetzt aus „Schweizerische Forstzeitung." Von den beiden Arten Ch. viridis und coccinea wird die letztere nie in erheblichem Masse schädlich, obwohl sie 2 Generationen im Sommer und eine grössere Fruchtbarkeit besitzt. Der Grund dieser geringeren Schäd- lichkeit liegt darin, dass „Phalangium parietinum" unter den mit Eiern beladenen Weibchen dieser Thiere grosse Verheerungen anrichtet. So erklärt sich auch die Erscheinung, dass isolirt oder am Waldrande stehende Bäume am stärksten von der genannten Blattlaus befallen werden, da sie hier von ihren lichtscheuen Feinden unbehelligt bleiben. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 85 Lichtenstein vervollständigt die Lebensgeschichte des Chaetophorus Aceris, indem er beobachtete, dass die Nachkommen der dritten Form der „Pseudogynen," welche Anfangs Juni geboren werden, die beiden fol- genden Monate ruhig an Ort und Stelle verbringen, ohne zu wachsen oder sich zu häuten; erst im September tritt nach einer ersten Häutung ein rasches Wachsthum ein, und Anfangs Oktober bringen sie die geschlecht- lich diff'erenzirten Nachkommen hervor, die sich begatten, worauf das Weibchen seine Eier ablegt; die Männchen kommen in zweierlei Form, geflügelt und ungeflügelt, vor; Compt. Rend. Acad. Sei. Paris XCIX S. 81 9 ff.; vgl. oben S. 83. E. Witlaczil. Der Polymorphismus von Chaetophorus Po- puli L.\ Denkschr. Kais. Akad. Wissensch. Wien (Math.-nat. Klasse) XL VIII S. 387 fr. mit 2 Taf. Ein Massengrab der Schizoneura Corni Flor im geflügelten Zustand sind die Eadnetze grosser Epeiriden, die sich aber gewöhnlich um diese geringfügige Beute nicht kümmern; Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 181 f. E. A. Göldi hat eine 28 SS. 4°. mit 3 Tafeln enthaltende Abhandl- lung „Studien über die Blutlaus" (Schizoneura lanigera Hausm. u. s. w.) erscheinen lassen; Schaaffhausen, Rothermel. Der Verfasser hat seinen Gegenstand in vielseitiger Weise behandelt. In einer geschichtlichen Einleitung schildert er die Verbreitung des aus Amerika importirten In- sektes seit seinem Auftreten (1789) in England: nach dem Ueberschreiten des Kanals beunruhigte sie bereits 1812 die Obstzüchter der Normandie, tauchte 1820 in Paris auf und verbreitete sich nun rasch in Frankreich, über Belgien, die Schweiz, das Rheingebiet und weiter nach Osten, überall der Kultur des Apfelbaumes den empfindlichsten Schaden bereitend, der, entsprechend den meteorologischen Verhältnissen, nicht in jedem Jahre den gleich hohen Grad erreicht. Der Schaden besteht in der Saftent- ziehung durch so und so viel Tausende und sich noch immer vermehrende Läuse, deren Folge eine Entkräftung und ein allmähliches Verdorren des Baumes ist. Natürliche Bundesgenossen im Kampfe gegen diesen Feind hat der Obstbaumzüchter wenige: Insektenfressende Vögel, wie Staare, Meisen und Baumläufer, verschmähen die Blutlaus, wie Göldi ver- muthet, wegen des flockigen Wachsüberzuges. Auch Coccinella septem- punctata rührt sie nicht an. Dagegen mögen Lauf- und Raubkäfer (Staph. caesareus) den unterirdischen Läusen nachstellen. Von künst- lichen Bekämpfungsmitteln erfüllt nach Göldi keines der bisherigen seinen Zweck. Dagegen erhielt er mit einem neuen Mittel im Kleinen sehr be- friedigende Resultate. Der wirksame Bestandtheil desselben ist Schwefel- kohlenstoff, der zu 20% mit 60% süsser Milch und 20% Terpentinöl gemischt oberirdisch angewendet wird; für die Wurzeln werden nur 10° Schwefelkohlenstoff und 30% Tei-pentin genommen. — Der Ver- fasser schildert auch noch die verschiedenen Formen des Insektes, die 86 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen oberirdische, vivipare Form, die wurzelbewohnende ungeflügelte Form, die geflügelten oberirdischen Weibchen und die wurzelbewohnende geflügelte Form, hat aber über deren Zusammenhang und etwaige Bedeutung für das Bestehen der ganzen Kolonie noch keine abschliessenden Beobach- tungen gemacht. Durch spärliche Nahrung gelang es, auch bei anderen Pflanzenläusen (Pemphigus buraeliae und xylostei), die geflügelte Form zu einer Jahreszeit zu erziehen, wo sie unter dem normalen Verlauf der Ent- wickelung nicht auftreten. Ueber Pemphigus Zeae Maydis 6. Mitth. Ges. z. Bef. d. Acker- baues . . . Brunn 1884 S. 273. Th. Peyl: Die Reblaus . . . und der Wurzelpilz des Wein- stockes, Dematophora necatrix R. Hartig; Prag 1884 bei G. Neu- gebauer. Die Phylloxera im Ahrthale und am Rhein; Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 7 f. Balbiani. Le Phylloxera du Chene et le Phylloxera de la vigne . . .; Paris, 1884. Derselbe erstattet Bericht über die Wirkungen eines Theer- anstriches auf die von der Reblaus befallenen Weinstöcke. Es blieben danach die Blattgallen gänzlich aus (das Verfahren fand bei Montpellier mit V. riparia Statt) und auch die Nodositäten der Wurzeln waren weniger zahlreich als in den nicht so behandelten Weinbergen. Jedenfalls tödtet also der Theeranstrich die Wintereier. C. R. Acad. Sei. Paris XCIX S. 634 ff. Die von Kiley empfohlenen Mittel s. Bull. Ent. France 1884 S. 94. Ph. vastatrix in Victoria; Proc. Entom. Soc. London 1884 S. 5. Phylloxera Salicis (Montpellier); Lichtenstein, C. R. Acad. d. Sei. XCIX S. 616, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 439, Bull. Ent. France 1884 S. 122. V. Lemoine, die Phylloxera der Eiche; Revue scientifique 1884 No. 24 und Biolog. Centralblatt IV S. 550 ff. Psyllidae. Die Beiträge zur Kenntniss der Jugendsta- dien der Phylliden von F. Low in den Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 143 ff. bestehen in der Beschreibung der Larven der 5 Arten Amblyrrhina cognata; Psylla Ulmi; Trioza maura, Scottii, remota und einem Verzeichniss derjenigen Psylliden - Arten , deren Jugendstadien be- schrieben sind; von Tr. maura ist eine Holzschnittabbildung der Larve gegeben. Riley macht Notes on North american Psyllidae und stellt in denselben die n. G. Pachypsylla^ Ceropsylla^ Rhinopsylla auf; Proc. Biol. Soc. Washington, Vol. 2 S. 67 ff. (nach Zool. Anz.). im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 87 Homoptera. JaSSidae. Athysanus vittulatus (Uruguay); Berg, Addend. etc. a. a. 0. XVn S. 116 und S. 199 der Separatausg. Notus pulcherrimus (Krim); Horväth, Termesz. Füzet. VII S. 320. Phlepsius multifarhis (Uruguay); Berg, Addend. etc. a. a. 0. XVII S. 117 und S. 200 der Separatausg. Ein zur Kenntniss der Cicadellinen-Gattung Tettigonia Geoflfr. betitelter Aufsatz von E. Tasclienberg in Giebel's Zeitschr. f. Naturwiss. LVII S. 431 ff. ist den (87) Arten der Halle'schen Museums- sammhmg gewidmet, die vom Verfasser nach Flügel-, Kopfbildung und Zeichnung gruppirt werden. Als neu sind aufgeführt T. rufo-nigra (Bras.), calva (Venezuela) S. 436, luteo-linea (Brasilien), crucigera (ibid.) S. 437, semifasciata ^ sedecim-guitata (ibid.) S. 439, albo-punctulata (Venezuela) S. 440, fiavo-fasciata S. 441, fulva, microglyphica (Brasil.) S. 442, late- ritia (Parana) S. 443, Tucumana (T.), punctu7n (Gaboon), ßavicauda (Brasil.) S. 445, alho-lineata (Mendoza), nigro-lineata (Gaboon) S. 446, quinquevittata (Columbien), quatluordecim-maculatu (Brasil.) S. 447, Jrenata (Venezuela) S. 448, diaphana (Java) S. 449, ßavofasciata (Brasil.), para- holica (Nordam.) S. 450, linea (Mendoza) S. 451, circulifera (Columbien), quinque-punctata (ibid.) S. 453, bidens (Brasilien) S. 454. — Die Berg- schen Arbeiten sind nicht berücksichtigt, und so ist die vom Autor selbst ausgesprochene Besorgniss, „trotz aller aufgewandten Mühe in den neu benannten Arten einige Synonyma geschaffen zu haben," nicht ungerecht- fertigt. Deltocephalus quadn'virgatus (nördl. Ungarn); Horväth, Termesz. Füzet. Vm S. 319. Thamnotettix Löwii (Theodosia); Horvath, Termesz. Füzet. VIII S. 318. Cercopidae. Cercopis jurasska (Dobbertiner Lias); Geinitz, Zeit- schrift deutsch, geol. Ges. 1884 S. 581 Taf. XIII Fig. 24. Philaenus xantkaspis (Buenos Aires); Berg, Addend. etc. a. a. 0. XVII S. 115 und S. 198 der Separatausg. Fulgoridae. Locris Meroglyphka (Let - Marefia) ; Lethierry , Ann Mus. Civico Genova XVIII S. 755. Hysteropterum piceum (Parnass); Puton, Revue d'Entom. 1884 S. 88. Cixius parumpunctatus (Turkestan) ; Signoret, Bull. Ent. France 1884 S. 79. Oliarus /wrca^ws S. 71, nigrofurcatus S. 72 (Turkestan), Putoni (Sa- repta) S. 78; Signoret, Bull. Ent. France 1884. Dictyophora xiphias (Syrien); Puton, Revue d'Entom. 1884 S. 87. Kelisia Putoni (Porto Torres, Sard.); Costa a. a. 0. Dicranotropis Carpathica (K.); Horväth, Termesz. Füzet. VIII S. 318. Hemitropis arcufera (Biskra); Puton, Revue d'Entom. 1884 S. 86. 88 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Cicadidae. Oxypleura truncaticeps (Metemma); Signoret, Bull. Ent. France 1884 S. 57. Tympanoterpes Archevaletae (Uruguay) S. 111 (l94), Corduhensis (C.) S. 113 (195); Berg, Addend. etc. a. a. 0. XVII (und Separatausg.). Heteroptera. Nepidae. Anatomy and physiology of the family Nepidae; by W. Locy; Americ. Naturalist 1884 S. 250 ff., 351 ff"., PI. XI, XII. Ranatra linearis steckt ihre Eier (von oben her) durch Blätter von Wasserpflanzen, z. B. Potamogeton, in denen sie mittels der Fortsätze am Mikropylepol festgehalten werden; dadurch wird erreicht, dass sie immer die nöthige Feuchtigkeit haben, aber auch verhindert, dass Wasser durch die Mikropyle eindringt. Haase in Zeitschr. f. Entomologie Bres- lau, 9. Heft, Vereinsnachr. S. XXII. Hydrometridae. Aepophilus Bonnairei auch bei Jersey (La Motte; Pointe - le - Nez) bis zu 20 Cm. tief im Schlamm unter Steinen ge- funden; Revue d'Entomologie 1884 S. 313. Aradidae. Eeuter's Beiträge ad cognitionem Aradidarum palaearcticarum in der Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 129 ff. behandeln die Arten der Gattung Äradus mit A. Krueperi (Anatolien) S. 130, Brenskii (Morea) S. 131, Hahni (Breslau) S. 135 und zwei neue Arten der Gattung Mezira, M. brevicornis S. 136 und oviventris S. 137, beide von Wladiwostok. Ting'itidae. Galeatus celhdans, semüucidus (Turkestan); Jakowleff, Revue mensuelle d'Entom. I S. 121. Orthostira finitima (St.-Martin-Lantosque) ; Puton, Revue d'Entomol. 1884 S. 313. Anthocoridae. Termatophylum (n. g. und Vertreter einer subf. nov. Termatophylina, Microphysinis proxima) insigne (Aegypten); Reuter, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 218. üeber die europäischen Arten der Gattung Anthocoris Fall.^ Fieh. s. Reuter in Meddel. af Soc. pro Fauna et Flora Fennica IX S. 78 ff. Saldidae. Salda nohiUs (Kesmark, Ungarn); Horväth, Termesz. Füzet. Vm S. 317. ReduYiadae, Harpactor UneatocolUs (Adda-Galla) ; Lethierry, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 751. Ectrychotes Comottoi (Birma); Lethierry, Ann. Mus. Civic. Genova XVm S. 649. Ectrichodia tucumana (T.); Berg, Addend. etc. a. a. 0. XVII S. 109 und S. 191 der Separatausg. Oncocephalus Paulinoi (Portugal) S. 144, plumipes (Algier) S. 146; Puton, Revue d'Entomol. 1884. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 188 1, 89 Coranus paradoxus (Let-Marefia) S. 752, metallicus (ibid.) S. 753; Lethierry, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII. Prostemma ßavomuculatum (Birma); Lethierry, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 649. Nabis boreellus (Finland); Reuter, Entom. Tidskrift 1884 S. 184 und Meddel. af Soc. pro Fauna et Flora Fennica XI S. 165. Lygaeidae. Metastenothorax (n. g. Myodochin., Pterotmeto affine) punctatipennis (Griechenland); Reuter, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 2. Hormopleurus (n. g. Graplostetho Stäl affine, capite longiore, thoracis margine antico distincte sinuato et lobo postico carina elevata instructo, metapleurisque postice sensim sinuatis diversum. Statura parva coloreque pallido transitum naturalem ad g. Lygaeosoma Spin, forraat. . . .) nysiüules (Kaifa) S. 9; Alampes (n. g. Rhyparochromo Cm-t. affine, capite crassiore et an- trorsum magis declivi, gula convexa, oculis minoribus, thorace transverso, minus convexo, fere piano et antice sinuato femoribusque anticis spina unica armatis divergit) longiusculus (Morea) S. 10; Homoscelis (n. g. Tropistetho Fieh. affine, thorace transverso, pone medium transversim haud impresso, marginibus antico et lateralibus tho- racis haud sinuatis, margine costali corii basim versus distincte reflexo, femoribus anticis sexuum conformibus tibiisque anticis haud curvatis di- stinctum) rußcollis (Corfu) S. 1 1 ; Horväth, Terme'sz. Füzet. VIII. Aspilocoryphus viduus (Scioa); Lethierry, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 745. The chinch-bug in New-York State; Americ. Naturalist 1884 S. 79. Dermatinus aethiopicus (Scioa); Lethierry, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 749. Horvath erkennt in der als Varietät von Erablethis arenarius (griseus Wolß) beschriebenen Form denticollis eine selbständige Art und stellt eine Tabelle der ihm bekannten Arten auf; Termesz. Füzet VIII S. 13. Gastrodes (Orsillodes) longirostris (Algier); Puton, Revue d'Entom. 1884 S. 143. L ethaeus /w/youanMÄ (Syrien); Puton, Revue d'Entom. 1884 S. 142. Notochilus (Thaumastopus) cimiamovieus (Kaifa); Horvath, Termesz. Füzet. Vm S. 316. Pachymerus hrevis (Let-Marefiä; ; Lethierry, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 746. Peritrechus pusülus (Kaifa); Horvath, Termesz. Füzet. VIII S. 12. Piezoscelis pilosus (Abyss. ; Sudan); Signoret, Bull. Ent. France 1884 S. 56. Pionosomus heteroirichus (Taurien) ; Horvath, Termesz. Füzet. VIII S. 1 1. Plinthisus laevigatus (Cartagena) ; PutOn, Revue d'Entom. 1884 S. 142. 90 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Pj-rrhocoris circumcinatus (Let-Marefia); Lethierry, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 747. Rhyparochromus longipilis (Böne); Puton, Revue cTEntom. 1884 S. 312. Tropistethus auslralis (Prov. Bonaerensis) ; Berg, Add. etc. a. a. 0. XVII S. 105 und S. 187 der Separatausg. Capsidae. Species Capsidarum quas legit expeditio danica Galateae descripsit 0. M. Keuter; Entom. Tidskrift 1884 S. 195 ff. Sthenaridea (n. g. Heterocordylo Fieb. affine, sed prinio aspectu Sthenaro valde simile) pusilla (Bengalen); Beuter a. a. 0. S. 198. Helopeltis Antonii (von Java?) in Ceylon eingeschleppt und auf den Cacao- und Cinchona - Anpflanzungen Verheerungen anrichtend; The Nature Vol. 30 S. 615; eine Schreitwanze wird von den Pflanzern auch wohl damit verwechselt; ebenda S. 634. , Phytocoris Abeülei (Basses Alpes); Puton, Rev. d'Entom. 1884 S. 85. Brachycoleus lincellus (Ordubat) ; Jakowleff, Revue mensuelle d'Entom. I S. 122. Campylomma livida (Bengalen); Reuter, Entom. Tidskrift 1884 S. 199. Patrigeon macht eine Mittheilung sur un Insecte qui attaque le jeune raisin; dasselbe ist eine Calocoris; C. R. Acad. d. Sei. Paris XCVIII S. 1529 f. Alloeonotus Caspicus (Baku); Horvath, Termesz. Füzet. VIII S. 316. Pycnoptera suturalis (Bordjom, Kaukas.) ; Jakowleff, Revue mensuelle d'Entom. IS. 110. Deraeocoris trifasciatus L. var. regalis (Ungarn) S. 13, var. hipartitus (Ungarn) S. 14; Horväth, Termesz. Füzet. VIII, ohvaceus Fahr. var. fallax^ var. larvatus (Ungarn); derselbe ebenda S. 317. Lopus himaculatus (Ordubat); Jakowleff, Revue mensuelle d'Entom. I S. 122. Charagochilus longicornis (Nicobaren); Reuter, Entom. Tidskrift 1884 S. 196. Lygus fatuus (Scioa); Lethierry, Ann. Mus. Civico Genova XVIU S. 749, bengalicus S. 195, obtusus S. 196 (Bengalen); Reuter, Entom. Tijdskrift 1884, rhamnicola (Helsingfors) ; derselbe, Meddel. af Soc. pro Fauna et Flora Fennica XI S. 164. Myrmecomimus paederoides (Aritzo) ; Costa a. a. 0. Halticus minutus (Singapore); Reuter, Entom. Tidskrift 1884 S. 197. Cyrtorrhinus hividipennis (Nicobaren); Reuter, Entom. Tidskrift 1884 S. 199. Labops (Orthocephalus) phoeniceus (Kaifa), (Pachytoma) arenarius ("Ungarn, Rakos-Palota, Tokaj, Kdly; lang- und kurzflügelig, erstere Form sehr selten); Horväth, Terme'sz. Füzet. VIII S. 14. Atractotomus morio (Finland) ; Sahlberg, Meddel. af Soc. pro Fauna et Flora Fennica IX S. 94. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 91 Restenia flavicosta (Buenos Aires) ; Berg, Addend. etc. a. a 0. XVII S. 106 und S. 189 der Separatausg. Coreadae. Horväth setzt die Unterschiede zwischen Centrocoris spiniger F., variegatus Kolen. und verwandten Arten auseinander; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 111 ff. mit Holzschn. Peiltatoniidae. Mesocricus (n. g. Cydnin., a generibus affinibus oculis supei-ne deplanatis ocellisque nullis distinctissimum) cribripennis (Kaifa); Horväth, Termesz. Füzet. VIII S. 315. Agabotus (n. g. inter Caystrum Stäl et Anarropam Gerst.) brun- nescens (U. Niger); Distant, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 460. Ä saroticus n. g. (Trigonosom. Leprosoma Bär. affine) für (Lepr.) Solskyi Jak.', Jakowleff, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 227. Laier vis (n. g. Cydnin. Adomero affine) expansa (Abyssinien) ; Signoret, Ann. Ent. France 1884 S. 49 PI. 2 Fig. 216. Nach Reuter in der Rev. d'Entom. 1884 S. 68 f. ist die Strachia picta Fieb., Put. = Eurydema festiva (Z.); Str. festiva derselben = E. (Cimex) dominulus Scop. und die Str. dominula Fieb.^ Put. = E. (Pentat.) Fieberi Schumm.; eine neue Art aus Algier ist E. nigriceps S. 67; Canthophorus Steini (Sarepta) S. 58 PI. 3 Fig. 224, variegatus (Japan) S. 59 Fig. 225; Signoret, Ann. Ent. France 1884. Sternodontus obtusus M. R. var. debilicostis-, Puton, Rev. d'Entom. 1884 S. 85. Adomerus marginatus (Tarus); Signoret, Ann. Ent. France 1884 S. 48 PI. 2 Fig. 215. Banasa pidchella (Uruguay, nebst der auf Lagenaria vulgaris lebenden Larve); Berg, Add. etc. a. a. 0. XVII S. 101 und 183 der Separatausg. Aethemenes Forbesi (U. Niger); Distant, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 460. Orthoptera. Wolter schildert die Mundbildung der Orthopteren mit specieller Berücksichtigung der Ephemeriden; Greifswald 1883, 4*^, 19 S. mit 4 Taf. lieber das Stimm- und Gehörorgan der Heu- schrecken von Brunner von Wattenwyl; Schriften des Vereins z. Verbr. naturw. Kenntnisse in Wien, XXIV S. 461 ff. mit 4 Holzschn. Mc Lachlan stellte recherches nevropterologiques dans les Vosges an; Rev. d'Entom. 1884 S. 9 if . Finot bringt einen nouveau catalogue des Orthopteres de la France; ebenda S. 21 if. Derselbe, auf die Cursoria, Gressoria und Saltatoria beschränkt, enthält 160 A. in 71 G. 92 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Bormans macht 19 bei der Kreuzfahrt des „Corsaro" ge- sammelte Orth. genuina, zumeist von den Kanaren, namhaft; Ann. Mus. Civico Genova XX S. 176 ff. Nach A. de Bormans weist die Faune orthopterolo- gique des iles Hawai ... 5 Forficuliden, 8 Blattiden, 2 Locustiden, 2 Grylliden auf; Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 338 ff. Derselbe zählt 15 in Südafrika gesammelte Arten auf; ebenda XVIII S. 704 ff. Note sur les Orthopteres . . . ä Aguilas (Murcei); Bormans, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 179 f. The British Dragon-flies annotated. — Mo Lachlan versieht die auf Grund von Hagen's Synopsis 1857 als Britisch aufgeführten 46 Arten mit Anmerkungen, aus denen hervorgeht, dass 8 als nur zufällige Besucher oder sonstwie als zweifelhaft anzusehen sind. Ent. Monthl. Mag. XX S. 251 ff. Macloskie macht Angaben über den Verlauf und die blinde Endigungsweise der Tracheen in den Tracheenkiemen einer Libellula-larve; (aus Psyche IV S. 110) Americ. Naturalist 1884 S. 534. Bormans theilt Notes sur quelques Odonates (Diplax Fonscolombii; Agrion Lindeni; Aeschna rufescens; Anax formo- sus, nebst einem Verzeichniss von 17 bei Ixelles vom 16. Juli bis 25. August gefangener Arten) mit; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 276 flf. Sur un gigantesque Neurorthoptere (Dictyoneura Gol- denbergi), provenant des terrains houillers de Commentry (Allier); Bron- gniart, C. R. Acad. Sei. Paris XCVIII S. 832 f. Gennina. Forficulidae. Sparatta semifulva (Sidjoendjoeng) ; "Bormans, Notes Lejden Museum VI S. 183. Chelisoches Ritsemae (Moeara Laboe) S. 185, sohrius (Padang) S. 188, Ludekingi Böhm var. S. 199; Bormans, Notes Leyden Museum VI. Opisthocosmia minuscula (x\gam); Bormans, Notes Leyden Museum VI S. 190. Forficula haivaiiensis (H.) ; Bormans, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 341 mit Holzschn., ornata (Padang); derselbe, Notes Leyden Museum VI S. 192. Sphingolabis furcifera (Batang-Singalang); Bormans, Notes Leyden Museum VI S. 194. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 93 Bormans beschreibt beide Geschlechter von Labia gravidula Gerst.\ Notes Leyden Museum VI S. 197. Blattidae. Blattina (Mesoblattina) Dohbertinensis (Lias) S. 570 Taf. XIII Fig. 1, (Bl.) incerta (ibid.) S. 571 Fig. 2; Geinitz, Zeitschr. deutsch, geol. Gesellsch. 1884. Scudder giebt eine S}Tiopsis der (lO) Mylacris - Arten , unter denen antiquum! S. 300, lucifugum! S. 301 Fig. 8, carbonum S. 304 Fig. 6, 7, 10, ovale! S. 308 Fig. 5 als nn. spp. bezeichnet sind; Memoirs Bost. Soc. Nat. Hist. m S. 299 ff. PL 27. Palaeoblattina Douvillei (aus den mittleren Silurschichten von Jurques (Calvados; der älteste Tracheatenrest) ; Brongniart, C. R. Acad. Sei. Paris XCIX S. 1164. Die Eikapseln der Schaben sind für Affen ein Lecker- bissen; E. Engel in Ent. Nachr. 1884 S. 373. Aphlebia baetica (Lanjaron; Chicote); Bolivar, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 105. Mantidae« Discothera (n. g. Amorphoscelid.) Tunitana (T.); Bonnet, Bull. Ent, France 1884 S. 26. Von Mantis metallica Westiv. ist kürzlich ein zweites Exemplar im Gebiet der nördl. Kaschgar-Hügel gefunden worden. Wood-Mason er- richtet für die Art, die Odontomantis javana und Antissa pulchra ähnlich ist, die neue Untergattung Nemotha\ Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 3 4 ff. Pliasmidae. Necroscia moderata (Amboina); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 477 mit Holzschn. Acridiadae. Bolivar beginnt in den Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. XIII S. 1 ff. L. I— IV eine Monografia de los Pirgomorfinos, in der nach einer Einleitung und nach einer chronologisch angeordneten Bibliographie die geographische Verbreitung der Tribus mit ihren 121 Arten in 37 Gattungen bespi'ochen ist. Der Verfasser unterscheidet 11 Sub- tribus, die er mit den vielfach wohl zu beanstandenden Namen Ommex- echae (^mit Ommexecha und Spathalium), Chrotogonae (mit Caconda, Chrotogonus) , Sjstellae (mit Systella, Gyrtone, Stenoxyphus, Desmoptera), Atractomorphae (mit Protomachus, Deraspis, Phymaptera, Atractomorpha, Mestra), Pyrgomorphae (mit Pyrgomorpha, Ochrophlebia , Parasphena\ Sphenariae (mit Orthacris, Ichthidion, Sphenacris, Xyronotus, Sphenarium, Prosphena), Poecilocera (mit Rubellia, Monistria, Poecilocerus), Phymateae (mit Zonocerus, Phymateus, Peristegus), Petasiac (mit Taphronota, Aul- arches, Maura, Petasia, Parapetasia, Camoensia), Pamphagodae (mit Charilaus, Pampha;5odes) , Aspidophymae (mit Aspidophyma) belegt. Die beträchtliche Zahl der neuen Gattungen verbietet es mir bei dem Umfange dieses Berichtes, auf eine Charakteristik derselben einzugehen ; ihre Namen lauten Spathalium S. 30 für Sommeri Burm.^ Audouini Blanck., serru- latum Thunbg. etc. und Stäli (San Leopoldo) S. 32 Fig. 2; Caconda S. 36 für fusca (C, Angola) S. 37; Desmoptera S. 57 für Novae- 94 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Guineae de Haan und pudicaia (Mohikken) S. 58 Fig. 5; Deraspis S. 61 Fig. 6 für Volxemi (Amerika?) S. 62; Phymaptera für Jucunda (Porto Cabello) S. 62; Parasphena für pulchripes Gerst.^ Orthacris für filiformis, Sphenacris für crassicornis^ Prospkena für Scudderi, Peristegus für squarrosus jC., Parapetasia für femorata. H. de Saussure bringt unter dem Titel eines Prodromus Oedi- podiorum in den Mem. Soc. de Physique et d'Hist. nat. de Geneve XXVIII No. 9 S. 1—254 mit 1 Taf. eine Bearbeitung der genannten Gruppe, in der nur die nordamerikanschen Arten, die der Verfasser nicht vergleichen konnte, weniger vollständig abgehandelt sind. In der Einleitung werden die verschiedenen Körpertheile bei ihrer verschiedenen Ausbildung besprochen und bei den Flügeln die verschiedene Nomenclatur der Autoren verglichen. Die Oedipodii bilden bei Saussure eine Tribus, die nebst den Truxalii die Familie der Oedipodidae eonstituiren. Die letztere hat folgende Diagnose: Tarsi inter ungues arolio instructi; pronotum meta- notum nunquam superans. Prosternum muticum, planiusculum, nee stru- mosum, nee mucronotum, nee inflatum, nee in processum productum, nee antice elevato-reflexum, und die Tribus der Oedipodii : Capitis Vertex plus minus convexus, cum facie angulum rectum vel obtusum efficiens. Facies verticalis. Elytrorum campus marginalis saltem dimidio basali dense ir- regulariter reticulatus. Den Diagnosen der Gattungen und Arten ist eine Synopsis generum vorangestellt, die in dichotomischer Weise 61 Gattungen unterscheidet; daneben sind auch freilich einzelne Arten in diese Synopsis aufgenommen; den Artdiagnosen innerhalb der Gattungen geht in ähn- licher Weise eine Synopsis specierum vorher. An neuen Gattungen sind aufgestellt: Chortophaga S. 72, Xanthippus S. 88, Phrynotettix S. 99, Pappus S. 100, Papipappus S. 101, (Oedaleus subg. Gastri- margus S. 110,) Scintharista S. 121, Dittopternis S. 125, Pter- noscirta S. 127, Celes S. 131, Chloeobora S. 131, Ptetica S. 133, Lactista S. 142, Tmetonota S. 156, Conozoa S. 164, Thalpomena S. 184, Conipoda S. 192, Helioscirtus S. 194, (Sphingonotus subg. Leptopternis S. 209), Heliastus S. 212, Pycnostictus S. 215, Dae- tnonea S. 217, Ere7noplana S. 232, Eremocharis S. 233, Batra- chornis S. 234. Die zahlreichen neuen Arten, die beschrieben sind, werde ich nicht namhaft machen. Finotia (n. g. Pamphagid.) spinicollis (Tunis); Bonnet, Le Natu- raliste 1884 S. 548. Bryodema Capsitana (Tunis); Bonnet, Le Naturaliste 1884 S. 548. Ommexecha Brunnen (Peru); Bolivar a. a. 0. S. 28. Spathalium Stall (San Leopoldo); Bolivar a. a. 0. S. 32. Caconda fusca (Angola); Bolivar a. a. 0. S. 37. Chrotogonus Bormansi (Schoa) S. 39, micropterus (Angola) S. 40, fumosus (Monomotapa) S. 42, Scudderi (Nil), Savignyi (Aegypten) S. 43, incertus (Silhet) S. 45, Saussurei (Indien) S. 47; derselbe ebenda. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 95 Desmoptera judicata (Molukken) ; Bolivar a. a. 0. S. 58. Deraspis Volxemi (Amerika?); derselbe ebenda S. 62 L. I Fig. 6; Fhymaptera jucxmda (Porto Cabello); derselbe ebenda. Atractomorpha Gersiäckeri (Gabon ; Zanzibar; Kalkutta) S. 66, Aurivillü (Kaffrarien) S. 67 Fig. 8, similis (Molukken; Amboina) S. 58, liedeli (Yokohama) S. 69; Bolivar a. a. O. Pyrgomorpha squalina (Indien) S. 423, tricarinata (Brasil.) S. 424, dispar (Mexiko) S. 425, bruchyptera (Aleppo) S. 427; Bolivar a. a. 0, Ochrophlebia Serpae (Angola); Bolivar a. a. O. S. 434. Paraspkena picta (Massaua); Bolivar a. a. 0. S. 437 L. II Fig. 10. Orthacris ßliformis (Ceylon); derselbe ebenda S. 439 Fig. 11. Sphenacris crassicomis (?); derselbe ebenda S. 441. Xyronotus Aztecus (Mexico); derselbe ebenda Fig. 12. Sphenarium Borrei (Guanajuato) ; Bolivar a. a. 0. S. 445. Prosphena Scudden (Guatemala); Bolivar a. a. 0. S. 446. Phymateus Brunneri (Benguela) S. 464, Hildebrandli (Somali) S. 466; Bolivar a. a. 0. Taphronta Stäli (Transvaalld.); Bolivar a. a. 0. S. 473. Maura apiccdis (Massaua) S. 479, regidosa (Angola) S. 480; Bolivar a. a. 0. Parapetasia femorata (Gabon); Bolivar a. a. 0. S. 485 L. IV Fig. 28. Aspidophyma indica (Ceylon) S. 491, americana (Ecuador) S. 492 Fig. 32; Bolivar a. a. 0. Arcyptera Tornosi (Spanien); Bolivar, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 104. Sphingonotus coerulans var. candidus (Sardinien, auf Sandboden); Costa a. a. 0. Dericorys Millierei (Oran; Tunis); Bonnet, Bull. Ent. France 1884 S. 27. Pachytylus Mlokoziewiztcki! (Tiflis); Bolivar, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 105. The lesser migratory locust (Caloptenus atlantis Riley)-, Biley in Rep. of the Entom. U. S. Dept. of Agricult. 1883 S. 170 flf. Locustidae. Phaneroptera falcata in England (eingeschleppt?); Ent. Monthl. Mag. XX S. 186. Conocephalus Blackburni (Hawai) ; Bormans, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 346 mit Holzschn. Gryllacris Schlieffeni (Dobbertiner Lias); Geinitz, Zeitschr. deutsch, geol. Ges. 1884 S. 580 Taf. XIII Fig. 24. Eugaster Revoili (Somali) S. 157 Fig. 1—7, Durandi (Zambesi) S. 161 Fig. 8—15; Lucas, Ann. Ent. France 1884 PI. 7. 96 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Rhacocleis parvula (Cagliari) ; Costa a. a, 0. Ephippigera coronaia (Coreboi, Sard.); Costa a. a. 0., halearica (Mallorca); Bolivar, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 106, Oudryanus (Tunis); Bonnet, Bull. Ent. France 1884 S. 27. Gryllidae. Lissohlemmus pratkola (Tanger); Bolivar, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 106. Pseudoneuroptera. Pliysopoda. Lawen eines Thrips (cerealium Hal.T) in den Aehren von Winter- und Sommerweizen; Sitzgsber. Naturf. - Gesellsch. Dorpat 1884 S. 149 f. Phloeothrips albosignata (Tlemcen, Alg.); Reuter, Revue d'Entom. 1884 S. 290. Psocidae. Der Entwickelungsgang der Psociden im In- dividuum und in der Zeit von Kolbe enthält wesentlich dieselben Betrachtungen über die Phylogenie der Psociden, die derselbe Verfasser bereits früher geäussert hat (vgl. dies. Bericht für 1882 S. 120); Berl. Entom. Zeitschr. 1884 S. 35. Derselbe über die in Ober-Bayern, Kärnthen und im Lito- rale gesammelten Psociden; ebenda S. 380 ff. Als leicht fassbaren Unterschied zwischen Stenopsocus immacu- latus Steph. und Lachlani Kolbe hat Kolbe nun die Länge des ersten Tarsengliedes im Vergleich zum zweiten ermittelt; bei der ersten Art ist dasselbe an den Hinterbeinen beim (^ dreimal, beim $ mehr als zweimal so lang als das zweite; bei der letzteren im cT zweimal, beim $ kaum zweimal so lang; Berl. Ent. Zeitschr. 1883 S. 39 ff. Psocus montanus (Kärnthen); Kolbe, Berl. Ent. Zeitschr. 1883 S. 380. Caecilius oculatus (Görz); Kolbe, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 381. Kolbia quisquiliarum auch bei Berlin; Ent. Nachr. 1884 S. 287. Kolbe knüpft an Hyperetes eine Studie über die phylogene- tische Stellung dieser Gattung; Ent. Nachr. 1884 S. 84 ff. Kolbe veröffentlicht eine vor mehreren Jahren angefertigte Zeichnung und Beschreibung des Tracheensystems des Kopfes der Bücher- laus (Atropos pulsatoria L.)\ Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 177 mit Holzschn. Termitidae. Hagen schreibt über Termitenschaden und die Mittel zur Bekämpfung der Termiten; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 167 fi. £m1)iadae. Nach Wood-Mason gehört diese Familie nicht in die Nachbarschaft der Termiten, sondern zu den „true Orthoptera" in eine Reihe mit den Acridiern, Locustiden, Grylliden und Phasmiden; Proc. Zool. Soc. London 1884 und Americ. Naturalist 1884 S. 1154. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 97 Ephemeridae. Eaton's „Monograph of the May-flies," Part. I, habe ich nicht gesehen; eine Besprechung findet sich in Amer. Naturalist 1884 S. 630 fr. Schoch berichtet, dass einer Nymphe von Potamanthus ery- thr ophthalmus (Ephemerella ignita), der er zur Fixirung ein leichtes Deckgläschen auf den Hinterleib gelegt hatte, eine Menge von Eiern aus demselben hervorquollen und glaubt dies als eine Erscheinung der Partheno- genesis oder vielmehr der Pädogenesis ansehen zu können. Hiermit bringt er auch die Seltenheit der Imagines der genannten Art in Verbindung, indem er meint, dass dieselbe sich mehrere Generationen auf die ange- gebene Weise pädogenetisch fortpflanze. (Aus der Darstellung geht nicht hervor, ob die Eier aus der normalen Geschlechtsöffnung oder aus einem durch den Druck entstandenen künstlichen Riss hervorgekommen sind. Ref.) Mitth. Schweiz, Ent. Gesellsch. VII S. 48 ff. Odonata. Meyer-Dür führt als seltene Libellen der schwei- zerischen Fauna auf Aeschna borealis {Zett.) Selys\ Cordulia arctica; Gomphus uncatus. Bei A. borealis macht er auf den Widerspruch in den Diagnosen Brauer's und Selys' aufmerksam (bei Br. der Sector subnodalis getheilt, nach Selys ungetheilt), der es unzweifelhaft macht, dass beide eine verschiedene Art vor sich gehabt haben. Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 52 ff. Agrion? sateUes (Haleakala; Maui) S. 414, ? oahuense (0.), ? nigro- hamatum (Maui) S. 415, ? koelense (Lana'i) S. 417; Blackburn, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV. Diplax pacificus (Tongatabu); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 455. Selys-Longchamps giebt eine Revision des (25) Diplax pale- arctiques; Ann. Soc. ent. Belg. 1884 S. 29 ff., mit D. armeniaca S. 36, hypomelas (Khasia Hills) S. 37, Kunckeli (Amur) S. 39, haccha (China) S. 40. Macrogomphus Ihoracicus (Perak, Malacca); Mac Lachlan, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 7, abnormis (Borneo); Selys-Longchamps ebenda S. 10. Gomphus abdominalis (Nord-China), Mac Lachlan ebenda S. 8. Hagen meldet die Wiederauffindung der Anax longipes (in Mas- sachusetts; Florida; Baltimore); sie macht gerne auf Papilio Asterias Jagd; Ent. Monthl. Mag. XX S. 169. Ischnura maroccana (Casablanca) ; Kolbe, Berl. Entom. Zeitschr. 1884 S. 133. Neuroptera. A monographic revision and Synopsis of the Tri- choptera of the Europeon fauna; first additional Supple- ment (with 7 plates); by R. Mc Lachlan; London, Van Voorst, Arch. f. Naturgesch. LI. Jahrg. 2. Bd. G 98 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen 1884. Habe ich nicht einsehen können; vgl. Nature XXX S. 434 und Kolbe, Entom. Nachr. 1884 S. 211. In einer vorläufigen Mittheilung über ein neues, dem Gange der Naturschöpfung entlehntes System der Trichoptera, nebst einem Hinweis auf die vermuthliche Ab- stammung der Lepidoptera spricht Kolbe den Schluss aus, dass die Gruppen mit durch Querader verbundenem cubitus anticus und posticus der Vorderflügel (Leptoceridae, Sericostomatidae, Limnophilidae , Phryganeadae) älter sei als die mit einfacher knieförmiger Knickung des c. posticus (Hydroptilidae , Rbyaco- philidae, Hydropsychidae). Und zwar hat man die Leptoceridae als die älteste Familie der Trichoptera anzusehen, von denen die Lepidoptera, zunächst die Tineen ausgegangen sind. Berl. Eni. Zeitschr. 1884 S. 186. lieber die Augen der Phryganiden und ihre Fähig- keit, zu sehen, von N. Poletajeff; Hör. Soc. Ent. Ross. XVHI S. 40 ff. Taf. II (Russisch). Mo Lachlan zählt die Trichoptera von Portugal auf; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 46 ff. Derselbe: On a small coUection of Trichoptera from Unst, North Shetland; ebenda S. 153 ff. Ein Förteckning a de Limnophilidae, Apataniidae och Sericostomatidae . . . pä Skandinaviska haifön von H. D. J. Wallengren zählt 67 Limnoph., 4 Apatan. und 7 Sericostom. auf; Entom. Tidskrift 1884 S. 115 ff., und ant- wortet Hagen auf dessen Bemerkungen gegen des Autors Deu- tungen Linne'scher Arten, S, 129 ff. Gerstäcker macht vier Dekaden von Neuropteren aus der Familie Megaloptera Burm. bekannt; Mitth. naturw. Ver. Neu - Vorpommern und Rügen XVI S. 1 ff., sowie 2 Larven-Dekaden australischer Neuroptera, Megalo- ptera, ebenda S. 84 ff. Eine der letzteren Abhandlung bei- gefügte Zusammenstellung der bekannten australischen Megalo- ptera führt 45 Arten in 29 Gattungen auf. Kolbe führt (7) Neuroptera aus Marocco (incl. Pseudo- neuroptera) auf; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 132 ff. Blackburn liefert Notes on Hawaiian Neuroptera, with Descriptions of new species, welche die Angaben Mac Lachlan's (s. den vor. Bericht S. 113 und 118) nicht unwesentlich im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 99 ergänzen. Es sind besprochen 2 Termiten, 1 Embia, 3 Psociis, 9 Odonaten, 1 Megalomus, 3 Anomalochrysa, 1 Myrmeleontide ; Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 412 ff. Trichoptera. Orthophlebia {megapoliiana S. 572 Fig. 3, 4), parvula S. 573 Fig. 7 (Lias von Dobbertin); Geinitz, Zeitschr. deutsch, geol. Gesellsch. 188-4. Phryganidium (? Polycentropus) perlaefoi^me S. 575 Fig. 9, (Hydro- psyche) Seebachi S. 576 Fig. 10 (aus dem Lias von Dobbertin); Geinitz, Zeitschr. deutsch, geol. Ges. 1884 Taf. XIII. Notes on the larva etc. of Asynarchus coenosus Ciirt.; K, J. Morton, Ent. Monthl. Mag. XXI S. 125. Thremma sardoiim (Tempio); Costa a. a. 0. Sericostoma Mac Lachlanianum (Aritzo) ; Costa a. a. 0. Eine wahrscheinlich der Gattung Philopotamus angehörige Fhryga- nidenlarve macht an Felsen und Planken der Limmat und an den Wänden des Aquariums ein hornförmig gekrümmes Gespinnst aus feinster Spinnwebe- masse , dessen grosse Mündung am Felsen angeheftet ist. Von hier zieht sich ein rasch verengter Schlauch im Bogen, der an seinem Ende ge- schlossen und wieder in der Nähe der trompetenförmigen Mündung an den Felsen angeheftet ist. Bei Berührungen verlassen die Larven das Gespinnst, das natürlich ausserhalb des Wassers sofort zusammenfällt. Schoch, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 50 ff. Philopotamus montanus var. chrysopterus (Lanarkshire , Schottland) ; Morton, Ent. Monthl. Mag. XX S. 273. On the larva etc. of Beraeodes minuta Z. ; by K. J. Morton, Ent. Monthl. Mag. XXI S. 27. Planipennia. Sialidae. Corydalis Asiatica (Naga Hills, Nördl. Grenze Indiens; die erste Art der Gattung ausserhalb Amerikas) ; Wood-Mason, Proc. Zool. Sog. London 1884 S. HO PI. VIII. Ehaphidiadae. von zur Mühlen führt aus den Ostseeprovinzen fol- gende 5 Rhapidia- Arten an: R. notata, laticeps, ophiopsis, xanthostigma, Schneiden; die vier erstgenannten sind auch aus Schweden bekannt; Sitzgsber. Naturf. Gesellsch. Dorpat 1884 S. 52. Panorpidae. Gerstäcker schlägt a. a. 0. S. 119 für die in ihrer Flügelbildung und Beschaffenheit der Hinterbeine ausgezeichneten austra- lischen Arten (Bittacus) austrahs, nigriceps (und intermedius?) die Gattung Harpohittacus vor und beschreibt aus Australien den Bittacus micvo- cercus (Peak Downs) S. 119 und von Darjeeling den B. latipennin S. 120. 100 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Mantispidae. Theristria (n. g. ; Vertex tumidus; pronotum breviusculum , setulosum; pedes antici pilosi, femoribus parum dilatatis, tarsis biunguiculatis , utriusque alae cellulae mediales obliquae uniseriatae) felina (Peak Downs) S. 44, eurysticta (Sidney; Rockhampton) S. 105; Gerstäcker a. a. 0. Mantispa phthisica (Ega) S. 35, limhata (Chiriqui) S. 36, nuchalis (Sidney; Rockhampton) S. 38, manca (Amboina) S. 39, imbecüla, pavida (Rockhampton) S. 41, tenuistriga (ibid.) S. 42, pictiventris (Rockhampton) S. 103; derselbe ebenda. ClirySOpidae, Nesydrion (n. g. Nymphid.; antennae validi- usculae, apicem versus attenuatae; alae obtuse lanceolatae, area costali sat lata, apicem versus confertim venosa, sectore radii primo longe ante secundum furcato, cellularum inter cubitum posteriorem et marginem ana- lem sitarum serie unica; tibiae intus breviter calcaratae) fuscum (Austra- lien) S. 48, diaphanum (Bowen) S. 108; Ancylopteryx splendidissima (Kamerun) S. 45; Osmylus perspicillaris (Darjeeling) S. 46; Myiodactylus placidus (Peak Downs) S. 49 ; Nymphes modesta (Rockhampton) S. 106; Megalomus lanceolatus (Sidney) S. 110; Micromus vinaceus (Rockhampton) S. 111; Gerstäcker a. a. O. Chrysopa dorsalis, nigricostata, viridana, flava neu für die Schweiz; Mc Lachlan, Ent. Monthl. Mag. XX S. 185. — Chr. ve- nosa, bisher nur aus Spanien bekannt, kommt auch in Persien vor; die Zeichnungen des Hinterleibsrückens kommen nur dem $ zu; derselbe ebenda S. 274. Chr. bißdilinea (Iglesias, Sard.); Costa a. a. 0., stictoneura (Rock- hampton); Gerstäcker a. a. O. S. 108. Anomalochrysa Maclachlani (Mauna Loa, Hawaii) S. 418, montana (ibid.) S. 419, ornatipennis (ibid.) S. 420; Blackburn, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV. Sisyra iridipennis (Sardinien); Costa a. a. 0. Myrmeleontidae. Eine Üebersicht der Myrmeleoniden- Larven von Jos. Kedtenbacher in den Denkschr. math.-naturw. Klasse Kais. Akad. Wissensch. Wien, XLVHI S. 36 flf. mit 7 Tafeln enthält nach einer chronologisch geordneten Zusammenstellung der Literatur und einer Schilderung des allgemeinen Baues und der Lebensweise der Mymeleoniden- Larven eine Angabe der Unterschiede, die sich zwischen den Trichter- bauenden und den ohne Trichter Beute machenden finden. Die wichtig- sten derselben, die aber nicht alle ausnahmslos gelten, sind: die ersteren haben kurze, nur Creagris massig lange Augenhügel, ein dichtes und langes Borstenkleid , zwischen den Kieferzähnen mindestens zwei Borsten von der Länge der Zähne; ausserdem vermögen sie nur rückwärts zu gehen (ausg. Myrmecaelurus). Die nicht Trichter bauenden Larven haben im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1 884. 101 grosse, scharf abgesetzte Augenhügel (Dendroleon und Formicaleo? sp. ausg.), eine dünnere, kürzere, am Hinterleibe nur büschelförmige, nicht regelmässig pinselförmige Behaarung, entweder gar keine oder nur kurze Borsten zwischen den Kieferzähnen; sie können ebensogut vor- wie rück- wärts gehen. Hierauf lässt der Verfasser eine Gruppirung der Larven nach ihrem Bau und nach ihrer Lebensweise folgen, welche mit der Ein- theilung der Imagines in Gattungen zusammenfällt; zu den nicht Trichter- bauenden gehören Dendroleon, Palpares, Acanthaclisis , Formicaleo; zu den Trichter bauenden Creagris , M}Tmecaelurus , M}Tmeleon. Eine Cha- rakteristik der bisher bekannten Larven und Beschreibung einer Anzahl neuer und ihrer Lebensweise, nebst Abbildung macht den Hauptinhalt der Abhandlung aus; im ganzen sind die Larven von 36 Arten beschrieben, von denen 16 unbekannten Imagines angehören; folgende sind die be- nannten Arten: Dendroleon pantherinus, obsoletus; Palpares libelluloides, cephalotes, latipennis; Acanthaclisis occitanica, baetica, fallax; Formicaleo tetragrammicus ; (Glenurus) japonicus, Catta; Creagris plumbeus; Myrme- caelurus (Megistopus) flavicornis, trigrammus, (Macron emurus) appendi- culatus, bilineatus; Myrmeleon Erberi, europaeus, formicarius, imma- culatus. Acanthaclisis rufescens (Kamerun) S. 10, inquinata (Kongo) S. 11, conspurcata (Bowen; Rockhampton) S. 88; Formicaleo somnolentus (Gayndah) S. 13, perlatus (Transvaal) S. 14, septus (Peak Downs) S. 91; Protoplectron (n. g.; al. ant. spatium costale biseriatim areolatum, Vena analis fere ad medium usque marginis interni producta, cubiti posterioris sectori subparallela ; pedes validiusculi , hirsuti, tarsis elongatis, filiformibus, tibiarum calcaribus perlongis, unguiculis ante apicem dentatim dilatatis) venustum (Rockhampton) S. 16; Glenurus heteropteryx (Chiriqui) S. 17; Epi Salus (n. g. ; alarum margo internus fortiter arcuatus, anticarum rotundato - angulatus , posticarum ante apicem sinuatus; al. ant. elongato- triquetrae, posticis acute lanceolatis breviores; utriusque alae plica sigmoidea extra- et intracubitalis sat profunda et extensa; tibiarum calcaria valida, arcuata, tarsorum articulos tres basales adaequantia, für Myrm. insignis Ramb. imd) zephyrinus (Dake of York) S. 20 ; Myrmeleon polyzonus (Kamerun) S. 21 , eurystictus (Rangun) S. 22, trivialis (Himalaya) S. 23, polyspilus (Amur) S. 24, meleoricus (Peak Downs) S. 25, dissolutus (Australien) S. 26, osmyloides (ibid.) S. 27, imiseriatus (Sidney), simpHcissimus (Kamerun) S. 29, croceicoüis (Austra- lien) S. 30, ßliformis (Kamerun) S. 31, Irivirgatus (Transvaal) S. 32, iUustris (Sidney) S. 92, comptus (Peak Downs) S. 94, pictifrons (Sidney) S. 96, amahüis (Peak Downs) S. 97, congestus S. 99, breviusculus S. 100 (ibid.); Creagris nubecula (Rockhampton) S. 101; 102 Bertkau: Bericht über die wisaenschaftlichen Leistungen Gyranocnemia pentagramma (Peak Downs) S. 34, iipularia (ibid.) S. 102; Gerstäcker a. a. 0. Mc Lachlan stellt die Merkmale von Acanthaelisis oecitanica und baetica einander gegenüber; Ent. Monthl. Mag. XX S. 181. Derselbe bespricht die Verschiedenheiten des Tpmateres par- dalis von Indien und T. clavicornis vom Senegal; ebenda S. 184. Derselbe weist Formicaleo tetragrammicus aus der Schweiz. nach; ebenda S. 185. Myrmeleon Quedenfeldti (Casablanca, Marocco); Kolbe, Berl. Entom Zeitschr. 1884 S. 134. Ascalapllidae. Dicolpus (n. g.; oculi divisi; antennae simplices, alis posticis paullo breviores; al. ant. elongato-triquetrae , margine intemo basim versus profunde bisinuato, post. rotundatae, latitudine ter longiores; abd. cT lineare, cercis exsertis, basim versus lamellatim dilatatis) volucris (Kamerun); Gerstäcker a. a. 0. S. 7. Ascalaphus radians (Amur) S. 8, expansus (Kleinasien) S. 9; der- selbe ebenda. Ulula praecellens (Chiriqui) S. 3, immersa (ibid.) S. 4; Gerstäcker a. a. 0. S. 4. Suphalasca hadllus (Kamerun) S. 5, euryptera (ibid.) S. 6, spectahilis (Peak Downs) S. 84, laeta (Sidney) S. 85, moesta (Peak Downs) S. 87; Gerstäcker a. a. 0. Haploglenius pictus (Amaz. super.); Gerstäcker a. a. 0. S. 2. Diptera. Viallanes studirte die merkwürdigen Bewegungen der Athemröhre am Körperende der Larve von Eristalis. Die- selbe ist von einer Zahl von Cylindern gebildet, welche nach dem Willen des Thieres verlängert oder verkürzt werden können. Die Verlängerung geschieht durch Kontraktionen des Körpers, durch welche Blut in dieselbe hineingepresst wird; die Verkürzung durch besondere Muskeln und innere elastische Bänder. Jedes dieser Bänder ist von einer einzigen spindel- förmigen Zelle gebildet, die mit ihrem einen Ende an das be- nachbarte Integument befestigt und mit dem anderen in einen Fortsatz verlängert ist, der sich an die Innenseite der Athem- röhre anheftet. Die Zelle und ihr Fortsatz sind in eine ziem- lich dicke, aber sehr elastische Haut eingehüllt. Im Zellcentrum ist ein grosser kugeliger Kern, umgeben von Protoplasma, das sich auch in die Verlängerung fortsetzt. In der Zelle selbst ist eine lange elastische Faser entwickelt, die in ihren physi- im Gebiete der Arthopoden während des Jahres 1884. 103 kalisclien Eigenschaften z. B. denen aus dem Nackenligament eines Säugers ähnlich ist. Sie ist mehrere Male um den Zell- kern gefaltet und geht durch den Fortsatz der Zelle, an dessen Ende sie sich anheftet, in geradem Verlauf; ihr anderes Ende ist mit dem Protoplasma der Zelle verschmolzen. Wenn die Zelle sich streckt, entrollt sich der zusammengefaltete Theil der Faser. Diese mitgetheilten Thatsachen sind deshalb von Interesse, weil sie einmal zeigen, einen wie hohen Grad von Vollkommen- heit eine einfache Zelle erreichen kann, und andererseits eine neue Art elastischen Gewebes kennen lehren, die bei den Ver- tebraten in der Zwischenzell^ubstanz , in diesem Falle dagegen in der Zelle selbst entwickelt ist. Ferner scheint es, dass das- selbe Streben im elastischen wie im Muskelgewebe herrscht; hier wie dort wird eine Vervollkommnung erzielt durch Theile, welche sich von dem Protoplasma der Zellen, zu denen sie ursprünglich gehören, trennen und als Zwischenzellsubstanz un- getheiltes Gemeingut benachbarter Zellen werden. C. R. Acad. Sei. Paris XCVIII S. 1552 f. und Ann. a. Mag. N. H. (5) XV S. 151. J. Künckel verfolgte die Herzbewegung während der Ver- wandlung von Eristaliden. Nach der Verwandlung zur Puppe dauern die Herzschläge noch fort, dann hören sie eine Zeit lang auf und beginnen wieder, um bis zum Tode der Imago nicht aufzuhören. Die Pause fällt mit dem Zeitpunkt zusam- men, wo die Organe die histiologischen Aenderungen eingehen, welche speziell dursh die Bildung einer Aortengegend gekenn- zeichnet sind. C. R. Ac. Sei. Paris XCIX S. 151. ff. Fabrica oris Dipterorum; Dipterernes mund i anato- misk og systematisk henseen; ved H. J. Hansen. 1. afd. (Ta- banidae, Bombyliidae, Asilidae, Thereva, Mydas, Apiocera); med 5 Kobbertavler. Kjöbenhavn 8°; 220 Ss. (Habe ich nicht gesehen). Gercke macht Mittheilungen über die Metamorphose einiger Dipteren; Verh. Ver. f. naturw. Unterhaltung Ham- burg V S. 68 ff. Taf. 1, 2. Norellia spinimana; Cleigastra apicalis; Rhamphidia longirostris; Agromyza flava; Ceratopogon piceus; Sciara intermedia, Giraudii; Hydrellia fulviceps; Ephy- dra breviventris; Ctenophora atrata; Azelia Macquarti; Cyrto- neura caesia, stabulans; Drosophila flaveola. 104 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Portschinsky veröfFentlicht in den Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 247 ff. mit Holzschn. eine Monographie der Sarcophila Wohlfahrti, jener Art, die in einigen Gouver- nements des russischen Reiches in schmerzhaften und lebens- gefährlichen Geschwüren am Kopf (Nase, Wangen, Ohr) des Menschen ihre Entwickelung durchmacht. Durch die Wahl der russischen Sprache für diese Monographie hat der Verfasser den Kreis seiner Leser sehr eingeschränkt. Laboulbene theilt einen Fall von Myiasis mit, den dieselbe Art, die Laboulbene unter dem Namen Sarcophaga oder Sarco- phila magnifica aufführt, in Meze (Herault) veranlasst hat und führt nach einer Beschreibung der Art aus der Literatur No- tizen über ähnliche Krankheitsfälle an; Ann. Ent. France 1884 S. 28 ff. PI. I Fig. 7. Osten-Sacken hat seinen Essay on comparative chaetotaxy auch in den Transact. Ent. Soc. London 1884 S. 497 ff. erscheinen lassen. Dipterous larvae from thewestern alkaline lakes and their use as human food. By S. W. Williston; Trans. Connect. Acad. VI S. 87 ff. mit Holzschn. Willis ton erhielt zahlreiche Larven und Imagines einer Fliege der Gattung Ephydra, die sich in den stark alkalischen Seeen des Westens in „unzähligen Millionen" entwickeln; die Imagines ruhen theils auf der Oberfläche des Wassers, theils bedecken sie die Küste. Fische und Amphibien kommen in den Seeen nicht vor, wohl aber eine Artemia, A. Monica Verrill. Zur Zeit, wo die Larven in den Seeen entwickelt sind, kommen Indianer (Pah-Utes) dorthin, um sie zu sammeln. Nachdem sie von den anhaftenden Sandtheilchen gereinigt sind, werden sie in der Sonne getrocknet, die Hülle in der Hand abgerieben, worauf der Rest, einem kleinen gelben Reiskorn ähnlich, geniessbar ist. Dieses von den Indianern „Koo-chah-bee" genannte Nahrungsmittel soll sehr nahrhaft und dabei wohlschmeckend sein; ein Korrespondent von Willis ton vergleicht den Ge- schmack desselben dem von „meatbiscuit." Die Art sieht Williston fraglich als dieselbe an, welche Packard aus dem Clar Lake in Kalifornien beschrieben hatte (nur im Larven- und Puppenstadium); hier ist auch die Imago beschrieben. Vgl. dies. Bericht über 1871 und 1872 S. 398 (178). Bonavia veranlasst eine Reihe von Erörterungen in der im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 105 Nature Vol. 31 S. 54, 82, 103 durch seine Mittheilung ebenda S. 29, dass er die „house-fly" als Schmarotzer aus der Raupe von Papilio Erythronius erzogen habe; Mc Lachlan, Jenner u. A. nehmen eine Verwechselung mit einer Tachi- narie an. Schimkewitsch behandelt die Metamorphose einiger Schma- rotzer von Stauronotus vastator in russischer Sprache. Genannt sind Systoechus nitidulus, leucophaeus ; Mulio obscurus. Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 11 ff. Spangberg berichtet über die (auf mehr als 500000 Kronen geschätzten) Verheerungen der „Kornflugan", unter welchem Namen sowohl Chlorops taeniopus als auch Oscinis frit bezeichnet wird. Beide Insekten werden von einem Braconiden, Coelinius niger, und dieser von einem Pteromalinen, Pterom. muscarum verfolgt; Entom. Tidskrift 1884 S. 203. Osten-Sacken erörtert auch in den Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 489 die Frage nach der Einschleppung von Arten aus fernen Gegenden, wobei Eristalis tenax, Sarcophaga carnaria, Psilopus pallens, Culex sp., Syrphus pyrastri zur Sprache kommen. Die 24. partie von Bigot's „Dipteres nouveaux ou peu con- nus" enthält die Beschreibung neuer Arten aus der Familie der Syrphiden; Ann. Ent. France 1884 S. 73 ff., die 25. partie Anthomyzides nouvelles; ebenda S. 263 ff. van der Wulp macht Bemerkungen zu quelques Di- pteres exotiques; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 288 ff. Ausser neuen Arten sind es Sciara sp. ; Odontomyia tritaeniata Bell; Tabanus thoracinus Pall.j luteolus i?o.; Chrysops crassicornis V. d. Wulp (geminatus Macq. nee Wied.)] Dacus ferrugineus F. van der Wulp macht Bemerkungen zu folgenden Ameri- kaansche Diptera: Leptogaster flavipes Liv.] Deromyia Winthemi Wied.y basalis Wdk.'^ Somula decora Macq,\ Tijdschr. V. Entomol. XXVII S. 207 f. Osten-Sacken stellt ein Verzeichniss der (53) Arten, die in der Literatur von Madeira angegeben sind, zusammen; Entom. Monthl. Mag. XXI S. 32 f. Sammlung von Dipteren aus Spanien, bei Elche, Ibiza und auf Mallorca; v. Röder, Ent. Nachr. 1884 S. 253 ff. v. Röder führt einige Dipteren von der Insel Sardi- nien auf; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 40 flf. 106 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Mik bringt Nachträge zu Schiner's „Fauna Au- striaca", „die zunächst jenen Liebhabern der Dipterologie zugute kommen sollen, welche bei ihren Studien fast ausschliess- lich nur das genannte Werk zu benutzen in der Lage sind." Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 201 ff. No. IV der Beiträge zu einem Verzeichnisse der Dipteren Böhmens von F. Kowarz beschäftigt sich mit den Dolichopodiden; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 45 ff. Diptera europaea et asiatica nova aut minus cognita cum notis biologicis; J. PortscMnsky, Hör. See. Ent. Ross. XVIII S. 122 ff. Ausser neuen Arten sind Tabanus gigas Herhxt und tricolor Zell.y caraboghensis Portsch.] Microcephalus Neugebaueri Portsch.] Cephalomyia maculata Wied. und Oestrus purpureus Brauer ^ Oestrus Ovis L\ Echinomyia macularia Wied.\ Sarcotachina subcylindrica Portsch. behandelt. Aller Text mit Ausnahme der Beschreibungen ist russisch. In einem Supplement zur Enum. Dipter. Malay Ar- chipel, in den Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 10 ff. stellt Osten - Sacken eine neue Dexinen - gattung auf, macht Bemer- kungen zu den Gattungen Laglaisia, Anaeropsis, Zygothrica, und ergänzt und vervollständigt die Synonymie der früher er- wähnten Arten: Acanthia obesa Walk. = azurea Gerst.] Tinda modifera = Biastis indicus Walk.'^ Nerua ist mit dem älteren Evasa Walk, synonym; Solenaspis Beccarii O.-S. = Plagiocera nitens Big.] Formosia smaragdina Big. =: Rutilia pretiosa; Trypeta quadrifera = Themara ampla Dol] Diopsis argenti- fera Big. = subnotata; Notiphila sinensis ScMn. ist eine Para- limna. — Graptomyza lineata ist nach einem reicheren Material eingehender beschrieben. Kirby ergänzt und berichtigt Hutton's Verzeichniss Neu- seeländischer Arten (s. d. Bericht für 1882 S. 96), wonach 123 Fliegen aus Neuseeland bekannt sind; Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 269 ff. V. Röder macht Dipterologisch-synonymische Be- merkungen; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 290 ff. (Scatophaga oeceana Mcg. und ostiorum Hai. = borealis Ze«.; Cyrtopogon oculiferum Big. = Meyer-Dürii Mik] Low hat in seiner Gattung Dysaletria durch ein Versehen den Artnamen (Tachypeza) atri- ceps Boh. in melanocephala verkehrt; der australische Conops aurosus Newm. = aureorufus Mcq. = Bulbimus Walk., C. Se- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 107 gethi Bnd. nicht = costatus F.; Haematobia ferox Roh, DestK = Stomoxys melanogaster Mag.). Handlirsch hält die Gattung Chi sia ÄaZ. für (Heteroneura) spiirca Halid. ■= (Heteromyza) flava Meig. für berechtigt, und kann den Namen auch nicht etwa deshalb für zu verwerfen ansehen, weil bereits eine alte Pflanzengattung dieses Namens existirt. Clusia bildet mit Heterochroa Schin. eine zwischen Heteroneurinen und Cordylurinen stehende, am nächsten den Cordylurinen verwandte Gruppe, von denen sie sich durch das Fehlen der abstehenden Präapikaiborste an den Hinterschienen unterscheidet. Die 2 Arten der chilenischen Gattung Hetero- chroa zeigen einen interessanten Parallelismus mit den beiden europäischen Clusia -Arten hinsichtlich der Fitigelfärbung; Verh. Zool. Bot. Gesellsch. Wien XXXIV S. 8 ff. Taf. V Fig. 9—12. Stilopogon aequecinctus (Sardinien); Costa a. a. 0. Protomyia dubia (Dobbertiner Lias); Geinitz, Zeitschr. deutsch, geol. Ges. 1884 S. 582 Taf. XIII Fig. 26. Nematocera. No. XXXVHI der Notes from the Leyden Museum VI S. 248 ff. von F. M. van der Wulp handelt on exotic Di- ptera (Nematocera). Cecidomyidae. Cecidomyia Braueri (Mähren; erzeugt Gallen an den unterirdischen Trieben von Hj'pericum perforatuna, in denen 2 bis 5 Larven unter einem fleischig gewordenen Niederblatt leben; zur Ver- wandlung bleiben die Larven in der Galle und verfertigen sich an der Innenseite der deformirten Blätter einen schneeweissen , dicht gewebten Cocon, den die Imago durch eine unregelmässig gefranste Oeffnung von Mitte August bis Mitte September verlässt, nachdem die N}Tnphenruhe etwa 14 Tage gedauert hat. Ausser dieser neuen Galle waren nur 2 Di- pterocecidien , Blättertaschen an den Triebspitzen von H. humifusum, er- zeugt durch C. serotina, und Blätterschöpfe an den Triebspitzen von H. perforatum und humif. , erzeugt durch C. Hyperici, an Hypericum bekannt gewesen); Handlirsch, Verh. Zool. -Bot. Gesellsch. Wien XXXIV S. 135 Taf V Fig. 1—8. C. iynorata (= Onobrychidis Low nee Bremi); Wachtl, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 165 Taf. II Fig. 1, 2; (nach Mik ist C. Giraudi Frßd. = C. Onobrychidis Bremi; ebenda S. 215 mit 2 Holzschn.). F. Müller macht eine Art bekannt, welche auf (der Unter-, selten der Oberseite der Blätter von) Paullinia gestielte Gallen , ähnlich einer länglichen gestielten Moosfrucht erzeugt. Pie Puppe dieser Art besitzt an 108 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen den Fühlerscheiden einen platten, dreieckig -spitzen, gezähnelten Anhang, der wie ein Kiefer aussieht und auch die Verrichtung eines solchen hat, indem mittels desselben der Deckel der Galle abgeschnitten wird. Kosmos XV S. 300 ff. mit Holzschn. Clinorrhyncha millefolii (in den Achenen von Ach. mill.); Wachtl, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 161 ff. Taf. 11 Fig. 3-5. Mycetophilidae. de Man beschreibt den abnormen Aderverlauf eines kürzlich in Holland gefangenen männlichen Exemplars der seltenen Polylepta leptogaster Wtz. , des dritten , das aus Holland bekannt wird ; Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 137 ff. PI. 7 Fig. 1, 2. Mycetophila zanthottncha , adumbrata (Niederösterreich); Mik, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 81. Einen Beitrag zur Dipteren-Fauna Galiziens beginnt Grzegor- zek mit der Beschreibung neuer Sciara- Arten. Er gruppirt dieselben nach den von Winnertz angewendeten Unterscheidungsmerkmalen, ob- wohl er von ihnen sagt, dass sie „zum äussersten geschraubt worden" sind. — Sc. conica S. 246, Sznahlii S. 247, interdicla, interstincta S. 248, Dziedzickii S. 249, cinerascens S. 250, Mikii S. 251, laeta S. 252, Ko- ivarzii S. 253, Nowickii S. 254, vulpina, colorata S. 255, satiata S. 256, ardua S. 257, angusta S. 258, cojifusa, suavis S. 259, aspirans S. 260, difficüis S. 261, electa S. 262, rufa, fugax S. 263; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 245 ff. Simuliadae. Hagen beobachtete eine Simulium-Art massenhaft um Baumstämme schwärmend, an denen Puppen von Pieris Menapia waren und vermuthet, dass die letzteren von der Fliege ausgesogen werden; viel- leicht thut Culex dasselbe; Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. XXII S. 139. Bibionidae. Bibio rubkundus (Java); van der Wulp, Notes Leyden Museum VI S. 251. Plecia trisds (Mt. Ardjoeno); van der Wulp, Notes Leyden Museum VI S. 251. Culicidae. Megarrhina Christoph! (Amur); Portschinsky, Hör. Soc. Ent. Ross. XVm S. 122. Anopheles harbirostris (Mt. Ardjoeno, Java) S. 248, annularis (ibid.) S. 249; van der Wulp, Notes Leyden Museum VI. PsycllOdidae. Macropeza liasina (Dobbertiner Lias) ; Geinitz, Zeitschr. deutsch, geol. Ges. 1884 S. 582 Taf. XIII Fig. 27. Tipulidae. Sintenis schreibt über die Dipteren familie der Tipulidae in Curland und Livland, aus der nach seinen zuver- lässigen Bestimmungen in den genannten Provinzen 80 Arten bekannt gemacht werden, ungezählt 10—20 Arten, die noch einer Benennung harren. Sitzgsber. Naturf. Gesellsch. Dorpat 1884 S. 2 ft'. Beling beleuchtet einige Arten aus der Familie der Tipu- liden, nämlich T. oleracea und paludosa, T. dilatata; Limnophila hya- lipennis und nemoralis; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 229 ff. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 109 Aus dieser Familie sind T. pratensis und oleracea der Land- wirthschaft schädlich; Ent. Nachr. 1884 S. 190 ff. Mik beschreibt und bildet ab die Nymphe von Trochobola caesarea O.-S.-, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 65 ff. Taf. I Fig. 1 — 5. Chionea araneoides in Schlesien; Zeitschr. f. Entom., Breslau, 9. Heft, Vereinsnachr. S. XXXIX. Pedicia rivosa bei Dorpat; Sintenis, Sitzber. Naturf. - Gesellsch. Dorpat 1884 S. 157. Phalacrocera replicata -Dey., Larve; Ent. Nachr. 1884 S. 260 und 311. Tipula dux S. 270, Clara, obscuripennis S. 271 (Neuseeland); Kirby, Trans. Ent. Soc. London 1884. Ctenophora pectinicornis, Färbungsdifferenzen; Ent. Nachr. 1884 S. 259. van der Wulp stellt eine dichotomische Tafel der (16) ihm be- kannten indischen Arten dieser Gattung auf und beschreibt Ct. curvipes (Gorontalo) S. 254, velutina (Celebes) S. 256, {annulosa S. 253); Notes Leyden Museum VI S. 252 ff. Dixidae. Zur Metamorphose der Dipteren-Gattung Dixa Meig. beschreibt und bildet ab Gercke die amphipneustische Larve (und Nymphe) von D. maculata; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 166 ff. mit Holzschn. Brachycera. Stratiomyidae. Amphilecta superba Br. ist in Brasilien zu Hause; Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 171. Nemotelus leucorrhynchus (Stagno di Cagliari) ; Costa a. a. 0. Tabauidae. Pangonia Zig-Zag hat Madagaskar zur Heimath; Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 171. Nach van der Wulp in der Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 139 ff. ist der dickfühlerige Macquart'sche Chrysops geminatus nicht die Wiede- mann'sche gleichnamige Art und crassicornis genannt S. 141. Chr. aterrimus (Japan); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 457. Leptidae* Leptis dnerascens (Sardinien); v. Röder, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 41. Karsch findet zwischen der Walker'schen Gattung Suragina und Atherix den Unterschied, dass bei ersterer die Augen auf der Stirn ent- weder auf eine längere Strecke einander fast berühren (cf ) oder nur um die Breite des Ocellarhügels getrennt sind ($); zu Suragina gehört die neue Art S. elegans (Ceylon); Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 174. Asilidae. Dioctria ßavicincta (Ibiza; Mallorca); v. Eöder, Ent. Nachr. 1884 S. 253, Bigoti (Mt. di Laconi e di Desulo, Sard.); Costa a. a. 0. Laparus australis (Guinea); van der Wulp, C, R. Ent. Belg. 1884 S. 289. 110 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Rhadiurgus variabilis {Zett.) in der Mark; Karsch, Ent. Nachr. 1884 S. 196. Microstylum Radamae, Rabodae (Central-Madagaskar ; in die Gruppe mit kräftigem Endsporn der Mittelschienen gehörig); Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 172. Cyrtopogon oculiferum^ montamim (Simplon); Bigot, Bu]l. Ent. France 1884 S. 115. Saropogon perlatus (Sardinien); Costa a. a. 0. Maira lauta ^Neu - Guinea) ; van der Wulp, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 290. Dasypogon diversipes (Sydney); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 458. Promachus ßoccosus (Opabo, Neuseeland); Kirby, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 273. Ommatius Schieffein (Waigiou) ; van der Wulp, Notes Leyden Museum VI S. 84 und Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 140 ff. PI. 7 Fig. 3 — 12. Mydaidae. Leptomydas fidviventris (Sudan) ; Bigot, Bull. Ent. France 1884 S. 57. Mydas sardous (Fondongianus ; Stagno di Sorso); Costa a. a. 0. Nemestrinidae. Brauer bestätigt jetzt durch Beobachtung, dass die Entwickelung der Hirmoneura zwei Jahre in Anspruch nimmt; vgl. den vor. Bericht S. 132; Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 1884 S. 271. BomJbyliadae. Anthrax stenogastra (Cagliari); Costa a. a. 0. Empidae. Empis anfractuosa (Niederösterreich); Mik, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 4. Tachydromia nigricoxa., eumelaena (Niederösterreich); Mik, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 82. Dolicliopodidae. Seinem Verzeichniss der in Böhmen aufgefun- denen Arten dieser Familie in der Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 46, 107 flF. fügt Kowarz eine Tabelle zum Bestimmen der Gattungen und eine solche der Arten einzelner Gattungen hinzu S. 49 ff., 53 ff., 107 ff. Auf Diaphorus melancholicus Lw. ist Melanostolus n. g. gegründet; S. 107. Gymnopternus ßavipes (Sardinien); v. Röder, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 42. van der Wulp handelt von den (U) Oost-indische Psilopus- •So orten, von denen er eine analytische Tabelle aufstellt, auf welche eine ausführlichere Beschreibung folgt. Dabei sind als n. sp. angeführt Ps. quadratus (Morotai; Halmaheira) S. 222 Fig. 3, obscuratus (Padang) Fig. 6, 7, pilosulus (Ambarawa) Fig. 8 — 10 S. 226, Jilatus (Java) S. 227 Fig. 11, 12; Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 217 ff. PI. 12. Syrphidae. Euceratowyia (n. g.; Alae ut In genere C allicera, .... antennae magnae, art. primis 2 perbrevibus, 3. valde elongato, com- presso, infra ad basim valde dilatato, parte terminal! tenui, cylindrata, im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. \1\ stylum brevem et pubescentem gerente . . . .) Pergandei (Columbia) ; Williston, Wien. Ent. Zeitschr. 1884 S. 186. — Die Gattung ist nach Bigot mit Merapioidus Big. synonym; ebenda S. 217 und 320, was Williston bestreitet S. 282. Microdon mutabilis in West- Schottland; Cameron, Transact. Nat. Eist. Soc. Glasgow (N. S.) I S. 42 f. PIatych[e]irus ciliatus (Californien); Bigot a. a. 0. S. 74. Melanostoma? octonotata (Algier) S. 7 5, parhyalinata (Madeira), annu- lata (Sierra -Leone) S. 76, Mauritiana (Mauritius), quadiinotata (Mexiko) S. 77, pictipes (Californien) S. 78, pruinosa (Californien), bicruciata (ibid.) S. 79, rostruta (ibid.) S. 80, cruciata (Mexiko) S. 8 1 , anthracoules (Pa- nama), eucerata (Bogota) S. 82, rußcortiis (Australien) S. 83, annulifera (Mexiko) S. 84, cingulata (Mysol), apicalis (Neu-Caledonien) S. 85; Bigot a. a. 0. Girschuer beschreibt Syrphus arcuatus v. bipunciatus, pyrastri v. ßavo- sculellatus S. 197, und das Puparium von Spilorayia speciosa Rossi S. 199 und meldet den Fang von Syrphus laetus bei Meiningen; Wien. Ent. Zeitschr. 1884 Taf. IIL Anomalie chez un Syrphus Ribesii 9; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 237 f. mit Holzschn. S. trilimbatus S. 86, erythropygus S. 87 (Indien), Berber (Marocco), rufinasutus (Marocco) S. 88, Pfeifferi (Mauritius), maculifrons (Mt. Hood), perpallidus (Nordamerika) S. 90, quinquelimbatus (Californien), eupeltatus (Mexiko) S. 91, agilis (ibid.) S. 92, pallipes (Chili), pallidus (Australien) S. 93, Jacksoni (ibid.) S. 94, Canaqueus (Neu-Caledonien) S. 95, rußcauda (ibid.) S. 96, melanurus (ibid.\ Noumeae (ibid.) S. 97; Bigot a. a. 0. D'idesL ßilvipes (Simplon); Bigot, Bull. Ent. France 1884 S. 116. Mesograpta? saphiridiceps , Mu S. 105, pallipes S. 106, circumdata S. 107, lacrymosa S. 108, heraldica, trilobata S. 109, bistriga S. 110, ma- culaia S. 111, bicincta (alle von Mexiko), yaywanna (Brasilien) S. 112, maculipes (ibid.) S. 113, cuprina (Cuba) S. 114, qidnquevittata (Neu-Cale- donien), pallida (ibid.) S. 115; Bigot a. a. 0. Plagiocera haemorrhoa Gerst. =■ Dolichomerus nigritus Bigot -^ Earsch, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 172. Ocyptamus /ttÄ-acofor (Neu-Caledonien); Bigot a. a. 0. S. 116. Volucella nigropicta (Amur); Portschinsky, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 127. Ischyrosyrphus tricolor (Californien); Bigot a. a. 0. S. 73. Eristalis nitidus (Java); van der Wulp, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 291. Sphaerophoria Indiana (I.), pyrr{h]urn (Senegal) S. 99, Borbonica (I. Bourbon) S. 100, pyrrhina (Californien), dubia (ibid.) S. 101, rostrata^ picticauda S. 102, nasuta S. 103, pachypyga^ fulvicauda S. 104 (Mexiko); Bigot a. a. 0. 112 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Merodon airipes (Simplon); Bigot, Bull. Ent. France 1884 S. 116. Conopidae. North American Conopidae: Stylogaster, Dalmannia, Oncomyia. B, S. W, Williston, Trans. Connect. Acad. VI S. 91 fF. Seiner früheren Gattungsübersicht und der Synopsis der amerikanischen Conops- Arten (s. dies. Ber. für 1882 S. 145) lässt Willis ton hier die drei genannten Gattungen folgen; Stj'logaster mit 2, Dalmannia mit 2, Oncomyia mit 4 Arten. Conops costatus Schin. nicht = C. costatus F.^ sondern = C. Segethi Rond.-^ van der Wulp, Tijdschr. v. Entom. XXVII Versl. s. xvin. Stylogaster neglecta (Connecticut; gerne auf den Blumen von Ce- phalanthus); Williston a. a. 0. S. 91. Oncomyia modesta (Washington terr.; Californien) S. 96, Baroni (Californien ; Colorada) S. 97 ; Williston a. a. 0. Dalmannia j^icta (New Mexico); Williston a. a. 0. S. 94. Oestridae, Gyrostigma sumatre.mis aus dem Magen des Rhino- ceros sumatrensis; nur die Larve ist bekannt, aber diese zeigt so viele Unterschiede von Gastrophilus , dass eine generische Trennung gerecht- fertigt erscheint, die auch durch Unterschiede der Imagines ohne Zweifel bestätigt werden wird. Die Unterschiede der Larven sind : Bei Gyrostigma bilden die Arkaden der Hinterstigmen drei im Zickzack gewundene Bänder, bei Gastrophilus 3 konzentrische Halbringe. Bei Gyrostigma findet sich zwischen 'dem 5. — 9. Segment in der Grenzfalte je ein spindelförmiger mit Dornwarzen besetzter Zwischenwulst in der Laterallinie, der Gastro- philus fehlt. Endlich finden sich bei ihr vom 3. bis 11. Segmente vorne drei alternirende Gürtel von Dornwarzen, von denen die am Vorderende sehr gross sind, die folgenden successive kleiner werden; bei Gastrophilus (im 3. Stadium) kommen nur 1 — 2 alternirende Reihen vor. — Eine aus Afrika stammende Art gehört ebenfalls dieser Gattung, aber wohl einer anderen Art an, so dass die verschiedenen Rhinoceros-Arten verschiedene Schmarotzer haben würden. Brauer, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 269 ff. Taf. X. Gastrophilus pallens (Suakim); Bigot, Bull. Ent. France 1884 S. 58. Hypoderma albofasciata (Amur); Portschinsky , Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 128. Ueber H. bovis s. Mitth. Gesellsch. z. Beförd. Ackerbaues . . . Brunn 1884 S. 71. Jacobs berichtet einen ähnlichen Fall wie im vorigen Jahr von Dermatobia noxialis; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 151; vgl. den vor. Ber. S. 125; s. auch Joussaume und Megnin in Bull. Soc. Zool. de France IX S. 114 ff. Tachinidae. Semitachina (n. g. Oplisae Rond. et Tricogenae Rond. äff.) hylemyiaeformis (westl. Transkauk.) ; Portschinsky , Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 133. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 113 Ancylugaster (n. g. Oeypterin. Uromyiae vicinum) armatus (Mexiko); Bigot, Bull. Ent. France 1884 S. 69. Laboulbene beschreibt und bildet ab die beiden Geschlechter von Alophora aurigera Eff§/er und giebt die Synonymie dieser Art, deren Larven er als Schmarotzer von herbstlichen Orthopteren vermuthet; Ann. Ent. France 1884 S. 17 ff. PI. I Fig. 5, 6. Hystricia cyaneiventris (Guanaxuato) ; van der Wulp, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 291. Echinomyia Micado (Kobe); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XDI S. 459. Exorista Tamara (westl. Transkauk.) ; Portschinsky , Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 132. Cholodkowsky fand bei verschiedenen Carabiden - Arten an dem Tra- cheensystem, dicht hinter einem Stigma angeheftet, eine Fliegenmade, die er für eine Tachina hält. Die Tracheenintima ist an der Stelle durch- brochen, die Matrix bildet um das festsitzende Ende des Schmarotzers eine Art kelchartige Hülle; das Kopfende ragt frei in die Leibeshöhle. Der Ver- fasser meint, dass die Fliege ihr Ei an das Stigma lege und dass die Made durch das Stigma in die Trachee einwandere und dieselbe durch- bohre, da schon ganz junge Maden dicht hinter dem Stigma angeheftet erscheinen. Er stellt dann noch aus der Literatur ähnliche Fälle zu- sammen. Zool. Anzeig. 1884 S. 316 ff.; Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 74. Sasaki schildert den Entwicklungsgang der üdschimyia sericaria Rond.; The Nature Vol. 30 S. 435 f. — Die FUege erscheint Mitte April und das Weibchen legt während der Monate Mai und Juni seine Eier auf die Unterseite der Blätter, mehr an die Mittelrippe der Seitennerven, und befestigt dieselben durch eine zähe Masse. Wenn diese mit Eiern be- setzten Blätter von den Raupen verzehrt werden, so schlüpfen nach 1 bis 6 Stunden aus den Eiern die jungen Maden aus, bohren sich am Ende des Nahrungskanals durch die Darmwandung und dringen in eines der unter dem Darm befindlichen Ganglien ein, deren Neurilemm einen Sack um den wachsenden Parasiten bildet. Hat derselbe etwa die Grösse von 5 — 6 mm. erreicht, so zerreisst die Hülle und die Made wandert in die Leibeshühle aus. Hier sucht sie nun den Hauptstamm der Tracheen dicht hinter einem Stigma auf, bohrt in denselben eine Oeffhung, durch welche sie das mit 2 Spirakeln versehene Hinterleibsende in den Hohlraum der Trachee steckt, während sie mit dem Kopfende in die Leibeshöhle hinein- ragt und sich vom Fettkörper nährt. Mit dem weiteren Wachsthum bildet sich um die Made eine derbe Hülle, welche mitwächst; hat sie ihre volle Grösse erreicht, so verlässt sie die Raupe oder Puppe des Seidenspinners als eine sehr bewegliche Made , kriecht in die Erde und verwandelt sich hier in eine den Winter über liegende Puppe. Die befallenen Raupen oder Puppen gehen zu Grunde und ihr Gespinnst ist minderwerthig. Arch. f. Naturgesch. LI. Jalug. 2. ßd. H 114 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Eine Miltogramma- Art schmarotzt bei Dasypoda hirtipes. Müller, Verh. Naturh. Ver. d. preuss. Rheinl. u. Westf. 1884 S. 16 ff. Dexiadae. Urodexia (n. g.) penicillum (Kandari); Osten - Sacken, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 11 ff. mit Holzschn. auf S. 14. Cholomyia (n. g.) inaequipes (Mexiko); Bigot, Bull. Ent. France 1884 S. 37. Sarcopha^idae. üeber Sarcophila Wohlfahrti, Meigeni, latifrons und ruralis s. Portschinsky, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 247 ff.; vgl. oben S. 104. MuSCidae. TricycUa (n. g. Muscin.) ferruginea (Südafrika); van der Wulp, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 293 f. mit Holzschn. Calliphora ßoccosa (Südafrika); van der Wulp, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 292. Lucilia macellaria infesting man; American Naturalist 1884 S. 540 f.; vgl. den vorig. Ber. S. 138. van der Wulp schreibt jets over de Tsetse vlieg (Glossina); Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 1 43 ff. Anthomyidae. Bigot beschreibt a. a. 0. folgende Arten : Proboscido- myia sipkonina (Rocky Mts.); Spathipheromy{i)a (n. g. ; s. auch Bull. S. 123) stellata (Chili) S. 267; Dasyphyma armata (Chili) S. 268; Coe- nosia? caledonica (N. -C.) S. 269; Syllegoptera eurvinervis (Oesterreich) ; Limnophora rufifrons (Frankreich) S. 270, limbata (Mexiko; Chili), chloro- gaster (Buenos Aires) S. 271, normata (Mexiko), rufipes (ibid.) S. 272, aurifera (Chili), zebrina (ibid.) S. 273, anthrax (Mexiko); Hydrophoria dubia (Frankreich) S. 274, (?) pictipes, (?) calopus (Mexiko) S. 275, nigri- cauda (Rocky Mts.), cincta (Temate) S. 276; Chortophila tridens (Frank- reich), sezdentata (ibid.) S. 277, appendicidata (ibid.) S. 278, spinipes (Rocky Mts.), rubrifrons (Buenos Aires) S. 279; Parachortophila mo- desta (Marocco), rußcoxa (Chili) S. 280; Hoplogaster notatus (Australien) S. 281; Trichop[h]ticus ? tristis (Frankreich), crenatus (Mexiko) S. 282; Lasiops nüens (Frankreich); Homalomyia hispanica (Sp.) S. 283, Mexicana (M.), dentaia (Rocky Mts.) S. 284, rupecula! (ibid.); Spilogaster trispilus (Buenos Aires) S. 285, albicinctus (Cap), latevittatus (Natal) S. 286, prid- nosiis (Ceylon), variuns (Natal) S. 287, nubianus (Khartoum), plumiferus (Cuba) S. 288, fulvus (Washington terr.), geniculatus (Buenos Aires) S. 289, bilimbatus, infuscatus (Neu-Caledonien) S. 290, leucocerus (Molukken), ful- viventris (Califomien) S. 291; Lispa Lestremensis (L. in Frankreich), hirti- basis (Cap) S. 292, spinipes (ibid.), hottentota (ibid.) S. 293; Hyctodesia dubia^ ? chilensis (Chili) S. 294, ? antar{c)tica (AustraUen) S. 295; Antho- myia Sancti - Jacobi S. 296, ? rub{r)ifrons (Chili), monticola (Rocky Mts.) S. 297, ? cothurnata, ? dubia (ChiU) , anthracina (Rocky Mts.) S. 298, oculifera (Baltimore); Hylemyia ßavicaudata (Wash. terr.) S. 299, andicola (Chili), ornata (Natal) S. 300, tricolor (Natal) S. 301; Dialyta bicolor im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 115 (Mexiko); Ophyra aryenlina (Buenos Aires) S. 302, setosa (Chili), hirtula S. 303, andina, pusilla (ibid.) S. 304. Cordyluridae. Clusia Mikü (Mähren); Handlirsch, Verb. Zool. Bot. Ges. Wien XXXII S. 137 Taf. V Fig. 9; ebenda ist (Heteromyza) flava Meig.^ der vorliegende Art nahe steht, diagnosticirt und ein Flügel in Fig. 10 abgebildet. (Die erstere Art ist nach v. Röder = Cl. de- cora Zw.; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 291.) Ortalidae. Mikimyia (n. g.) furdfera (Brasilien); Bigot, Bull. Ent. France 1884 S. 29. Epicausta metallica (Südafrika), nigra (Sansibar); van der Wulp, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 295. Trypetidae, Chaetostoma princeps (Aritzo; Valle Sa Minda, Sard.); Costa a. a. 0. Sapromyzidae. Paracelyphus sumatrensü (Atjah); van der Wulp, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 296. Unter den Celyphus - Arten des Berliner Museums sind C. Aurora (Java), hyalinus (Ceylon), lucidus (Ceylon), signatus (Bintang), cognatus (Ceylon), anisotomo'ides (Bengalen), Bigott (Ceylon) neu; Karsch, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 173. Ephydridae. üeber Ephydra Californica (?) s. oben S. 104. Pupipara. Hippobosca Sudanica (S.); Bigot, Bull. Entom. France 1884 S. 59. Aphaniptera. Die systematische Stellung der Flohe ist nach Kräpelin neben, nicht unter den Fliegen. Die Unterschiede beider Ordnungen (und der Rhynchoten) lassen sich folgendermassen gegenüberstellen: 1. Diptera. Vollkommene Verwandlung. Kopf frei, mit facet- tirten Augen. Saugrüssel von einem dorsalen und ventralen Halb- kanal (Oberlippe und Hypopharynx) gebildet, mehr oder weniger in seiner ganzen Lange eingeschlossen in die Unterlippe, welche wie eine Scheide eingerollt ist und an ihrer Spitze die eingliederigen Palpen trägt. Mandibeln fehlend, oder stiletförmig , zwischen Ober- lippe und Hypopharynx eingezogen. Maxillen, wenn vorhanden, mit Tastern. Speichelgang ein unpaarer Kanal im Inneren des Hypo- pharynx. Ein „Saugmagen". Thorakalsegmente verschmolzen, ge- wöhnlich mit einem Paar Flügel und einem Paar Halteren. 2. Siphonaptera (diesen Namen nimmt Kraepelin für Apha- niptera an). Vollkommene Verwandlung. Kopf mit breiter Fläche dem Thorax angefügt, ohne facettirte Augen. Mundtheile saugend. Saugrohr von einem dorsalen und zwei seitlichen Kanälen gebildet 116 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen (Labrum und Mandibeln); der vordere Abschnitt nur mehr oder weniger seitlich von den vielgliederigen terminalen Labialtastem umschlossen, und an der Basis ausser von letzteren, von den blattartigen taster- tragenden Maxillen. Speichelgänge paarig, an der Innenseite der Mandibeln. Kein Saugmagen. Thorakalsegmente frei, ohne Flügel und Halteren, mit pleuralen Fortsätzen auf den beiden letzten Seg- menten. — Festschrift zum fünfzigjährigen Jubiläum des Realgymna- siums des Johanneums; Hamburg 1884. Nach Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 36 ff. Zur Frage nach der Veränderung der Sarcopsylla pene- trans unter dem Einflüsse des Parasitismus von W. Schimkewitscb, Zool. Anz. 1884 S. 673 ff. Die sämmtlichen Aenderungen beziehen sich nur auf den Hinterleib, dessen Hautmatrixzellen wachsen und eine neue Chitin- schicht absondern, während die alte im vorderen Theile platzt und sich zurückzieht; die Segmentirung geht verloren, aber die hintersten Segmente stülpen sich in den kugelig angeschwollenen Hinterleib ein und bilden eine Kloake, in die der Darm, die Geschlechtsorgane und Tracheen münden; jederseits sind vier Tracheenstämme vorhanden. Um die Stigmen herum finden sich traubenförmige Anhäufungen von Drüsenzellen, und die Enden der Tracheen verbinden sich mit den sog. Respirationszellen Landois'. An den Verdauungsorganen ist die Bildung eines unregelmässig verästelten Chylusmagens im Hinterleibe zu bemerken, der dem entsprechenden Darm- abschnitt der Milben sehr ähnlich ist. Es ist daher nicht uuAvahr schein- lich, dass die gleiche physiologische Ursache (Saugen von Blut und Lymphe) die gleiche Gestalt des Darmes bei verschiedenen Thieren her- vorgebracht hat (Milben, Spinnen, Pycnogoniden , Sarcopsylla), bei den ersteren bleibend, bei Sarcopsylla von der Zeit der parasitischen Lebens- weise an. Lepidoptera. Bau, Entwickelung und morphologische Bedeu- tung der Leydig'schen Chorda der Lepidopteren sind nach Nusbaum folgende: Bei jungen Raupen von Bombyx Mori entstehen von der peritonealen Hülle der Tracheen Wucherungen, von denen die vor einem jeden Abdominalganglion liegenden die Muskulatur, die übrigen den Chordakörper liefern. Durch Ver- mehrung der Kerne in den Wucherungen und indem sich die- selben mit Plasma umgeben und reihenweise anordnen, entstehen auf die bekannte Weise die Muskeln, deren inneren Theile, verästelt und mit unveränderten spindelförmigen Zellen, in der späteren Chorda ein Gerüst herstellen. In dem innersten Theile der Chordaanlage bleiben die Zellen unverändert erhalten, ver- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 117 mehren sich sehr rasch endogenetisch , so dass dann in fein- körniger Grundsubstanz die Kerne diclit gedrängt eingebettet sind. In der Grundsubstanz treten später helle Streifen auf, die sich weiter ausdehnen und mit einander verschmelzen; von den Kernen bleibt nur ein geringer Theil erhalten. Die Grundsub- stanz wird zu einer hyalinen Gallertsubstanz. Die feine Haut, welche die Chorda umhüllt, lässt Nusbaum z. Th. aus der „äusseren tun. propria der Tracheen" hervorgehen, theils von der Gallertsubstanz abgeschieden werden. Die definitive Chorda besteht demnach aus einer hyalinen gallertartigen Substanz, in der neben Zellen auch Fettkügelchen eingebettet sind, und welche von einem verzweigten Fasergerüst, den Enden der Muskeln, die von der Chorda ausgehen, durchzogen ist. Im Innern derselben liegt der Bauchstrang des Nervensystems, und sie ist daher als äusseres Neurilemm anzusehen. Da nun bei anderen Insekten das Bindegewebe des Bauchdiaphragmas in verschiedenem Grade eine Verschmelzung mit dem äusseren Neurilemm eingeht, so ist die „Chorda der Lepidopteren als ein Homologen des Bindegewebes der Bauchdiaphragmen anderer Insekten, ihre Muskulatur als Homologon der Muskulatur der- selben zu betrachten." Mit der Chorda der Wirbelthiere weist sie nur Analogieen, keine Homologieen auf, da sie ein Mesoskelet ist. Zool. Anz. 1884 S. 17 ff. mit 2 Holzschn. Cholodkovsky ergänzt eine frühere Mittheilung (s. diesen Bericht für 1880 S. 136) über die Hoden der Lepido- pteren; Zool. Anzeig. 1884 S. 564 ff. In dem (häufigsten) Falle, wo die 2X4 Hodenschläuche durch eine gemeinsame Hülle zusammen gehalten werden, lassen sich 4 verschiedene Hüllen unterscheiden, die, von aussen nach folgend, sind: 1. die gemeinsame, alle 8 Schläuche umhüllende Haut, welche aus Tracheen, die z. Th. zu einer Membran verwachsen sind- besteht. 2. Eine gemeinschaftliche, aus dem Fettkörper be, stehende Hülle; dieselbe fehlt z. B. Lycaena und Cidaria. 3. Eine für jeden einzelnen Follikel gesondert bestehende chi- tinige, sehr tracheenreiche Hülle. 4. Die tunica propria jedes Follikels. Da die drei äusseren Hüllen sämmtlich Produkte der Hypodermis sind, so ist die früher schon gewählte Bezeichnung „Skrotum" im eigentlichen Sinne des Wortes gerechtfertigt. Nach dem grösseren oder geringeren Grade der Vereinigung der 8 Follikel stellt Cholodkovsky 4 Typen der Hoden auf, 118 Bertkau: Bericht über die wiasenschaftlichen Leistungen von denen die folgenden in früheren Stadien der Entwickelung den ersteren gleich gewesen sind: 1. der embryonale mit zwei Hoden und ganz getrennten Follikeln. Derselbe ist nur von Hepiolus bekannt. 2. Der larvale mit zwei Hoden, deren je vier Follikel von einer gemeinschaftlichen Hülle umschlossen sind (Bombyx Mori; Saturnia Pyri; Aglia tau u. a.). 3. Der Puppentypus mit unpaarem, eine mediane Einschnürung zeigen- dem Hoden (Lycaena; Adela). 4. Der definitive Typus mit unpaarem, der äusseren Einschnürung entbehrendem Hoden, dessen 8 Follikel meist um die Längsachse des Hodens gewun- den sind. Dieser Typus ist die Kegel. Nach demselben ist die Normalzahl der Malpighi'schen Gefässe jederseita 3, und diese Zahl findet sich bei allen Raupen, auch bei denen, deren Imagines von dem normalen Typus abweichen. Letzteres ist z. B. Tineola biselliella, pel- lionella und Blabophanes rusticella der Fall, wo jederseits nur ein Gefäss ist. Bei der Raupe der erstgenannten Art ver- einigen sich die 3 Gefässe zu einem gemeinsamen, in den Darm mündenden Stamm. Bei der Verwandlung in die Puppe unter- liegen dieselben der fettigen Degeneration und nur der gemein- same Stamm bleibt übrig, der während des Puppenstadiums sich vergrössert und so das Malpighi'sche Gefäss der betreffen- den Seite im Imagozustand bildet. Bei Galleria cereana ist jederseits ein Büschel stark verzweigter Gefässe vorhanden, und bei Tinea misella sind von den typischen 6 jederseits zwei bis fast zu ihrem Ende mit einander verschmolzen. Compt. Rend. Acad. Sei. Paris XCIX S. 816 flf.; Americ. Naturalist 1884 S. 1047. Eine Mittheilung von E. Haase in der Zeitschr. f. EntomoL, Breslau, 9. Heft, S. 15 flf. über sexuelle Charaktere bei Schmetterlingen bezieht sich auf den Haarpinsel am Anfang des Hinterleibes von Acherontia Atropos cT und das gleiche Organ an den Mittelschienen von Catocala Fraxini cT und an- derer Arten. Die Bedeutung dieser Gebilde ist nach Haase noch nicht ermittelt. Von dem „Schienenblatt" giebt er eben- falls eine Beschreibung und vermuthet, dass es zur Reinigung der Haarpinsel dienen könne. Der Aufsatz ist durch einige Holzschnitte illustrirt; s. auch Ent. Nachr. 1884 S. 328. Bertkau verweist auf ältere Angaben der Literatur, aus denen mit grosser Wahrscheinlichkeit hervorgeht, dass die er- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884 119 wähnten Haarpinsel Duftapparate sind; bei Ach. Atropos deutet er die Lage der Drüsenzellen an. — Die Bedeutung des Schienenblattes in dem von Haase angegebenen Sinne bean- standet derselbe, weil auch die Weibchen dieses Organ be- sitzen. Verh. Naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. XLI S. 343 flf. Der Palpua maxillaris Lepidopterorum wurde von A. Walter an 101 Arten studirt. Bei Micropteryx ist er sechs- gliederig, während bei den übrigen untersuchten Gattungen eine Reduktion der Gliederzahl eingetreten ist, bei Tinea auf 5, bei Crambus und Botis auf 4, bei Carpocapsa auf 3, bei Noctu- inen und Zygaenen auf 2, bei Pterophoriden , Spannern, Spinnern, Schwärmern und Tagschmetterlingen (nebst Hespe- riaden) auf 1, und bei Lycaena sogar nichts einem Maxillar- taster ähnliches sich auffinden Hess. Jenaische Zeitschr. f. Naturwissensch. XVIII S. 121 ff. lieber die Mundwerkzeuge der Schmetterlinge; von P. Kirbach; dies. Archiv L (1884) S. 78 fif. Taf. V, VI. — Ist eine weitere Ausführung der vorjährigen vorläufigen Mit- theilung, und ich verweise daher auf das Referat in dem vor. Bericht S. 140. Kellner stellte Chemische Untersuchungen über die Entwickelung und Ernährung des Seidenspinners an; die landwirthsch. Versuchs-Stationen, XXX, S. 59 ff. Von dem dargereichten Futter wurde nur Ve — Ys verdaut; schon bei der Aufnahme fand eine Auswahl Statt, indem die zarteren Theile der Blätter bevorzugt wurden. Von der aufgenommenen Nah- rung wurden Fett, stickstofffreie Extraktstoffe, z. Th. auch Rohprotein verdaut; die Rohfaser ist gänzlich unverdaulich. Mit den Exkrementen wird von jungen Raupen auch Harnsäure ausgeschieden, deren Menge sich später vermindert. In der letzten Zeit des Raupenlebens häuft sich im Körper Fett an, das nur z. Th. von dem aus der Nahrung resorbirten Fett her- rühren kann, z. Th. aber durch Zerfall des Eiweisses und durch Umbildung stickstofffreier Stoffe entsteht. Von den Ei- weisskörpern der spinnreifen Raupe wird etwas über die Hälfte zur Bildung der Seidensubstanz des Cocons verwendet; die andere Hälfte geht in die Puppe über und unterliegt in nicht sehr bedeutendem Umfange der Zersetzung. Von Mineral- stoffen wird namentlich Kalk, Magnesia, Phosphorsäure und 120 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Kieselsäure angesetzt, Kali dagegen nur in untergeordneter Menge zum Aufbau des Körpers verwendet. Standfuss theilt mit, dass die Imagines gewisser Arten zu ganz bestimmten Tageszeiten die Puppenhülse verlassen ; Hybo- campa Milhauseri z. B. zwischen 3.30 und 5 Nachmittags; Notodonta argentina cT Vormittags zwischen 7 und 9, die 9 zwischen 3 und 5 Nachmittags. Dann werden Arten namhaft gemacht, die ein- und sogar zweimal über die gewöhnliche Zeit hinaus überwinterten. Bei Limacodes testudo kommt sogar eine zweimalige Ueberwinterung der in ihrem Cocon einge- schlossenen Raupe vor, die sich bekanntlich erst nach der Ueberwinterung in eine Puppe verwandelt. Zeitschr. f. Entom. Breslau, 9. Heft S. 64 ff. lieber die Hautdrüsen von Raupen aus den Familien der Saturniaden und Bombyciden s. Dimmock, Americ. Naturalist 1884 S. 535, 1046 (aus Psyche for Sept./Octob. 1884). Auf Grund von Zuchtresultaten an 30 Arten hält sich Standfuss zu folgenden Thesen berechtigt, „die vielleicht im Thierreiche eine weitere Verbreitung haben": 1. Das Geschlecht der Nachkommenschaft ist vor jeder Befruchtung durch den Bau des weiblichen Körpers bestimmt; die Befruchtung wirkt nur Leben weckend. 2. Die Auslösung der Eier erfolgt nicht gesetzlos, sondern nach dem Geschlecht der Eier reihenweise; eine Reihe männlicher Eier beginnt. 3. Die Zahl der männ- lichen und weiblichen Eier eines $ ist wesentlich gleich; ein kleiner Ueberschuss fällt regulärer Weise dem männlichen Ge- schlecht zu. Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 210. F. Müller ftlhrt einige Fälle an, wo verwandte Schmetter- lingsraupen auf verwandten Pflanzengattungen fressen; The Nature Vol. 30 S. 240. Baron theilt von Papille Orizabus und Appias Se- lene eine gleiche Gewohnheit einer Durchspülung des Ver- dauungskanals mittels Wassers mit, wie Jones von Panthera apardalaria gemeldet hatte; vgl. d. vor. Ber. S. 142; Nature, Vol. 29 S. 503. C. E. della Torre macht eine vorläufige Mittheilung sui tegumenti delle crisalidi di Pieris Brassicae; Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 62 ff. E. B. Poulton handelt in seinen Notes upon, or suggusted by, the colours, markings, and protective attitudes im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 121 of certain lepidopterous larvae and pupae . . . von den Seiten- streifen und (rothen) Punkten bei Smerinthus-, Sphinx- und Endromis- Raupen, von der Haltung und Färbung der Raupe und Puppe einiger Ephyra - Arten , von der Raupe von Noto- donta zigzag, die durch ihre Zeichnung den Schein einer winkelig gebogenen Haltung erregt, u. s. w. Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 27 ff. PL I. Schutzfarben unserer einheimischen Lepidopte- ren, ihrer Eier, Raupen und Puppen, von H. Freih. von Bock Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 217 ff. C. Zimmermann hielt einen Vortrag über die Variabi- lität der Schmetterlinge in ihren verschiedenen Entwicke- lungsstadien und den biologischen Werth von Form, Farbe und Zeichnung; Verhandl. Ver. f. naturw. Unterhalt. Hamburg V S. 58 ff, 66 ff Snellen zählt mehrere insulare Farbenvarietäten von weit verbreiteten Schmetterlingen auf: Danais Chrysippus, Philomela, agleoides; Euploea Midamus, Radamanthus, Bremeri; Limenitis Nefte; Miletus Symethus; Cathaenia Hyparete; Hypsa Dama; Nychthemera Coleta; Hazis Bellonaria, Doubledayi; Tijdschr. v. Entom. XXVH Versl. S. LXXX ff. Thierry-Mieg benennt mehrere Aberrationen von Nacht- schmetterlingen: Brephos Parthenias ab. PassetH; Numeria pul- veraria ab. PassetH; Hybernia leucophaearia ab. funehraria; Bupalus piniarius ab. tristis; Ortholitha limitata ab unkolor; Aglia tau ab. fere (/) nigra; Le Naturaliste 1884 S. 437. On the European species of Lepidoptera with apte- rous or sub-apterous females; by R. C. R. Jordan; Entom. Monthl. Mag. XX S. 219 ff. Gätke meldet grosse Flüge von Plusia gamma, welche bei SO. in westlicher Richtung über Helgoland flogen und einen Schwärm von Hybernia defoliaria untermischt mit aurantiaria, der bei SSW. am 11. October und in den letzten Nächten dieses Monats sich zeigte; s. Ent. Monthl. Mag. XXI S. 30, W. Müller schreibt über einige im Wasser lebende Schmetterlingsraupen Brasiliens; dies. Archiv I (1884) S. 194 ff Taf. XIV. Der Verfasser glaubt 5 derselben Gattung angehörige Arten unterscheiden zu können, die sich alle^ durch eine ähnliche aquatische Lebensweise und einen dieser ent- sprechenden Bau auszeichnen. Aber nur von einer Art ist die 122 Bertkau: Bericht über die wiseenschaftlichen Leistungen Lebensweise genauer geschildert; diese Art ist Cataclysta pyropalis Gn. genannt, gehört aber nach Berg wegen der Tracheenkiemen der Larve und der Nebenaugen der Image zur Gattung Paraponyx. Die Raupe lebt in massig fliessendem Wasser in selbstgefertigten Gespinnsten auf Steinen und nährt sich von den die Steine bewohnenden Diatomaceen, einzelligen Algen, seltener von Conferven und Podostemeen. Das an dem Stein befestigte Gespinnst hat einzelne Lücken, die als Aus- wurfsöffnungen dienen. Die Tracheenkiemen befinden sich an allen Körpersegmenten vom 2. Thorakalsegment an, und bilden an jedem Segment eine obere und eine untere Gruppe. Das Tracheensystem der Raupe ist geschlossen; Stigmen sind am Pro- und Mesothorax sowie am 1.— 8. Abdominalsegment vor- handen; bei der Puppe sind die kegelförmig hervorragenden Stigmen des 2. und 3. Hinterleibsringes offen, die übrigen noch geschlossen. Auch die Puppe liegt in einem Gespinnst, das im Vergleich zu dem Raupensack weniger variabel in seiner Gestalt ist. Vier Stützen halten den mittleren Theil desselben vom Stein entfernt; innerhalb des Gespinnstes finden sich über- sponnene Lufträume von regelmässiger Anordnung, welche gerade von den Punkten ausstrahlen, wo die geöfiheten Stigmen der Puppe liegen; sie werden noch von der Raupe mit Luft gefüllt, indem dieselbe ein Luftbläschen abscheidet und dasselbe dann überspinnt. Gruber schreibt über nordamerikanische Papilio- niden- und Nymphaliden-Raupen; Jen. Zeitschr. f. Natur- wissensch. XVII S. 465 ff. Taf. VII, VIII, mit einer Berichtigung XVni S. 881, indem er zunächst die Färbung und Borsten- resp. Zapfenbildung in den verschiedenen Lebensstufen folgender Arten in mehr oder weniger lückenloser Vollständigkeit schil- dert: Pap. Asterias, brevicauda, Machaon, Turnus, Troilus, Ajax, Philenor; Melitaea Phaeton, Marcia, Nycteis, Tharos, Didyma, Myrinna. Hierbei ergiebt sich für die genannten Papilionen, dass die Raupen im ersten Stadium mit starken, in vier Längsreihen angeordneten und mit Borsten besetzten Warzen versehen sind, welche in den folgenden Häutungen nebst den Haaren verschwinden und dafür einer Zeichnung Platz ^machen, die in den früheren Zuständen unvollkommen war. „Man kann also wohl annehmen, dass die Papilioniden- Raupen von Formen abstammen, die bei einer indifferenten im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. X23 Färbung und wenig auffallender Zeichnung mit starken, borsten- tragenden Warzen bedeckt waren." „Die Zeichnung und oft lebhafte Färbung der Papilioniden - Raupen ist es, welche die Naturziichtung zum Objekt ihrer bildenden Kraft gewählt" und der die störenden Warzen etc. zum Opfer fallen. Umgekehrt ist es bei den Nymphaliden, wenigstens den angeführten Meli- taea-Arten. Hier besitzt die aus dem Ei schlüpfende Raupe in Längsstreifen angeordnete, lange, leicht gebogene und am Rande gezähnelte Borsten, die auf ganz unscheinbaren Er- höhungen der Haut stehen. In dem nächsten Stadium treten an Stelle jener Erhöhungen kegelförmige Warzen, die dicht mit (glatten oder am Grunde blasig aufgetriebenen) Borsten besetzt sind, und die Ausbildung dieser behaarten Warzen oder Zapfen nimmt mit jeder Häutung zu, während die Färbung eine untergeordnete Rolle spielt. Die Ersetzung der ersten Form von Borsten (A) durch die mit blasigem Grunde (B) oder ganz stabförmigen (C) geht in verschiedenem Tempo vor sich: bei M. Phaeton bleibt A mindestens bis zum vierten Stadium erhalten; bei Marsia und Nycteis erscheinen im zweiten Stadium zwischen A einzelne der Form B, welche später zur Alleinherr- schaft gelangen oder (bei Nycteis) im vierten Stadium wieder durch C verdrängt werden. — Bei den genannten Nymphaliden ist also die Borstenbildung ein erworbener Charakter, der sich im Laufe der Entwickelung vervollkommnet. Unter dieser Voraussetzung wäre auch M. Phaeton die relativ älteste, der Urform am nächsten stehende Art, Marcia ist jünger, und Ny- cteis die jüngste. Zur Biologie der Raupe von Eriopus purpureo- fasciata theilt Lehmann mit, dass dieselbe auf grünen We- deln von Pteris aquilina grün, auf welkenden dagegen gelblich seien, und dass er alle Uebergänge, „dunkelgrüne, hellgrüne, gelbliche und röthliche Raupen, mit weissen, blassgelben und rothen Mondflecken und dementsprechenden Seitenflächen" ge- funden habe. Hier liege also ein recht ausgesprochener Fall von Schutzfarbe vor, wenn man nicht annehmen will, dass mit dem Schwinden des Chlorophylls der Pflanze das Grün der Raupe sich in's Gelbe und Röthliche wandele. Zeitschr. f. Entom., Breslau, 9. Heft S. 26 f. und Vereinsnachr. S. XXXVH. An letzterem Orte theilt Wocke mit, dass er auch auf grünen Wedeln braune und roscnrothe Raupen gesehen habe. 124 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Goossens veröffentlicht einen Essai: Les oeufs des Le- pidopteres, in dem er nach allgemeinen Bemerkungen über Gestalt, Farbe, Befruchtung, Parthenogenesis, mütterlichen In- stinkt eir =• Beschreibung von 42 Eiern giebt; Ann. Ent. France 1884 S. 129 flf. PI. 5. G. Rouast: Catalogue des chenilles europeennes; Lyon; s. C. R. Ent. Belg. 1884 S. 236. Miniere beschreibt und bildet ab die Raupen von Lythria sanguinaria; Cidaria vittata Bkh.j luctuata Hhn, = lugubrata Stgr.j capitata H.-S.] EUopia capreolaria F.; Larentia flavi- cincta Hb.'^ Hadena didyma; Goniodoma Millierella; Myelois crudella; II Naturalista Siciliano IV S. 7 ff . Tav. I. A. Rogenhofer schildert die ersten Stände einiger Lepidopteren (Erebia Oeme var. Spodia; Zygaena Brizae; Setina roscida; Lithosia cereola; Gnophos serotinaria) ; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 153 ff. Kreithner's Mittheilungen über die ersten Stände eini- ger Microlepidoptera beziehen sich auf Nephopteryx jan- thinella; Gelechia scotinella (aus Blüthen von Prunus spinosa); Lita sestertiella (in Blüthen von Acer campestre); Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 18. Forsayeth schildert die Life-history of sixty species of Lepidoptera observed in Mhow, Central -India; Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 374 ff. PI. XIV, XV. Memoires sur les Lepidopteres rediges par N. M. Romanoff. T. I. Avec 10 pl. col. et une carte. St. Petersb. 1884. Dieses von dem Grossfürsten Nicolai Michailo witsch herausgegebene Werk ist in erster Linie der Kenntniss der Lepidopterenfauna des Russischen Reiches gewidmet, und ent- hält als Beiträge: 1. Les Lepidopteres de la Transcaucasie, par N. M. Rom an off; PI. 1 — V und eme Karte des Kaukasus. 2. Bericht über die im Achal-Tekke- Gebiet eingesammelte lepidopterologische Ausbeute von H. Christoph; 3. Beschrei- bung neuer Arten von Staudinger; 4. Beschreibung einer neuen Pyraliden - Gattung von P. C. T. Sn eilen; 5. Bemer- kungen über Arten von Sarepta von G. Grumm- Grshimaillo. (Nach einer Besprechung von Speyer in der Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 477 ff. ; ich werde das Werk einfach als Mem. zitiren); vgl. auch Heylaerts in den C. R. Ent. Belg. 1884 S. 232 ff. im Gebiete der Arthropoden wahrend des Jahres 1884. 125 Schilde liefert Beiträge und Unterhaltungen zur Schmetter- lingskunde; Ent. Nachr. 1884 S. 333 ff., 358 ff., 365 ff. Exotische Lepidopteren II von G. Weymer beschäftigt sich mit Danaiden und Heliconiern; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 7 ff . Taf. 1, 2. Srnka macht Bemerkungen zu den Arten; ebenda S. 295 flf. Exotische Schmetterlinge. Abbildungen und Beschrei- bungen der wichtigsten exotischen Tagfalter in systematischer Reihenfolge mit Berücksichtigung neuer Arten von Dr. 0. Stau- dinger unter technischer Mitwirkung von Dr. H. Langhans. Mit gegen 1500 colorirten Abbildungen auf 120 Tafeln. — Von diesem Werk, dessen Tendenz aus dem Titel zu ersehen ist, sind 1884 Lief. 1—6 mit Taf. 1—30 erschienen. F. Minä-Palumbo fährt in seinen Lepidotteri Druo- fagi fort; II Naturalista Siciliano lü S. 120 ff., 184 ff., 247 f., 298 ff., 323 f., 347 f., IV S. 16 ff. (Schluss). Ragusa's „Note lepidotterologiche" in dem Naturalista Sici- liano IV S. 30 ff. beziehen sich auf Thais Polyxena var. Poly- mnia MilL] Charaxes Jasius; Deilephila Celerio, Nerii; Nychio- des lividaria var. Audalusaria Mill. Als Contribuzione alla fauna lepidotterologica della Sicilia stellt Riggio ebenda S. 49 ff. ein Verzeichniss der von Kalchberg auf Sizilien gesammelten Arten (220) auf. In Part. II der Challenger-Expedition zählt Butler die auf St. Thomas und den Bermudas und die auf Rat J., Ke Dulan, Tervate, Amboina gesammelten Arten auf; Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 183 ff., 190 ff. Möschler zählt die Nordamerika und Europa gemein- sam angehörenden Lepidopteren auf und vergleicht die- selben in morphologischer und biologischer Hinsicht; es sind 243 Arten, zu denen Rogenhofe r noch 9 hinzufügt; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 273 ff. Godman und Salvin liefern a list of Rhopalocera col- lect. ... in Dominica; Bruce desgl. der Heterocera; Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 314 ff, 321 ff. PI. XXV. E. Hofmann: Die Grossschmetterlinge Europas; Stuttgart, C. Hoffmann. 25 Lief. 4« zu 4 Taf. Rhopalocera Europae. The butterflies of Europe . . . by Henry C. Lang; London 1884; L. Rave & Co.; 396 SS., 77 Taff. 126 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen In seinen Fortsatte jakttaj eiser over arktiske sommer- fugels metamorphoses macht Sandberg Bemerkung zur Verwandlungsgeschichte von Oeneis Bore; Arctia Quenselii, festiva; Saturnia pavonia; Anarta melaleuca; Cidaria hastata V. hastulata; Pygmaena fusca; Entom. Tidskrift 1884 S. 139 ff. Thomson führt 36 Schwedische Arten an; Opuscul. Entom. X S. 1036 ff. Sparre Schneider giebt eine Uebersicht über die in der nächsten Umgegend von Tromsoe beobachteten Schmetterlinge, wie er eine ebensolche 1879 von den Käfern zusammengestellt hat. Von den etwa 400 in der arktischen Region vorkommen- den Arten ist um Tromsoe reichlich der vierte Theil (112) ver- treten, und zwar Rhapalocera 13, Sphinges 1, Bombyces 4, Noctuae 8, Geometrae 25, Pyralidina 9, Tortricina 27, Ti- neina 23, Pterophorina 2. Tromsoe Museums aarsberetning for 1883 S. 14 ff. Leucania straminea Tr.; Nola centonalis; Cidaria unifa- sciata; Hadena rufuncula Hw. S. 96; (Zeuzera pyrina S. 162) neu für Schweden; Entomol. Tidskrift 1884. Ebenda S. 145 ff. macht Sven Lampa Anteckningar om sälsyntare svenska Lepidoptera (Sarrothripa undulana nebst varr.; Hylophila bicolorana; Nola confusalis, centonalis; Emydia striata var. melanoptera. Dohrn macht nach Weir's Angaben in dem Entomologist vom Januar 1884 Mittheilungen über die Lepidopterenfauna von ünst, der nördlichsten der Shetlandsinseln ; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 186 ff. Hoffmann macht gleichfalls Bemerkungen über die Schmet- terlinge der Shetlandsinseln; ebenda S. 353 ff. Teich giebt folgende Arten als neu für die baltische Fauna an: Lycaena Cyllarus (Lubahn); Phragmatoecia cinerea n. sp. (Kemmern); Lophopteryx Sieversi (Kemmern); Brephos nothum (Techelfer); Boarmia consonaria (Kemmern); Eupithecia vale- rianata (Kurtenhof); Eugonia fuscantaria (Estland); Scoparia pallida (Kemmern); Ephestia polyxenella (Dubbeln); Zelleria Saxifragae (Kurtenhof); Chilo phragmitellus ; Tortrix bifasciata; Sciaphila nubilana; Ceratophora inornatella; Gracilaria hemi- dactylella; Aciptilia paludum, die letzteren alle in Kemmern); Korrespondenzblatt Naturforscher- Vereins zu Riga XXVII S. 30 f. Derselbe macht Lepidopterologische Notizen aus im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 127 Livland, die Fangergebnisse d. J. 1883 enthaltend; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 211 ff. Sintenis theilt die Ergebnisse des Schmetterlingsfanges der letzten Jahre . . . (bei Dorpat) mit; Sitzgsber. Natiirf. Gesellsch. Dorpat 1884 S. 150 ff. Verzeichniss der um Lüneburg gesammelten Ma- crolepidopteren nebst Bemerkungen über Oertlichkeit und Lebensweise . . . zusammengestellt von G. Machleidt und H. Steinvorth; Jahreshefte des naturw. Vereins Lüneburg IX S. 29 ff. Nachtrag zur Lepidopteren-Fauna der Nieder-Elbe (Hamburg); Verh. Ver. f. naturw. ünterh. Hamburg V S. 93 ff., 99 ff., 176 f. A. V. Homeyer macht Bemerkungen über Vorkommen und Verbreitung einiger Macro-Lepidopteren in Vor- pommern und Rügen; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 417 ff. Notes sur quelques Lepidopteres nouveaux par M. A. Constant; Ann. Ent. France 1884 S. 201 ff., 251 ff. PI. 9, 10. Fuchs macht weitere Mittheilungen über die Macrolepi- dopteren des unteren Rheingaues und der angrenzenden Gebirgslandschaft; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 241 ff. M. Pabst stellt die Gross-Schuppenflügler der Um- gegend von Chemnitz zusammen und giebt ihre Ent- wickelungsgeschichte; 9. Bericht Naturwiss. Gesellschaft Chemnitz S. 3 ff. Diese Zusammenstellung ist keine trockene Aufzählung, sondern überall mit auf eigene Beobachtungen des Verfassers und seiner Bekannten gegründeten Mittheilungen über den Entwickelungsgang und biologische Eigenthümlichkeiten bereichert. So erfahren wir, wie viel Generationen jede Art bei Chemnitz hat, um welche Zeit Ei, Raupe, Puppe und Imago erscheint, und diese Angaben sind um so werthvoUer, als aus ihnen hervorgeht, dass manche Arten bei Chemnitz nur in einer Generation vorkommen, die anderwärts, — ich denke hier speziell an die Rheinprovinz — deren zwei haben. Als Arten, die durch ihr Vorkommen bei Chemnitz besonders be- merkenswerth sind, macht der Verfasser Panthea coenobita; Agrotis molothina, florida; Hadena gemmea, hepatica; Chlo- antha polyodon; Tapinostola fulva; Leucania impudens; Cara- drina arcuosa; Cidaria silaceata, miata; CoUix sparsata; Eupithecia assimilata namhaft. Von der Puppe der Thecla 128 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Rubi, von den Imagines der Acherontia Atropos; Trochilium apiforme werden die bekannten Lautäusserungen erwähnt. Von manchen Arten wird eine (abnorme) ungewöhnlich lange Puppen- ruhe (3 — 4 Jahre) angeführt, ohne dass eine befriedigende Er- klärung dieser Erscheinung gegeben werden könnte. So lernen wir denn manchen interessanten Zug aus dem Leben der bunten Falter kennen und wünschen, dass der Verfasser das begonnene Werk zu Ende bringe; der vorliegende erste Theil enthält die Rhopalocera und von Heterocera die Sphinges und Bombyces (incl. Cymatophoridae). Coleophora siccifolia S. 24; Cidaria literata S. 30; Fidonia rosaria; Olindia hybridana; Gelechia Cytisella S. 31; Hadena literosa S. 32; Lycaena Meleager ab. Steevenii Tr. S. XXXVII, neu für Schlesien; Wocke in Zeitschr. f. Entom., Breslau, 9. Heft, Vereinsnachr. ; Steganoptycha pusillana S. 58 ; Acrolepia unicolor n. sp. S. 59; Coleophora siccifolia S. 61; derselbe ebenda, Abhandlungen. Möschler macht Bemerkungen zu dem Verzeichniss der Falter Schlesiens von Wocke; ebenda, Abhandl. S. 28 flf. Ebenda S. 46 ff. bringt Wocke Nachträge und Bemer- kungen zur Fauna der Schlesischen Falter. Beiträge zur Kenntniss der Microlepidopteren-Fauna der Erzherzogthümer Oesterreich ob and unter der Enns und Salzburgs; von Jos. Mann; Wien, Ent. Zeitg. 1884 S. 172 ff., 193 ff., 225 ff , 273 ff., 303 ff. Ein dritter Nachtrag zur Lepidopteren-Fauna der Schweiz von H. Frey beschäftigt sich mit Pamassius Delius; Lycaena Orbitulus; Libythea Celtis; Vanessa Antiopa; Melitaea maturna, Artemis ; Erebia Pyrrha ; Coenonympha Arcania ; Spilo- thyrus Althaeae; Syrichthus fritillum, Sertorius; Deilephila lineata, und 79 weiteren Arten; Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 10 ff. Auf dem Wendelstein, ein entomologischer Ausflug, wird von C. v. Gumppenberg geschildert; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 66 ff. Höfner ergänzt seine früheren Mittheilungen über die Schmetterlinge des Lavantthales und der beiden Alpen „Kor- und Saualpe" durch einen dritten Nachtrag; Jahrb. d. naturh. Landes-Museums von Kärnten XVI S. 162 ff. G. Turati's „Note lepidotterologiche suUa fauna im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 129 Italiana" fügen Ergänzungen zu Curo's Katalog hinzu; Bull. Soc. Entom. Ital. 1884 S. 68 ff. Ein Beitrag II zur Schmetterlingsfauna St. Peters- burgs von W. V. Hedemann führt 23 seit dem letzten Ver- zeichniss aufgefundene Arten an; Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 63 ff.; vgl. dies. Bericht für 1881 S. 172. Snellen setzt die Beschreibung der nieuwe of weinig bekende Microlepidoptera van Noord-Azie mit Tineiua und Pterophorina fort; Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 151 ff. PI. 8, 9, 10. On Lepidoptera coli, at Kurrachee; . . . by Swinhoe; Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 503 ff. PI. 47, 48. Pagenstecher schickt seinen Beiträgen zurLepidopteren- Fauna von Amboina eine chronologische Uebersicht der- jenigen Forscher und ihrer Abhandlungen voraus, die sich mit der Fauna, speziell der Schmetterlingsfauna der genannten Insel beschäftigt haben. Der Aufzählung und theilweisen Beschrei- bung der 456 Arten von Amboina sind zoogeographische Be- trachtungen angeschlossen. Jahrb. Nass. Vereins f. Naturk., 37, S. 150 ff. Taf. VI, VII. In der Fortsetzung seiner „Lepidoptera vanCelebes," IV, Pyralidina, zählt Snellen die Arten 79 — 157 auf und ver- sieht sie mit Anmerkungen. Die meisten der früher von ihm neu beschriebenen Arten werden hier in kolorirter Abbildung vorgeführt; vgl. d. vor. Ber. S. 154; Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 35 ff. PI. 3-5. Lepidoptera from the Island of Nias; by A. G. Butler; Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 58 f. A collection of butterflies from the Fiji Islands; by A. G. Butler; Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 343 ff. Die Rhopalocera der Insel Nias. Beitrag z. Kennt- niss des indo-malayischen Archipels. Von N. M. Kheil in Prag. Mit Einleitung und beschreibendem Text nebst 5 photogra- phischen Tafeln. Berlin, Friedländer & Sohn. — Habe ich nicht gesehen; eine Besprechung des Werkes (von Schilde) in der Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 398 f. ; ebenda S. 400 reklamirt Dr. P. Durdik die Autorschaft desselben. Miskin liefert Descriptions of new Australian Rhopa- locera; Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 93 ff. Arch. f. Naturgesch. LI. Jahrg. 2. Bd. J 130 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen On a collectioü of Lepidoptera made . . . at or near Aden; by A. G. Butler; Proceed. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 478 if. PI. 46. C. Oberthür fährt in der Aufzählung und Besprechung der während der italienischen Expedition nach dem äquatorialen Afrika gesammelten Schmetterlinge fort; Ann. Mus. Civico Ge- nova XVIII S. 709 ff. Tav. IX. Godman & Salvin und Bruce zählen auf und beschreiben Schmetterlinge vom untern Niger; Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 219 ff. PI. XVII. In den letzten Jahren sind werthvolle Beiträge zur Schmetterlingsfauna Madagaskars, namentlich von Mabille und Saalmüller, geliefert worden. Letzterer hat nun diese Berei- cherungen mit den bereits bekannten und noch neuerdings ent- deckten Arten in einem Sammelwerke vereinigt, welches im Auftrage der Senckenberg'schen naturforschenden Gesellschaft erscheint: Lepidoptera Madagascariensia; die Lepido- pteren von Madagascar. Neue und wenig bekannte Arten zumeist aus der Sammlung der Senckenberg'schen naturforschen- den Gesellschaft zu Frankfurt a. M. unter Berücksichtigung der gesammten Lepidopteren- Fauna Madagascars. 1. Abth.: Rho- palocera, Heterocera: Sphinges et Bombyces; 4°, 246 S. mit 7 chromolithographischen Tafeln. In der Einleitung schildert der Verfasser die horizontale und vertikale Gliederung und den Vegetationscharakter, die meteorologischen Verhältnisse, sowie die charakteristischen Züge aus der Fauna dieser Insel, wobei er die Klassen und Ordnungen des Thierreichs in systematischer Reihenfolge durchgeht. Hierauf folgt eine Zusammenstellung der Literatur über Madagaskar, namentlich soweit in ihr Schmetterlinge berücksichtigt sind. In der nun folgenden Auf- zählung, welche aus den angegebenen Familien 577 Arten namhaft macht, sind zahlreiche bekannte Arten nochmals und andere zum ersten Male diagnostizirt und beschrieben. Die Diagnosen sind präcise und in gutem Latein abgefasst, die Beschreibungen sorgfältig und ausführlich. Wird noch hinzu- gefügt, dass die auf den farbigen Tafeln gegebenen Abbildungen wahre Kunstwerke sind, so ist genug gesagt, was diesem Werke zur Empfehlung gereicht und es zu einer Zierde der deutschen entomologischen Literatur macht. — Es ist der Gräfin Luise Böse, „der hochherzigen Beschützerin der Sencken- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 131 berg'schen naturforschenden Gesellschaft" in schuldiger Dank- barkeit gewidmet. — Dieser Band ist angezeigt und besprochen von Snellen in Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 244 ff. Milani und Garbini theilen ein neues Verfahren, die Flügelschuppen der Schmetterlinge auf Papier zu übertragen, mit; Zool. Anz. 1884 S. 276 ff. Dasselbe besteht in einer zweimaligen Ucbertragung zu dem Zwecke, die Ober- seite der Schuppen frei zu erhalten. Zuerst werden die Schup- pen mittels Gummilösung vom Flügel abgezogen, wobei die Oberseite auf's Papier kommt; von diesem werden sie dann auf ein mit einer Lösung von Guttapercha in Aether und Benzin bestrichenes Papier übertragen, welches nach dem Trocknen in Wasser gelegt wird, wodurch der Gummi sich auflöst; s. auch Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 293 f. Rössler giebt über die Behandlung der für Samm- lungen bestimmten Schmetterlinge und ihre Erhaltung Anweisungen; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 105 ff. J. T. Oudemans empfiehlt eine neue Methode, Raupen für die Sammlung zu präpariren; Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 5 ff. PI. I. Kittsteiner suchte mit Erfolg das Oeligwerden der Schmet- terlinge dadurch zu verhindern, dass er den aufgeschnittenen Leib durch Löschpapier austrocknete; Zeitschr. f. Entomol., Breslau, 9. Heft S. 20 f. Lehmann empfiehlt, auch Präparate vom „Kremaster" der Schmetterlingspuppen, der für die einzelnen Arten sehr charakteristisch sei, in Sammlungen aufzubewahren; ebenda S. 20 f. Calliteara cZayis (Nossi-Be) S. 192 Fig. 108, fuliginosa (ibid.) S. 193; Saalmüller, Lepid. Madag. Numenes praestans (Notti-Be); Saalmüller, Lepid Madag. S. 187. Microlepidoptera. Pterophoridae. Deuterocopus Rüsemae (Java) ; Walsingham, Notes Leyden Museum VI S. 243. Pterophorus (Mimaeseoptilus) Hedemanni (Amur) S. 184 Fig. 4, vacillans (ibid.) S. 18 7 Fig. 5, caesius (Irkutsk) S. 189 Fig. 6, luleocine- reus (Amur) S. 191 Fig. 7, emurginatus (Amur) S. 193 Fig. 10, innocens (Irkutsk) S. 195 Fig. 9; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII PI. 10. 132 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Platyptilia (Ämblyptilia) moerens (Amur); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 182 PI. 10 Fig. 3. Tineina. Meyrick stellt in seinen Descriptions of New Zea- land Microlepidoptera, III Oecophoridae, die n. G. Lathi- crossa, Thamnosara, Cremnogenes, Locheutis, Mesolecta auf. New Zealand Journ. of Sei. I No. 11 S. 522 ff. Atahyria (n. g.) hucephala (Chabarowska ; Suifun); Snellen, Tijdschr; V. Entom. XXVII S. 166 PI. 9 Fig. 1. Nepticula Hodgkinsoni (in Rosenblättem minierend) ; Stainton , Ent. Monthl. Mag. XXI S. 103. Bucculatrix lustrella (Amur); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 181 PI. 10 Fig. 2. Butalis cassiterella (Amur); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 178 PI. 9 Fig. 11. Die bisher für Goniodoma auroguttella gehaltene auf Statice limonium lebende Coleophora der Insel Wight ist eine andere Art und G. limoniella genannt; Stainton, Ent. Monthl. Mag. XXI S. 59 ff. Ueber Coleophora Tritici Lind.^ deren wahrscheinliche Zugehörig- keit zu Metriotes Hw. s. Sorhagen in Ent. Nachr. 1884 S. 209 ff. C. strigiferella (Irkutsk) ; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 179 PI. 10 Fig. 1. Lampros conchylideUa (Blagoweschtschenk) ; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 176 PL 9 Fig. 10. Gracilaria Proteeila? (Schweiz; an Birken); Frey, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 24. Xystophora tripunctella S. 173 Fig. 7, rutildla S. 174 Fig. 8 (Amur), rufulella (Irkutsk) S. 175 Fig. 9; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII PI. 9. Oecophora flavifrontella, Lebensgeschichte; Heylaerts, C. R, Ent. Belg. 1884 S. 150. O. fuscifrontella (Korsika); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 262 PL 10 Fig. 24. Symmoca stoechaddla (Alpes maritimes ; Raupe auf Larandula stoechas) ; Constant, Ann. Ent. France 1834 S. 260 PL 10 Fig. 23. Pleurota hreviella Fig. 20, histriella Fig. 21 S. 259, semicanella Fig. 22 S. 260; Constant, Ann. Ent. France 1884 PL 10. Nothris albidella (Blagoweschtschenk); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 171 PL 9 Fig. 6. Sophronia Curonella (Apenninen); Standfuss, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 193, cosmella (Corsica); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 258 PL 10 Fig. 19. Cleodora invisella (Corsica); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 257 PL 10 Fig. 18. Coryptilum triphaenoides (Nias; Sumatra); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 265. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 133 Tachyptilia hirsutella (Alpes maritimes); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 256 PI. 10 Fig. 17. Ptocheuusa coleella (Alpes maritimes); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 255 PI. 10 Fig. 16. Recurvaria albidorsella (Amur); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 169 PI. 9 Fig. 4. Teleia proximella IIb. var. peritella (Corsica); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 254 PI. 10 Fig. 15. Lita gaüicella (Alpes maritimes, auf Artemisia gallica); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 253 PI. 10 Fig. 14. Brachmia adumhratella (Amur); Snellen, Tijdschr. v, Entom. XXVII S. 170 PI. 9 Fig. 5. lieber Dactylota Kinkerella s. Ent. Monthl. Mag. XXI S. 70 flf. Gelechia abietisella (Providence; auf „Hemlock tree"); Eiley, Report of the Commissioner of Agriculture for 1883 S. 150 PI. III Fig. 2, XIII Fig. 7, pallipalpella S. 167 Fig. 2, psammitella S. 168 Fig. 3; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII PI. 9. Depressaria badiella Larve beschrieben; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 3. D. leucocephala (Suifun) S. 160 Fig. 6, erythrella (ibid.; Chauka Meer) S. 161 Fig. 7, septicdla (Chabarowska) S. 163 Fig. 8; Snellen, Tijdschr. V. Entom. XXVII PI. 8, prostratella (Cöte d'Or, Raupe in Genista pro- strata) S. 215 PI. 9 Fig. 12, cervariella (Südfrankr., in Peucedanum cer- varia) S. 251 PI. 10 Fig. 13; Constant, Ann. Ent France 1884. Cerostoma leuconotella (Chingan) ; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 157 PL 8 Fig. 4. Hyponomeuta Stannellus Thunb. im Jura oberhalb Neufchätel häufig; Raupe in den Wurzeln von Sedum maximum; (Frey, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 23 und) Junod, Bull. Soc. Sei. Nat. Neucha$el XIV S. 119 ff, mit Taf. Acrolepia unicolor (Schönwalde, Schlesien); Wecke, Zeitschr. f. Entom., Breslau, 9. Heft S. 59. Zur Lebensweise der Ochsenheimeria vacculella s. Möachler in Zeitschr. f. Entom. Breslau, 9. Heft S. 38 f. Nemophora minulella (Amur); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 151 PI. 8 Fig. 1. Incurvaria rupella auch bei Altenburg; Ent. Nachr. 1884 S. 281. Tinea Swinhoei (Aden); Butler, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 502. Tortricomorpha pentkinotdes (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 291. Simaethis Ä. coeruleum (Amboina) S. 287, plumbealis^ parva, regularis S. 288 (ibid.); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37. 134 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Tortriciiia. Barrett fährt in seinen Notes on British Tor- trices fort; Ent. Monthl. Mag. XX S. 236 ff., 267 flf., XXI S. 41 flf., 61 ff., 126 ff. Walsingham stellt eine Liste von North American Tortrici- dae auf, die er in den letzten Jahren erhalten hat; Transact. Ent. Soc. London 1884 S. 121 ff. PI. IV. Pseudoconchylis (n. g.) laticapitana (Californien) ; "Walsingham a. a. O. S. 133. Carpocapsa molyhdana (Alpes maritimes, aus Quercus ilex und suber) ; Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 214 PI. 9 Fig. 11. Semasia ochreicostana (Montana) S. 141 Fig. 13, montanana (M.) Fig. 12, cqjacheana (Arizona) Fig. 14 S. 143; Walsingham a. a. 0. PI. IV. Hedya Servillana, Larve in Schösslingen der Salix capraea; "Wood in Ent. Monthl. Mag. XX S. 245. Grapholitha grammana (Alpes maritimes); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 213 PI. 9 Fig. 10, (?) duodedmstriata (Arizona); Walsingham a. a. 0. S. 146 PI. IV Fig. 16. Paedisca caniceps (Montana) Fig. 9 , emadatana (Arizona) Fig. 7 S. 137, Morrisoni (Montana) Fig. 8 S. 138, (giganteana Riley Fig. 11,) corosana! (Montana) Fig. 6 S. 139, aspidana (Arizona) Fig. 10 S. 140; Walsingham a. a. 0. PI. IV. Aphelia (?) inquadrana (Arizona); "Walsingham a. a. 0. S. 134 PI. IV Fig. 15. Penthina impudens (N. Carolina); "Walsingham a. a. O. S. 135. Conchylis inulana (Alpes maritimes; Raupe in I. viscosa und gra- veolens); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 212 PI. 9 Fig. 9, £d- loardsiana (Arizona) S. 128, comes (ibid.) S. 129, Sonorae (S.) S. 130, hospes (N. Carolina), plicana (Sonora) S. 131, fulvotinctana (Arizona) Fig. 5, dorsistriatana (ibid.) Fig. 4; "Walsingham a. a. 0. PI. IV. Olindia fingalana (Alpes marit.); Milliere, Rev. d'Entom. 1884 S. 3. Sciaphila sedana (Hautes Alpes du Dauphine; Raupen auf S. ana- campseros); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 211 PI. 9 Fig. 8, ari- zonana (A.); Walsingham a. a. 0. S. 124 PI. IV Fig. 1. Oenectra distincta (Arizona), (?) striata Fig. 2 (Montana); Walsingham a. a. 0. S. 126 PI. IV. Platynota sultana (Sonora) S. 127, semiustana (N. Carolina) S. 128; Walsingham a. a. 0. Pyi'alidina. Unter der Aufschrift: On the Classification of Australian Pyralidina zählt E. Meyrick die ihm bekannten austra- lischen Epipaschiadae, Pyralididae, Musotimidac, Botididae und Scopariadae auf; Transact. Entom. Soc. London 1884 S. 61 ff., 277 ff. — Von Neu- seeland ist aus den beiden ersten Familien keine einheimische Form bekannt; Asopia farinalis ist eingeführt. Aus Australien werden von im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 135 Epipaschin. und Pyralid. 31 Arten in 15 Gattungen namhaft gemacht, von denen 9 eingeborene sind ; Aglossa und Asopia sind aus Europa ein- geschleppt. Folgende Arten sind als neu angeführt: Titanoceros (n. g. Epipasch.) cataxantha (New South Wales) S. 62; Catamola (n. g. für thyridalis, xanthomelalis, funerea Walk. S. 63 und) elassota (Quorn) S. 280, Cacozelia cholica (Queensland) S. 66; {Astrapometis r. g. für saburalis Walk. S. 67); Balanotis (n. g. Pyralidid. für didymalis Walk., recurvalis Walk, und) mnesibrya (New South Wales) S. 71, hercophora (Port Darwin) S. 281; {Oedematophaga n. g. für [Pyr.] acgusalis Walk. S. 73; Oenogenes n. g. für (Botis) fugalis Feld.] Scenedra n. g. für decora- talis und externalis Walk. S. 75); Endotricha heliopa (New South Wales) S, 78, aethopa! (ibid.) S. 79; Catamola elassota (Quorn) S. 280; Asopia caustica (Queensl.) S. 282; {Persicoptera n. g. für [Endotricha] pulchri- nalis Gn. S. 283;) Diplopseustis (n. g. für minima Butl. und) he- miophthalma (Sydney) S. 286; Trichophysetis (n. g. Musotimid.) neophyla (Queensland) S. 287; Musotima (n. g. fiir aduncalis Feld.^ nitidalis Wk., ochropteralis Gn. und) acrias (New South Wales) S. 289; {Pesso- cosma n. g. Botidid. für iolealis Wlk. S. 300; Dolicosticha n. g. Bot. für venilialis Wlk. S. 304; Boeotarcha n. g. für crassicornis Wlk. S. 305; Tetracona n. g. für amathealis Wlk. S. 307; Molybdantha n. g. für bracteolalis Z. S. 309;) Notarcha (n. g. für cassalis Wlk.^ clytalis Wlk. , multilineali» Gn. und) chrysoplasta (Queensland) S. 311; Deuterarcha (n. g.) xanthomela, mesochlora (Queensland) S. 313; {Co- nogethes n. g. für punctiferalis Gn. , infundibulalis Snell. S. 314; Pa- chyzancla n. g. für mutualis Z. ; Pelecyntis n. g. für abstitalis Wlk. S. 315); Proternia (n. g.) philocapna (Hamilton, Neu -Seeland) S. 317; Semioceros (ja. g. für amphicedalis Wlk. S. 318 und) chrysorycta (Queensland) S. 320; {Aphytoceros n. g. für lucalis Wlk. S. 320); Ate- locentra (n. g.) chloraspis (Victoria) S. 323; Myriostephes (n. g.) matura (Sydney) S. 328; Mnesictena (n. g.) mamiarina (Christchurch ; Dunedin, Neuseeland) S. 329; {Nesarcka n. g. für hybreadalis Wlk. S. 320;) Metallarcha (n. g.) calliaspis (Südaustralien), diplochrysa (ibid.) S. 332, epichrysa S. 333, ewychrysa S. 334 (ibid.); Proteroeca (n. g.) comastis S. 335; Eurycreon familiaris (Sydney) S. 336, xenogama (Adelaide) S. 337, capnochroa (Sydney) S. 338; Criophthona (n. g.) ßnitima (Quorn), haliajjhra (ßydüey) S. 340; {Tritaea n. g. für ustahs Wlk. S. 341;) Eclipsiodes (n. g. Scopariad.) a-ypsixantha (Sydney) S. 343; (Nyctar- cha n. g. für persnmptana Wlk., ophideres Wlk. S. 344; Xeroscopa n. g. für ejuncida Knaggs S. 349). Pseudogalleria n. g. für (Galleria) inimicella Ze^/. ; Ragonot, Bull. Ent. France 1884 S. 50. Amphiholia n. g. Botid. für (Catastia) pyrausto'ides Ersch.-, Snellen, Mem. Acellalis (n. g. inter Calamochroum et Pantographam) iridalis (Am- 136 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen boina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 270 Taf. VII Fig. 7. Ephestia Kühniella Zell, in Dampfmahlmühlen in Neuss Ent. Nachr. 1884 S. 109 ff.; in Lodelinsart; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 211, 236. Homoeosoma inustella (Basses Alpes); Ragonot, Bull. Ent. France 1884 S. 7. Euzophera Polyxenella Mill. (Pempelia perfusella Zell. i. 1.) in den Niederlanden; Tijdschr. v. Entom. XXVII Versl. S. LXXXIV. E. conicolella (Alpes maritimes); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 209 PI. 9 Fig. 7. Pempelia cortella (Corsica); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 208 PI. 9 Fig. 6, Hella (Kurrachee) ; Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 529 PI. 48 Fig. 6. Mella Yerburii (Aden); Butler, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 502. Crambus pratellus Larve; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 62; ce- russellus S. 86. Cr. vallicolellus (V. di Correboi, Sard.); Costa a. a. O., graphellus (Golf Juan); Constant, Ann. Ent. France 1884 S. 207 PI. 9 Fig. 5, zonellus (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 528 PI. 48 Fig. 16. Packard schildert die Verwandlung von Hydrocampa formosalis; Americ. Natural. 1884 S. 824 ff. PI. XXIV. Ueber die Raupe etc. der Cataclystapyropalis Gn. s. oben S. 122. Coptobasis quadrimaculalis Kollar ist eine Botis; C. tri- strialis Bremer gehört eigentlich in eine neue Gattung zwischen Hedylepta und Omiodes, kann aber zur Noth in letztere eingereiht werden; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 42. Stenia punctalis Larve; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 121. Nemophila (?) moluccana (Amboina) ; Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 269. Margarodes minor (Amboina); Pagensteclier , Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 272. Glyphodes uncinalis (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 273 Taf. VII Fig. 6. Piletocera (?) ßavomaculalis (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 279 Taf. VII Fig. 8. LeuciDodes erosialis (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f Naturk. 37 S. 281. Analthes (?) tripunctalis S. 275 Taf. VI Fig. 5, unipunctalis S. 276 (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37. Herbula cespitalis Larve; Porritt, Ent. Monthl. Mag. XXI S. 30. Scopula palmalis (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 525 PI. 48 Fig. 11. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 137 Entephria appensalis (Maros; Java); Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 41 PL 3 Fig. 12. Botis hyalinalis life history; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 99. B. siibochracealis , nigrodentalis Taf. VI Fig. 3 S. 268, amhoinalis S. 269 Fig. 2 (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37. Bobiu und Laboulbene schreiben über die Verheerungen, die Botis nubilalis in den Stengeln des Mais und Hanfs anrichten und geben eine Naturgeschichte dieses Schmetterlings; Ann. Ent. France 1884 S. 5 ff. PI. I Fig. 1—4. Ueber Chimaera (Atychia) radiata 0. macht Rogenhofer die Bemerkung, dass diese Art in der That, wie schon vermuthet, aus den europäischen Katalogen zu streichen ist, indem sie Indien zum Vaterlande hat. Sie ist in die von Guenee aufgestellte Gattung Phycodes einzu- reihen, und von Guenee auch als Ph. hiridinicornis beschrieben; Walker beschrieb sie nochmals unter dem Namen Tegna hyblaeella. Verh. ZooU Bot. Ges. Wien 1884 S. 563 flf. Potamophora Schlegelii (Südafrika; Nordaustralien); Snellen, Notes Leyden Museum VI S. 87. Ennychia Arabica (Aden) ; Butler, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 500. Scoparia crataegalis Larve; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 101. Aglossa pinguinalis natural history; Ent. Monthl. Mag. XX S. 193. A. cuprealis Life history; ebenda XXI S. 75 if. A. Brahanti (Basses Alpes); Ragonot, Bull. Ent. France 1884 S. 6. Endotricha coreacealis! (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 266. Hypotia vafera! Fig. 8, rubella Fig. 9 (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 523 PI. 48. Cledeobia angustalis Larve; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 124. Cl. (?) albipalpalis (gedruckt ist alpip. ; Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 265 Taf. VII Fig. 9. Pyralis uberalis (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 523 PI. 48 Fig. 10. Macrolepidoptera. Geometridae. Habich beschreibt die Raupe von Stegamia dile- ctaria; Odezia tibialis; Acidalia punctata; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 245 ff. Packard schildert Life-histories of some geometrid moths (Aplodcs coniferaria; Endropia textrinaria; Paraphia deplanaria; Tetracis lorata; Metaneura quercivoraria) ; Americ. Naturalist 1884 S. 133 ff. Meyrick unternimmt in dem New Zeal. Joum. of Sei. I S. 526 ff. ein Monograph of New Zealand Geometrinae, in der er 90 Arten, 138 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen darunter 30 neue, und folgende n. G. beschreibt unter z. Th. vergebenen Namen: Theoxena, Parysatis^ Hippolyte, Epiphryne^ Hermione, Tkyone, Panopaea, Eurydice, Harpalycef Stratonice ^ Pasi- phila^ Epyaxa, Arsinoe, Pasithea, Statira, Ceqhalissa^ Bar- sine, Atossa, Phyllodoce, Amastris^ Stratocleis. In einem 2. Nachtrag die Eupithecien Österreich-Ungarns betreflfend führt Bohatsch als neue Arten an E. trisignaria H.-S. und expallidata Gn. und macht Bemerkungen zu zahlreichen anderen Arten; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 294 ff. E. liguriata (Bordighera; Cannes); Milliere, Rev. d'Entom. 1884 S. 3, artemisiata (Alpes maritimes) S. 203 Fig. 3, littorata (ibid., Küste) S. 205 Fig. 4; Constant, Ann. Ent. France 1884 PI. 9. Cidaria dilutata Biologie; Entom. Tidskrift 1884 S. 187. C. infidaria (Raupe auf Vaccin. myrtillus) Entwickelungsgeschichte ; Gumppenberg, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 68. C. frustata Naturgeschichte; Speyer, ebenda S. 81 ff. Sintenis macht eine durch Zucht erhaltene Varietätenfamilie von C. sociata Bkh. in Wort und Bild bekannt; Sitzgsber. Naturf.-Gesellsch. Dorpat 1884 S. 124 ff. C. purpurifera ; Fereday, New-Zealand Joura. of Sei. I No. 11 S. 531, Timozzaria (Corsica) S. 201 Fig. 1, casearia (ibid.) S. 202 Fig. 2; Constant, Ann. Ent. France 1884 PL 9. Scotosia corrugata (Yesso); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 275. Aspilates Chiarinii (Scioa) ; Oberthür, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 739 Tav. IX Fig. 9. Eubolia Cechii (Let-Marefia) ; Oberthür, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 739 Tav. IX Fig. 10. Caripeta augustiorata transformations ; Packard, Americ. Na- tural. 1884 S. 1045. Erosia aurata S. 257, semibrunnea Taf. VI Fig. 6, focillo'ides S. 258 (Amboiüa); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37, hyperholica (Kurrachce); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 528 PI. 48 Fig. 15. Fidonia albofascia (Kurrachce); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 527 PI. 48 Fig. 14. Hazis Malayaria Giienee ist von H. Malayanus Gu^rin verschieden; ob letztere mit B. Palmyra Stoll identisch ist, bleibt einstweilen noch un- entschieden ; für die Guenee'sche Art schlägt S n e 1 1 e n den Namen Doiible- dayi vor; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 96 ff. Hyposidra lutosaria (Amboina); Pagenstecher , Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 261 Taf. VII Fig. 3. Tephrina Bükrana (B.); Oberthür, Bull. Ent, Erance 1884 S. 134, sublimbata (Aden); Butler, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 502, arenaria (Kurrachce); Swinhoe, ebenda S. 527 PI. 48 Fig. 13. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 139 Gnophos sordaria var. mendicaria H. S. Entwickelungs- geschichte; Hoffmann, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 315 ff. Tephrosia excellens (Yesso) ; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 275. Boarmia lutea (Ambonia) ; Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 252 Taf. VII Fig. 4. B. cinctaria ab. caminariata^ suhmarmoraria, lucialata; Fuchs , Stett, Ent. Zeit. 1884 S. 267. Njchiodes lividaria Hb. var. Ragusaria (Palermo); Milliere, II Naturalista Siciliano lU S. 196 Tav. III Fig. 1, Bellieraria n. sp. (Ca- stelbuono; Madonie); Ragusa, ebenda S. 352 Fig. 2. Bellier hält die var. Ragusaria für identisch oder sehr nahe ver- wandt mit einer von ihm 1860 in den Ann. Soc. Ent. France S. 700 er- wähnten Varietät; ebenda S. 297; die Futterpflanze ist noch unbekannt. Chondrosoma arcanaria (?); Milliere, Rev. d'Entom. 1884 S. 6 PI. I Fig. 5. Macaria atrofasciata (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 260. Zonosoma porata var. visperaria (Geroldstein im Wisperthal); Fuchs, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 266. Aplodes coniferaria (Providence; Raupe auf Fichte und Hemlock); Packard, Americ. Natural. 1884 S. 933. Acidalia Merhlaria (Algier); Oberthür, Bull. Ent. France 1884 S. 133. Idea^V/cto (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 526 PI. 48 Fig. 12. Noctuidae. Hjpena albifasdalis (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 244 Taf. VH Fig. 5. Marimatha lactea (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 522 PI. 48 Fig. 7. Heterogramma nasonialis (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 248 Taf. VI Fig. 9. Rivula ßavonigra (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 522 PI. 47 Fig. 15. Myana sopora S. 522 Fig. 4, atromacida S. 523 Fig. 5 (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 PI. 48. Madopa lutealis (Rembang; Sindanylaya) S. 213 Fig. 4, dilutalis (Batavia) S. 215 Fig. 5; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII PI. 11. Hydrillodes insignis (Aden); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 500. Remigia arefacta (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 521 PI. 48 Fig. 2. Simplicia albidorsalis (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 246. Ophisma hüuense (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 235 Taf. VII Fig. 2, leucochiton (Madagaskar); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 190. 140 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Ophiodes minians! (Madagask.); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 190. Cocytodes Odilia (Haiti); Oberthür, Bull. Ent. France 1884 S. 91. üeber die Haarpinsel an den Mittelschienen von cf* der Catocala Fraxini und a. A. s. oben S. 118 f. Snellen erhielt ein Exemplar von C. nupta mit gelber (statt rother) Grundfarbe der Hinterflügel. Tijdschr. v. Entom. XXVII Versl. S. I XXXVII f.; dasselbe ist abgebildet auf PI. 11 Fig. 1. C. puerpera var. rose« (Algier) ; Austaut, Le Naturaliste 1884 S. 391. Alamis rufescens S. 228 Taf. VI Fig. 11, (?) Holzi S. 229 Fig. 4 (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37. Über das Puppen gehäuse von Catephia Alchymista s. Zeitschr. f. Entom., Breslau, 9. Heft, Vereinsnachr. S. XXXV. Leucanitis Becken (Achal-Teke); Standfuss, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 27 2, smuosa, nana (Askhabad); Staudinger, Mem. Zethes leitimorensis S. 238 Taf. VI. Fig. 10, olivacea S. 239 (Am- boina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. Focilla elegans (Amboina) ; Pagenstecher, Jahrb. Nass. V. f. Naturk. 37 S. 239 Taf. VI Fig. 8. Pandesma devia (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 520 PI. 48 Fig. 3. Oxyodes ochracea (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 231. Hypospila (?) iridicolor (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 241. Spiramia/Mnesiw (Amboina) ; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 202. Othora aenea (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 520 PI. 48 Fig. 1. Gerbatha pseudodyops (Yesso) ; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 274. Palpangula cestina (Askhabad); Staudinger, Mem. Euclidia remigina (Madagask.); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884. S. 191. Photedes Erschofß^ limata (Achal-Tekke) ; Christoph, Mem. Milliere beschreibt und bildet ab Raupe und Imago von Erastria scitula Rh.; Rev. d'Entom. 1884 S. 1 f. PI. I Fig. 1—4. E. fiitilis (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 517 PI. 47 Fig. 8. Thalpochares debilis (Derbent; Nuchur), munda (Nuchur); Christoph, Mem. Micra chalybea S. 518 Fig. \0, furia Fig. 13, balux Fig. 14 S. 519 (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 PI. 47. Anthophila zamia Fig. 12 bidla Fig. 9 (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 518 PI. 47. Acontia ^^Zanc^/z (Askhabad) ; Christoph, Mem., dentata, CT/o (ebenda; alle drei durch einen nackten Stimfortsatz ausgezeichnet und in die Unter- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 141 gattung Armada gestellt); Staudinger ebenda, hortensis (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. See. London 1884 S. 517 PI. 47 Fig. 7. Chasmina atrata (Yesso); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 274. Heliothus violacea (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 223. Plasia pulchrina ist wahrscheinlich selbständige Art; die Raupe von PI. Ain lebt auf Lärchen und wird beschrieben; Wecke in Zeitschr. f. Entom. Breslau, 9. Heft S. 51 und 52. PI. Calberlae (Apenninen; Unterschiede der Raupe von der von PL Beckeri hervorgehoben); Standfuss, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 199 ff. (hat nach Staudinger italica Stgr. zu heissen; ebenda S. 300 ff.) Oraesia vagabunda (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 519 PI. 47 Fig. 5. Scotochrosta (?) disiincta, fissilis (Achal-Tekke) ; Christoph, Mem. Gonitis propinqua (Aden); Butler, Proc Zool. Soc. Lond. 1884 S. 497. Stendal berichtigt die in der Literatur seit 1861 verbreitete Angabe, dass die Raupe von Orrhodia Fragariae eine Mordraupe sei dahin, dass sie ganz harmlos sei und nie Miene mache, andere Raupen anzu- fallen ; die Entwickelung und Zucht der Raupe wird eingehend beschrieben ; Jahresh. Ver. f. vaterländische Naturkunde in Württemberg, 40. Jahrg. S. 46 ff. Orthosia infrequens (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 517 PI. 47 Fig. 11. Über die Raupen der Gatt. Cosmia s. P. Chretien in Lc Natura- Hste 1884 S. 460, 475, 484. Caradrina sahulosn (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 516 Ph 47 Fig. 6. Leucania straminea Tr. neu für Skandinavien, Kai-lskrona, S. 96 und beschrieben S. 100; Thedenius, Entomol. Tidskrift 1884. Food plants of the army worm; Anferican Naturalist 1884 S. 297. Callopistria Yerburn (Aden); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 496. Apamea fibrosa Larve (auf Cladium mariscus); Buckler, Ent. Monthl. Mag. XX S. 176. Episema Antherici (Askhabad); Christoph, Mem. Mamestra picta larval stagcs; Packard, Americ. Naturalist 1884 S. 1266. M. albipicia (Michailow-Busen) ; Christoph Mem. Ueber die Verheerungen, Futterpflanzen u. s. w. der Chareas gra- minis schreibt Holmgren einen ausführlichen Artikel; Entom. Tidskrift 1884 S. 151 ff. Agrotis conflua 7V. und festiva Hb. sind eine Art; conflua ist eine den höheren Gebirgen und dem Norden Europas und Amerikas eigene Form, die in wärmeren Gegenden schnell zur normalen festiva-Form zurück- 142 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen kehrt, wie durch Zucht bewiesen wurde. Wocke, Zeitschr. f. Entom. Breslau, 9. Heft S. 48 ff. A. devota (Askhabad), contrita (Nuchur); Christoph, Mem. Acronycta Betulae (Nordam.); Riley, Bull. Brookl. Ent. Soc. VII S. 2. f. Notodontidae, Rkenea n. g- (für circumcincta Saalm.); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 242. Äcroctena (n. g.) ßssura (Nossi-Be) S. 244 Fig. 70: derselbe ebenda. Zoranga (n. g.) pcmnosa (Umballa, Indien); Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 357. Biologisches über Cymatophora Or., Gauckler, Ent. Nachr. 1884 S. 309 ff. Phalera Haasi (Bestsileo); SaabnüUer, Lepid. Madag. S. 245 Fig. 54. Nach Pabst ist Notodonta tritophus ein Druckfehler; der Name soll trilophus heissen, mit Rücksicht auf die 3 grossen Höcker der Raupe; 9. Bericht Naturw. Gesellsch. Chemnitz S. 94 Lophopteryx elegans (Maine); Strecker, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 285. Packard macht einige Angaben über die Raupe von Lochmaeus tesella und erwähnt von derselben das Ausspritzen eines Saftes in der Nähe des Kopfes; wo dieser bereitet und entleert wird, liess sieh nicht genauer ermitteln. American. Naturalist 1884 S. 1044. (Ein entsprechender Apparat findet sich bei Harpyia vinula, wo er nachDimmock, Klem- siewicz u. a. auf der Bauchseite zwischen Kopf und erstem Rumpfseg- ment ausmündet. Vgl. die früheren Berichte.) Carea obsolescens (Bombay); Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 356. Harpyia alhicoma (Colorado); Strecker, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 284. Drepaunlidae« Cilix terax (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 217 Fig. 62. Problepsis Meroearia (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 218 Fig. 67. Oreta camea (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 220. Satliruiadae. Ceranchia mucida (Betsileo); Saalmüiler, Lepid. Madagasc. S. 223. Aglia tau -Raupe an Alnus und Cornus sanguinea; Teich, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 211. Saturnia Carpini-Cocon mit 2 Puppen; Ent. Nachr. 1884 S. 159 ff^ Bomhjcidae. Palirisa n. g. für (Jana) lineosa Wlk.-^ Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 360. Spalyria n. g. für (Bombyx) collaris Gu∈ derselbe ebenda S. 370. Syrastrena n. g. für (Metanastria) minor Moore-, derselbe ebenda S. 374. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 143 Gastromega (n. g. inter Boroecra et Lebeda) für badia Saalm. und cervicolora, S. 226; Lihethra (n. g.) jejuna (Betsileo) S. 230, piinctülata (ibid.) S. 232 Fig. 71; Lerodes (n. g.) fiilgurüa (Nossi-Be) S. 233 Fig. 86; Glocia (n. g.) solida (Nossi-Be) S. 234 Fig. 65; Protogenes n. g. Lechriolepis affine für (Trabala) Stumpfii! S. 240; Saalmüller, Lepid. Madag. Ganisa similis (Darjiling); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 359. Apha yfrtm (Nilgiris); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 359. Tagora discrepans (Bombay); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 360. Enpterote suhdita (Jubbulpore) , vinosa (ibid.), cupreipennis (Madras) S. 361, suffusa, variegata (Jubbulpore), griseipennis (N. Indien), S. 362, dissimilis (N. W. Himalaya), contaminata (Bombay), sinuata (Himalaya) S. 363, consimilis (Darjiling), auriflua (Malabar), Todara (Nilgiris) S. 364, castanoptera (Nepal), nigricans (Jubbulpore) S. 365, alterata (Darjiling), permutata (Bengal), immntata (Nepal) S. 366, mollis (Bombay), caliginosa (Jubbulpore), lativittata (Bombay) S. 367, persimilis (Calcutta), dissimilis (N. W. Himalaya), cinnamomea (S. Indien) S. 368, similis (Calcutta), deco- rata (Punjab), afßnis (N. Indien) S. 369; Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884. Brachyptera primularis (Coonoor); Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 371. Marlida /ra«e/-na (Darjiling); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884S. 371. Messata ^awcZa, castanoptera (Nilgiris); Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 372. Sangatissa alhipars (Bombay); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 372. Nisaga modesta (N. Indien); Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 373. Auch nach Keferstein ist der Bombyx oder Bombylius des Aristoteles als Seide hervorbringendes Insekt die Gastropacha Dryo- phaga Tr. (Otus Drury); Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 123 ff; vgl. den vor. Ber. S. 168. G. divaricata (Darjiling); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 374. Lenodora signata (Bengal), fusca (Bombay), fasciata (Coonoor); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 374. Trabala irrorata (Java; Mergui); Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 375. Lebeda /rt.scia^a (Khasia Hills) S, 375, purpurescens {ßornQo) S. 376; Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884. Lasiocampa gargamelle (Arizona); Strecker, Free. Acad. Nat. Sei« Philad. 1884 S. 286. Fabst schildert die Entwickelungsgeschichte der L. lunigera und var. 144 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen lobulina; die erstere ist vielleicht die Sommer-, lobulina die Winter generation; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 270 ff. Bombyx castrensis var. Veneta (V.); Standfttss, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 193. Derselbe brachte B. neustria cT ^lit ^^^ Weibchen dieser Varietät und mit franconica zur Kopulation und erzielte auch Hybriden, die bechrieben werden; ebenda S. 195 ff. Pachygastra Niris (Niger); Druce, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 228 PI. XVII Fig. 6. Liparidae. Scaphocera n. g. für (Cypra) marginepunctata ASaaZw. ; Saalmüller, Lepid. Madag. S. 181. Charala n. g. für (Stilpnotia) sericea Moore; Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 359. Laelia lilacina (Nilgiris) S. 358, pallida (Bombay) S. 359; Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884. Laeliodes rubripenms (Burmah), lactea (Pundjab); derselbe ebenda S. 358. Basychira, phaeosericea (Madagask.); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 189, Crausis (Old Calabar) ; Druce, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 228 PI. XVII Fig. 5. Pegella ichorina (Amboina); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 201. Lymantria /uwzosa (Nossi-Be) S. 188 Fig. 79, {^xxor^ an praec. $ ? S. 190); Saalmüller, Lepid. Madag. Euproctis jow^z7/a.' (Nossi-Be'); Saalmüller, Lepid Madag. S. 184, im- maculata (Java; Sikkim); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 358. Stilpnotia cretosa (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 184. Pentophora Bolivan (Merida, Venezuela) ; Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 41. Artaxa simulans (Amboina); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) VIII S. 200. Psychidae, Biologische en systematische Beschrijving van vier nieuwe Argentijnsche Psychiden, door Prof. Weijen- bergh; Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 9 ff. PI. 2. Mc. Lachlan macht ein einer Cyclostoma oder Paludina täuschend ähnlich sehendes Larvengehäuse aus Ostafrika (an Mimosa?) bekannt; Ent. Monthl. Mag. XXI. S. 1 f. mit Holzschn., und erkennt, dass Gerstäcker ähnliche Gehäuse von Cochlophora valvata beschrieben hat; ebenda S. 27. Heylaerts handelt on the exotic Psychids in the Leyden Mu- seum; Notes Leyden Museum VI. S. 129 ff. — Acanthopsyche Ritsemae wird als cT von Perina nuda F. erkannt; ebenda S. 133 und C; R. Ent. Belg. 1884 S. Derselbe theilt Observations synonyraiques et autres rela- tives a des Psychides avec descriptions de novae species mit; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 34 ff. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 145 Derselbe zählt ebenda S. 91 flf. Les Psychides de la Hollande et de la Belgique auf. Derselbe macht ebenda S. 207 ff. Remarques psy chidologiques, die sich auf Nordamerikanische Arten beziehen. Psyche hirtella Bsdv. = angustella H. S., hispidella Bsdv. = opacella H. S., siculella Bsdv. = apiformis Rossi var. melasoma Stffr. ; die Varietät hat also siculella zu heissen ; casanella Bsdv. = villosella 0.; Psyche surinamensis Möschl. und leucosoma Snell. ge- hören in die Gattung Lansdswnia Heyl.^ Eumeta Wlk.-, Acanthopsyche Ritsemae Heyl. =■ Perina nuda F., basalis Wlk. ; Kophene minor Moore ist ein Oiketicoides Heyl., Chalia Moore \ die Gattungen Lansdownia Heyl. = Eumeta Wlk., Oiketicoides Heyl. = Chahx Moore ; die Gattungen Dappula und Bambalina Moore sind nicht begründet; Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 34 ff. Dehorrea (n. g. Oeceticin.) Malgassa (M.); derselbe ebenda S. 37. Psyche Cassiae (Argent., auf C. aphyllis) S. 9 Fig. 1 — 6, Burmeisteri (ebenda und auf derselben Pflanze) S. 14 Fig. 7, 8, Bergii (desgl.) S. 17. Fig. 9 — 11, sämmtliche in allen Stadien beschrieben; "Weljenbergh, a. a. 0., Wockei (Rom); Standfuss, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 205. Oeceticus tabacillus (Argentinien; polj-phag); "Weijenbergh, a. a. 0. S. 20 Fig. 12, 13. Manatha Edwardsii (Texas); Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 101. Eumeta japonica (Tokio), hrasiliensis (Br.); Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 40, (?) Zelleri (Caffrarien; nur Raupe und Sack bekannt); derselbe ebenda S. 98. Chalia Rileyi (Missouri, Raupen auf Apfel- und Pfirsichbäumen); Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 208. Animula dimidiata (?), basalis (?), Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 38. — Derselbe beschreibt ebenda S. 97 den Sack und die Puppe des cT sowie das $ von A. dichroa H. S. Limacodidae. Prostemidia (n. g. Semyrae proximum) me- tnllica (Betsileo); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 209 Fig. 65. Scopelodes testacea (Silhet; Moulmein; = Sc. unicolor Walk, nee Westw.); Butler, Ent. Monthl. Mag. XXI S- 156. Parasa reginula (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 204 Fig. 49. Über das zweimalige Überwintern der eingesponnenen Raupe von Limacodes testudo s. oben S. 120. Aphendala tripartita (Manpuri; Jubbulpore), divaricata (Cachar); Moore, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 376. Cossidae. Romanoffia (n. g.) imperialis (Chiriqui); Heylaerts, C. R Ent. Belg. 1884 S. 94 f. mit Holzschn. des Flügelgeäders und Ver- beserung S. 150. Endagria agilis (Krasnowodsk), clathrala (zw. dem Michailow - Busen und Kisil-Arvat) ; Christoph, Mem. Arch. f. Naturgesch. LI. Jahrg-. 2. Bd. K 146 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Nemeta Sumatrensis (Sipoholon); Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 42. Pseudopsyche Dembrowskyi Oberth. = Preyeria Sinica Moore\ S. 44. Hypopta muscosa (Askhabad; Nuchur); Christoph, Mem. Phragmatoecia cinerea als neue Art von Kemmern angedeutet; Teich, Korresp. Naturf. Verein Riga XXVII S. 31 , faeda (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 515 PI. 47 Fig. 1. Laheclera, Staudinfferi (Bogota); Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 75. Cossus Stumpfß (Nossi-Be), Saalmüller, Lepidopt. Madag. S. 210, (Holcocerus) nohilis, holosericeus (Margelan; Askhabad), Staudinger, Mem. Siculidae. Siculodes aenea (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 215, cuprea (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 264. Hepialidae. Hepialus Mlokoss&ntscM (Lakodekhi) ; Eomanoff, M6m. Arctiadae* Fodinotdea (n. g.) Slaudingeri (Betsileo Ld.) S. 154 Fig. 63; Phryganopteryx n. g. für (Macrobrochis) strigilata Saalm. S. 155; Saalmüller, Lepid. Madag. Spilosoma Niohe (Florida); Strecker, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 284. Rhodogastra /raferna (Bombay); Moore, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 356. Nach Oberthür ist die ursprüngliche Chelonia Dahurica Boisd. die var. Mannerheimi von maculosa Z. ; nachdem Boisduval seinen Irr- thum erkannt hatte, suchte er den Namen zu retten, indem er ihn später einer californischen Art, der Ch. virguncula Kby. unterschob; Revue men- suelle d'Entom. I S. 128 ff. Ch. geometrica (Scioa); Oberthür, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 735 Tav. IX Fig. 7. OcnogynaLoewivar.paZZtWeor (Artschmann; Askhabad) ; Christoph, Mem. Ecpantheria caeca (Colorado); Strecker, Proc. Acad. Nat. Sei. Phila- delphia 1884 S. 283. Arctia Cervini Fall, und 5 Varietäten; Christ, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 44 Taf. Die Erfahrungen, welche Hülst hinsichtlich der Variabilität von A. excelsa machte, veranlassen ihn, A. phalerata, pallida, celia, Snowi, Phyl- lira, figurata, placentia, decorata, flammea und excelsa mit Nais Drury zu vereinigen; ebenso Saundersii Grote mit Parthenice Kby.^ von welcher Anna Grote eine Varietät ist; Americ. Naturalist 1884 S. 193. A. villica var. conßuens (Persien; Lenkoran); Eomanoff, Mem. Lithosiadae. Devanica (n. g. Chalcos. für Sephisa praeocc.) bi- color (Cachar); Moore, Trans. Entom. Soc. London 1884 S. 355. Nychthemera gradlis (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid Madag. S. 179 Fig. 66. Pterothysanus lanaris (Shanghai?) S. 406, pictus (Elephanta Isl.) S. 407; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 147 Aletis Forbesi (Old Calabar; Cameroon); Bruce, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 127 PI. XVII Fig. 4. Lithosia cinnaharina (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 216, cocciniceps (Madagaskar); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 189. Ametropalpis nasuta (Madagaskar); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 189. Panaethia simulans (Nias); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S 35. Prabhasa maculosa (Betsileo) S. 166 Fig. 68, nngidosa (Nossi-Be) S. 167; Saalmüller, Lepid. Madag. Nola incana (Betsileo) S. 173, praeßca (Nossi-Be) S. 174, respersa, varia (ibid.) S. 176; Saalmüller, Lepidopt. Madag., interrupta (Amboina); Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 218, gigas (Yesso); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 274. Packard beschreibt Raupe und Puppe von N. ovilla und spricht die Ansicht aus, dass diese Gattung neben Clemensia gehöre; Americ. Na- turaUst 1884 S. 726. Laurion zehra (Nias); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 35. Nycteolidae. Earias dtrina (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 178. Syntomidae. Dysauxes contigua (Nossi-Be) S. 143 Fig. 93, di- stincta (ibid.) S. 144, expallescens (ibid.), extensa (Tamatave) S. 145; Saalmüller, Lepid. Madag. Syntomis zygaeno'ideSf muscella (Madag.); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 188, Blanchardi, Davidi (Mou-Pin); Poujade, Bull. Ent. France 1884 S. 136. Zygaenidae. Syntomedia Angasi (Dominica); Druce, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 321 PI. XXV Fig. 5. Procris translucida (Mou-Pin); Poujade, Bull. Ent. France 1884 S. 136. Zygaena rubicundus Hb. ist nach Standfuss eine gute Art; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 207. Z. cambysea var. rosacea (Istissa); Bomanoff, Mem., Smirnovi (Nuchur); Christoph ebenda. Eucereon Imnei (Dominica); Druce, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 322 PI. XXV Fig. 6. Sesiadae. Sesia dioctniformis (Alaghez); Eomanoff, Mem. Agaristidae. Ophthalmis dedpiens (Nias); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 34. Eusemia Watersii (Betsileo co.); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (.5) XIV S. 409. Butler bespricht die systematische Stellung der Gattung Cocytia, die er schon früher zum Rang einer besonderen Familie zwischen den Zygaeniden und Agaristiden erhoben hatte, und beschreibt zu den beiden 148 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen bekannten Arten eine dritte, C. Veitchn (Batchian) S. 352; Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 351 ff. Cocytia Rihhaei (Aru Islds); Bruce, Ent. Monthl. Mag. XXI S. 156. Agarista hiformis S. 404, ardescens, vindex S. 405, darwiniensis S. 406 (Port Darwin); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV, Epipales (Madagaskar); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 189. Sphingidae. Für (Zonilia) Heydeni Saalm. errichtet Saalmüller die Gattung Maassenia und beschreibt und bildet die Art ab; Lepid. Madag. S. 126 Fig. 38. Sphinx oegrapha (Madagaskar); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 187. Ambulyx Watersii (Betsileo co.); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 407. Cephonodes BucMandii (Port Darwin; = Macrogl. Cunninghamii Boisd. nee Walker)-, Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 404. Panacra Butleri (Nossi-Be); SaalmüUer, Lepid. Madag. S. 119 Fig. 51. Smerinthus BiancMi (Scioa); Oberthür, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 734 Tav. IX Fig. 8, Ästarte (Denver, Colorado); Strecker, Proc. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 283, Z^amWi (Kleinasien) , Oberthür, Bull. Entom. France 1884 S. 12. üeber den Haarpinsel am Anfang des Hinterleibes von Acher ontia Atropos (^ s. oben S. 118; Raupe in Schweden beobachtet Entom. Tid- skrift 1884 S. 193. ff". Hesperiadae, Ploetz hat die Gruppe der Achlyoden bear- beitet; Jahrb. Nass. Vereins für Naturkunde, 37. S. 1 ff". Die grosse Zahl der in dieser Gruppe unterschiedenen Gattungen (Achlyodes, Anti- gonus, Carystus, Catodaulis, Celaenorrhinus, Chaetocneme, Coleolus, Daimio, Eagris, Eantes, Ephyriades, Erinnys, Eudamus, Hellas, Leucochitonea, Nisoniades, Oleides, Paramimus, Pholisora, Pterygospidea , Pythonides, Satarupa, Spioniades, Tagiades, Talides, Thanaos, Thymele) wird von ihm auf folgende 6 reduzirt: Ephyriades (Palpen kurzborstig behaart, mit kurzem, gerade vorstehendem oder wenig gehobenem Endgliede. Fühler ungefähr halb so lang wie die Vdfl., mit schlanker, spindelförmiger, fein- gespitzter Kolbe; Hinterschienen mit End- und Mittelsporen, ohne Haarpinsel. Vdfl. ohne Umschlag am Vorderrande, Mittelzelle bis % so lang; der Saum ist zuweilen etwas busig, selten geeckt; Glasflecken; Htfl. meistens mit wellenförmigem oder geecktem Saum, welcher zwischen den Rippenenden mehr oder weniger, am stärksten aber bei Zelle 4 und 5, einge- zogen ist; gewöhnlich haben sie weisse Glasflecken; der Körper ist massig stark, der Htlb. in der Regel kürzer als die Htrfl., Gestalt spannerähnlich), Pythonides (Palpen borstig behaart, mit kegelförmigem grade vorgestrecktem Endgliede, Fühler ungefähr halb so lang wie die Vfl., mit dünnem Schaft und schwacher, spindelförmiger Kolbe; Htschienen mit End-, meistens auch Mittelsporen, beim cT mit Haarpinsel. Körper ziemlich schwach, im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 149 Htlb. kürzer wie die Htfl. Vdfl. ohne Umschlag, Mittelzelle etwa % so lang, Rippe 2 entspringt näher an Rippe 3 wie an der Wurzel. Htfl. mit fast gleich starker Rippe 5. Saum aller Flügel glatt, mit angescheckten Fransen Sie bewohnen Süd- Amerika), Achlyodes (Palpen borstig, mit grade vorgestrecktem oder etwas geneigtem, bis ans Ende behaartem Endgliede. Fühler halb so lang wie der Vfl., mit schwachem Schaft und gespitzter, oft sehr schlanker Kolbe, Hinterschienen mit End- und Mittel- sporen, beim cT Qiit Haarpinsel. Körper massig stark, Htlb. länger wie die Htfl. Vdfl. ohne Umschlag am Vorderrande, Mittelzelle fast % so lang, Rippe 2 entspringt ziemlich in der Mitte zwischen der Wurzel und Rippe 3. Rippe 5 der Htfl. ist sehr schwach oder fehlend; Bewohner Süd- und Mittel - Amerikas) , Antigonus (Palpen borstig behaart, mit dickem kegelförmigem gerade vorstehendem oder etwas gesenktem End- glied. Fühler meistens schwach, selten mehr als halb so lang wie die Vdfl., oft kürzer, die gespitzte, spindelförmige Kolbe ist gewöhnlich ziem- lich kurz. Die Hinterschienen haben End- und Mittelsporen, beim cj" mit Haarpinsel. Der Körper ist oft ziemlich stark, der Htlb. nicht so lang wie die Htfl. Vdfl. beim cT mit einem Umschlag am Vorderrande, ihre Mittel- zelle höchstens % so lang, oft bedeutend kürzer, Rippe 2 entspringt nicht selten näher an der Wurzel als an Rippe 3. Rippe 5 der Htfl. schwach oder fehlt), Nisoniades (Palpen borstig behaart, vor der Stirne erhoben, mit kegelförmigem, gerade vorgestrecktem Endgliede. Fühler schwach, meistens etwas über halb so lang wie die Vdfl. , mit ziemüch kurzer, spindelförmiger, gespitzter, wenig gebogener Kolbe; die Hinterschienen haben End- und Mittelsporen. Der Körper ist ziemlich schwach, der Htlb. selten so lang wie die Htfl. Die Vdfl. haben beim cT am Vorderrand einen schmalen Umschlag, die Mittelzelle ist kaum % so lang, Rippe 2 entspringt etwa in der Mitte zwischen der Wurzel und Rippe 3. Rippe 5 der Htfl. selten deutUch), Tagiades (Palpen stark, schuppig behaart, vor- gestreckt oder vor der Stirn aufgerichtet, mit kurzem nacktem Endgliede. Fühler halb so lang wie die Vdfl., mit spindelförmiger, gespitzter etwas gebogener Kolbe; Hinterschienen mit End- und Mittelsporen, selten mit einem Haarpinsel auf der Rückenseite. Der Kösper ist theils schwach theils massig stark, Htlb. nicht so lang wie die Htfl. Vdfl. ohne Umschlag am Vorderrande, mit bis % so langer Mittelzelle ; selten entspringt Rippe 2 näher an der Wurzel als an Rippe 3. Htfl. mit ansehnlicher Wurzelzelle, Rippe 5 schwach oder fehlt). Aus der Gattung Ephyriades sind 15, Py- thonides 34, Achlyodes 33, Antigonus 64, Nisoniades 19, Tagiades 64 Arten namhaft gemacht. Derselbe behandelt in gleicher Weise wie früher die Hesperiinen- Gattungen Ismene Sw. S. 51 ff, Plastingia Butl. S. 145 ff, Apaustus Hübn. S. 151 ff, Thymelicus Hübn. S. 284 ff-, Butleria Kirby S. 290 ff, Telesto Bsdv. S. 376 ff, Isoteinon Feld. S. 385 f, Abantis HopJ. S. 386 f, Cyclopides Hübn, S. 387 ff, und deren Arten; Stett. Entom. Zeit. 1884. 150 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Saalmüller gründet auf Amygdalis Mab. die n. G. Ploetzia; Lepid. Madag. S. 115. Pamphila Larika (Amboina) Pagenstecher, Jahrb. Nass. Ver. Naturk. 37 S. 207 Taf. VII Fig. 1, Moseleyi (Ke Dulan); Butler, Ann, a Mag. N. H. (5) XIII S. 198, Ravola (Dominica); Godman u. Salvin, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 320 PI. XXV Fig. 3. 4, Ähriman (Nuchar); Christoph, Mem., gemella (Madag.); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 187. Die Syrichthi der Alveus-Gruppe kurz diagnostizirt von Christ s. Mitth. Schweiz. Ent. Ges. VII S. 27. Prote'ides Angasi (Dominica); Godman u. Salvin, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 318 PI. XXV Fig. 2. He&peria Weymeri (Nossi-ße) S. 107, octofenestrata (ibid) S. 108, dlipsis (ibid) S. 109, ypsilon (Tamatave) S. 110; Saalmüller, Lepid. Madag. Trapezites /as^MosMs (Madag.); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 186. Plesioneura Humbloii (Madagaskar); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 187. Gomalia litoralis (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 513 PI. 47 Fig. 4. Spilothyrus (Altheae Hb. var.?) Baeticus Rbr. im Wallis bei Vex; Christ, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 28. Lycaenidae. Liptena Homeyeri (Westafrika); Dewitz, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 188 Taf. I Fig. 3. Gerydus Boisduvalii (Amboina), stygianus (Ternate); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 194. Aphnaeus Nyassae (N.) S. 250, Vicioriae (Victoria Nyanza) S. 251 ; Butler, Ent. Monthl. Mag. XX. Zizera mora (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 506 PI. 47 Fig. 2. Lycaena perparva (Nossi-Be) S. 98, quadriocularis (Nossi-Be) S. 100, Taf. I Fig. 7, 8, coeruhoarcuata (ibid) S. 102 Fig. 9 — 11; Saalmüller, Lepid. Madag., Mangoensis (M., Fiji L); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 347, Antinorii (Scioa); Oberthür, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 731 Tav. IX Fig. 3, Davidi (Mou-Pin); Poujade, Bull. Ent. France 1884 S. 135. Aurivillius fand 6 Puppen von Lycaena Argus unter der Rinde einer von Lasius niger bewohnten Kiefer und vermuthet in diesem Vor- kommen ein durch die Abscheidung eines süssen Saftes von Seiten der Raupen bedingtes normales Zusammenleben von beiden Insekten , wobei er an die Vorkommnisse ausländischer Lycaeniden erinnert; Entomol. Tid- skrift 1884 S. 190. L. Medon var. in Holland; Tijdschrift v. Entomol. XXVII S. 134 ff. Pseudodipsas Brisbanensis (B.); Miskin, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 95. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 151 Panchala trogon^ morpkina (Perak); Distant, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 201. Loxura Cassiopeia (Perak); Distant, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 200. Catochrysops trifracta (Rat Isl.); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 194. Lampides aetherialis (Ke Dulan); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) Xni S. 195. Jolaus Fiaggiae (Scioa) ; Oberthür, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 730 Tav. IX Fig. 6. Jamides Woodfordii, campanvlata S. 346, lobelia (Mango), pulcher- rima, morphoides (Neu-Hebr.) S. 347 ; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII. Hypolycaena renidens (Madag.?); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 186. Hypochrysops Hecalius (Victoria); Miskin, Transact. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 94. Deudorix Demoeies (Queensland); Miskin, Transact. Ent. Soc. London 1884 S. 95. Theritas Oakesii (Malpaso, Columb.) ; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 267. Satyridae. Dodonidia n. g. für (?) Helmsii Fereday von Neu Seeland; Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 172 mit Holzschnitt. Satyrus Wilkinsi S. 243, Ahramovi S. 244 (Semiretschie) ; Erschoff, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII, Manzorum (Mou-Pin); Poujade, Bull. Ent. France 1884 S. 134. Debis Moupiniensis S. 140, luteofasciata S. 154, albolineata S. 155, violaceopicta S. 158 (Mou-Pin); Poujade, Bull. Ent. France 1884. Mycalesis evanescens (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Madag. S. 91, Benacus (Madag.); Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 185, penicillata (Mou-Pin); Poujade, Bull. Ent. France 1884 S. 135. L. de Niceville und Distant lassen M. polydecta Cram. und Langi Nic^v., sowie ferner Yphthima yphthimoides und Melanitis Libya abbilden ; Transact. Ent. Soc. London 1884 PI. IIL Morphidae. Amathusia dilucida (Malacca; Borneo); Honrath, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 206 Taf. III, V Fig. 3, 3a; IV 3b. Zeuxidia Sihulana (S., Mindanao) ; Honrath, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 205 Taf. II, in Fig. 2, 2a; IV 26. Ithomia soligena (Ecuador) S. 16 Taf. II Fig. 7, mellilla (ibid.) S. 17; Weymer a. a. 0. Leucothyris Pavla (Veragua) S. 14 Taf. II Fig. 5, solida (Ecuador) S. 15 Fig. 8; Weymer a. a. 0. Hymenitis viatronalis (Ecuador); "Weymer a. a. 0. S. 18 Taf. I Fig. 6. Dana'idae. Mechanitis proceHs (Amazon.) ; Weymer a. a. O. Taf. 1 Fig. 2 S. 12. 152 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Ceratinia honesta (Ecuador) S. 9 Taf. II Fig. 5, amica (Columbien) S. 10 Taf. I Fig. 7; Weymer a. a. 0. Sais promissa (Amaz.); Weymer a. a. 0. S. 11 Taf. II Fig. 4. Methona curvifascia (Ecuador); Weymer a. a. O. S. 8 Taf. II Fig. 3. Lycorea cinnamomea (Ämaz.) S. 7 Taf. II Fig. 6; Weymer a. a. 0. Vadebra Murrayi (Amboina); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (s) XIII S. 191, mangoensis (Mango); derselbe ebenda S. 344. Trepsichrois Verhuelli (Borneo); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 403. Salatura Eurydice (Nias L); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 58. Hamadrjus niveipicta (Ke Dulan; Ceram); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 191. Danisepa Schreiben (Borneo); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 403. Bei Aden kommen Limnas Chrysippus, Alcippus, Dorippus und eine vierte Form mit Zwischenformen unter einander vor ; die unbenannte vierte Form wurde in copula mit Dorippus und Chrysippus gefunden; Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 478 ff. mit Taf. 46, die geographische Verbreitung der genannten Arten darstellend. Danais Clarippus (Nias, vielleicht zu Chrysippus gehörig); Weymer, Ent. Nachr. 1884 S. 257. D. Chrysippus var.; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 210 PI. 11 Fig. 2, var. Vigelii (Atjeh); Heylaerts, C. R. Ent. Belg. 1884 S, 99. Anosia leucogyne (St. Thomas); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 183. Caduga/w77 emZts (Nias Isl.); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) Xm S. 58. Helicouiadae. Heüconius auHcus (Columbien) S. 19 Taf. I Fig. 1, forlunaius (Amazon.) S. 21 Fig. 4, Mentor (Neu Granada) S. 22 Fig. 3, metaphorus (Ecuador) S. 24 Taf. 11 Fig. 1, Hyas (Amazon.) S. 26 Taf. I Fig. 5, Weymer a. a. 0. Athyrtis Salvini (Jurimaguas, Peru); Srnka, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 163. Acrae'idae. Acraea Boseae (Nossi-Be); Saalmüller, Lepid. Mad. S. 76 Taf. I Fig. 3, Daira (ü. Niger) Fig. 3, calyce (ibid.) Fig. 1, 2; Godman u. Salvin, Proc. Zool. Soc. 1884 S. 221 PI. XVII. Nymplialidae. Tanaecia Nicevillei (Perak); Distant, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 199 Chersonesia Peraka (P.); Distant, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 199. Anaea Dominicana (D.); Godman u. Salvin, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 316 PI. XXV Fig. 1. Prothoe Semperi (Sibulan, Mindanao); Honrath, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 204 Taf. II Fig. 1. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. X53 Charaxes hamatus (Afrika, 6° s. Br., 20 — 26 ö. L.); Dewitz, Ent. Nachr. 1884 S. 285 mit Holzschn., Ändranodorus S. 184, Zoippus S. 185; Mabille, C. R. Ent. Belg. 1884. Prepona Neoterpe (Chanchamayo, Peru) ; Honrath, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 207 Taf. VI Fig. 5, 5 a. Thiele macht ein Exemplar von Apatura Iris bekannt, das auf der linken Seite und dem rechten Vorderflügel die Färbung der ab. Jole hatte, während der rechte ünterflügel die normale Iris geblieben war; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 161 mit Holzschn. Symphaedra perdix (Nias Isl.); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) xm s. 59. Pseudacraea Gottbergi (Quango); Dewitz, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 187 Taf. I Fig. 1, Colvillei (Natal); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 123. Diadema Mechoivi (Quango); Dewitz, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 187 Taf. I Fig. 2. Cyrestis Themire (Perak, Malacca); Honrath, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 398 Taf. X Fig. 5. Callithea SmJcai (Pebas, Amaz. sup.); Honrath, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 208 Taf. VII Fig. 6, 6 a. CaUicore Panthalis Taf. VII Fig. 7, 7a, Merida Fig. 8 (Merida, Venez.); Honrath, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 209. Doleschallia Niasica (N.); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 59. Vanessa Antiopa überwintert in den Brennholzstössen des Waldes; Homeyer, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 419. Ueber Melitaea maturna var. Wolfensberger i s. Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 11 und 45. Atella propinqua (Queensland) ; Miskin, Transact. Entom. Soc. London 1884 S. 94. Pieridae. Thestias Aenippe var.; Snellen, Tijdschr. v. Entom. XXVII S. 210 PI. 11 Fig. 3 Terias Placidia StoU var. maculata (Nordmolukken) ; Staudinger, Exo- tische SchmetterUnge S. 30 Taf. 17, photophila n. sp. (Ke Dulan), bifor- mis (Amboina); Butler, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 196, curiosa (Kurrachee); Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 508 PI. 47 Fig. 3. Teracolus arenicolens (Arabien); Butler, Ent. Monthl. Mag. XXI S. 81, Walkeri (Elephant Bay, Afr.); derselbe, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 403, coelestis (Aden) S. 435 PI. XXXIX Fig. 1, 2, Vi (ibid.) S. 437 Fig. 6, 7, rorus (N. Sind) S. 438 Fig. 8, peelus (Kurrachee) Fig. 9, dubius (ibid.) S. 439, Kinnedü (Ahmednuggur), Xanthus (zw. Berber und Khartum) Fig. 10, 11 S. 440 Yerburii (Aden) Fig. 12, saxeus (Aden) PI. XL Fig. 1, 2, Odysseus (Weisser Nil) Fig. 3 S. 441, fumidus (Transvaal) Fig. 4, 5 S. 442, immaculatus (Kurrachee), subroseus (ibid.) Fig. 6, 7 S. 443, Taplini (Bombay; Poona) Fig. 8, 9, Sipylus (Sansibar) 154 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Fig. 10, 11 S. 444; Swinhoe, Proc. Zool. Soc. London 1884, Swinhoe (Haithalkim); Butler, ebenda S. 491. Zur Kenntniss der Tachyris melania (F.) s. Miskin in den Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 91. Pieris Spilleri (Natal); Staudinger, Ent. Nachr. 1884 S. 52 und Exot. Schmetterlinge S. 33 Taf. 18; Spiller, Entomologist 1884 S. 62. Hagen's „Notes on the genus Pieris" beziehen sich auf P. Menapia, Beckeri, occidentalis ; Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. XXII S. 134 flf. Snellen hält Perrhybris Malenka Hew. für eine Varietät von P. Pyrrha F. und macht auf den auffallenden Geschlechtsdimorphismus aufmerksam: während das cj" unseren Weisslingen gleicht, ist das 9 manchen Heliconiern, namentlich aber Eueides Isabella Cram. ähnhch. Tijdschr. V. Entom. XXVII Versl. S. XIV f. Pereute Chiriquensis (Ch.), Cheops (ibid.) S. 23, Callinira (Chancha- mayo) S. 24; Staudinger, Exotische Schmetterlinge Taf. 13. Eurema Hahneli (Amazonas) , Elathides (Venezuela) ; Staudinger, Exotische Schmetterlinge S. 28 Taf. 16. Dismorphia Lysino'ides (Caucathal, Columbien), mimetica (Cayenne); Staudinger, Exotische Schmetterlinge S. 25 Taf. 15. Delias Nigidius (Queensland); Miskin, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 93. Eine Studie von Hagen über die Gattung Colias führt zu dem Schlüsse, dass in Nordamerika folgende 9 Arten vertreten sind: C. Chry- sotheme = Keewaydin; Säsonformen Ariadne und Eurytheme; Philo- dice mit einer Säsonform in Texas, die Ariadne nachahmt und den nord- westlichen Formen Eriphyle und chrysomelas; i uteri or, womit Edwardsii mit Emilia und Astraea, Alexandra, Scudderi, occidentalis, Christina, var. Havfordii, var. Laurentina synonym sind; Palaeno mit var. Pelidne und Chippewa; Meadii, die auf die höheren Gebirge Colorado's beschränkt ist; Behrii, von den höchsten Bergen Californiens ; Hecla, Boothii mit var. Chione; Nastes mit var. Rossii. — Proc. Bost. Soc. Nat. Hist. XXII S. 150 ff.; Americ. Naturalist 1884 S. 74. Alpheraky berichtigt einige von ihm begangene Irrthümer, resp. er präcisirt seinen Ausdruck; er hält C. Libanotica, Heldreichii und Aurorina für Lokalrassen einer Art, nicht aber von Aurora; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 476. Elwes liefert additional notes on the genus Colias; Transact. Entom. Soc. London 1884. S. 1 ff. Belenois leucogyne (Lahej ; Haithalkim); Butler, Proc. Zool. Soc. Lond. 1884 S. 492. Anthocharis Belia v. pulverata , Tomyris n. sp. (Achal - Tekke) , Christoph, Mem. Papilionidae. Lehmann erzog aus 2 Puppen von Papilio Po- dalirius mit abnormen Fühlerscheiden Schmetterlinge, bei denen die im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 155 Fühler ebenfalls abnorna waren; Zeitschr. f. Entomol., Breslau, 9. Heft S. 22. Bössler beschreibt das (dem ^ ähnliche) 2 von P. Zalmoxis Heii.\ Stetf. Ent. Zeit. 1884 S. 142 ff.; Staudinger erklärt die angeb- lichen $ für cf ; ebenda S. 298. P. Machaon ab. Drusus; Fuchs, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 241. P. Alexanor var. Orientalis (Ordubad; Schahrud); Ramanoff, Mem. P. Almanso?' (Aschanti) Fig. 9, Poggianns (Guinea) Fig. 10; Honrath, Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 210 Taf. VII, Streckerianus (Oberer Ama- zonas) S. 395 Taf. X Fig. 1, Jason var. Evemonides (Malacca S.-O.- Borneo) S. 396 Fig. 2, Bathycles var. Balhycloides Fig. 3, Chiron var. Chironides (Darjeeling) Fig. 4, Sarpedon ab. Milonides (Celebes) S. 397; derselbe ebenda ; Ai-ianus (Amazonas) S. 1 Taf. 8 , Pl[a\esiolaus (Sa. Martha) S. 16, Pizarro (Ober. Amaz ) S. 18 Taf. 13 [Hahneli Stand. (Rio Maues)], Tasso (Bras. ?), Äristogiton (Caucathal, Columb.) S. 19 Taf. 13, Hipparchus (ibid.), Leucadion (Batjan; Halmahera) S. 20 Taf. 13; Staudinger, Exotische Schmetterlinge, Thomsonii (Ke Dulan); Butler, Ann. r. N. H. (5) Xni S. 197. Hymenoptera. Die Etiides myrmecologiques en 1884 von A. Forel beziehen sich z. Th. auf allgemeinere Fragen und sollen in so weit an dieser Stelle besprochen werden. Bull. Soc. Vaud. Sei. nat. XX S. 316 fF. PI. XI. Aus der langen Lebensdauer der Ameisen, die von Lubbock nachgewiesen ist, erklären sich mehrere sonst räthselhafte Erscheinungen, vor allen Dingen der lange Bestand einer und derselben Kolonie. Gegen Ende der Lebensdauer einer solchen Kolonie werden in ihr vorzugsweise oder ausschliesslich Männchen hervorgebracht. Eine neue Ko- lonie wird von einem oder mehreren befruchteten Weibchen, die sich zusammenthun, angelegt, und die Bevölkerung besteht daher aus lauter Töchtern derselben Mütter. Das Zurückhalten und die Beraubung der Flügel eines Weibchens von Seiten der Ar- beiterinnen, wie es von Lasius flavus beobachtet ist, scheint eine seltene Ausnahme zu sein. — Bezüglich des Wieder- kommens von Angehörigen derselben Kolonie nach längerer Trennung erinnert Forel an seine früheren Mittheilungen, die z. Th. den Angaben Lubbock 's widersprechen. Es verhalten sich aber in dieser Hinsicht nicht nur verschiedene Arten, son- dern auch Stöcke derselben Art verschieden. Imagines, die sich aus Nymphen, welche von dem elterlichen Stocke getrennt 156 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen waren, entwickelt hatten, wurden von ihren Schwestern z. Th. wie ganz fremde Eindringlinge behandelt. Die Wiedererken- nung ist z. Th. eine persönliche und individuelle. — Die Ein- wirkung des Sublimat auf eine Kolonie bei trockenem Wetter war bei Myrmica scabrinodis dieselbe, wie zuerst von Belt für Atta secedens berichtet war; die Ameisen fielen wie wüthend über einander her und bekämpften sich gegenseitig, und erst nach mehreren Minuten beruhigten sie sich; auf Lasius niger und flavus übte das Mittel keine Wirkung. — Gegenüber Fahre, der einen Orientirungs- Instinkt angenommen hatte, hält Forel daran fest, dass sich die Insekten, speziell die Ameisen, bei ihren Wegen durch ihre Sinne zurecht finden: Gesicht, Geruch, Gefühl. — In Vaux haben Tetramorium cae- spitum durch Benagen junge Runkelrübenpflänzchen geschädigt. — Oecophylla besitzt keinen Stachel, sondern gleich den übrigen Camponotiden nur das demselben entsprechende Rudi- ment. — Sehr eingehend werden die Sinnesorgane an den Fühlern und Unterkiefern behandelt, deren Forel zwei Gruppen, äussere und innere, unterscheidet. Die erstere enthält die Ku- tikularanhänge in ihrer verschiedenen Gestalt (spitze Tasthaare; Sinneskeule oder -kegel, Riechkolben Leydig's, Grübchen Ley- dig's, Porenplatten Kraepelin's) ; die letztere die Organe, welche ihrer Entstehung und Ausbildung nach auf einander zurück- zuführen sind, aber ihrer Gestalt nach als Champagner- pfropfen- und Flaschen- ähnliche Organe unterschieden werden. Kraepelin gegenüber, der nur die ersteren als Sinnesorgane, die Flaschen aber als Drüsen ansehen will, be- hauptet Forel die Identität beider Organe; es sind entweder beides Drüsen oder beides Sinnesorgane. — Von den Geschmackspapillen an den Unterkiefern der Form, rufi- barbis und ihren Nerven wird eine Abbildung gegeben. Eine Etüde sur la repartition des sexes chez les Hymenoptöres von J. H. Fahre weist zunächst nach, dass bei manchen Hymenopteren die Eier mit verschieden grossen Futter- vorräthen versehen werden, und dass in den Zellen mit den geringeren Nahrungsvorräthen sich die (kleineren) cT, in den mit reichlicherer Nahrung verproviantirten Zellen sich die (grösseren) $ entwickeln. Die Menge der Nahrungsmittel hat aber keinen bestimmenden Einfluss auf das Geschlecht, wie sich leicht an Osmia tricornis nachweisen Hess: wenn zu einem im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 157 Ei mit geringeren Vorrätben reichlichere zugeführt wurden, so blieben die letzteren unangetastet und es kam ein cT zum Vor- schein ; wurden andererseits die reichlicheren Vorräthe verringert, bis sie etwa den Umfang der kleineren Zellen hatten, so starb die Larve nach Verzehrung dieser Vorräthe aus Hunger, ohne sich zu einer cTImago zu entwickeln. Weitere Versuche, die in der verschiedensten Weise abgeändert wurden, lehren sodann, dass das eierlegende Weibchen es in der Gewalt hat, ein männliches oder weibliches Ei zu legen, und dass es von dieser Fähigkeit den Umständen entsprechend Gebrauch macht. Dies zeigt sich namentlich bei solchen Arten (Chalicodoma z. B.), die, wenn sie einen frischen Bau anlegen, zuerst im Centrum der Scheibe die grösseren weiblichen Zellen und im Umkreise die kleineren männlichen Zellen später mit Eiern belegen, und ihren ganzen Eiervorrath in dieser Weise vertheilen, dass zu- erst nur weibliche und erst zuletzt die männlichen Eier gelegt werden. Benutzen dieselben aber einen vorjährigen Bau, von dem immer nur höchstens der dritte Theil der Zellen brauchbar ist, so werden auch hier die grösseren Zellen mit weiblichen, die kleineren mit männlichen Eiern belegt, und dieser Wechsel muss sich dann natürlich mehrere (im angenommenen Falle drei) Mal vollziehen, bis der ganze Eiervorrath erschöpft ist. Woher die Biene nun die Fähigkeit hat, das Geschlecht des Eies den Umständen anzupassen, lässt Fahre unentschieden; die V. Siebold'sche Theorie, die er allerdings wohl nur sehr unvollkommen kennt, flösst ihm tiefes Misstrauen ein; sie er- klärt aber die Erscheinungen in sehr befriedigender Weise. — Ann. Sei. naturelles, Zoologie T. XVII Art. No. 9. Nach Carlet besteht der Giftapparat der Hymenopteren aus zwei Drüsen, von denen die eine eine sauere, die andere eine schwach alkalische Flüssigkeit secernirt. Beide öffnen sich an der Basis des Stachels und die combinirte Flüssigkeit ist immer sauer. Eine durch ein giftiges Hymenopteron gestochene Stubenfliege starb immer unmittelbar nach dem Stich, während die Inokulation eines der beiden Gifte entweder gar nicht, oder erst nach längerem Zeitraum zum Tode führte. Die successive Inokulation beider Gifte führte den Tod bald nach der zweiten Einverleibung herbei. C. R. Acad. Sei. Paris XCVIII S. 1550 f. Nach demselben hat die Giftblase der Mellifera im 158 Bertkau: Bericht über die wissenschaftliehen Leistungen Gegensatz zu den Diploptera keinen Muskelbeleg, der das Gift aus ihr heraustreiben könnte. Zum Ersatz dafür haben die Mellifera an der Basis der Stechborsten ein „piston" genanntes Organ, welches sich mit der Bewegung der Stechborsten vor- und zurückbewegt und dabei jedesmal einen Tropfen Gift in die Wunde treibt und zugleich einen neuen Tropfen in das Reservoir einsaugt. Ebenda XCIX S. 206. Further notes on the terminal segments of acu- leate Hymenoptera von Saunders in den Trans. Entom. Sog. London 1884 S. 251 flf. PI. XIII sind der Betrachtung des achten Körpersegments und der Genitalanhänge der Männchen bei Heterogyna, Fossores, Diploptera, Anthophila gewidmet. Die Bienen conserviren ihren Honig durch die Ameisen- säure, die sie mittels ihres Stachels an den Waben abstreifen. Die stachellosen Meliponen sammeln daher auch nur geringe Honigvorräthe , da sie dieselben doch nicht conserviren können. Die „harvesting ants" verhindern durch dasselbe Mittel das Keimen der gesammelten Körner; s. Köln. Zeit. No. 293 1. Bl. Mayr zeigte, wie der Kopf lebender Exemplare kleiner Schmarotzer (Olinx aus Gallen von Quercus cerris?) eine Menge Linien zeigt, die bei eingetrockneten Exemplaren nicht mehr sichtbar sind. Jene Linien sind die verbindenden Häute zwischen den 7 Chitinplatten, aus denen die Kopf kapsei ge- bildet ist und daher zur Feststellung der Kopftheile von grosser Wichtigkeit. Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 8. Die 1884 erschienenen Fortsetzungen von Andre's „Spe- cies des Hymenopteres," fasc. 20—23, PI. XXI— XXXIII, XXXVII beschäftigen sich noch ausschliesslich mit den Wespen ; die gesellig lebenden sind in Fasc. 20 absolvirt ; von den einzeln lebenden sind die Eumeniden und Masariden in Fasc. 20—23 behandelt. Schmiedeknecht's „Apidae Europaeae" sind mit fasc. 8 — 10 fortgesetzt (Andrena zu Ende, Osmia als Vertreter der Sectio VI. B: Ap. solitariae gastrilegidae begonnen). Diese Gattung macht auch den Anfang des 2. Bandes. Quelques nouveaux Hymenopteres d'Amerique; par 0. Radoszkowsky; Hör. Soc. Ent. Boss. XVIII S. 17 flf. Taf. I. Etudes hymenopterologiques; von demselben, ebenda S. 23 flf. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 159 Sobre algunos Hymenöpteros de la repiiblica oriental del Uruguay ist der Titel einer Arbeit von L. Holmberg in den Anal. Soc. Cientif. Argentiua XVIII S. 201 ff. , in der 37 Arten aufgezählt und mit Anmerkungen versehen werden. Desselben „Viajes al Tandil y ä La Tinta; Hymenoptera, Apidae" in den Act. de la Aead. Nacional de Ciencias, Cör- doba, T. V, habe ich noch nicht gesehen. Harwood zählt the aculeate Hymenoptera of the neighbourhood of Colchester auf; Ent. Monthl. Mag. XX S. 211 ff. Little-known british aculeate Hymenoptera by E. Saunders; ebenda S. 270 ff. Bridgman bringt further additions to Mr. MarshalTs Catalogue of British Ichneumonidae; Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 421 ff. Descriptions of new species of Tenthredinidae and Cynipidae from Mexico; by Peter Cameron; Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 481 ff. Thomson führt in seinem Försök tili gruppering och beskrifning af Crypti fort; Opusc. Entom. X S. 939 ff. von Heyden beschäftigt sich im 3. Theil seiner Beiträge zur Kenntniss der Hymenopteren-Fauna der wei- teren Umgegend von Frankfurt a. M. mit den Chalci- diern, im 4. mit einem Theil der Aculeaten; Ber. Sencken- berg. naturf. Gesellsch. 1884 S. 103 ff. A. Moesäry liefert Charakteristische Daten zur Hymenopteren-Fauna Siebenbürgens; Termesz. Füzet. VIÜ S. 218 ff. (und math.-nat. Mitth. d. Ung. Akad. d. Wis- sensch. XIX; letztere sind mir nicht zugänglich). Während bisher aus Siebenbürgen 330, meist gewöhnliche und bekannte Arten aufgeführt sind, gelang es dem Verfasser, bei einem zwei- maligen Besuche während der Monate Juni und Juli 530 Arten zu sammeln, von denen diejenigen (81), welche die Fauna Siebenbürgens nach der einen oder anderen Richtung charakte- risiren, namentlich aufgeführt und z. Th. mit Bemerkungen versehen sind. Als südliche Formen werden namhaft gemacht: AUantus unifasciatus ; Chrysis cingulicornis ; Myrmecocystus viaticus; Myrmosa cognata; Pristocera depressa; Cerceris tuberculata; Bombus vorticosus; Anthophora borealis, flabelli- 160 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen fera; Tetralonia basalis, dentata, armeniaca; Eucera clypeata, difficilis, pannonica, tomentosa; Meliturga clavicornis ; Cilissa dimidiata; Camptopoeum frontale; Ceratina Loewii; Andrena truncatilabris ; Halictus carinaeventris, varipes; Colletes nasutus; Nomia ruficornis; Lithurgus fuscipennis; Osmia bidentata; An- thidium nanum; Nomada tripunctata, cinnabarina, trispinosa; Phiarus abdominalis; Biastes brevicornis; Pasites maculatus; Coelioxys afra; Dioxys jucunda; bis jetzt noch nicht in Ungarn gefundene Arten Siebenbürgens sind Stizus terminalis; Odynerus rubripes und mehrere neue Arten, welche letztere hier noch nicht beschrieben werden, lieber Ceratocolus subterraneus ; Phiarus abdominalis und Pasites maculatus werden biologische Beobachtungen mitgetheilt; s. unten. De Stefani fährt in der Beschreibung von Imenotteri nuovi a poco conosciuti della Sicilia fort; II Naturalista Siciliano III S. 153 ff., 197 ff., 217 ff. Nota d'Imenotteri racc. dal S. F. Piccioli nei dintorni di Firenze; Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 97 ff. Tav. II. Gribodo führt die (27) bei der Fahrt des „Esploratore" nach Assab vom 16. November 1879 bis 26. Februar 1880 gesammelten Arten auf; Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 381 ff. Ritsema macht Synonymical remarks about certain Hym. ac; Notes Leyden Museum VI S. 200. — Odynerus basalis Smith = variegatus H. S. (nee F.) = Herrichii Sams.', Prosopis scutata Lichtenst, = picta Smith; Sphecodes perversus Rits, = scabricollis (Wesm.) Sichel; Halictus canescens Schenck = prasinus Smith; Xylocopa aruana Rits. = bryorum F.; Bom- bus senex Voll. = rufipes Lepel. Melittologia Schenckiana auct. CG. de Dalla Torre; Revue mensuelle d'Entom. I S. 147 ff. (Schenck's Bienenliteratur). Auf Saunders' Further notes on the caprification of domestic figs . . ., die hauptsächlich die Frage der Bestäu- bung der Feigen durch Blastophaga behandeln, sei hier nur hingewiesen. — Transact. Entom. Soc. London 1884 S. 97 ff. In seinen Notes on the Classification and syno- nymy of the Fig-Insects setzt Patton die Gründe ausein- ander, welche ihn abhalten, Saunders' Ansicht, die Agaoniden zu den Cynipiden zu stellen, beizupflichten; die Beschaffenheit der Fühler, des Legebohrers und des Flügelgeäders, sowie der Mangel der Flügel im männlichen Geschlecht finden ihre ent- im Gebiete der Arthropoden wahrend des Jahres 1884. Ißl sprechenden Beispiele unter den Chalcidiern. Die Agaoniden sind durch folgende Charaktere definirt: 9 Kopf mit zwei Längsgruben und mit einem zurückgekrümmten Dorn am Hinter- kopf. Mandibel mit einem gesägten Anhang; Kinn mit einem blätterartigen Anhängsel. Fühler 10 — 12 gliederig, das 3. Glied aussen in einen Dorn ausgezogen. Hinterleib oval und cylin- drisch, oder zugespitzt und zusammengedrückt; 5. Bauchsegment verlängert, messerförmig, Legebohrer hervorragend; Flügel ent- wickelt, Geäder Chalcidier ähnlich. cT. Mandibeln kurz, zwei- zähnig; Taster verkümmort. Fühler kurz, 3 — 7 gliederig. Hinterleib mit angeschwollenen 4 ersten Gliedern, die folgenden Glieder schlank imd röhrenförmig; Klappen von 2 divergirenden gezähnten Anhängen dargestellt. Flügel fehlen. — Proceed. Ent. Soc. London 1884 S. 14 ff. Cosila argenteo-cincta (Australien); Gribodo, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 261. Sparasion pallidinerve (Meana, Sard.); Costa, a. a. 0. Tenthi'edinidae. Konow macht Bemerkungen über Blatt- wespen; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 305 ff.; dieselben können gewisser- massen als Vorläufer einer Synopsis der deutschen Blattwespen angesehen werden, und bestehen in kritischen Angaben über die Arten einzelner Gat- tungen; die betreff'enden Gattungen selbst erfahren keine Besprechung. Bei Perineura iJi!^. zeigt der Verfasser, dass Thomson den Namen Synairema, den Hartig für das Weibchen seiner Perineura Rubi, dessen Zusammen- gehörigkeit mit dem Männchen er nicht erkannt hatte, eingeführt hatte, eben für Perineura Rubi angenommen, den verfügbar gewordenen Namen Perineura darauf für andere Arten veru-andt hat, was nicht zulässig war. Synairema Rubi Thoms. ist daher Perineura Rubi (Pz.) zu nennen und für die Haupt- menge der von Thomson unter Perineura vereinigten Arten schlägt Konow den Gattungsnamen Thomsonia vor, S. 327, mit der Diagnose: Caput subtriangulare, sulcis distinctis; oculis mand. basim haud attingentibus, or- bita interiore haud vel vix convergente, haud intra mandibularum basim Sita. Thorax parapsidis distinctis. Antennae longae, tenues, subfiliformes, art. 3. 4. snbaequali. Alae superiores cellula lanceolata nervo brevi per- pendiculari divisa, inf. (j^ saepissime nervo transverso anali et recurrente marginem ipsum al. interiorem formantibus, 2 nervo transverso anali ner- vum brachialem pone cellulam lanceolatam attingente. Abdomen nuditate nulla, segm. I. medio carinato. Corpus plerumque nitidum, fere glabrum et laeve. Für die Arten insignis Klff., solitaria Schrank, lateralis F., picta Klff., viridis L., punctulata Klff. wird die Gattung Rhogogaster S. 338 gegründet. Die Bemerkungen zu den einzelnen Arten, ihre S}tio- nymie etc. sollen hier nicht angeführt werden ; nur die neuen Arten werden Arch. f. Naturgesch. LI. Jahrg. 2. Bd. L 162 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen namhaft gemacht werden. — Ebenso Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 277 ff, 307 f; am letzteren Ort beschreibt er Thomsonia (s. oben) Josephi (Alt- vater) und Hilleckei (Rosstrappe). Schaposchnikoflf stellt ein Verzeichniss der Arten aus der Umgebung Lissino's (Zarskoselk) auf; Horae Soc. ent. Ross. XVIII S. 3 ff. Cameron fügt zu den früher als Britisch bekannten Arten Dolerus pratorum und beschreibt 4 neue Nematus; Ent. Monthl. Mag. XX S. 265 ff; XXI S. 26, 80. V. Stein erkennt in Tenthr. biguttata Hart, das (^ von T. velox F. und beschreibt die beiden Geschlechter von T. bipunctula Klg.\ Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 309 ff. No. VI der Tenthr. Studien von Stein in den Ent. Nachr. 1884 S. 95 ff enthält Synonymisches, VII (S. 301 ff.) die Beschreibung dreier neuer Arten, VIII (S. 349 fi^.) Betrachtungen über die Gruppe des Nematus miliaris Pz.^ Beschreibung eines neuen Tenthredopsis und den Nachweis, dass T. histrio Kl. dorsalis Spin, zu heissen habe. Klug's gesammelte Aufsätze über Blattwespen sind von Kriech- baum er herausgegeben; Berlin 1884, Friedländer u. Sohn. Derselbe lässt Hartig's Hymenopterologische Mitttheilungen aus dem 1. Jahrg. der Stett. Ent. Zeitg. mit einem Vorwort in den Ent. Nachr. 1884 S. 317 ff. abdrucken. Jacobs verzeichnet die Tenthredines, Cephides et Siricides des environs de Bruxelles avec revue et description des quelques especes des genres Blennocampa, Nematus, Cephus, Phylloecus denom- mees par feu le prof. Wesmael; C. R. Ent. Belg. 1884 S. l6 ff, mit Nachtrag S. 112 f. Kriechbaumer schreibt über die Blattwespengattungen (Sy- nairema), Perineura, Tenthredopsis und Ebolia, welche letztere er als eine Tenthredopsis mit abnormem Flügelgeäder erkennt, und be- spricht die Arten von Tenthredopsis etwas näher ; Correspondenzbl. naturw. Ver. Regensburg 38 S. 9 ff; vgl. oben Konow. Desselben Blattwespenstudien ebenda S. 104 ff. beschreiben einen neuen Nematus, die Larve von N. Spiraeae Zadd., erkennen Tenthredo miliaris Pz. als die unter dem jüngeren Namen Nem. fulvus Htg. bekannte Art, N. xanthopus Zadd. und posticus Frst. als identisch mit N. xantho- cerus Htg. und N. sulphureus Zadd. = melanaspis Htg., und endlich perspicillaris Htg. nicht = pavidus Lep., wie Zaddach meinte, sondern = melanocephalus De Geer. Auch Osborne war so glücklich, das (^ Zaraea fasciata zu er- beuten; Ent. Monthl. Mag. XX S. 205. Tenthredopsis opacipleuris (Korfu) S. 302, Wüstneii (Prag?, Brunn?) S. 354; Stein, Ent. Nachr. 1884, semirufa (Albarracin) S. 15, limbüahris^ conjungens (Chiclana) S. 16; Kriechbaumer, Correspbl. naturw. Ver. Regensb. 38. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 163 Thomsonia (s. oben) Thotnsoni, ohscura S. 333, laticeps, Raddatzi S. 334, Friesei, Braunsii S. 335; Konow a. a. 0. Hylotoma crassa (Mecklenburg?); Konow a. e. 0. S. 310, alpina (Schweiz) S. 277, distinguenda (Mecklenburg?), Josepki (Korfu) S. 278; derselbe an 1. 0. Athalia maritima (Griechenland); Kirby, Ent. Monthl. Mag. XX S. 215. Macrophya Friesei (Thüringen) S. 325, parvula (Mecklenburg?) S. 326, Konow, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884. Tenthredo alpicola (Salzburg); v. Stein, Ent. Nachr. 1884 S. 303. T. mandibularis anomalie dans la nervulation; Jacobs a. a. 0. S. 113. Poecilostoma carbonarium (Mecklenburg?); Konow a. a. 0. S. 322. Ptilia crasstda S. 484, nigerrima, luteiventris S. 485 (Sonora); Cameron, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884. Strongylogaster Rogenhoferi (Orizaba) S. 483, fumipennis (Mexiko) S. 484; Cameron, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884. Taxonus glabratus anomaUe dans la nervulation; Jacobs a. a. 0. S. 113. Gadeau de Kerville fand die Larve von Monophadnus Iridis Kalth. in Seine -Inferieure auf Iris und beschreibt dieselbe; Bull. Ent. France 1884 S. 103 ff. Camponiscus luridus, Braunsii (Wismar); Konow a. a. 0. S. 318. Blennocampa lioparea (= uncta Tkoms., nee Klg.^ Htg.), divisa (Mecklenburg); Konow a. a. 0. S. 319, flavicollis (Belgien); Jacobs a. a. 0. S. 28, hicolorata (Mexiko); Cameron, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 483. Hemichroa nigricans (Sonora, Mexiko); Cameron, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 482. Dolerus trigeminus (= palmatus Thoms.) S. 346, mandibularis S. 347, Lamprechtiy {Thomsoni = brevicornis Thoms., wegen brevicornis Zadd.) S. 349, Schmidti S. 350, Raddatzi S. 351, carinatus, crassus S. 353; Kouow a. e. 0., rugosus (Mecklenburg?); derselbe a. 1. O. S. 281. Der 24. Jahrg. (1883) der Schriften der phys. - Ökonom. Gesellschaft zu Königsberg, 2. Abth., enthält auf S. 121 ff. Taf. I den Schluss von Brischke u. Zaddach, Beobachtungen über die Arten der Blatt- und Holzwespen, indem noch 68 Nematus-Arten, viele mit ihren Larven u. s. w. beschrieben sind. Zur Lebensweise des N. ribesii s. Entom. Tidskrift 1864 S. 185. lieber N. Erichsonii, the larch worm, s. Americ. Natural. 1884 S. 293 if. Foultou macht auf die schützende Aehnlichkeit aufmerksam, welche die Larve von N. curtispina leicht übersehen werden lässt; Transact. Entom. Soc. London 1884 S. 46 PI. I Fig. 8. 164 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Nematus orhitalis (England; Deutschland) S. 265, sylvestris (auf Salix caprea) S. 266; Cameron, Ent. Monthl. Mag. XX, Fletcheri (Wor- cester; Clydesdale); derselbe ebenda XXI S. 25, purpureae (Worcester, auf S. purp.); derselbe ebenda S. 80, collaris (Chodau); v. Stein, Ent. Nachr. 1884, S. 305, ensicornis, testaceicornis (Belgien); Jacobs a. a. 0. S. 23, Thalictri (München; Larve auf Th. aquilegifolium) ; Kriecbbaumer, Correspbl. naturw. Vereins Regensburg 38 S. 105, mexicanus (Sonora); Cameron, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 481. Cladius crassicornis, gracilicomis •, Eonow, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 314. Cameron beschreibt die Lebensweise einer Euura nigritarsis n. sp. genannten Art, die im Mai oder Juni ihre Eier in die Blattknospen des nächsten Jahres legt. Aus der Galle arbeitet sich Ende September oder im Oktober die erwachsene Larve heraus, und geht entweder in die Erde, oder bohrt sich in den Stumpf eines abgebrochenen Zweiges ein. Transact. Nat. Hist. Soc. Glasgow (N. S.) I S. 38 flf. Eu. mexicana (Sonora); derselbe, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 482. Lophyrus Thomsoni (^= variegatus Thoms. nee Hartig)\ Eonow a. a. 0. S. 312. Uroceridae. Konoioia (n. g. Xiphydrin.) MegapoKtana (Strelitz); Brauns, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 220. Ichneumonidae. Paraptesis (n. g. prope Aptesim; antennae longae, scapus incrassatus, flagellus longe attenuatus; terebra elongata; metath. non distincte areolatus; mesoth. scutello triangulari arcuato prae- ditus; tarsorum posticorum art. omnes inter se aequales; alarum rudimenta metath. basim superantia; abd. segm. 1. longitudinaliter striatum, 2 valde elongatum) ßavipes (Florenz); Magretti, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 101 Tav. II Fig. 2. Ichneumon heracliana (aus Depressaria h. erzogen in England); Bridgman, Transact. Ent. Soc. London 1884 S. 421. Amblyteles laminatorius in Hylophila prasinana schmarotzend; Holmgren, Entom. Tidskrift 1884 S, 96. Phygadeuon grandis (Skäne) S. 940, pimplarius (Lund) S. 941, re- curvus (Skäne) S. 943, parvipennis (Lund) S. 944, caudatus (Lappland) S. 946, paUicarpus (Skäne), longigena (ibid), annulicornis (Südschweden) S. 947, curvipsina S. 948, liogaster (Norwegen) S. 949, grandiceps (Hel- singborg) S. 950, ungularis S. 951, facialis (Skane), Lapponicus (L.) S. 952, puncdgena (Skäne) S. 953, acutipennis (ibid.) S. 954. brachyurus, punctiventris (ibid), laeviventris fLund) S. 955, tenuicosta (Skäne) S. 957, hidens (ibid) S. 958, hrevitarsis (ibid.\ inflaius (Allmän) S. 959, tenuiscapus Lund), oppositus S. 960, ßavicans, cubiceps (Malmö), scaposus (Skäne) S. 961, punctipleuris (Helsingborg), subjnulicus (Skäne), trichops (Lund) S. 962, dimidiatus (Skäne), rotundipennis, ovalis (ibid) S. 963, rugipectus, liostemus (Skäne) S. 1040; Thomson, Opusc. Entom. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 165 Eine Spilocryptus in Cimbex variabilis schmarotzend; Holmgren, Entom. Tidskrift 1884 S. 96. Leptocryptus strigosus (Helsingborg) S. 964, Lamina (Skäne), hrevis (aus Microgast, conglom.) S. 965, geniculosus (Skäne; Smaland), rugulosus (Lund) S. 966, heteropus (Skane) S. 1040; Thomson, Opusc Entom. Cryptus bicolor (Sizilien); De Stefani, II Naturalista Siciliano III S. 153. Stilpnus crassicornis^ angustatus S. 1027 (Skäne), tenuipes (Helsing- borg) S. 1028; Thomson, Opusc. Entom. X. Thomson führt in seinen Opusc. Entom. X S. 967 flF. aus Schweden 87 Hemiteles-Arten, darunter viele als neu auf. Stibeutes(?)a/ra««s 'Sizilien); De Stefani, II Naturalista Siciliano III S. 157. Pezomachus Riggii S. 154, Ragusae S. 155, semirufus^ pusillus S. 156, ccirbonarius S. 157 (Sizilien); De Stefani, II Natural. Siciliano III affinis (Florenz); Magretti, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 100 Tav. II Fig. 1, myrmecinus (Südschweden) S. 1001, pilosulus (Lund) S. 1003, spinula (Lund) S. 1006, grandiceps (Skäne) S. 1007, Gonatopinus (ibid.;' Öland) S. 1008, mandihulans S. 1009. breviceps (Skanöe) S. 1017; Thomson, Opusc. Entom. X. Pimpla simüis (Norwich, aus Ephippiphora scutulana); Bridgman, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 433. Xylonomus disdnguendus (Florenz); Magretti, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 102. Exochus Fletcheri (England, aus Gelechia notatella); Bridgman, Ent. Soc. London 1884 S. 432. Anomalon cylindricum (England; aus Euchelia jacobaeae) S. 424, minutum (New Forest, aus Chrysocoris festaliella) S. 425; Bridgman, Trans. Ent. Soc. London 1884. In einem Beitrag zur Kenntniss der Gattung Campoplex in dem Correspbl. naturw. Ver. Regensburg, 37. Jahrg., S. 65 fF., 97 fF., giebt Kriechbaumer eine Geschichte dieser Gattung von Gravenhorst an, durch Holmgren, Förster, wieder Holmgren, bis auf Brischke und ver- gleicht die Fauna Schwedens und Deutschlands nach den Angaben Holm- gren's und Förster's, wonach 22 Arten beiden Ländern gemeinsam, (18 bis 20 ? oder nur) 6 ? Schweden, und 44 (?) Deutschland ausschliesslich eigen sind. Als neu sind beschrieben C. punctus (München) S. 101, lacu- nosus (Tegernsee, aus Rumia luteolata?) S. 104, limiventris (Tegernsee aus Cucullia Scrophulariae) S. 106, auritus (München) S. 108, lateralis (Hohenschwangau) S. 111. Campoplex Kriechbaumeri (Oristano, Sard.) ; Costa a. a. 0. Limneria Elishae (England; aus Omix scoticella oder Nepticula aucupariae) S. 426, ruficornis (Norwich, aus Elachista cerussela), rufata (aus Choreutes scintillulana) S. 429, reticulata (aus Tortrix sp.) S. 430; Bridgman, Trans. Ent. Soc. London 1884. Atractodes marginatus (Göteborg), petwlaris (Lund), ßlicornis (Skane) 166 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen S. 1020, ripicola, ßavipes (Helsingborg) S. 1021, tenuipes (Lund) S. 1022, liogaster (ibid.), hreviscapus (ibid.), compressus S. 1023, ßavicoxa (Lund), parallelus (Skane) S. 1024, crassicornis (Lund), rußpes (Skane) S. 1025, alutaceus (Lund) S. 1026; Thomson, Opusc. Entom. Mesochorus facialis (England, aus Apanteles popularis); Bridgman, Trans. Ent. Soc. Lond. 1884 S. 431. Cameron stellt eine Synopsis der Centralamerikanischen Joppa- Arten zusammen, deren volle Beschreibung in Godman und Salvin's Biol. Centn - Americana erscheinen soll; Ent, Monthl. Mag. XXI S. 104 ff. Braconidae. Chelonus minutus (Stagno di Sassu, Sard.); Costa a. a. 0. Bracon trisignatus (Philippinen), stigmaticus (Ki Dulan); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XHI S. 404. Hormiopterus piciipennis (Pilbiitz); Eeinhard, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 133. Eyaniadae. Evania splendidula (Scala di Giocca); Costa a. a. 0. Chalcididae« Leucaspis Sardoa (Oristano ; Portoscuso) ; Costa a. a. 0. Schizaspidia Murrayi (Tongatabu); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 403. "Wachtl beschreibt neue, europäische, durch Zucht erlangte Torymiden; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 6 ff., nämlich T. Invlae S. 6 (aus den Gallen von Diplosis subterranea), und meldet von Megastigmus collaris Boh.^ dass derselbe (als Pflanzenfresser) in den Niisschen der Hagebutte lebe; S. 38; dasselbe gilt von M. pictus Forst., ebenda S. 214. Choreia Proserpinae (Palermo); De Stefani, II Naturalista Siciliano III S. 307 Tav. m Fig. 3. Proctotrypidae# Ueber eine Gattung dieser Familie als Para- siten von Spinneneiern s. oben S. 49. Cynipidae. üeber Andricus xanthopsis Schlecht.; Neuroterus apri- linus Gir. und N. Schlechtendali 3Iayr s. Schlechtendal in Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 99 ff. Der Verfasser spricht auch hier die Ver- muthung aus , dass die beiden letztgenannten Wespen in Generations- wechsel zu einander stehen; vgl. den vor. Ber. S. 194. — Wachtl er- innert indessen an eine Bemerkung Beyerinck's, derzufolge Andricus solitarius und Neur. april. zusammengehören; ebenda S. 106. Ebenda S. 147 ff. behandelt Paszlavszky die Galle und Wespe der Cynips sup erfetationis Gir.; die Erzeugerin der Galle ist eine An- dricus - Art. Löw's Bemerkungen über Cynipiden in dem Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 321 ff. beziehen sich auf Chilaspis nitida Gir., mit der Ch. Löwi Wachtl in Generationswechsel steht; Neuroterus aprilinus Gir. als zweigeschlechtliche Generation zu der agamen N. Schlechtendali Mayr\ vgl. vorhin; Xestophanes tormentillae Schlecht. = brevitarsis Thoms.; Aulax im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. Iß7 Hieracii und ihre Nährpflanzen ; eine Cynipidengalle an Hypochoeris radicata L. Eucoela incisa (Mexiko) S. 486; Megapelmus mexicanus (M.) S. 487; Ibalia rußcollis (Mexico) S. 488; Cameron, Transact. Ent. Soc. London 1884. Cothonaspis rußventris (Mexiko); Cameron, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 486. Neuroterus aprilinus und Schlechtendali gehören als die geschlechtliche und agame Generation einer Art zusammen ; Schlechtendal, Zeitschr. f. Naturw., Halle, LVII S. 338; vgl. oben. Schnetzler's Notice sur une galle des feuilles de chene bezieht sich auf N. Malphigii; Bull. Soc. Vaud. Sei. nat. (2.) XX S. 302 ff. Aulax Hieraciis. Entom. Tidskriffc 1884 S. 188. Au. rufipes (Mexiko); Cameron, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 485. Cralbronidae« HopHsoides (n. g. Hopliso affinissimum, differt abdomine in maribus tantum (patenter) sexarticulato , segm. VI. pygidii- formi, VIL recondito submembranaceo) intricans (Port Elizabeth) ; Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 276. Eremochares (n. g. Ammophilae proximum , venulis transverso- discoidalibus prima in cell, cubitalem secundam, secunda in tertiam desi- nente distinctum; tarsorum articuli infra unidenticulati) Doriae (,Tunis); Gribodo, Ann. Mus. Civic. Genova XVIIL Darala (n. g. Larradae simile, absentia impressionis in mandibula exteriore, forma cephalothoracis et abdominis etc. distinctum) Schlegelii (Koetoer, Sumatra); Eitsema, Notes Leyd. Museum VI S. 82. In seinem Beitrag zur Kenntniss der Hymenopteren-Gat- tung Oxybelus Latr. zieht F. F. Kohl die Gattungen BelomicruS Costa und die mit Notoglossa Dahlb. synonyme Alepidaspis Costa als unhaltbar ein, und giebt nach der Radoszkowsky sehen Diagnose die Unterschiede des Oxybelo'ides von Oxybelus an. Zu den 87 beschriebenen Arten letzterer Gattung beschreibt Kohl 5 neue und stellt zum Schluss sämmtliche bekannten 92 Arten zusammen, von denen 67 der paläarkti- schen, 4 der äthiopischen, 6 der orientalischen, 5 der neotropischen, 8 der nearktischen Region angehören. Beschrieben sind 0. Treforti Sajö cT, (s. unten) maculipes Smith (^ und Pharao (Kairo) S. 105 africanus (ibid.) S. 106, collaris (Tor, Arab. felix) S. 107, psammobius (Brussa) S. 108, imidaris (Ceylon) S. 109. Von 0. analis Gerst, mit der me- lancholicus Chevr. synonym ist, wird angemeldet, dass sie Onesia sepul- chraUs Meig. eintrage. — Termesz. Füzet. VIII S. (5 5 und) 101 ff. 0. Treforti (Waitzen, Central - Ungarn) ; Sajo, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 87. Crabro Caramuru (Rep. Orient, del Urug.); Holmberg a. a. 0. S. 168 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen 219, Hypsae (Beiice; Castelbuono) S. 217, validus (Santa Ninfa) S. 218; De Stefani, II Naturalista Siciliano HI. Nach Eeinhard sind Ammoplanus Porrisi und Wesmaeli Gir. eine Art, Wesmaeli eine Varietät der Stamraart; Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 131 ff. Ectemnius punctulatus S. 219, laevigatus S. 220, Siculus S. 221 (Santa Ninfa); De Stefani, II Naturalista Siciliano III. Ceratocolus subterraneus trägt Crambus craterellus Scop. (Imago) in seine im thonigen Erdboden angelegten Brutkammern; Mocsäry, Termesz. Füzet. VIII S. 220. Crossocerus palmatus (Sa. Ninfa, Siz.); De Stefani, II Naturalista Siciliano III S. 221, bison (Oristano, Sard.); Costa a. a. 0. Lindenius nasutus (Casale); Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 278. Trypoxylon Quartinae (Turin) S. 278, Stroudi (Port Elizabeth) S. 279, Magrettii (Metemma) S. 280; Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884. Cerceris moesta (Sizilien; Griechenland) S. 198, ornata F. var. Si- cana (Girgenti) S. 200; de Stefani, II Naturalista Siciliano III. Nysson Doriae (Sarawak); Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 277. Bembex Umguayensis (Rep. Orient, del Urug.); Holmberg a. a. 0. S. 216, Portschinskii (Kaukasus); Radoszkowsky, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 26. Costa a. a. 0. erkennt in B. Geneana und melanostoma die beiden Geschlechter einer Art, für die er den ersteren Namen beibehält. Zur Biologie des Gorytes mystaceus s. Andersson in Entom. Tidskrift 1884 S. 186. Harpactus Tauricus (Krim) S. 27, Morawitzi, Caiicasicus (K.) S. 28; Eadoszkowsky, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII, leiicurus (Tonara, Sard.); Costa a. a. 0. Stizus Quartinae (Sansibar); Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 275. Sphecius Quartinae (Guinea); Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 275. Astatus carbonariiis (Korsika); KoM, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 447. F. F. Kohl macht die Gattungen und Arten der Larriden Aut. , d. h. alle jene Gattungen , welche von den Autoren jemals zu den Larriden Leack gerechnet sind und dazu noch Trypoxylon und Nitela, zu seinem Studium. Er kommt dabei zu dem Schlüsse, dass sich in der Systematik eine natürliche Larridenfamilie nicht abgrenzen lässt und die von den Autoren zu den Larriden gerechneten Gattungen nur als eine Gruppirung von mehr oder weniger nahe verwandten Grabwespengattungen aufzufassen sind. Ferner können auch die anderen Sphegidenfamilien, wie die Nyssoniden, Pemphredoniden , Bembeciden u. s. w. keinen Anspruch im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 169 auf Natürlichkeit machen wie etwa die Pompiliden, Mutilliden, Formiciden. Er betrachtet die Sphegiden als eine an Gattungen reiche Familie, in welcher neben nachweisbar sich enger aneinanderschhessenden Gattungen neben Gattungscomplexen, isolirte Gattungen stehen. Solche sind Oxybelus Miscophus, Tachyrhostus , Astatus, Philanthus, BothjTiostethus ; Gattungs complexe bilden die Untergattungen von Crabro; Pison, Parapison, Aula cophilus, Trypoxylon; Nitela, Sylaon, Soherella; Larra, Notogonia, Liris Paraliris, Larraxena; Piagetia, Tachytes, Tachysphex, Prosopigastra; Am mophila, Pelopoeus, Trigonopsis, Podium, Sphex. Verh. Zool. Bot. Ges Wien 1884 S. 171 ff., 327 ff Taf. VIII, IX, XI, XII. Zur näheren Be sprechung kommen Pison, (Parapison,) Aulacophilus, Trypoxylon, Solierella, Sylaon, Nitela, Miscophus, Larra, Notogonia, Liris, Paraliris, Larraxena, Dalara, Piagetia, Lyroda, Tachytes, Prosopigastra, Tachysphex, Gastro- sericus, Dinetus, Palarus, Tachyrhostus, Bothynostethus. Larrada Burmeisterii (Rep. Oriental del Urug.); Holmberg a. a. 0. S. 221. Palarus orienialis (Ceylon); Kohl, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 422. Tachysphex acZ/wnc/tis (Spanien) S. 362, Äe/ve^icw* (Frankreich ; Schweiz) S. 374; Kohl, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884. Tachytes dives (Republ. Oriental del Urug.); Holmberg a. a. 0. S. 220. Miscophus Manzonn (Yemen); Gribodo, Ann. Mus. Civico Genova XX S 386, ctenopus (Tor, Arabien); Kohl, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 228. Pelopoeus madecassus (M.) S. 263, japonicus (J.) S. 264; Gribodo, Ann. Mus. Civico Genova XVIIL Chlorion Colwnbianum (Caracas); Gribodo, Ann. Mus. Civico Genova XVni S. 262. Fompilidae. Die Gattungen der Pompiliden werden von F. F. Kohl in den Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 33 ff. Taf. II einer Revision unterzogen, deren Resultat ist, dass Cyphonyx und Hemi- pepsis mit Priocnemis vereinigt werden; Homonotus Dhlb., Ferreola Smith (Salius Dhlb.) mit Pompilus; ebenso wird Aporus als künstlich eingezogen. Die unter Agenia • vereinigten Arten erhalten den Gattungsnamen Pseud- affenia, da Agenia von Schiödte für Pogonius Dhlb. aufgestellt wurde und letzterer in die Reihe der Synonyma zurücktreten muss. Manche der alten Gattungen erscheinen hier mit anderer Begründung und in anderer Begrenzung. Auf Pompilus Gravesii Halid. wird die n. G. Sphictonotus gegründet, mit der wiederum Haploneura, für eine neue, ebenfalls chi- lenische Art, H. apogona, nahe verwandt ist; S. 47. Eine weitere n. G. ist Hpipompilus, Pompilus sich anschUessend , von der 2 Arten, Maxi- miliani von Mexiko und insularis von Neu -Seeland bekannt gemacht werden; S. 57. 170 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Pompilus Antonini (Girgenti); de Stefani, II Naturalista Siciliano III S. 197, teterrimus (Kairo); Gribodo, Ann. Mus. Civico Genova XX S. 385. Priocnemis atlanticus (Cap Verd); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 408. Pepsis coUaris (Bahia); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIU S. 408. Agenia Brounii (Neu -Seeland); Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 280. Scoliadae. Dielis WaUacei (Ki Dulan) S. 406, extranea (Admirali- täts-I.) S. 407; Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII. Mntillidae, Radoszkowsky fand das Weibchen von Mutilla eu- ropaea in dem Nest von Bombus balteatus, equestris; Bull. Soc. I. Nat. Moscou 1884 No. 1 S. 70; in dem von B. insipidus M. hume- ralis; ebenda S. 75; Hoffer erhielt M. europaea aus B. mastrucatus; Kosmos XIV S. 116. Bertkau fand ein Pärchen von Mutilla ephippium auf dem Bliithenkörbchen einer Composite und beschreibt die Begattung. Er spricht die Vermuthung aus, dass das Männchen das Weibchen, das man ge- wöhnlich auf dem Erdboden findet, von dort auf die gegen 1 m. hohe Blume entfuhrt habe. Biol. Centrabl. III S. 722 fiF. M. hispanica var. melanolepis (Camp, di Meana), Agusii (ibid., Sard.); Costa a. a. 0., Fluonia (Port Elizabeth) S. 281, Eumenis (ibid.) S. 282, (Psammotherma) Quartinae (Cap) S. 283; Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884, ellipsifera (Massaua) S. 390, cJdorotica (Tes, Yemen) S. 391; der- selbe, Ann. Mus. Civico Genova XX. Formicidae. Forel nimmt aus der Vorlage eines Nestes einer süd- westafrikanischen Cremastogaster-Art Veranlassung darauf hinzuweisen, dass auch unser einheimischer Lasius fuliginosus ähnliche Nester baue, die aus zusammengekitteten Partikelchen von Holz etc. bestehen. Da nun genannte Art enorm entwickelte Oberkieferdrüsen besitzt und da das Sekret dieser Drüsen (bei der Honigbiene wenigstens) nach dem Eintrocknen harz artig wird, so findet dasselbe wahrscheinlich als Kitt beim Nestbau Ver- wendung. Wahrscheinlich ist auch, dass bei den anderen Bauten auf- führenden Ameisen, z. B auch Las. niger, das Sekret der Oberkieferdrüse als Kitt die einzelnen Erdklümpchen u. s. w. zusammenleimt. Mitth. Schweiz. Entom. Gesellsch. VII S. 3. Derselbe beschreibt in dem 2. Theil seiner ^Etudes myrmecologiques en 1884 im Bull. Soc. Vaudoise Sei. natur. XX S. 339 flf. neue oder wenig bekannte Arten und Rassen. The wars of the ants; Ent. Monthl. Mag. XX S. 209 f. Blocbmann beobachtete eine Metamorphose der Kerne in den Ovarial- eiern der Ameisen. An der Wand des bläschenförmigen Eikernes ent- stehen knötchenförmige Verdichtungen, die wachsen, sich ablösen und zuletzt selbst Bläschengestalt annehmen. Gleichzeitig mit diesem Vorgang im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 171 wird der ursprüngliche Kern immer kleiner. Die neu entstandenen Kerne verbreiten sich später durch das ganze Ei und gehen zuletzt zu Grunde. Verh. naturh.-medic. Ver. Heidelberg (N. F.) 3. Bd. S. 243 flf. Mc Cook: The rufous or thatching ant of Dakota and Colorado; Proceed. Acad. Nat. Sei. Philad. 1884 S. 57 S. — Der Verfasser beschreibt von Form, rufa die Verbreitung, äussere und innere Architektur ihrer Bauten, deren Decke, den Hochzeitsflug; unter der Auf- schrift: „a useful insectivorous habit" erwähnt er, dass Indianer und Ansiedler ihre mit Ungeziefer behafteten Kleidungsstücke sich von den Ameisen säubern lassen. Herrera übersetzte in La Naturaleza VII S. 1 ff. aus Merveilles de la nature; Les Insectes, den Abschnitt über Myrmecocystus meiliger. Eafin meldet von einer Formica ignivora genannten Art von St. Thomas, dass sie sich zu Tausenden in ein in der Nachbarschaft ihres Baues angezündetes Holzfeuer stürzten, bis dasselbe gelöscht war. C. R. Acad. Sei. Paris XCIX S. 212. Glyptomyrmex (n. g. Myrmec. inter Apterostigma et Cyphomyrmex) dilaceratum (Orizaba); Forel, Etud. myrmec. S. 365; Xenomyrmex (n. g. prope Monomorium) Stollii (Guatemala) S. 370; Megalomyrmex (n. g. prope Trichomyrmex?) Leoninus (Columbien) S. 372; derselbe, ebenda. Camponotas marginatns var. hyalinipennis (Tonara, Sard.) ; Costa a. a. , Feae (Alegranza); Emery, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 449, atri- ceps Smith r. ustidatus (Guatemala) S. 339 , r. stercorarius (Mittelam.), r. Yankee (Ver. Staat.) S. 340, Andrei n. sp. (Mexiko) S. 343, senex Smith r. formiciformis (Guatemala) S. 345, sylvaticus Oliv. r. Guatemalensis (G.) S. 346, nitidus Norton r. montivagus (Guatemala) S. 347; Forel, ;^tud. myrm. Leptothorax gradlicornis (Teneriffa) ; Emery, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 450, Stollii (Krater von Agua; Guatem.); Forel, fitud. myrm. S. 352. Iridomyrmex dispertitus! (Guatemala); Forel, Etud. myrm. S. 351. Dolichoderus Mariae (Vineland, New Yersey) S. 349, auromaculatus (Rio Negro) S. 350; Forel, Et. myrm. Cyphomyrmex Steinheili (Orizaba); Eorel, Etud. myrmec. S. 368. Cremastogaster Stollii (Guatemala) S. 373, Sumichrasti Mayr r. surdior (Antigua; Guatemala) S. 375; Forel, fitud. myrmecol. Sericomyrmex Aztecus (Orizaba); Forel, Etud. myrmec. S. 363. Atta (Acromyrmex) Landolti (Columbien) S. 357, tardigrada Buckley r. Saussurei (Orizaba) S. 361; Forel, Etud. myrmec. Apterostigma pilosum Moyr r. scutellare (Cordova, Mexiko); Forel, ;^tud. myrmec. S. 364. Vespidae. Quartinia (n. g. transitum inter Celonitcs et Jugurtha) dilecta (Tunis); Andr6, Species des Hymenopt. S. 822 ff. 172 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Vespa Z>y6owsM (Sibirien) S. 582, Sibirica (S.) S. 599; Andr6, Spec. des Hjm., Mongolica S. 59, parallela S. 61 (Wladiwostok); derselbe, Bull. Ent. France 1884. Polistes fortunatus (Cap Verd) S. 410 , Madoci (St. Thomas) S. 411 ; Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII. Odynerus (Lionotus) Costae (Sardinien); Costa a. a. 0., lobatus (Kau- kasus; Griechen!.; SiziHen) S. 667, disconotatus (Montpellier) S. 683, Moraicitzi (Sarepta) S. 695, quadrimaculatus (ibid.) S. 699, humeralis (Taschkent) S. 701, rubripes (Orenburg) S. 706, ornatus (Taschkent) S. 713, Orenburgensis (0.) S. 719, Radoszkowskii (gedruckt Radoschowskii ; Taschkent) S. 727, funebris (Sibirien) S. 729, Mocsaryi (Sarepta) S. 741, rubrosignatus (Taschkent) S. 742, stramineus (ibid.) S. 745, hyalinipennis (Sarepta) S. 746, rubiginosus (Kaukasus) S. 747, Calabricus (C.) S. 750, Sareptanus (S.) S. 772, Hungaricus (U.) S. 77 7; Andre, Species des Hymenopt., atlanticus (Cap Verd); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 409. Eumenes pomiformis legt ihre aus Erde, Sand u. s. w. zusam- mengeleimten Brutzellen nicht nur frei an Pflanzenstengeln, sondern auch unter der losen Rinde von Bäumen (Kiefer) an; Letzner, 61. Jahresber. Schles. Ges. vaterl. Cultur S. 315. E. obscurus (Frankreich) S. 637, Sareptanus (S.) S. 638, bimaculatus (Südeuropa) S. 645; Andre, Spec. des Hyme'nopt. Belenogaster bidentatus (Fiji); Kirby, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 410. Pterochilus punicus (Tunis) S. 801, coccineus (Algier) S. 802; Andr6, Species des Hymenopt. Apidae. Part. II von Saunders' „Synopsis of British Hymenoptera;" Anthophila, behandelt die Äcutilingues , deren Genitalanhänge im männ- lichen Geschlechte auf PI. V — XII dargestellt sind; Transact. Entom. Soc. London 1884 S. 159 flf. Macroglossa (n. g.; Name vergeben) Oribazi (Mexiko) S. 18 Taf. I Fig. 16 c; Epeicharis! (n. g.) mexicanus (Oribaza) S. 19 Fig. 2 a— e; Epicharoides (n. g.) bipunctatus (Mexiko) S. 20 Fig, 3 a— e; Euthyglossa (n. ^.) fasciata (Oribaza) S. 22 Fig. 3 a— c; Radosz- kowsky, Hör. Soc. Ent. Ross. XVm. Ecplectica (n. g.) Cucurbitae (Rep. Orient, del Uruguay); Holmberg a. a. 0. S. 203. Unter Benutzung von v. Hagens' Arbeiten über die Genitalien der (/ von Sphecodes giebt E. Saunders eine Revision of the British species, die gegenüber den bisher unterschiedenen 6 Arten deren 15 aufweist; Ent. Monthl. Mag. XXI S. 148 ft. Augochlora Camure S. 213, Tupac-Amaru S. 214 (Rep. Oriental del Urug.); Holmberg a. a. 0. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. ^73 Nomia Magreüii (Aegypten); Gribodo, Bull. Soc Ent. Ital. 1884 S. 270. Ein Verzeichniss der (36) Andrena- Arten Schlesiens s. in Zeitschr f. Entomol. Breslau, 9. Heft, Vereinsnachr. S. XXXV. A. Suerinensis (Mecklenburg; Südfrankreich); Friese, Ent. Nachr. 1884 S. 308, {Schmiedeknechti; Magretti, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 8. 110 Tav. II Fig. 4; bereits im vorigen Jahr beschrieben,) florentina S. 113 Fig. 5, Symphyti (Bordeaux) S. 169, rufula (ibid.) S. 178, Julliani (Südfr. ; Spanien) S. 182, twzVj's (Bordeaux) S. 191, hystrix (Ungarn; Südfr.) S. 204, Lombardica (L.) S. 260, Genevensis (G.; Zürich; Ungarn) S. 279, (RadoszJcowskyi = fasciata Rad. nom. praeocc. S. 280), pulcherrima (Italien; Spanien) S. 283, Magrettiana (Lombardei) S. 285, deceptoria (Südfr.) S. 331, separanda (Thüringen) S. 366, Mocsaryi (Ungarn) S. 368, congruens (Thüringen) S. 373, hypopolia (Südeuropa) S. 388, dissidens (Sidney) S. 392, Korbi (Spanien) S. 411; Schmiedeknecht , Apid. Europ. Camptopoeum Prinii S. 210, Ämargosi S. 211 (Republ. Oriental del Uruguay); Holmberg a. a. 0, Ein Beitrag zur Lebensgeschichte der Dasypoda hirtipes ist der Titel eines Aufsatzes , der aus den hinterlassenen Papieren von H. Müller (Lippstadt) in den Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. 1884 S. 1 ff. Taf. I, II zum Abdruck gekommen ist. Das massenhafte Erscheinen genannter Biene i. J. 1881 bei Lippstadt, wo sie spärhch regelmässig vorkommt, bot die Gelegenheit zu folgenden Beobachtungen, die fast eine ganze Lebensgeschichte erschöpfen. Die Biene beginnt bei Lippstadt Anfangs Juli zu erscheinen und geht alsbald an's Werk, sich nach einem geeigneten Platz zur Anlage der Brutkammern umzusehen. Hat sie einen solchen gefunden, wobei namentlich Sandhügel bevorzugt werden, so scharrt sie mit den Vorderbeinen eine Röhre aus, indem sie, rückwärts schreitend, den losgelösten Sand mit den breitbehaarten Hinter- beinen herausfegt und ausserhalb der Röhre noch eine Strecke weit zurück- schiebt. Die Röhre wird gewöhnlich 4—6, selten nur 2 — 3 Dem. tief geführt und geht anfangs schräg, dann senkrecht nach unten. Hat sie die beabsichtigte Tiefe erreicht, so wird unten eine kurze Seitenröhre an- gelegt, deren erweitertes Ende eine Brutkammer ist. Solcher Brutkammern finden sich 5—6 in der Umgebung einer Hauptröhre und zwar in ver- schiedener Höhe und verschiedenen Richtungen von der Hauptröhre sich abzweigend Die Brutkammer wird nun zunächst mit Pollen gefüllt (ge- wöhnlich von Compositen), wozu eine 5— 6 malige Tracht genügt; bei jedem Sammelfluge bringt die Dasypoda eine Pollenladung von fast dem halben eigenen Körpergewachte mit. Der ganze Pollenvorrath einer Brut- kammer wird dann mit ausgespieenem Honig durchtränkt, zu einem kuge- ligen Ballen geformt, mit 3 kurzen Füssen versehen und dann mit einem Ei belegt. Hierauf wird diese Brutkammer sich selbst überlassen und eine neue angelegt, wobei wahrscheinlich der aus letzterer geschaffte Sand zum Zustopfen des Ganges zur ersteren und zum Ausfüllen der Hauptröhre 174 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen bis zur Höhe der neuen Brutkammer verwendet wird. Die aus dem (0,0025 Gr. schweren) Ei ausschlüpfende Larve beginnt nun den Futter- ballen durch ununterbrochene Bewegung ihrer Kiefer in sich aufzunehmen und ist zuletzt eine feiste, weiche, vom durchscheinenden Pollen röthhch gefärbte Made von einfach kreisbogenfÖrmi^er Krümmung, 0,26 — 0,35 Gr. schwer. Hierauf erst beginnt die Ausscheidung der Exkremente, womit sie ebenfalls in Zeitintervallen von wenigen Minuten ununterbrochen mehrere Tage fortfährt, bis aus ihr eine nur noch 0,09 — 0,20 Gr. schwere, steife, ziemlich hart anzufühlende unbewegliche weisse Made geworden ist, als welche sie den Rest des Jahres und das nächste Jahr bis wenige Wochen vor dem Erscheinen der Imago liegen bleibt. Bei der Verpuppung springt die Larvenhaut auf dem Rücken mit einem Längsriss auf und aus ihr arbeitet sich die Puppe hervor. Dieselbe ist anfangs schneeweiss, färbt sich aber schon innerhalb der ersten 24 Stunden gelb. Während ihres ganzen Puppenzustandes behalten sie eine gewisse Beweglichkeit bei; beson- ders in der ersten Zeit bewegen sie, oft ohne erkennbare Veranlassung, den Hinterleib vielfach hin und her. In der letzten Woche des Puppenzustandes beginnen sich erst die Augen, die Spitzen der Oberkiefer und Flügel, dann auch die übrigen Theile dunkler zu färben. „Nach dem Abstreifen der Puppenhaut ist die Biene in ihren Bewegungen zunächst noch ziemlich langsam; ihre Haare sind noch feucht und etwas aneinanderhaftend. Erst nachdem dieselben getrocknet und mit den Fersenbürsten zurecht gebürstet sind, gewinnt das Thier seine volle Regsamkeit, und das im Sonnenschein entkrochene Weibchen beginnt nun alsbald das Anfertigen seiner Höhle." — Bei Dasypoda schmarotzt eine Miltogramma-Art, die der pollenbeladenen Biene folgt, sich am Eingang der Hauptröhre niederlässt und wartet, bis die Biene wieder herausgekommen und fortgeflogen ist. Hierauf schlüpft die Miltogramma in den Bau. Ihre Maden schmarotzen in denen der Dasypoda, aus denen sie sich herausbohren, bevor sie sich in eine TÖnnchenpuppe verwandeln. Nach Holmberg a. a. 0. S. 211 ist die Stellung der Gattung Psae- nythia Gerst. richtig unter den Panurginen, da die Zunge immer zurück- gebogen ist. Eine neue Art ist Ps. Bergii, ausser von der Rep. Or. del Urug. auch von Buenos Aires und Cdrdova. Species generis Anthidium Fabr. regionis palaearcticae, auct. A. Moscary; Termesz. Füzet. VIII S. 241 ff. Es werden 99 Arten mit Angabe ihres Vaterlandes und ihrer Synonyma aufgeführt, darunter dal- maticum (D.) S. 251, excisum (Granada, Span.) S. 254, paradoxum (Brussa, Kleinas.) S. 256, acuminatum (ibid.) S. 257, reiicuiatum (Spanien) S. 260, Andrei (Sebdu, Algier) S. 268, harhatum (Budapest) S. 274. A. Christophi (Achal - Tekke) ; Morawitz, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 66. Allodape amhigua (Cap), ceratinoides (Port Elizabeth); Gribodo, Bull. Soc. Ent Ital. 1884 S. 269. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 175 Morawitz beschreibt das 9 seiner Stelis ruficornis; Hör. Soc. Ent. Ross. XVni S. 137. Coelioxys inconspicua S. 206, pirata S. 208 (Rep. Oriental del Uru- guay); Holmberg a. a. 0., Moniandoni (Moldau); Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 272. Pasites maculatus schmarotzt wahrscheinlich bei Meliturga clavi- comis (oder deren Schmarotzer Phiarus?); Mocsäry, Termesz. Füzet. VIII S. 220. Phiarus abdominalis schmarotzt bei Meliturga clavicornis, wie schon Morawitz angegeben hatte; Mocsäry, Termesz. Füzet. VIII S. 220. Die (22) Schlesischen Nom ad a- Arten sind aufgezählt in Zeitschr. f. Entom. Breslau, 9. Heft, Vereinsnachr. S. XXIX. (N. Piccioliana [Florenz); Magretti, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 117 Taf. n Fig. 6.) Crocisa quartinae (Celebes); Gribodo, Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 272. Melissa charruana (Rep. Oriental del Uruguay); Holmberg a. a. 0. S. 205. In einer Nota sul genere Xenoglossa Smith, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 271 ff., erkennt Gribodo mit der typischen Art, X fulva Smith, Anthophora holopyrrha Sich., Dours synonym; ob Melissodes prui- nosa Say auch in die Gattung gehört, wie Patton gewollt hatte, ist noch zweifelhaft; eine neue Art dagegen ist X. ßdiffinosa von Caracas, S. 273. Anthophora perplexa (Orenburg S. 23, Mlokosewitzii (Kaukasus) S. 24, rugosa (Demavend) S. 25, (fulva Eversm. cf); Radoszkowsky, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII, Sagemehli (Persien); Morawitz, Revue men- suelle d'Entom. I S. 93, (croceipes Mor. cf S. 95), Peterseni S. 124, (Saussurei Fedtsch. $ S. 125), longipes S. 127 (Krasnowodsk) ; derselbe ebenda. Morawitz giebt eine Uebersicht der um Krasnowodsk ge- sammelten (u) Anthophora-Arten; Revue mensuelle d'Entom. I S. 123 ff. Bertkau theilt seine Beobachtung mit, dass Xylocopa violacea die Kelchröhre von Saponaria officinalis durchschneide, um zu dem Honig zu gelangen; über die geographische Verbreitung und die Zeit des Auf- tretens dieser Art in der Rheinprovinz sind ebenfalls einige Angaben gemacht; Verh. naturh. Ver. preuss. Rheinl. u. Westf. 1884 S. 350 ff. Euglossa (Eulema) auripes (Cayenne) S. 266, distinguenda (ibid.); Gribodo, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII. 0. Badoszkowski ist zu der Ansicht gekommen, dass die bisherigen Darstellungen des Geschlechtsapparats der männlichen Hummeln zu un- genügend gewesen sind, um zur Speziesunterscheidung verwandt werden zu können. Er giebt deshalb eine Revision des armurcs copula- trices des mäles du genre Bombus, in der er die Genitalbewaffhung 176 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen sämmtlicher ihm zu Gebote stehender Arten beschreibt , die er in die 1 1 Gruppen des B. pratorum, lapidarius, Wurfleini, Derhamellus, canus, sil- varum, tristis, fervidus, Dumoucheli (s. unten), terrestris, Soroeensis bringt. Bull. Soc. I. Natur. Moscou 1884 No. 1 S. 51 fF. Tab. I— IV. N. Cholodkowsky fand, dass der Stachel der weiblichen Hummeln sich ebenso zur Artunterscheidung eigene, wie die Genital- anhänge der männlichen. In der Terminologie der verschiedenen Stachel- theile führt er einige, zur genaueren Bezeichnung nöthigen Benennungen ein, und macht dann von dem Stachelapparat des B. terrestris und lapi- darius eine lateinische Diagnose; untersucht wurden noch 11 weitere Arten. Zool. Anzeig. 1884 S. 312 ff. Hoffer beschreibt einige bisher unbekannte oder wenig bekannte Hummelnester; Kosmos XIV S. 114 B. pratorum macht sein Nest tief in der Erde oder in hohlem Baume; schon im Juni und Juli wird das Nest verlassen und die 9 suchen die Winterquartiere auf; von B. La- treillellus wurde ein Nest V4 M. unter der Erde gefunden, dessen steiles Zugangsloch sich am Ende einer über 2 M. langen Flugröhre befand, in welcher das Nest einer Vespa vulgaris eingeschaltet war. Das Hummelnest selbst, im Lager eines Maulwurfs oder einer grösseren Maus angelegt, war in reichliches zerbissenes Gras eingebettet und hatte eine starke Bevölkerung. B. mastrucatus macht ein sehr grosses, zellenreiches Nest unter der Erde (in 900 — 947 M. Hohe). B. cognatus hatte ein Eichhörnchennest zur Anlage des Wabennestes benutzt; B. Soroensis das einer Waldmaus zwischen den Wurzeln eines Waldbaumes. Guinchard berichtet von einem $ von B. terrestris, dass sich dasselbe sein unterirdisches Winterquartier mit einem Deckel von der Festigkeit des Cement verschlossen habe; Entom. Tidskrift 1884 S. 190. Bombus plundering different species of plants; Weed, in Americ. Natural. 1884 S. 936. B. lapidarius var. Carpaticus! (Tatry, Karp.) S. 63, Soroeensis var. citrinus (Tatry; Kaukasus) S. 83, Dumoucheli (Irkutsk) S. 78, Renardi (?) S. 81 , perplexus (Kaukasus) S. 83; Radoszkowski a. a. 0., Ändamanus (A.); Gribodo, Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 268. Hockings theilt Notes on two Australian species of Trigona mit; Transact. Entom. Soc. London 1884 S. 149 ff. Dieselben sind von den Eingeborenen Karbi (oder Keelar) und Kootchar genannt; die erstere ist Tr. carbonaria Smith, die andere nicht identifizirt. Die Mittheilungen beziehen sich auf die Körperbeschaffenheit, den Wabenbau, die Feinde dieser stachellosen Bienen. Dewitz vergleicht die Müllenhoff'sche Theorie über die Entstehung der Bienenzellen mit ähnlichen Versuchen einer mecha- nischen Erklärung von BuflFon, Reclam, Heller. Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 346. — Auch A. Jonquiere zeigt, dass der Neigungswinkel von 109° 28' am Boden der Bienenzelle der Minimumforderung für die Ober- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 177 fläche entspreche; Mitth. Naturf. Gesellsch. Bern 1884 S, 71 iF. der Abhandl. Dagegen spricht Dönhoff seine Zweifel an der Richtigkeit der An- sicht aus, dass die Gestalt der Bienenzellen durch Druck entstehe, weil keine Beziehung zwischen der Form der Zelle und der des Bienenkörpers bestehe. Arch. f. Anat. i. Phys., phys. Abth., 1884 S. 153 flf. The Honey-Bee: its Nature, Homes, and Products; by W. H. Harris; London, the religions tracts soc, 1884. A collection of papers on bee-keeping in India; Calcutta 1883, Office of the Superintendent of governement printing. Ein gefährlicher Feind der Honigbiene ist in Süd-Brasilien eine Wanze; Ent. Nachr. 1884 S. 42. Die Honigbiene und die Vermehrung der Bienenvölker nach den Gesetzen der Wahlzucht . . . .; von F. W. Vogel; 410 S. 4° mit 135 Holzschn. Änatomy and functions of the tongue of the honey bee; by T. J. Briant; Journ. Linn. Soc. Lond. (Zoology) XVH S. 408 flf. mit 2 Taf. Coleoptera. P. Bargagli theilt Note intorno alla biologia di alcuni Coleotteri mit; Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 92 ff. Larven von Vellejus dilatatus und Ptinus für in einem Nest von Vespa crabro. Ptinus sexpunetatus bei Chalicodoraa muraria; die Larve von Chalcophora mariana und Ergates fab er in einem Fichten - stumpf. Aus einem von Larven des Capnodis tenebrionis durch- wühlten zehnjährigen Stamme eines „Susino" (Pflaumenbaumes?) entwickelten sich Scolytus rugulosus, wodurch die Ansicht unter- stützt wird, dass letztere das Zerstörungswerk von Vorgängern fortsetzen. Agrilus angustulus ist einer der vielen Schädlinge der Eiche. In einem Neste der Vespa vulgaris wurde Metoecus paradoxus gefunden. Brachypteroma ottomanum ist in Florenz Anfangs Mai auf den Blüthen der Spiraea opulifolia häufig. Buddeberg's „Beiträge zur Biologie einheimischer Käferarten" in den Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk. 37 S. 70 ff. schildern die Entwickelung folgender Rüssel- und Blattkäfer: Sibynia Viscariae (in den Samenkapseln der Silene nutans und inflata); Nanophyes Lythri (in den Blüthenknospen des Lythr. Salicaria); Rhinoncus guttalis (in Stengeln von Polygonum am- phibium und hydropiper), brachoides (P. lapathifolium und Persicaria), pericarpius (P. amphibium und Rumex obtusifolius); Arch. f. Naturgesch. 1,1. Jahrg. 2. Bd. M 178 Bevtkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Ceutorrhynchus arator (in den Samenschoten der Hesperis matro- nalis), geographicus (in Echium vulgare); Tapinotus sellatus (im Stengelmark der Lysimachia vulgaris); Apion Genistae, fuscirostre; Hylesinus Fraxini; Phloeophthorus Spartii (in abge- storbenen Stämmchen von Sp. scop.); Chrysomela coerulans (Mentha aquatica), marginalis (Linaria vulgaris), fastuosa (Lar- ven meist auf Galeopsis); Agelasa halensis (auf Gal. Mollugo); Longitarsus Echii (E. vulgare); Exochomus quadripustulatus (auf Pin. Larix; Thuja und Juniperus). Studien über neue Goliathiden aus Centralafrika geben Kolbe Gelegenheit, einige Ansichten über die Phylogenie der Käfer im Allgemeinen und der Goliathiden im Besonderen zu äussern. Als die ältesten Käfer sieht er die Malacodermata mit ihren weichen, netzartig geäderten Flügeldecken und den 7 — 8 freien Ganglien der Bauchkette an. Arten mit regelmässig gestreiften Flügeldecken sind älter als solche mit unregelmässig gestreiften oder glatten Flügeldecken. Unter den Coelorrhina- Arten sind die mit geradem Hörn des Clypeus älter als die mit krummem, und haben zugleich den Occipitalvorsprung am wenigsten rückgebildet. Letzteres ist bei den Arten der West- küste der Fall, während die im Inneren vorkommenden die Scheitelhöcker stärker rückgebildet und gekrümmte Clypeal- hörner haben. Die Verbreitung der Gattung und die Bildung neuer Arten ist also in der Richtung von Westen nach Osten vor sich gegangen. Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 77 ff. Thieme theilt Fragmentarisches über Analogieen im Habitus zwischen Coleopterenspecies verschiedener Gattungen und Familien mit; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 191 ff. Czwalina macht die für die Varietätenfrage sehr interessante Mittheilung, dass an einer bestimmten Lokalität in Preussen Dyticus marginalis 9 und Geotrupes silvaticus mit fast glatten Flügeldecken vorkomme; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 264. A. K. Dimmoek beobachtete eine gegenseitige Anziehung der beiden Geschlechter eines nordamerikanischen Prionus; s. Ent. Nachr. 1884 S. 181. („Eine feine Käfernase" hatte schon Dohrn kennen gelernt. Ref.) F. Karsch stellt Bestimmungstabellen von Insekten- Larven, zunächst von Silpha und Genossen, zusammen; Ent. Nachr. 1884 S. 221 ff. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 179 Unter dem Titel Coleopterorum novitates, recueii specialement consacre a l'etude des Coleopteres hat R. Oberthür die Beschreibung neuer Käfer begonnen; 3 Bogen gross 8" mit 2 Taif. Auch aus den hinterlassenen Papieren Chaudoir's sind einige Beschreibungen veröffentlicht. Ritsema macht folgende Synonymical remarks: The- rates sumatrensis Putz. = Schaumi Chaml. ; Idiochila spinipcnnis Fr'w. =z Apatetica brunnipes Rits. ; Helota ocellata Rits. = Gue- rini Hope] Bothrides Reitteri Rits. = nocturnus Pascoe] Eutra- chelus sumatrensis Waterh. = Temmincki Gyll.'^ Notes Leyden Museum VI S. 134. Th. L. Casey bringt Contrib. to the descriptive and systematic Coleopterology of North America, indem er neue Gattungen und Arten aus verschiedenen Familien auf- stellt; Bull. Brooklyn Ent. See. VII S. 1 ff. C. Müller beschreibt (3) Käferarten von Süd- Geor- gien, die einzigen Insekten, die von einem Mitgliede der Venus- Expedition (im Moltke- Hafen, Royal Bay) gesammelt wurden. Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 417 ff. Th. Kirsch beschreibt Neue südamerikanische Käfer (zweites Stück, Elateriden und Lyciden); Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 43 ff. Fea verzeichnet die bei der Kreuzfahrt des „Corsaro" auf Madeira, den Salvages und Canaren gesammelten Arten; Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 759 ff. Die X. Bestimmungs- Tabelle von E. Reitter in den Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien 1884 S. 59 ff. behandelt die Clavigeriden, Pselaphiden und Scydmaeniden (Nachtrag zu V). Bestimmungs-Tabellen der europäischen Coleo- pteren. XL Bruchidae (Ptinidae). Von Edm. Reitter; Verh. naturf. Ver. Brunn XXII S. 295 ff. V. Harold macht Bemerkungen zur neuesten Ausgabe des Catalogus Coleopterorum Europae; Berl. Entom. Zeitschr. 1884 S. 121 ff.; Bergroth desgl.; ebenda S. 225 ff.; die Ver- fasser V. Heyden und Weise Gegenbemerkungen; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 403 f., 405 ff, 435 ff. Berichtigungen und Zusätze zu demselben von den Autoren s. Wien. Ent. Zeitschr. 1884 S. 177 ff., 207 ff.; vgl. auch Revue d'Entomol. 1884 S. 70 ff. Everts zählt die (13) Coleoptera door Dr. II. ten Kate jr. ]gO Bertknu: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen in Noordelyk Lappland aangetroffen auf; Tijdsclir. v. Eutom. XXVII S. 249 f. Thomson meldet 26 für Schweden neue Arten an ; Opuscul. Entern. X S. 1029 ff. M. öuedenfeldt vollendet seinen Reisebericht über Süd- Spanien, Portugal und Marocco und liefert Beiträge zur Kenntniss der Staphylinen-Fauna genannter Länder; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 97 ff.; 351 ff. V. Heyden zählt die Coleopterologische Ausbeute einer Ex- kursion nach der Sierra d'Espana, nordwestlich von Murcia, auf; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 355 ff. Die Fortsetzung von Bedel's Faune des Coleopteres du bassin de la Seine et de ses bassins secondaires, den Ann. Soc. Ent. France 1884 beigefügt, enthält noch auf S. 97—160 die Curculionidae (Anisorrhynchus — Ceutorrhynchini). Der 4. Bd. der Faune gallo-rhenane hat die Malaco- dermes im Umfange der Latreille'schen Benennung zum Gegen- stande; Revue d'Entomol. 1884 mit besonderer Paginirung. Ragusa bringt die Fortsetzung seines Catalogo ragionato dei Coleotteri di Sicilia; II Natur. Siciliano III S. 129 ff., 193 ff., 249 ff., 273 ff., 301 ff, IV S. 1 ff. Derselbe beschreibt Coleotteri nuovi o poco conosciuti della Sicilia; ebenda S. 316 ff., 332 ff., Tav. IIL Von der Naturgeschichte der Insecten Deutsch- lands . ., Coleoptera ist Lief. 3 vom VI. Bd., Berlin 1884, erschienen. Wiese meldet das Vorkommen einiger seltenen Käfer bei Kiel an; Schriften d. Naturw. Vereins f. Schleswig-Holstein V 2. H. S. 120. M. Quedenfeldt macht Mittheilungen über einige für die Mark Brandenburg neue oder bisher in derselben selten beobachtete Käfer; Berl. Entom. Zeitschr. 1884 S. 137 ff. Derselbe führt einige seltenere Käferarten aus den dessauischen Forsten an der Elbe und aus der Witten- berger Gegend auf; ebenda S. 179 f. lieber den Status der Coleopteren- Arten Schle- siens am Ende des Jahres 1883 erfahren wir von Letzner, dass zu den 4314 von früher bekannten Arten 21 hinzuge- kommen, dagegen 5 als Varietäten oder Synonyme erkannte im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 181 abzuzielion sind; Schlesien Latte daher 1883 4330 bekannte Arten. 61. Jahresb. Schles. Ges. vaterl. Cultur S. 313 ff. Fein und Kletke theilen Beobachtungen über Fundorte und Fangzeiten einiger interessanteren oder selteneren schlesischen Käfer mit; Zeitschr. f. Entom. Breslau, 9. Heft, S. 1 ff. Die Käfer von Nassau und Frankfurt werden von L. V. Heyden durch einen 4. Nachtrag um 26 A. bereichert, nämlich Dryops nitidulus; Attagenus pantherinus; Saprinus lautus; Meligethes pumilus; Phalacrus substriatus; Corticaria foveola; Alexia ignorans ; Coccinella lyncea ; Ptomaphagus flavi- cornis; Neuraphes carinatus; Bledius cribricollis ; Quedius rufi- pes, paradisiarus, suturalis; Oligota atomaria; Eubria palustris; Dryophilus anobioides; Byrrhus subpilosus; Lixus sanguineus; Pissodes validirostris , piniphilus; Nanophyes brevis; Apion semivittatum; Labidostomis lucida; Cryptocephalus ochroleucus; Plateumaris rustica; 5 Arten sind zu streichen, so dass jetzt das Verzeichniss 3334 Namen aufweist. Manche Ergänzungen werden über Varietäten und Verbreitung gemacht; Jahrb. Nass. Ver. f. Naturk,, 37, S. 56 ff. Kittel setzt seine systematische Uebersicht u. s. w. in gewohnter Weise fort; Correspondenzbl. naturw. Ver. Regens- bnrg. 37. S. 23, 35, 116, 132, 158 (Apoderus — Cryptocepha- lus) und bringt sie im 38. Jahrgange zu Ende, S. 18, 54, 65, 97. Coleoptera nova ex Hungaria a Joanne Frivaldszky descripta S. 279 ff. und Coleoptera pro fauna Hungariae characteristica annis praeteritis in Hungaria collecta a J. Frivaldszky S. 286 f.; Termesz. Füzet. VIII. Ein neuer Beitrag zur Käferfauna Griechenlands von E. Brenske und E. Reitter ist mit einem Reisebericht (uper Corcyra, durch Morea, mit einem kurzen Aufenthalt in Athen) ausgestattet, der wesentlich nur die Käferfauna berück- sichtigt. In dem speziellen Theile werden die bemerkens- werthen Arten namhaft gemacht imd die neuen (etwa 50) beschrieben und z. Th. abgebildet. Deutsch. Ent. Zeitsclir. 1884 S. 17 ff. Taf. I, H. Ebenda S. 101 ff. registrirt Reitter die Resultate einer coleopterologischen Sammel-Campagne während der Monate Februar bis April 1883 auf den jonischen Inseln. 182 Bertkuu: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen V. Heyden zählt die Coleopterologische Ausbeute ... von der Insel Creta auf, 105 Arten, welche beweisen, dass diese Insel faunistisch zu Europa und nicht zu Asien gehört; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 363 ff. Ebenda S. 362 bringt derselbe einen Beitrag zur Co- leopteren-Fauna der Dardanellen. Reitter beschreibt neue Coleopteren aus Russland mit Bemerkungen über bekannte Arten; Revue mensiielle d'Entom. I S. 111 ff. Coleoptera nova ex Asia Minore a Joanne Fri- valdszky descripta; Termesz. Füzet. VIII S. 1 ff. (6 Arten resp. Var.). Liste des Coleopteres rec. . . . ä Akbes (Kleinasien); Fairmaire in den Ann. Ent. France 1884 S. 165 ff. Eeitter schreibt Diagnosen neuer Coleopteren aus Len- koran; Verh. naturf. Ver. Brunn XXII S. 3 ff.; Eppelsheim Diagnosen neuer Staphyliniden aus dem Kaukasus und Lenkoran; ebenda S. 11 ff. V. Heyden und Kraatz beschreiben neue Käfer -Arten aus Osch (Turkestan); Deutsch. Ent. Zeitschr. 1883 S. 217 ff. Kraatz beschreibt ebenda S. 229 f. (3) neue Käferarten von Margellan. Ein Beitrag zur Coleopterenfauna der Insel Askold und anderer Theile des Amurgebietes von L. v. Hey- den fuhrt von Askold 139 Arten auf, von denen 39 mit Europa, 28 mit Japan und 4 mit Europa und Japan gemeinsam sind. Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 273 ff. D. Sharp behandelt the water-beetles of Japan (114 Arten); Transact. Ent. Soc. London 1884 S. 429 ff. (Haliplidae 3; Dytiscidae 45; Gyrinidae 7; Hydrophilidae 59 A.). Waterhouse macht einige Arten von den Timor -Laut- Inseln bekannt; Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 213 ff. PI. XVI. Waterhouse stellt als „Challenger"- Coleoptera die aut Tristan d'Acunha, Ki Dulan, Aru Isl. und Tahiti gesammelten Arten auf; Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 276 ff. Bourgeois macht Dascillides et Malacodermes de Nouvelle-Caledonie bekannt; Revue d'Entomol. 1884 S. 278 ff. Als Bijdrage tot de Kennis der Coleopteren-Fauna van im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 1^3 liet eiland Salcijcr en van het naburige üilandje Poeloe- katcla stellt Eitsema ein Verzeichniss von 183 Arten auf; Tijdschr. V. Entom. XXVII S. 253 ff. Coleopteres de Madagascar .... decrits par M. Leon Fairmaire; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 129 ff. Quelques Coleopteres madecasses par M. Leon Fairmaire; ebenda S. 273 ff. Note s. 1. Col. reo. . . . ä Madagascar par M. L. Fair- maire; Ann. Ent. France 1884 S. 225 ff. Verzeichniss der ... in Angola und am Quango . . . gesammelten Pectinicornen und Lamellicornon von G. Quedenfeldt; Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 265 ff. Gerstäcker zählt die von G. A. Fischer während seiner Reise nach dem Massai-Land gesammelten Coleopteren auf; Jahrb. wissensch. Anstalten Hamburg für 1883 S. 43 ff. Bedel veröffentlicht in den Ann. Ent. France 1884 S. 222 ff. die Resultate seiner Recherches synonymiques s. 1. Col. du nord de l'Afrique. Desbrochers des Loges beschreibt Insectes coleopteres du nord de l'Afrique nouveaux ou peu connus (Curculionid.); Bull. Acad. d'Hippone No. 19. K. Flach hat die Käfer der unterpleistocänen Ab- lagerungen bei Höhbach* unweit Aschaffenburg be- arbeitet; Verh. phys.-med. Ges. Würzburg (N. F.) XVIII S. 285 ff. Taf. VHI, IX. Mit voller Sicherheit wurden 25 Arten erkannt (annähernd etwa 30), von denen 23 mit jetzt lebenden identificirt wurden, die auf den Nordosten als das Einwande- rungsgebiet hinweisen. Fast die Hälfte der gefundenen Reste gehören den Carabiden an. Glycobius speciosus egg-laying habits; Packard, Americ. Natural. 1884 S. 1154. Lithoborus stemalis (Casablanca) ; Fairmaire, Le Naturaliste 1884 S. 446. Loxopeza angustula (Peru); Chaudoir, Coleoi^t. Novität. II S. 19. Mychophilus Caspicus (Liryk); Reitter, Revue mensuelle d'Entomol. I S. 113. Porphyryba Raffragi S. 235, {chalyheata S. 236, 242) (Madag.); Fairmaire, Ann. Ent. France 1884. Scorpionus bedient sich seiner Fühler als Vertheidigungsmittel ; Smith, American Naturalist 1884 S. 727. 184 B ortkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Somalibia mv.llifjuttata (Makdischu); Fairma^re, C. R. Ent. Belg. S. 346. Tjloderma nigrum (N. Illinois) S. 56, punclatum (Long Isl.) S. 57; Casey a. a. 0. Coccinellidae. Col ovocerida (n. g. Mycetaeid) unicurva (Chili); Belin, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 164. Pharus herytensis (B.); Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 166 Ph. bardus Muh, var. anchorogo (Biskra); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 70. Brumus fulvivenlris (Sansibar); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 149. Orcus quadrimaculatus (Rockhampton); Kerville, Ann. Ent, France 1884 S. 72 PI. 4 Fig. 9. Exochomus apicatus (Biskra); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. G 9. Chilocorus Amtralasiae (Rockhampton); Kerville, Ann. Ent. France 1884 S. 71 PI. 4 Fig. 8. Scymnus (Pullus) Abeillei (Südfrankr.) ; Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 165, sumatrensis (Soeroelangoen), bilunularis (ibid.) S. 123, hrun- neus (Moeara Laboe) S. 127; Gorham, Notes Leyden Museum VL Neda Bourgeoisi (Australien); Kerville, Ann. Ent. France 1884 S. 70 PI. 4 Fig. 7. Ithone hexaspilota Hope var. nigra (Daurien); Kerville, Ann. Ent. France 1884 S. 70. Coccinella lyncea var. asiatica (Palästina; Amasia); Weise a. a. 0. S. 160. Cyrtocaria Mocquerysi (Madagaskar); Gadeau de Kerville, Ann. Ent. France 1884 S. 69 PI. 4 Fig. 6. Adalia notata var. quinquesignata (Brussa); Frivaldszky, Termcsz. Füzet. VIII S. 8. Endomycllidae. Hyhopterus (n. g. prope Indalmum) ;9fe^iafico/^i5 (Madagaskar); Fairmaire, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 141. Lycoperdina pulvinata (Dalmatien; Nordmorea) S. 59, subpiibescens (Korsika) S. 60, maritima (Alpes maritimes) S. 61; Beitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 nebst einer Tabelle der mit Bovistae verwandten Arten. Dapsa Opuntiae (Korfu); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 117. Erotylidae. In seinem Essai sur la famille des Erotylidae revidirt Bedel die Gattung Triplatoma und Verwandte, nämlich Coptengis, NeoblytuSj Trichulus (für pubescens Crotck) , Endyius (für bizonatus Crotch), Nesitisy Linodesmus, Plagiopisthen , und beschreibt Coptengis spinipennis (Morotai) S. 437; Neoblytus aerutus (Hatam) S. 438; Tripla- toma Gestroi (Sarawak), cyprea (Malacca) S. 440; Nesitis discrepans (Su- matra) S. 443; Ann. Mus. Civic. Genova XVIII S. 435 ff. Orestia Olympica (OL, Kleinas.); Frivaldszky, Termesz. Füzet. VIII S. 7. im Gebiete der Arthropode)! während des Jahres 1884. |85 Aulacochilus humeralis (Philippinen); Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 372. Tritoma ancorana, injulata (Lenkoran, Lirik) ; Reitler, Verh. . . Brunn XXII S. 6. Triplax valida (Hamarat); Reitler, Verh. . . . Brunn XXII S. 5. Japanese Languriidae, with notes on their habits and external sexual strueture; by G. Lewis; Journ. Linn. See. Lond. Zool. XVII S. 347 fF. PL XIV. — Lewis erkennt die meisten der von Crotch auf- gestellten Gattungen an und errichtet für die L. Jansoni Crotch^ „mit dicht gekörnelten Augen, verlängerten Fühlern mit dreigliederiger Keule, kurzen Tarsen" die Gattung Microlanguria S. 347. Comstock's Schil- derung des Entwickelungsganges von L. Mozardi ist grösstentheils repro- duzirt. Zu den 10 von Japan bekannten Arten werden folgende neue be- schrieben, wodurch ihre Zahl auf 15 steigt: Doubledaya bucculenta S. 355 Fig. 1 — 3 (Idzu; Higo); Languria inffens S. 356 Fig. 4, 5 (Chiuzcnji; Junsai), Nara! S. 357, colimella S. 357 Fig. 9 (Hitoyoschi) , fucosa (S. 358 Fig. 12, 13 (Nagasaki; Kawasaki, Fukui, Kashieragi), Chrysomelidae. Weise theilt einen Beitrag zur Chrysome- liden-Fauna von Amasia mit; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 157 ff. Derselbe beschreibt ebenda S. 161 ff. einige neue Chrysome- liden (und Coccinelliden). Desselben Fortsetzung der Naturgeschichte der Insekten Deutschland's, VI S. 369 — 568 bringt die Chrysomelini zu Ende und den Anfang der Galerucini. Fairmaire's „Notes sur quelques Chrysomelides" sind rein synon}Tnischer Natur; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 3. C. van den Branden beginnt eine Enumeration des Col. phyto - phages decrits posterieurement au catalogue de Mm. Gemminger et Harold mit dem Hispini und Cassidini; Bull. Soc. r. d. scie. de Liege (2) XL Jacoby liefert Descript. of. . . . Phytophageous Coleoptera from the Indo-Malayan and Austro-Malayan subregions . . .; Ann. Mus. Civic, Genova XX S. 188 ff. Derselbe desgl. Descr. of . . . Phytoph. Col. from Sumatra; Notes Leyden Museum VI S. 9 ff, 201 ff. Derselbe desgl. Beschreibungen neuer Phytophagen in der Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 126 ff. Den früheren Bearbeitungen der Halticincn lässt Leesberg die ähnlich ausgeführten Bijdrage tot de Kennis der Inlandsche Galerucinen folgen; Tijdschr. voor Entom. XVII S. 229 ff. Cassidini. Coptocycla testacea (Wladiwostok); Rybakow, Hör. Soc. Ent. Ross. XVm S. 136. Cassida hrevis (Amasia); Weise a. a. 0. S. 159, exsangxiis (Massai) S. 62, tetraptera (ibid.; Bagamojo) S. 63; Gerstäcker, Jahrb. wissensch, 18() Bertkau: Bericht über die wisseiischuftlichen Leistungen Anstalt. Hamburg für 1883, Biskrensis (B.) S. 99, ramifera (Böne), {Oxylepus!) capucinus (?) S. 100, Palaestina! (P.) S. 101 Anm. ; Des- brochers des Loges, Bull. Aead. d'Hippone No. 19; Charidotis sexpustulata (Bahia); Donckier de Donceel, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 154. Notes on the life-history of Porphyraspis tristis, a Palm- infesting Cassida from Brazil, by A. S. Oliff, Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 435 ff. Hispini. Parallelispa (n. g. prope Stenispam) quadralicoUis (Madag.); Fairmaire, Ann. Ent. France 1884 S. 239. Hispa Chapuisii (Abyssinien) ; nov. nom. pro H. Gestroi Chup. nom. praeocc); Oestro, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 305. Oxycephala speciosa Verwandlungsgeschichte; Bull. Ent. France 1884 S. 5. Galerucini. Strohiderus (n. g. Monolept.) excavatus S. 62; Glyptolus (u. g. Scelidin.) viridis S. 63; Sermyloides (n. g. Sermylin.) basalis S. 64; Delocephala (n. g.) apicicornis S. 66; Sumatrasia (n, g. Mimastrin.) unicolor S. 68; Pseudocophora n. g. für Aulacophora Buqueti Guer. S. 69, und iiniplagiata (Serdang) S. 214; Sastro'ides (n. g.) himaculata S. 218, unicolor S. 219; Neolepta (n. g.) fulvipennis S. 222, biplagiata S. 223; Coeligetis (n. g.) submetalUcu S. 228 (Serdang); Hoplasoma (n. g.) apicalis (Aru; Garantalo) S. 223; Jacoby, Notes Leyden Museum VI. Hovalia n. g. (prope Asbecestam) für comitata Klug\ Fairmaire, Ann. Ent. France 1884 S. 240. Mombasa (n. g.) arinicollis S. 125, subinennis (Guelidi) S. 149; Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884. Pseudaplosonyx (n. g.) coeruleipennis (Sumatra); Duvivier ebenda S. 317. Luperolophus (n. g. prope Alopenam) tenuecostatus (Madag.); Fairmaire, Ann. Ent. France 1884 S. 241. Doridea (?) smaragdina (Sarawak); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 320. Platyxantha (?) nigripennis (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 225; basalis (Manilla) S. 318, rubripennis (Borneo) S. 319; Duvi- vier, C. R. Ent. Belg. 1884. Theopea obliterata (Sumatra); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 56. Eustetha variabilis (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 224. Ochralea marginata (Sumatra); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 56. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1881. 187 Monolcpta busatis (Sumatra) S. 55, javana (Batavia; Borneo), S. 234, albofdsciata (Batavia) S. 235; Jacoby, Notes Leyden Museum VI. Emathea Jacobyi (Java); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 318. Antipha dilalicornis S. 49, Balyi S. 50, capitata S. 51, ((bdominalis, seminigra S. 52 (Sumatra) und var. S. 221, bijasciata (Serdang) S. 221; Jacoby, Notes Leyden Museum VI. Xenoda hirtipennis (Sumatra); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 58. Buphonida punctata (Oceanien); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 316. Menippus Clarki (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 220, viridis (Philippinen); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 315. Metrioidea apicalis (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 226. Caritheca sumatrensis (Loeboe Tarab) ; Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 60. Haplosonyx nigripennis (Sanghir Isl.); Jacoby, Notes Leyd. Museum VI S. 71. Macrima pallidicomis S. 59, abdominalis S. 60, 215 (Sumatra), subcostata S. 215, malyensis S. 216 (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Mu- seum VI. Galerucella subcaertdescens (Amasia); Weise a. a. 0. S. 159, rugosa (Sumatra); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 65. Aenidea sumatrensis (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 229. Momaea grucilis (Neu Guinea); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 314. Fachytoma suturalis (Congo) S. 231, Batesi (Central Afrika) S. 232; Jacoby, Notes Leyden Museum VI. • Sastra fulvipennis (Sumatra); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 48. Arcastes sumatrensis (Soepajang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 47, saturalis (Serdang); derselbe ebenda S. 217. Luperodes scutellatus (Sumatra); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 46. Luperus azweus, punctatissimus (Akbcs); Fairmaire, Ann. Ent. France 1884 S. 176. Cerophysa viridipennis (Sumatra) S. 44, sumatrensis S. 45; Jacoby, Notes Leyden Museum VI. Mimastra sumatrensis (Rawas) S. 42, submetallica (Sumatra) S. 43, violaceipennis (Sum.) S. 44; Jacoby, Notes Leyd. Museum VI. Malacosoma parvula (Rawas); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 41, cyanicollis (Serdang); derselbe ebenda S. 217. Laetana ;)rt^/tc/rt (Natal); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 313. Aulacophora Batesi (Sumatra); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 39, ßavomarginata (Java) S. 119, Eitsemae (ibid.; Borneo; Sumatra) 138 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen S. 121, doesonensis (Boraeo) S. 122, circimcincta (Cclebes) S. 123, robusla (Neu Guinea) S. 124; Duvivier ebenda, aeneoguttäta (Madagaskar); Fair- maire, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 276. Duvivier ersetzt die bereits vergebenen Namen Aulacophora flave- scens CJiap. durch Chapuisi, viridipennis Chap. durch smaragdinipennv>, limbata Chap. durch cinciipennis , nigripennis Chap. durch philippinmsis, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 313. Oides metallica (Sumatra); Jacoby, Notes Leydcn Museum VI S. 37, violaceipennis '\ßornQ,o) S. 114, ornatipennis (Aru) S. 115, antennalis (Sum- bawa) S. 116, albicans (Sumatra) S. 267, celehensis (Toelabollo) S. 238, flavipes (Timor) S. 239; Duvivier ebenda, sexvittata (Au-vtralicn) S. 132, semipunctata (Deccan), abdominalis (Java) S. 133, vexilla (Luzon) S. 134, tibialis (Siagao) S. 135, subtilissima (Luzon) S. 136, ßavida^ elliptica (ibid.) S. 137, mardda (Philippinen) S. 138, quadrigiUlata {'Lnzon) S. 139; derselbe, C. R. Ent. Belg. 1884. Halticini. Imolia (n. g. Sphaerometopae similc) nigrofasciata (Rawas) S. 32; Cerotrus (n. g.) melanocephalus (Rawas) S. 34; Jacoby, Notes Leyd. Museum VI. Änicera (n. g. inter Chaloenum et Oxygonum intermedium) bima- culata S. 2Ü8; Homelea (n. g. transitum a Galerncinis formans) variabilis S. 212 (Serdang); derselbe ebenda. Pseudadorium (n. g. prope Rhopalotoma) vernicaixim (Madag.); Fairmaire, Ann. Ent. France 1884 S. 239. Priostomus (n. g. Febrae affine) unicostatus (Java); Jacoby, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 185. Psylliodes extricata (New Jersey) S. 54, aenescens (Long Isl.) S. 55; Casey a. a. 0., Balyi (Sumatra); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 30. Sphaerodcrma (?) striatipennis (Sumatra) S. 35, geminata, brevipennis (Sumatra) S. 36; Jacoby, Notes Leyden Museum VI. Lactica sumatrensis (Rawas); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 27, Fromonti (Rio Janeiro); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 156. Oedionychis angmticollis (Rio Janeiro); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 157. Sebaethe sumatrana S. 208, affinis S. 209 (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI. Bathophila graeca (Gr.); Allard, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 248. Aphthona Reitteri (Kaukasus); Allard, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 248, sumatrana (Serdang); Jacoby, Notes Leyd. Musem VI S. 206. Disonycha piUchra (Pennsilv.) S. 51, Arizonae (A.) S. 52; Casey a. a. 0. Hyphasis parvula (Rawas); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 29. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 189 Phyllotreta bascdis (Algier); Brisout de Barneville, Revue d'Entom. 1884 S. 90. Ilaltica (Graptodera) elongata (Sumatra); Jacoby, Notes Leydcn Museum VI S. 28. Chaetocnema paupercula (Long Isl.); Casey a. a. 0. S. 53. Plectroscelis Delarouzeei (Syrien; Algier); Brisout de Barneville, Revue d'Entom. 1884 S. 89. Podagrica rufa (Marocco); Allard, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 248. Acrocrypta fidvicollis (Medan); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 30. Eueycla varipes (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 210. Notozona guatemahnsis (G.); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 312. Chrysovielini. Xenoinela (n. g. prost, pvocessu postico nullo; iicetabula antica occiusa; mentum parvum, in medio marginis antici modice rotundato-productum ; metastemum breve. Mandibulae haud validae; antennae subfiliformes, articulis 5 paullo crassioribus. Proth. transversus, basi truneatus et immarginatus , elytra eonnata. Tarsi art. 3 primis aequilatis; mit Timarcha, Entomoscelis und Cyrtonastes zusammengehörend imd mit diesen Gattungen in analytischer Tabelle zusammengestellt) Kraatzi (Osch); Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 226 f. "Weise unterscheidet (Naturg. Ins. Deutschi.) S. 514 in Phyllodecta die beiden Untergattungen Chaetocera (ant. art. 4 — 6 longe pilosis, prothorax basi subtiliter marginatus für vulgatissima) und Phyllodecta i. sp. (ant. haud longe pilosae , prothorax basi immarginatus) für die übrigen deutschen Arten; für Phaedon carniolicus errichtet er die Gattung Sclerophaedon S. 534. Paropsis Schlegelii (Salawatti) S. 93, Chapuisii (Sumbawa) S. 95, 20 -pustulata (Aru) S. 96, Sumatrensis (Kontoer) S. 98; Duvivier, Notes Leyden Museum VI. Phyllodecta coerulescens Küst. = vulgatissima Z.; Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 156; bei dieser Art sind die Fühlerglieder 4, 5 und 6 abstehend zottig behaart. Gonioctena Äkbesiana (A.) ; Fairmaire, Ann. Ent. France 1884 S. 175. Letzner beschreibt Larve und Puppe der Phytodecta rufipes Deg.; 61. Jahresb. Schles. Gesellsch. f. vaterl. Kultur S. 308. Stethomela marginata (Aru Isl.); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 7. Australica unicolor (Timor) ; Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 8. Chalcolampra violaceipennis (Rawas); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 26. Cyrtonastes Weisei (Korfu) ; Reitter, Deutch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 121. Cyrtonus Ehlers! , Ärcasi, Heydeni (Spanien); Fairmaire, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 361. 190 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen In der Einleitung zu seiner Liste complementaire des esp. d. g. Timarcha in den Anal. Soc. Esp. Hist. Nat. XIII S. 75 ff. macht Fairmaire auf eine entblösste und gefurchte Stelle in der Mitte an der Unterseite der 3 ersten Tarsenglieder der Weibchen aufmerksam, die in verschiedener Weise ausgebildet ist, doch so, dass sich die Unterschiede nur in wenigen Fällen zur Unterscheidung nahe verwandter Arten eignen. Die Liste enthält 78 Arten, darunter Nevademis (Sierra Nevada) S. 81, sohrina (Cuenca) S. 85, Iransversicollis (Cordova) S. 87, Catalaunensis (C.) S. 100, semilaevis (La Granja) S. 105 als neu. E. Duges schildert die Metamorphoses de la Leptinotarsa undecimlineata Stäl-, Ann. Soc. ent. Belg. 1884 S. 1 ff. PI. I, I. Orina (pretiosa var. olim) vanabilis; Weise, Naturg. Ins. Deutschi, a. a. 0. S. 455. Chrysomela distincta X^sie = marcasitica Germ.-, graminicola Drap., Duftsch = Phaedon pyritosus Rossi-, Weise, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 156. — Chr. Milien (Krain, Kroatien) S. 162, Reitteri (Swanetien) S. 163, curvilinea (Aranjuez) S. 164; derselbe ebenda; immarginata (Kuld- scha); Rybakow, Hör. Soc. Ent. Ross. XVIII S. 135, Syriaca (Haifa); Weise, Insecten Deutschlands a. a. 0. S. 408, sumatrensis (S.); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 25. Plagiodera apicata (Guelidi) ; Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 125. Helodes insulanus (Kanala); Bourgeois, Revue d'Entom. 1884 S. 283, nehrodensis (Madonie) ; Ragusa, II Naturalista Siciliano III S. 335. Prasocuris ohlongiuscvla (Batna); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 69. Die Schlesischen Varietäten des Phaedon Cochleariae s. im 61. Jahresb. Schles. Ges. f. vaterl. Cultur S. 311 f. Ph. segnis (Alpen; Karpathen; = pyritosa Dußschm., hederae Kraatz nee Suffr.), Fausti (Ochotsk) ; Weise, Insecten Deutschi. VI S. 540. Eumolpini. Entomchirus (n. g. Colaspin.) sericeiis S. 200, dispar, cribrosus {Cay Qnne), jucundus (Caracas) S. 201; Edistus (n. g. CdWism.) fulgidus (Bintang) S. 203; Erotenia (n. g. Endocephal.) nigripes (Brasihen) S. 204; Aporus (n. g. Endocephal., Name vergeben) cyaneus (Cayenne) S. 206; Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884. Plastonothus (n. g.) für (Noda) aureus Blanch., chalybeus Blanch.; Lefevre, Bull. Ent. France 1884 S. 44. Melindea (n. g.) abyssinica S. 65; Phase US (n. g=) maculatus, pallidus (Abyss.), fulvus (Sansibar) S. 66; Pagria (n. g.) suturalis, varians (Sansibar) S. 67; Cleoporus (n. g.) crucialus (Bohol ; Mindanao) S. 76; der8elb9 ebenda. Pseudolpus (n. g. Chrysopida similis) ornatus (Fly r.); Jacoby, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 225. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 191 Phytorus (n. g. Thypophorin.) dibatata! (Tcibodas; Singapore) Jacoby, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 226. Thyrasia (n. g. Typophor.) marginata (Fly r.); derselbe ebenda S. 229. Oolaspoides glabrata (Rawas) S. 17, nigripes (Paja Koemboeh, Solok etc., Sum.) S. 18, apicicorms (Soekadana) S. 19, nigricornis (Loeboe Tarab, Moeara Laboe etc.) S. 20, sumatrensis (Silago) S. 21; Jacoby, Notes Leyden Museum VI. Chrysochus IJageni (Serdang}; Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 206, singularis (Peking); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 205. Corynodes angulicollis (Doesoen Tengah) S. 22, Balyi (Rawas) S. 23, (fraternus Baly S. 24); Jacoby, Notes Leyden Museum VI, bascdis (Ser- dang); derselbe ebenda S. 205, rutilans (Malacca); Lefevre, Bull. Ent. France 1884 S. 149. Stethotes basalis (Fly r.) S. 231, hirtipes (ibid.), nigroviridis (Korido; Geelvink Bay) S. 232; Jacoby, Ann. Mus. Civic. Genova XX. Typophorus simplex (Rio Janeiro); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 156, fulvipennis (Columbien), atomarius (Bahia); nigripennis (Cohimbien) S. 203, pygmaeus (Brasilien) S. 204; derselbe ebenda. Abirus ßavopilosus (Moeara Laboe) S. 15, violaceus (Pajah Koem- boeh) S. 16; Jacoby, Notes Leyden Museum VI, subrugosus (Serdang); derselbe ebenda S. 204; derselbe ebenda. Euryope haematica (Massai); Gerstäcker, Jahrb. .wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 62. Rhyparida bicolor (Sumatra) S. 196, strigicollis (Ternate) S. 197, melanchoUca (Ramoi) S. 198, terminata, opacipennis (Fly r.) S. 199, sub- costata (Buitenzorg) S. 200, laevifrons (Ramoi, Sorong; Andai) S. 201, morosa (Australien; Yule Isl.) S. 202, nigrosignata (Sumatra) S. 203, cly- peata (Somerset) S. 204, castanea (Fly r.) S. 205, sublaevicollis (Amboina), quadripiistulata (Neu Guinea) S. 206, apicaVis Somerset) S. 207, minuta (ibid.) S. 208, metallica (Ramoi) S. 209, nigroviridis (Amboina), viridana (Katau) S. 211, viridipennis (Flyr.; Ramoi) S. 212; Jacoby, Ann. Mus. Civ. Genova XX. Thyra maculigera (Brasilien); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 204. Spintherophyta cyanea (Mexiko) S. 193, aulica (Brasilien) S. 194; Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884. Pseudocolaspis pedestris (Congo); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 281. Eurytus pedestris (Cap); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 203. Piomera (?) Celebensis (Kandari); Jacoby, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 195. Callisina integricoUis (Serdang); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 202. Nodostoma laevicoUis (Sumatra) S. 213, Beccarü (Java) S. 214, 192 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen ornatissima (Neu -Guinea) S. 215, violacea (Kandari) S. 216, marginata (Teibodas), sumatrensis (S. ; Java) S. 217, aruensis (A. Isl.) S. 218, rugosa (Sarawak), diladcornis (Sumatra) S. 220, Gestroi (ibid.) S. 221, Balyi (Teibodas) S. 222, si?nplex (ibid.) S. 223, nigritarsis (Sumatra) S. 124; Jacoby, Ann. Mus. Civic. Genova XX, brevicoUis (Soeroelangoen) S. 13, (aeneipennis, javanensis, aeneomicans ^aZj/); derselbe, Notes Leyden Museum VI. Chalcophana scapvlaris (Ecuador) S. 201, Volxemi (Brasilien) S. 202; Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884. Corysthea humilis (Amazon.); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 201. "Dexmoxvhytxs femoralis (Somerset) S. 229, viridis (Kandari) S. 230; Jacoby, Ann. Mus. Civ. Genova XX. Prionodera metallica (Amazonas); Jacoby, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 128, Marshalli (Brasilien); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 196. Colaspis Chapuisi (Mexico); Jacoby, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 127, Joveolata (Buenos Aires), varia (ibid.) S. 155, pusiUa (Bahia) S. 156; Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884, aureopunctata (Brasil.) S. 196, nohilitata (Bahia), egena^ exarata S. 197, sulco-gemmcUa, pertusa (Brasil.), picta (Columb.), mdanogasier (Bras.) S. 198 Crotchi (Carolina), cinctella^ anhri-^ coUis (Brasil.), rufofemorata (Columb.), despecta S. 199, pumilio (Pozuzu, Peru) S. 200; derselbe ebenda; Z)e;€ant (Cayenne), chalcites (Peru^, lividipes (Peru) S. 120, aerea (Cayenne) S. 121; derselbe Bull. Ent. France 1884. Geloptera Albertisii (Somerset); Jacoby, Ann. Mus. Civ. Genova XX S. 227. Metaxyonycha Lacerdae (Bahia); Lefevre, Bull. Ent. France 1884 S. 120. Agbalus Äi7am (Cayenne), Ä"Zu^2Y (Brasil.), s^riya^us (Cayenne) S. 195, cyanipes (Cayenne) S. 196; Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884. Iphimeis /Msc7tors/s (Bahia); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 158. Agrianes versicolor (Brasilien); Lefevre, C. R. Ent Belg. 1884 S. 194. Chrysolampra cyanea (Nord-China); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 194. Lamprosphaerus kistrionalis, apicipennis (Bogota); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 282. Balya Jacohyi (Mendoza); Lefevre, Bull. Ent. France 1884 S. 150. Chrysodina ephippium (Brasilien); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 194. Blorus variatus (Amazonas); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 205. Cryptocephalini. Cryptocephalus (Proctophysus) Möhringi (Amasia) S. 158, variceps (Konstantinopel) S. 161; Weise a. a. 0., alnicola (Fontana Minda, Sard.) Costa a. a. 0., fulvofasciatus (Fly r.); Jacoby, Ann. Mus. Civ. Genov. XX S. 194, parenthesis, discissus (Madagaskar/, Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 279, 280, Egerickxi! (El Hahaz, Arab.) Tappes C. R. Ent. Belg. 1884 S. 256 mit Holzschn. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884, 193 Melixanthus (bimaculicollis Baly), sumatrensis (Rawas); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 12. Clythrini. Megalostomis unidncta (Caracas); Lefevre, Bull. Ent. France 1884 S. 149. üeber Coptocephala rubicunda Laich, und seine schlesischen Varietäten s. 61. Jahresb. Schles. Ges. f. raterl. Cultur S. 307. C. Destinoi S. 114 fallaciosa S. 175 (Akbes); Fairmaire, Ann. Ent. France 1884. Aspidolopha ornata (Rawas); Jacoby, Notes Leyden Museum VI S. 11. Clythra Zairica (Congo); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 281. Tityboea vivicola (Congo); Lefevre, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 281. Labidostomis Ämurensis (Askold); v. Heyden, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 299. Criocerint. Crioceris Celebensis (Kandari); Jacoby, Ann. Mus. Civic. Genova XX S. 193, Oschanini (Turkestan); Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 40, chamelus! (Australien); Duvivier, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 310. Lema dimidiata (Buitenzorg), S. 189, flavosignata (Somerset S. 190, Gestroi (Sumatra; Java) S. 191, Beccarii (Sumatra) S. 192; Jacoby, Ann. Mus. Civic. Genova XX, separata (Rawas) S. 9, Wallacei (Soepajang) S. 10; derselbe Notes Leyden Museum VI. Plectonycha Fromonti (Botafogo); Donckier de Donceel, C. R. Ent. Belg. 1884. S. 152. Donaciini. Haemonia Flohri (Mexico); Jacoby, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 126. Thomson sucht die Unterschiede der nahe verwandten Donacia tha- lassina, impressa, platysterna, brevicornis und brevitarsis schärfer zu fassen; Bull. Ent. France 1884 S. 148. Sagrini. Sagra puncticollis (Timor; Flores); Jacoby, Ann. Mus. Civ. Genova XX S. 188, long efemor ata (Zanzibar); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 124. Cerambycidae. Ganglbauer's Tabellen sind übersetzt und für den Umfang der Faune gallo - rhenane zugeschnitten in der Revue d'Entom. 1884 S. 163 ff., 317 ff. abgedruckt. A. Lameere zählt auf die (96) Longicornes ... au Bresil et ä la Plata; Ann. Soc. Ent. Belg. 1884 S. 83 ff. Derselbe handelt von Longicornes nouveaux ou peu connus . . . repubUque de Venezuela; ebenda S. 105 ff". Fromont lässt ebenda, CR., S. 171 ff", eine Note sur l'elevage des larve]s des Longicornes et autres Xylophages abdrucken. Lamiini. Tricholamia (n. g Monohamm.) /j/a^ta^a; Batomena (n. g. Monohamm.) multispinis S. 15; Noserocera (n. g. Monohamm.) tuherosa S. 17 (Cameroons); Arch. f. Naturgresch. LI. Jahrg. 2. Bd. N 194 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Melanopolia (n. g. Monohamm.) frenata, farinosa S. 16, convexa S. 17 (Gaboon); Bates, Entom. Monthl. Mag. XXI S. 14 ff. Spodotaenia (n. g. prope Niphonam) hasicomis (Makdischu); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 77. Diaxenes (n. g. Apomecyn.) Taylori (Philippinen?); Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 128. Stethoperma (n. g. Onocephalin.) Batesi, Candezei (Südbras.); Lameere a. a. 0. S. 94. Mallosia Ganglbaueri (Malatia, Kleinas.); Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 233. Phytoecia speciosa (Diarbekir, Arm.); Frivaldszky, Termesz. Füzet. VIII S. 5. Colobothea signatipennis Dej. cat. (Theresopolis , Bras.); Lameere a. a. O. S. 98. Eutrypanus nigrosignatus Dej. (Südbras.); Lameere a. a. O. S. 97. Nyssodrj's ophthalmica (Venezuela); Lameere a. a. O. S. HO. Hj'perplatys /uZyeo^us (Rio Janeiro); Lameere a. a. 0. S. 96. Lophopoeum Volxemi (Rio Janeiro); Lameere a. a. 0. S. 95, Tim- bouvae (Südbras.); derselbe ebenda S. 102. Acanthoderes (Pteridotelus) h(a)emato us S. 109, (Psapharochrus) nigricans Dej. cat. S. 110 (Venezuela); Lameere a. a. 0. Tetraglenes Paw^i (Zanzibar) ; Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 77. Atimura Äscoldensis (A.) ; v. Heyden, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 298. Dichostates capucinus (Pangani); Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 62. Ceroplesis lacunosa (Pangani); Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 61, Pauli (Guelidi); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 148. Tragocephala trifasciata (Quango); v. Quedenfeldt, a. a. 0. S. 346. Anoplostheta Pauli (Makdischu); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 124. Coptops pyramidalis (Madagaskar); Fairmaire, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 139. Monohammus pictor (Cameroons) S. 17, X-fulvum (Gaboon) S. 18; Bates, Ent. Monthl. Mag. XXI. M. confusor, mode of oviposition; Packard, Americ. Naturalist 1884 S. 1149. Pelargoderus rugosus (Larat); Waterhouse, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 218. Epepeotes ScUegelii (Solok); Lansberge, Notes Leyden Museum VI S. 90. Nemophas Forbesi (Maroe; Larat); Waterhouse, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 218 PI. XVI Fig. 5. im Gebiete der Arthropoden während dos Jahres 1884. 195 Dorcadion minutum Kraatz var. Brenskei (Korinth. Meerbusen); Ganglbauer, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 99. D. simile (Malatia, Kleinas.); Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. S. 234, Destinoi (Akbes); Fairmaire, Ann. Ent. France 1884 S. 173. Cerambycini. Hololeprus (n. g. Hesperophanid. ; Antennae debiles, hirtae; proth. transversus, plus dimidio latior quam longior, dente laterali armatus, supra bicallosus ; scutellum rotundato-triquetrum ; elytra unisulcata, disperse varioloso-impressa, apice mucronata; pedes compressi) vuriolosus (Pangani); Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 60. Volxemia (n. g. Eburin.) Dianella (Südbrasilien); Lameere, a. a. 0. S. 86. Xanthospila (n. g. Callichrom.) ßavoplagiata (Makdischu); Pair- maire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 77. Chrysoprasis suturalis S. 107, Dutreuxi (Venezuella) , Chevrolati (Co- lumbien) S. 108; Lameere a. a. 0. Demonax Vethi (Solok); Ritsema, Notes Leyden Museum VI S. 181. Rhopalophora Lansheryei (Venezuela); Lameere a. a. 0. S. 107. Cleroclytus semirufus (Osch) ; Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 225. Anaglyptus angustefasciatus (Wladiwostok); v. Heyden, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 297. Clytus tropicus authentisch in Belgien; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 178. Zur Biologie des Anisarthron barbipes Charp.\ Heller, Verh. Zool. Bot. Ges. Wien 1884 S. 119 mit Holzschn. der Nymphe. Euporus partitus (Pangani); Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 60. Closteromerus argyrothorax (Makdischu) ; Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 77. Litopus patricius (Pangani); Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 60. Callichroma purpuratum (Venezuela); Lameere a. a. 0. S. 106. Phyllocnema petalophora (Makdischu); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 148. Hypatium coerulans (Makdischu); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 148. Gnomidolon elegantulum Dej. cat. (Südbras.); Lameere a. a. 0. S. 88. Lameere weist in ausführlicher Auseinandersetzung die Identität von Pytheus pulcherrimus Pascoe mit Erionispa Badeni Chap. nach, und verbreitet sich über die systematische Stellung der Gattung Pytheus, die kein Hispine, sondern ein Longicornier sei; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 80 fF. Charis Eupheme (Südbras.) ; Lameere a. a. O. S. 89. Ephies pallidtus (Solok) S. 91, Ligystropteroides (Serdang) S. 92; Lansberge, Notes Leyden Museum VI. 196 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Grammoptera Merkli (Achu-Dagh , Kleinas.); Frivaldszky, Termesz. Füzet. Vm S. 3. Leptura Xanthoma Bates var. diverstpes (Chabarofka) ; v. Heyden, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 298. Kolbe schildert die Entwi ckelungss tadien der Rhagium- Arten und das Rhamnusium Salicis, nebst einer vergleichend syste- matischen Untersuchung der Larven und Imagines dieser Gattungen und ihrer Species; Ent. Nachr. 1884 S. 237 ff., 269 ff. Exilia timida var. lugubris (Sizilien); Eagusa, II Naturalista Siciliano III S. 333 Tav. III Fig. 6. Heterachthes submaculatm (Westindien) ; Lameere , Ann. Soc. Ent. Belg. 1884 S. 100. Ibidion Borrei (Südbras.); Lameere a a. 0. S. 88. Eburodacrys sexffuttata Dej. cat. (Südbras.), /orZunato (ibid.); Lameere a. a. O. S. 87. Prionini. van Lansberge stellt einen Catalogue des (42) Prionides de l'archipel Indo-Neerlandais avec descriptions des especes nouvelles zusammen; Notes Leyden Museum VI S. 135 ff. Empktesmenus (n. g. Derobrachin.) Schageni (Sumatra); v. Lans- berge a. a. 0. S. 138. Clinopleurtis (n. g. Ctenoscelin.) Arfahianus (Neu Guinea) S. 142; Ulogastra (n. g. Rhemphanin.) Co(27si (Sumbawa) S. 152; derselbe ebenda. Megopis costata (Java; Sumatra) S. 158, cinnamomea (Java) S. 159; van Lansberge a. a 0. Aegosoma giganteum (Solok) S. 156, ßmhriatum (ibid.) S. 157; van Lansberge a. a. O. Archetj-pus castaneus (Maroe); Waterhouse, Proc. Zool. Soc. London 1884 S. 217 PI. XVI Fig. 4. Mallodon augustatum Thoms. metamorphoses ; Duges, Ann. Soc. Ent. Belg. 1884 S. 13 ff. PI. ü. Xaurus Papuus (Cap Has); van Lansberge, Notes Leyden Museum VI S. 153. Rhaphipodus BlujneiJJsLvsL); van Lansberge, Notes Leyden Museum VI S. 150. Prinobius Pascoei (Sumatra; Borneo; Banka) S. 144, Celehensis (Ma- nada) S. 145, Alfurus (Timor; Flores) S. 146, resaVws (Sumbawa) S. 147, Ceramensis (C.) S. 148; van Lansberge a. a. O. Nach Waterhouse sind Macrotoma Hayesii Hope und serripes F. nicht die beiden Geschlechter derselben Art. Derselbe berichtigt einige irrige Angaben hinsichtlich M. absurda und serripes und beschreibt dann die neuen Arten M. signaticollis (Indien?) S. 378, Ellioti (ibid.) S. 379, inscripiu (Bombay?) S. 380, plagiata (N.-Indien) S. 381, Fisheri (Burmah) im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 197 S. 382, Coivani (Fianarantsoa) S. 384, Waterdi (Betsilco eo.) S. 385; Ann. a. Mag. N. H. (5) XIV S. 370 ff. Xixuthrus lunicolUs (Amboina; Ceram); v. Lansberge a. a. 0. S. HO. Fromont giebt eine Note sur les moeurs du Prionus coriarius, die sich hauptsächhch mit der Begattung und dem Eierlegen etc. dieser Art beschäftigt; CR. Ent. Belg. 1884 S. 174 ff. Ancyloprotus Javanus (J.) S. 136, ferox (Sumatra' S. 137; van Lans- berge a. a. 0. Bei der Beurtheilung der systematischen Stellung des Ilypocephu- lus armatus in der Berl. Ent. Zeitschr. 1884 S. 399 ff. kommt Kolbe unter Berücksichtigung der Beschaffenheit der vorderen Gelenkgruben zu dem Resultat, dass er zu den Prionin. aberrantes (Proth. acetabula con- clusa, integra . .) gehöre. — Fairmaire spricht ebenfalls über die systema- tische Stellung dieses Käfers und stellt beide Geschlechter in Holzschnitt dar; Le Naturahste 1884 S. 397 f. — Auch Sharp macht Bemerkungen über denselben Gegenstand und einige Punkte der Anatomie; nach ihm ist die Verwandtschaft mit Dorysthenes unbestreitbar, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 107 ff., 250 ff.; Lameere desgl., ebenda S. 265 ff. mit Holzschnitt. Brucllidae. Lefevre u. Poujade schildern die Verwandlung des (in den Früchten einer Orbignyia lebenden) Caryoborus nucleorum /''; Ann. Ent. France 1884 S. 243 ff. PI. 11. Bruchus (Mylabris Geoffr.) semicameu (Attika); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 99. Anthribidae. Donckier veröffentlicht eine liste des Anthribides decrits posterieurement au catalogue de Mm. Gemmingcr & Harold; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 324 ff. Phloeophilus ßavopictus (Marocco) ; Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 118. Breuthidae. Lewis schreibt On Japan Brenthidae, and notes of their habits; Journ. Linn. Soc. Lond., ZooL, XVH S. 295 ff. PI. XII. Die nördliche Lage Japans ist Schuld daran, dass diese tropische Famihe nicht reichlich vertreten ist; immerhin aber sind von Lewis 5 Arten in Japan, namentlich auf Kiushiu und den Uferländem des Kii- Kanals gesammelt worden, die aber, bezeichnend genug, ebenso vielen Gattungen angehören. Dieselben sind Zemioses Celtis S. 296 Fig. 1, 7, 8 (Hitoyoshi, auf einem Celtis, auf dem sie nach Art gewisser Histcriden in die Larvengänge von Ptinus oder Platj'pus aus und ein gingen); Cypha- gogus signipes (Higo; Yamato; in den 6 — 8 Zoll tiefen Gängen kleiner Holzbohrer, und für diesen Aufenthalt wunderbar angepasst) S. 297 Fig. 2 — 4; (Jonthocerus nigripes [Saigon; Penang; Ceylon; Zanzibar]; nach Art von Brontes oder Dendrophagus unter Baumrinde S. 298 Fig. 5, 6); Higonius (n g. prope Cerobatem) cAlo (Higo, unter Baumrinde) S. 300 Fig. 9, 10; Baryrrhynchus Poweri Roeloffs\ Orychodes insignis (Dai Nipon) S. 301 Fig. 12. — Ausserdem beschreibt Lewis noch von Penang den 198 Bertkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen Higonius Poweri S. 299 Anm., und Oliff H. a-ux von den Andaman L S. 300 Anm. Donckier de Donceel stellt eine liste des Brenthides decrits posterieurement au catalogue de Mm. Gemminger & Harold auf; C. R. Ent. Belg. 1884 S. 303 flf. Eupsalis bifalcatus (Ouabbi) ; Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 147. Scolytidae. In dem 3. Heft (N. F.) der Mitth. a. d. forstlichen Versuchs- wesen Oesterreichs hat F. A. Wachtl eine 14 SS. 4° mit 3 Taff. und 2 Zinko- graphieen ausgestattete Abhandlung über die doppelzähnigen euro- päischen Borkenkäfer erscheinen lassen. Unter diesem Namen (To- micini duplicati) vereinigt Wachtl diejenigen Tomicus- Arten, bei denen im männlichen Geschlecht einer der auf dem Umkreis des Flügelabsturzes stehenden Zähne scheinbar ein Doppelzahn ist. Dieses kann entweder dadurch entstehen, dass der zweite und dritte Zahn von der Seite her stark zusammengedrückt, an der Basis zusammengeflossen ist, oder dadurch, dass der letzte stark verbreitert und ausgerandet ist. Diese Arten sind der seither nicht wieder aufgefundene T. duplicatus Sahlb., rectangulus Ferr., Mannsfeldi Wachtl^ acuminatus Gyll. , Judeichii Kusch, infucatus Eichh. T. duplicatus, rectangulus und Mannsfeldi sind auf den Tafeln in zwei Stellungen nebst den stärker vergrösserten Fühlern abgebildet; von T. acuminatus ist das Hinterleibsende des Männchen und Weibchen ebenfalls vergrössert dargestellt; hinzugefügt ist eine analytische Tabelle zum Be- stimmen der Arten beiderlei Geschlechts. T. Heydeni (Chabarofka) ; Eichhoff, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 298. Die Gattungen Stephanoderes Eichh. und Homoeocryphalus Lindem. sind von Hypothenemus Westw. nicht zu trennen; Fauvel, Revue d'Entom. 1884 S. 315. Carphoborus Bonnairei (Algier); Brisout, Bull. Ent. France 1884 S. 52. Curculionidae. Bargagli fährt in seiner Rassegna biologica di Rincofori europei fort; Bull. Soc. Ent. Ital. 1884 S. 3 ff., 149 f!'. Stierlin hat in der Aufstellung von Bestimmungs-Tabellen der euro- päischen Coleopteren die Rüsselkäfer übernommen. In der ersten der- selben, Mitth. Schweiz, entom. Gesellschaft VI S. 403 ff., sind die Tabelle der Unterfamilien enthalten und dann die Otiorrhynchinen bearbeitet; die 2. derselben beschäftigt sich mit den Brachyderiden ; Mitth. Schweiz. Ent. Ges. VII S. 57 ff. J. Faust beschreibt Russische Rüsselkäfer; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 449 flf. Cossonini. Broun nimmt eine Revision of thc New Zealand Cossonidae vor, in der er 16 n. A. und folgende n. G. beschreibt: Boeorhopalus, Eudontus, Ptychopterus, Holopsis] New Zealand Journ. of Sei. I No. 11 S. 491 flf. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 18^4. 199 Äphyllura (n. g. Choerorrhino affine, anteunarum funiculo scptem- articulato et clytrorum apiee foliaceo insigne) Brenskei (Kumani, Nord- orea); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 97 Taf. I Fig. 9. Rhyncohis Hopffyarteni (Ungarn); Stierlin, Mitth. Schweiz;. Ent. Gesellsch. VII S. 56. Aparopion aequale (Lenkoran) ; Reitter, Verh. . . . Brunn XXII S. 9. Amaurorrhinus constrictus (Attika); Reitter, Deutsch. Ent. Zeit^schr. 1884 S. 98, Genuensis (G.), Lostiue (Cagliari); Coi/uereln (Oran); Fair- maire, Ann. Mus. Civico Genova XVIII S. 757. Pentarthrum Carmichaeli (Inaccessible Isl.); Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 279. Calandrini. Liocalandra? pijgialis (Guelidi) ; Fairmaire, C. K. Ent. Belg. 1884 S. 148. Baridiini. Baridius soricinus (Biskra); Fairmaire, C. K. Ent. Belg. 1884 S. 69. Baris crassipes (Tekke); Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 462. CeutorrhTjnchini. Hypurus Veronicae (Siebenbürgen, auf V. Teu- crium); Frivaldszky, Terme'sz. Füzet. VIII S. 284. Ceutorrhynchus tnvialis (Derbent) S. 456, Volgensis (Samara) S. 471; Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884. Zygopini. Chirozetes Amurensis (Askold, der erste Vertreter der Gruppe in der paläarktischen Region); v. Heyden, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 296. Cryptorrhynchini. Cryptorrhynchus fraudulenlua (Neu-Kaledonien); Chevrolat, Bull. Ent. France 1884 S. 102. Camptorrhinus humeralis (Andaman I.), quadrilinealus (Philippinen); Chevrolat, Bull. Ent. France 1884 S. 102. Arthrostenus ignoratus (Derbent); Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 453. Ithyporus transversus S. 237, gracilirostris S. 238 (Madag.); Fair- maire, Ann. Ent. France 1884. Derelomini. Stethelasma (n. g., a. g. Derelomo affini dilt'ert: praecipue antenn. clava sat distincte articulata, thoracis lateribus immar- ginatis prosternique processu pcculiari) paraduxum (Kleinasien) ; Frivaldszky, Termesz. Füzet. VIII S. 3. Tychiini, Sibinia massageta (Turkmcnien) ; Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 463. Tychius riijovittalns (Derbent) S. 455, -fiTiVsc/«' (Kirghisensteppe) S. 471; Faust, Slett. Ent. Zeit. 1884. Miccotrogus Alhagi (Krasnowodsk, auf Alh.) S. 462, fcstivus (Astra- chan) S. 469; Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884. Anthonomini. Ps eudophylobius (n. g.) sallator (Algier); Des- brochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19 S. 97. Orchestes biplagiatus S. 92, flavipes S. 94 (Algier), Hahelmanni 200 Bertkau: Bericht über die wibsenschaftlielien Leistungen (Pamass) S. 95, pallipes (Südfrankr.) S. 96; Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19. Massenvorkommen des 0, Populi bei Gefle, Schweden; Entom. Tid- skrift 1884 S. 200. Bradjbatus carbonarius (Lirik ; Lenkoran) ; Keitter, Verh. . . . Brunn XXII S. 9. Balaninini. Balanobius nohilis (Attika) ; Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 96. Magdalinini. Magdalis ^oZ/se? (Chabarofka) ; v. Heyden, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 297, russata (Batna); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 68. Zur Gattung Magdalis von G. Czwalina s. Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 415. Rhinomacerini. Der Trichtervpickler. Eine naturwissenschaft- liche Studie über den Thierinstinkt, von E. Wasmann, S. J. Mit einem Anhang über die neueste Biologie und Systematik der Rhynchitesarten und ihrer Verwandten (Attelabiden , Rhynchitiden und Nemonygiden). Münster 1884; s. ein ausführlicheres Referat von Kraatz in Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 431 f. Nach Faust ist der Rhynchites interpunctatus /S^epÄ. nicht = Alliariae Fayk.\ letzterer ist vielmehr auf den conicus Illig. zu deuten; neu ist Rh. Jhomsoni vom Amur; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 189 ff. Rh. semicyaneus (Algier); Bedel, Bull. Ent. France 1884 S. 140. Attelahini. Attelabus Christophi (Amur); Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 471. Apionini. Apion arragonicum (A.), Everts, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 219, Perm Mc?ten(Tiaret); Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19 S. 89, squamosum (Derbent); Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 455. Cyladinü Cylas curtipennis (Sansibar); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 147. Erirrhinini, Palaechthus (n. g. Erirrhino affine) glahratiis^ cossonoides (Nightingale Isl.); Waterhouse, Ann. a. Mag. N. H. (5) XIII S. 278. Mik schildert die Verwandlungsgeschichte einer in Stengelgallen der Cuscuta europaea lebenden Smicronyx- Art , wahrscheinlich des S. cicur; Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 67 fF. Taf. I Fig. 6-14. Bagous Kirschi (Zante); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 121. Gadeau de Kerville beschreibt die auf den Blättern von Stratiotes lebende Larve eines Käfers, wahrscheinlich dem B. binodulus angehörig; Bull. Ent. France 1884 S. 82. Ein releve d'observations ethologiques faites sur les Miarus et les Mfecinus ou Gymnetron führt Bedel zu den Schlüssen, dass die Larven von Miarus Steph. die Kapseln von Campanulaceen (Camp., Phyteuma, Jasione) oder Scrophulariaceen (Linaria) angreifen ; die von Mecinus im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 188-1. 201 Germ, (einschl. Gymnetron Schh. und Rhinusa Steph.) greifen Scrophu- lariaceen (Verbascum, Celsia, Antirrhiniim , Linaria, Scroph., Veronica) und Phmtago an; sie leben entweder in den Kapseln oder in den Zweigen und dem Wurzelstock; Ann. Ent. France 1884 S. 217 ff. Mecinus erinaceus (Fontainebleau) ; Bedel, Faune S. 147. Echinocnemus Sieversi (Tiflis; Turkestan); Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 452. Cleonini. Lixus barhiger (Madagaskar; = fascicularis d'Urvüle)\ Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 278, posticus (Albasin) S. 466, ohliquus (Daurien) S. 467, Salsolae (Sarepta; Astrachan; Turkestan); S. 468; Faust ebenda. Larinus inten-uptius (Oran); Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19 S. 88. Neocleonus virgo (Abyss.); Chevrolat, Bull. Ent. France 1884 S. 69. Isomerus aschabadensis (Aschabad) S. 459, brahminus (Bangalor) S. 460; Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884. Cleonus riffensis (Casablanca) ; Fairmaire, Le Naturaliste 1884 S. 446. Leucosomus insignis (Algier) S. 84, quadratithorax (Südspanien) S. 85; Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19. Bothynoderes armeniacus (A.); Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 451. Stephanocleonus favens (Ulangom, Mongolei), nebst den drei nahe verwandten thoracicus, puneticolHs , compressicollis unterschieden; Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 465, obliquivittis (Oesterreich?); Chevrolat, Bull. Ent. France 1884 S. 68 (letztere Art ist ebenda S. 75 in die Gattung Bothynoderes gebracht). Chromonotus Msneines/ (Tekke) ; Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 458. Porocleonus superciliosus ■=■ fatal is (Sibirien); Chevrolat, Bull. Ent. Fiance 1884 S. 68 und 75. Hyperini. Coniatus bellus (Taschkent); Faust, Revue mensuelle d'Entom. I S. 102. Hypera pustxdoia (Südungarn); Frivaldszky, Termesz. Füzet. VIII S. 283, slulta (Tamga) S. 100, consimilis (Naryn) S. 101, Faust, Revue mensuelle d'Entom. I. Alophus quadripunctatus (Osch ; = subcostatus Ba.llion var. ?) ; Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 225, Kaufmanni (Ungarn); Stier- lin, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 43. Scythropini. Scythropus longus (Konstantine) S. 11, socins (Biskra; Batna) S. 13, metallicus (Nordamerika) S. 21 Anm.; Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippon. No. 19, pineti, oxycedri, phoeniceus (Batna); Fairmaire, C. R. Ent. Belg 1884 S. 68. Molytini. Adexius corcyreus (K.); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 120. J. Faust giebt eine Uebersicht der (9) kaukasischen Meleus- Arten, mit M. Faldennanni S. 218, di/Jicilis, Chaudoiri S. 220, dolosus, 202 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen incerius S. 222; die Arten werden nach der Skulptur der beiden erbten Bauchsegmente (ob mit gewöhnlichen Punkten oder spitz gekörnt) in 2 Gruppen gebracht; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 217 ff. Eine Revision der kaukasischen Meleus-Arten von Reitter in der Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 9 ff. bringt dieselben in 2 Haupt- gruppen, von denen die erste Arten enthält, deren Flügeldecken mehr oder weniger gerundet sind ; der fünfte Zwischenraum bildet vor der Spitze keine Beule; in der zweiten Gruppe sind die Flügeldecken an den Seiten ziem- lich gleich breit, der fünfte Zwischenraum etwas erhabener als die an- deren, vor der Spitze plötzlich verkürzt und eine Beule bildend. Im ganzen sind 15 Arten bekannt, darunter 8 neue (I) grusinus (G.), iri-oraius (Tbatani) S. 13, vittatus (Kasbek; Chefsurien), Fausti (Swanetien), (II) yranulosus^ swaneiicus (S.) S. 14, mingrelicus (Letschgum), depressicollis (Swan.) S. 15. Bedel stellt eine Synopsis der Gattung Liosoma zusammen, Revue d'Entom. 1884 S. 132 ff. mit L. Reuten (Suram) S. 138, Baudii (Vallombrosa) S. 139. Lithinini. Lithinus compressituher y rufopenicillus (Madagaskar); Fairmaire, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 138. Cylindrorrhinini. FauBt unterscheidet Macrotarsus concinnus J5A. , varius Bh. und notatus Cap. (nebst var.? robustus) S. 107 ff. und beschreibt M. perdix (Dschuka) S. 103, hrevirostris (Turkestau) S. 104, latirostris (Warnoja), Kuschakewitschi (ibid.) S. 105; Revue mensuellc d'Entom. I. Rhytirrhinini. Rhytirrhinus Allardi (Taschkent); Faust, Revue mensuelle d'Entom. 1884 S. 99. Leptopini. Bastactis plurüuherculatus (Brasil.); Dohrn, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 43. Eremnini. Faust erkennt die von ihm als Platytrachelus? exqui- situs und marmoratus beschriebenen als Arten von Corigetus; da es schon einen C. marmoratus {Mnnh.) Desbr. giebt, so ersetzt er den Namen seines C. marmoratus durch Kirghisicus und beschreibt als neu C. Weisei (Tekke); Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 457. Otiorrhynchini. Myllocerus Christophi (Scharud), Caspius (ibid.); Stierlin, Bestimmungstabellen S. 230. Phyllobius (Parascytopus) taygetanus (T.); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 96, Reitteri (Kaukasus), russicus (Lenkoran) S. 41, croaticus (Kr.), Heydeni S. 42; Stierlin, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII, ater (Griechenland) S. 208, Caucasicus (C.) S. 214, Caspius (Astra- bad) S. 216, Desbrochersi (Griechenland) S. 223, Hochhuthi (Kaukasus) S. 226; derselbe, Bestimmungstabellen, vespertilio (Armenien); Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 449. Cathormiocerus tenuiscapm (Marocco); Fairmaire, C. R. Ent. Belg; 1884 S. 121. im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 203 Peribrotus variohsus (Massai; Bagamojo); Gerstäcker, Jahrb. wisscnßch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 58. Mylacus Beuten (Syrien) S. 36, graecus (Morea) S. 37; Stierlin, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII. Nastus devians (Armenien); Faust, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 449. Systates metallicus (Massai); Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 58, angulithorax ^ fusco-aeneus (Makdischu); Fair, maire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 76, crenatipennis S. 147, setosipennis (Sansibar), proUxus , albido-vittatus (Makdischu) S. 357; derselbe ebenda. Otiorrhynchus alpinus Richter kommt zahlreich und in zahlreichen Formen in den Sudeten vor; ebenfalls sehr veränderlich ist 0. maurus Gyll.', Letzner, 61. Jahresb. Schles. Ges. f. vaterl. Cultur S. 306 f. 0. procerus bei Mombach auf Schlehen; Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 425. Otiorrhynchus suhßliim (Taygetus), (Arammichnus) expansus (Nord- Morea) S. 94, (Tournieria) Brenskei (Morea) S. 95; Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884, Ludyi (Bosnien) S. 37, terrifer (Kaukasus), qiiadratopun- ctatiis (ibid.) S. 38, (Arammichnus) Pipitzi (Erzerum) S. 29, Brisouti (Algier), (Tournieria) suhsquamulatus (Kaukasus) S. 40; Stierlin, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII, strumosus (Montenegro); Heller, Wien. Ent. Zeitg. 1884 S. 146; Akinini S. 96, Kusckakewüschi S. 97, temds S. 98 (Turkestan) ; Stierlin, Revue mensuelle d'Ent. I, (Toumieria) Swaneticus (Kaukasus) ; Beitter, ebenda S. 116, nitidiventris (Casa blanca) ; Fairmaire, Le Naturaliste 1884 S. 446, Apenmnus (A.) S. 24, Grouvdlei (Seealpen) S. 31, Troyori (Kroatien) S. 62, styphlo'ides (Konstantinopel) S. 63, borealis (Lappland) S. 74, breviciavatus (Dalmatien) S. 80, angustipennis (Engadin), labüis (Piemont) S. 81, Rivierae (Mentone) S. 82, crassipes (Piemont) S. 83, Branksiki (Ungarn) S. 116, rufomarginatus (Siebenbürgen) S. 124, angustifrons (Persien) S. 137, refrigeratus (Issik-Kal) S. 137, Russicus (Tschaar- Tasch) , Oertzeni (Griechenland) S. 142, granulato-punctatus (Türkei) S. 147, (Eurychirus = Arammichnus) Balassogloi (Lemiretschinsk) S. 148, Emu (Issik-Kul) S. 157, pygmaeus (Griechenland) S. 160, Os- manlis (Kaukasus) S. 168, Europaeus (Türkei) S. 169, Schuhmacheri (Li- banon) S. 170; Stierlin, Bestimmungstabellen. Brachyderini. Gewisse, bei manchen Chlorophanus -Arten hinsichtlich ihrer Bildung konstante und dadurch zur Artunterscheidung verwendbare Körpertheile sind bei anderen Arten, z. B. Ch. gr amini - cola, variabel; Stierlin, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII S. 7. Polycleis ocellatus, ornatissimus (Massai) ; Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 59, {difficilis (Madagaskar); Dohrn, Stett. Ent. Zeitg. 1884 S. 180, = Bohemani Boh.\ derselbe, ebenda S. 184). Tanymecus Fausii (Nordafr.); Desbrocher» des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19 S. 26. Thylacites (variegatus var. proximus S. 35,) Biskrensis (B.) S. 41, 204 Bortkau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen aurovütatus (Philippeville) S. 42, multUeriatus (Oran) S. 44, depilatus (Oran) S. 49, aenescens (Tanger) S. 51; Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19. — Derselbe stellt ebenda S. 53 ff. ein table au der Arten auf mit Th. lusitanicus (P.) S. 55, squameus (Südspanien) S. 57, intermediKs (Portugal) S. 58, substriatus (Spanien) S. 61, Perezi (Süd- spanien) S. 81, und einen Katalog, der 61 Arten enthält. Eaust hält die Zusammenziehung von Polydrosus corruscus Germ. und ligurinus Gyll. für unrichtig; Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 182, und be- schreibt P. obliquatus (Tekke) S. 456. Polydrusus (Chaerodrys) Rekten (Morea) S. 61, pictus (ibid.), minulus (Tanger) S. 62, (Piecocnemus) Hopßgarteni (Szören Alpe; Steiermark, Graubündten) S. 65, (Leucodrusus) fulvus (Kauk.) S. 66, (Eudipnus) Ka- ramani (Dalmatien) S. 67, (Eustolus) Daldensis (Mte. Baldo) S. 69, Ibe- ricus (Spanien) S. 70, piUgerus Kraatz i. 1. (Samarkand), Bedeli (Algier) S. 71, alpinus (Macugnaga), capricolus (Capri), Rubi (Türkei) S. 75, mixtus Brisout i. 1. (Portugal) S. 76, (Polydr. i. sp.) Dalmatinus (D.) S. 77, (Conocoetus) longus Desbr. i. 1. (Tanger) S. 80, graecus (Gr.), Desbrochersi (Cartagena) S. 8 1 ; Stierlin, Mitth. Schweiz. Ent. Ges. VII, Oberthüri (Al- gier); Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19 S. 6. Zu den 9 bekannten Arten von Ischnotrachelus >ScÄönÄ. beschreibt Chevrolat die (8) neuen aspericollis (Gabon) S. 183, dorsalis (Alt Calabar), marginipennis (Westafrika), scutellaris (Gabon) S. 184, trilineatus, calochloris (Gabon), Umgicollis (Alt Calabar), immundus (Guinea) S. 185; Berl. Ent. Zeitschr. 1884. Karsch lehrt in Sitones griseus F. einen neuen Feind der Land- wirthschaft (Lupinen) kennen; Ent. Nachr. 1884 S. 157 ff. S. Hipponensis (Bone) S. 2, hirsutus (Oran) S. 4, argentellus (Alger) S. 5; Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19. Brachyderes auriger (Oran); Desbrochers des Loges, Bull. Acad. d'Hippone No. 19 S. 9. Barypithes validus Plason i. 1. (Schlesien) S. 93, Pirazzolii (Imola) S. 94; Stierlin, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII. Mitophorus g?-avidus, semiaeneus (Massai) ; Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 58. Sciaphilus elegans Desbr. i. 1. (Griechenland) S. 85, Reitleri (Bos- nien) S. 86, Dalmatinus (D.) S. 87; Stierlin, Mitth. Schweiz. Ent. Gesellsch. VII. Platytarsus Frivaldszkyi (Mehadia); Reitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 259. Holonychus inaequicollis (Madagaskar); Fairmaire, Stett. Ent. Zeit. 1884 S. 137. Microcerini. Microcerus dorsofumatus (Makdischu) ; Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 147. Monoiumatidae. Monomma Auberti (Gabon) S. 40, maximum (San- im Gebiete der Arthropoden während des Jahres 1884. 205 sibar) S. 41, glohidosum S. 42, puncficolle S. 43 (ibid.); B. Oberthür, Coleopt. Novität. I. Hyporrhagus Mathani (Para), davicornis (Ega) S 44, Steinheili (Co- lumbien) S. 45; R. Oberthür, Coleopt. Novität. I. Oedemeridae. Oedemera Amurensis (Chabarofka) ; v. Heyden, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 295. Melo'idae. üeber Meloe und die eigenthümliche Ent- wickelung der Canthariden; von Pabst; Neunt. Bericht Naturw. Ges. Chemnitz; Sitzung vom 20. Octob. 1882 S. XVII. Ueber Pediculus melittae Kirby s, Saunders in Trans. Ent. Soc. London 1884 S. 107 fif. Preudhomme de Borre giebt eine Synopsis der mitteleuropäischen Arten; Bull. Soc. R. Linneenne de Bruxelles 1884. Beauregard macht einige Angaben sur l'appareil digestif des . . . Vesicants. Die am vorderen Eingange des Magens angebrachte Klappe ist bei Epicauta und Lytta übereinstimmend gebaut; Cantharis vesicatoria dagegen stimmt in diesem Punkte mehr mit Mylabris überein, und die Arten der Gattung Meloe, denen sich auch Cerocoma Schreberi anschliesst, repräsentiren einen dritten Typus. Compt. Rend. Acad. Sei. Paris XCIX S. 1083 ff. Derselbe macht eine Mittheilung über die Entwicklungsgeschichte von Cerocoma Schreberi und Stenoria apicalis ebenda S. 148 fF. Während die Larven von Epicauta und Macrobasis von Orthoptereneiern leben, nähren sich die von Cerocoma Schreberi vom Honig von Colletes und Osmia. Bei Colletes signata fand sich auch Stenoria apicalis, die von Lichtenstein als Schmarotzer bei C. fodiens angegeben worden war. Beide Arten sind daher nicht auf einen Wirth beschränkt. Lichtenstein macht einen neuen Triungulinus von Collet. niveo-fa- sciatus bekannt; Bull. Ent. France 1884 S. 28. Meloe crispatus (Akbcs); Fairmaire, Ann. Ent. France 1884 S. 173. Sitaris muralis in den Niederlanden; Tijdschr. v. Entom. XXVII, Versl. S. LXXXVm. Sitaris rußventris (Athen); Kraatz, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 175. Zonitis seminigra (Sparta); Beitter, Deutsch. Ent. Zeitschr. 1884 S. 93, anatolica (Brussa); Frivaldszky, Termesz. Füzet. VIII S. 1. Epicauta dichrocera (N'Guruman); Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg für 1883 S. 58. Beauregard beschreibt den Triungulinus der Epicauta verticalis; C. R. Acad. Sei. Paris XCIX S. 611 ff. Cantharis validicornis (Guelidi); Fairmaire, C. R. Ent. Belg. 1884 S. 124. Mylabris lictor (N'Guruman); Gerstäcker, Jahrb. wissensch. Anstalt. Hamburg 1883 S. 58, hacolyssa; Bochebrune, Bull. Soc. philom. Paris (7) VII S. 182 ff. 206 Bert kau: Bericht über die wissenschaftlichen Leistungen ßhipiphoridae. Scotoscopus (n. g. ; antennae art. 3 primis simplicibus, ceteris 8 flabellatis ; palpi max. art. 2 et 3 subaequalibus j palp. lab. minutissimi, art. ultimo subcylindrico ; tibiae 4 anteriores mu- ticae ; unguiculi ante apicem unidentati ; corpus angustum v